{"id":25860,"date":"2025-03-20T12:25:13","date_gmt":"2025-03-20T12:25:13","guid":{"rendered":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=25860"},"modified":"2025-03-20T12:25:13","modified_gmt":"2025-03-20T12:25:13","slug":"der-blutige-pfad-gottes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=25860","title":{"rendered":"Der blutige Pfad Gottes"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nach einer w\u00fcsten Schl\u00e4gerei mit Todesfolge und anschlie\u00dfendem Freispruch aus Notwehr werden die Br\u00fcder Conor und Murphy McManus in ihren Kreisen als Helden verehrt, sogar von vielen Polizisten wohlwollend betrachtet. Sie haben es sich gewagt mit der Russenmafia anzulegen und scheinbar ist auf ihrem Feldzug f\u00fcr Gerechtigkeit dank g\u00f6ttlicher Einf\u00fcgung noch kein Ende in Sicht\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>An einem Film wie &#8220;Der blutige Pfad Gottes&#8221; scheiden sich die Geister. Bei seiner ersten Sichtung (damals noch auf VHS-Kassette ganz klassisch aus der Videothek ausgeliehen) hat mir der Streifen noch \u00fcberhaupt gefallen, z\u00e4hlte beinahe zu den schlechtesten der bisher gesehenen Filmen \u00fcberhaupt. Jahre sp\u00e4ter bekam das Teil dann immer mal wieder eine Chance (von der DVD bis zum Blu-Ray-Steelbook hin) und so langsam entwickelte sich ein gewisser Kult-Charakter, dem man sich mittlerweile nur schwerlich entziehen kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Film ist so schlecht, dass er im Grunde schon wieder gut ist. Seine Action- (und kom\u00f6dienhaften) Szenen sind teils so absurd, dass sie schon wieder f\u00fcr Lacher sorgen, sogar bei wiederholter Sichtung nunmehr freudig erwartet werden. Die Dialoge und Zitate sind ebenfalls eine Sache f\u00fcr sich, machen das seltsame Konstrukt aber erst richtig rund, verpassen ihm einen passenden Anstrich.<\/p>\n\n\n\n<p>Der pseudo-g\u00f6ttliche Rachefeldzug bot ein gutes Pacing, obwohl hin und wieder schon ein paar kleinere L\u00e4ngen zu verzeichnen waren. Man h\u00e4tte einige Szenen leicht eink\u00fcrzen, andere wiederum ruhig ein wenig ausbauen k\u00f6nnen &#8211; was h\u00f6chstwahrscheinlich eine Frage des Budgets gewesen sein mag. Gerne h\u00e4tte ich ein bisschen mehr an Action gesehen &#8211; den hier lag eine gro\u00dfe St\u00e4rke des Streifens.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Schusswechsel und Keilereien waren sehr h\u00fcbsch choreografiert und mit hervorragender Situationskomik verbunden. Der Titel bewahrte einen ernsteren Grundton, kam trotzdem recht locker und gut bek\u00f6mmlich daher. Man bewies Geschick f\u00fcr Selbstironie und schwarzen Humor.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Darsteller haben ihre Sache &#8211; im gegebenen Rahmen &#8211; solide und ohne M\u00e4kel absolviert. Der damals noch relativ unbekannte Norman Reedus kam schon mit bekannt-markanter und Mine daher, stand allerdings etwas im Schatten einen gewohnt schr\u00e4gen William Dafoe, der f\u00fcr solche Auftritte einfach wie geschaffen ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Ob der vermeintliche Kultstatus gerechtfertigt ist, vermag ich nicht zu sagen. Fakt ist, dass er im Laufe der Jahre geh\u00f6rig in meiner Gunst gestiegen ist, trotzdem aber noch nicht zur Speerspitze des Genres geh\u00f6rt und eine Empfehlung nur eingeschr\u00e4nkt ausgesprochen werden kann. Der Film hat seine wirklich guten Momente (und einen tollen Dafoe), \u00fcberzeugt aber nicht \u00fcberall zu hundertprozentig. Interessierte sollten sich auf jeden Fall einfach mal selbst ein Bild machen &#8211; mit knappen 1,5 Stunden w\u00e4re im Notfall auch nicht zu viel Zeit verschwendet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-larger-font-size wp-elements-6d896ffc13678040b893f913a422b100\"><strong>7,5\/10<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fotocopyright: Alive AG<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt Nach einer w\u00fcsten Schl\u00e4gerei mit Todesfolge und anschlie\u00dfendem Freispruch aus Notwehr werden die Br\u00fcder Conor und Murphy McManus in ihren Kreisen als Helden verehrt, sogar von vielen Polizisten wohlwollend betrachtet. Sie haben es sich gewagt mit der Russenmafia anzulegen und scheinbar ist auf ihrem Feldzug f\u00fcr Gerechtigkeit dank g\u00f6ttlicher Einf\u00fcgung noch kein Ende in Sicht\u2026 Fazit An einem Film wie &#8220;Der blutige Pfad Gottes&#8221; scheiden sich die Geister. Bei seiner ersten Sichtung (damals noch auf VHS-Kassette ganz klassisch aus der Videothek ausgeliehen) hat mir der Streifen noch \u00fcberhaupt gefallen, z\u00e4hlte beinahe zu den schlechtesten der bisher gesehenen Filmen \u00fcberhaupt. Jahre sp\u00e4ter bekam das Teil dann immer mal wieder eine Chance (von der DVD bis zum Blu-Ray-Steelbook hin) und so langsam entwickelte sich ein gewisser Kult-Charakter, dem man sich mittlerweile nur schwerlich entziehen kann. Der Film ist so schlecht, dass er im Grunde schon wieder gut ist. Seine Action- (und kom\u00f6dienhaften) Szenen sind teils so absurd, dass sie schon wieder f\u00fcr Lacher sorgen, sogar bei wiederholter Sichtung nunmehr freudig erwartet werden. Die Dialoge und Zitate sind ebenfalls eine Sache f\u00fcr sich, machen das seltsame Konstrukt aber erst richtig rund, verpassen ihm einen passenden Anstrich. Der pseudo-g\u00f6ttliche Rachefeldzug bot ein gutes Pacing, obwohl hin und wieder schon ein paar kleinere L\u00e4ngen zu verzeichnen waren. Man h\u00e4tte einige Szenen leicht eink\u00fcrzen, andere wiederum ruhig ein wenig ausbauen k\u00f6nnen &#8211; was h\u00f6chstwahrscheinlich eine Frage des Budgets gewesen sein mag. Gerne h\u00e4tte ich ein bisschen mehr an Action gesehen &#8211; den hier lag eine gro\u00dfe St\u00e4rke des Streifens. Die Schusswechsel und Keilereien waren sehr h\u00fcbsch choreografiert und mit hervorragender Situationskomik verbunden. Der Titel bewahrte einen ernsteren Grundton, kam trotzdem recht locker und gut bek\u00f6mmlich daher. Man bewies Geschick f\u00fcr Selbstironie und schwarzen Humor. Die Darsteller haben ihre Sache &#8211; im gegebenen Rahmen &#8211; solide und ohne M\u00e4kel absolviert. Der damals noch relativ unbekannte Norman Reedus kam schon mit bekannt-markanter und Mine daher, stand allerdings etwas im Schatten einen gewohnt schr\u00e4gen William Dafoe, der f\u00fcr solche Auftritte einfach wie geschaffen ist. Ob der vermeintliche Kultstatus gerechtfertigt ist, vermag ich nicht zu sagen. Fakt ist, dass er im Laufe der Jahre geh\u00f6rig in meiner Gunst gestiegen ist, trotzdem aber noch nicht zur Speerspitze des Genres geh\u00f6rt und eine Empfehlung nur eingeschr\u00e4nkt ausgesprochen werden kann. Der Film hat seine wirklich guten Momente (und einen tollen Dafoe), \u00fcberzeugt aber nicht \u00fcberall zu hundertprozentig. 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