{"id":28392,"date":"2025-09-08T06:56:11","date_gmt":"2025-09-08T06:56:11","guid":{"rendered":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=28392"},"modified":"2025-09-08T06:56:11","modified_gmt":"2025-09-08T06:56:11","slug":"die-verurteilten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=28392","title":{"rendered":"Die Verurteilten"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es war im Jahr 1947 als Frauenm\u00f6rder Andy in das Shawshank Gef\u00e4ngnis eingeliefert wurde und dort zun\u00e4chst keinen guten Einstieg erlebte. Es dauerte einige Zeit, bis er sich \u00f6ffnete und den Kontakt zum Mitinsassen Red suchte und sich zaghaft eine Freundschaft zu ihm entwickelte. Andy versuchte fortan alles, um sich irgendwie mit den W\u00e4rtern und brutalen Straft\u00e4tern zu arrangieren, plante aber im Hintergrund stets seine Flucht aus den Gem\u00e4uern&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>&#8220;Die Verurteilten&#8221; gilt als einer der besten Filme aller Zeiten und tr\u00e4gt diese Auszeichnung in meinen Augen auch v\u00f6llig zurecht. W\u00e4hrend andere Werke oft ziemlich gehypt und teilweise auch einfach &#8220;Kinder ihrer Zeit&#8221; sind, bleibt dieses Epos aus der Feder von King einfach ein zeitloser Klassiker &#8211; der mit eher kleinlauten T\u00f6nen und gro\u00dfartigen Darstellern immer wieder in seinen Bann zieht.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Buch hatte ich bereits als Kind und vor einigen Jahren noch einmal gelesen (siehe <a href=\"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=5814\">hier<\/a>), kann es nachwievor absolut empfehlen. W\u00e4hrend in der (von der Seitenanzahl \u00fcberschaubaren) Vorlage viele Dinge gar nicht erst beleuchtet wurden, hat Drehbuchautor und Regisseur Frank Darabont diese L\u00fccken mit starkem F\u00fcllmaterial geschlossen, ein unterm Strich sogar noch runderes Erlebnis geschaffen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Streifen ist lang, aber nie langweilig. Seine ruhige, n\u00fcchterne Erz\u00e4hlweise \u00fcbte eine fast schon hypnotische Wirkung aus, schafft es selbst beim Vorbeizappen im TV, dass man immer wieder am Ball bleibt und die raue Welt von Andy und Red abtaucht. Man f\u00fchlt sich trotz der ungem\u00fctlichen Umgebungen rasch zu Hause &#8211; was eben am grandiosen Spiel von Robbins und Freeman lag, die mit ihrer charmanten Art die tragischen Umst\u00e4nde vergessen lie\u00dfen, alle Aufmerksamkeit auf sich zogen.<\/p>\n\n\n\n<p>In Buch und Film wurde eine glaubw\u00fcrdige M\u00e4nnerfreundschaft konstruiert und nicht nur hier liegt eine gro\u00dfe St\u00e4rke. Jedes kleine Zahnrad greift hier perfekt ineinander, jeder noch so kleine Nebenstrang, jede noch so kleine Nebenfigur wurden prima ins Geschehen integriert, alles ergab am Ende einen Sinn und erzeugte auf dem Weg dorthin viele Emotionen &#8211; in allen Richtungen. Manchmal konnte man sich die Tr\u00e4nen kaum unterdr\u00fccken, an anderer Stelle allerdings von Herzen Lachen und sich fast als Teil der neu geschaffenen Gemeinschaft f\u00fchlen.<\/p>\n\n\n\n<p>Obwohl die Haupthandlung bereits eine halbe Stunde vor dem Abspann als abgeschlossen betrachtet werden konnte, setzten die Macher noch immer einen drauf. W\u00e4hrend mich hinauszuz\u00f6gernde Enden bei anderen Werken m\u00e4chtig st\u00f6ren, wollte man hier gar nicht erst zum Abschluss kommen, freute sich \u00fcber jede weitere Minute mit unseren &#8220;Helden&#8221;. Diese keineswegs st\u00f6rende &#8220;Langatmigkeit&#8221; hat prima zum Rest gepasst, uns langsam aus den Ereignissen ausklinken lassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich kenne die Hintergr\u00fcnde nicht, bedauere aber, dass sich Frank Darabont nicht noch weiteren Werken von King angenommen hat. Mit &#8220;Die Verurteilten&#8221; und &#8220;The Green Mile&#8221; hat der Regisseur echte Perlen abgeliefert und dabei mit gro\u00dfartigen eigenen Ideen bereichert. &#8220;Der Nebel&#8221; war auch noch ziemlich gut, obgleich er doch ein paar Kategorien unter diesen Meisterwerken einzuordnen war. Letztlich ist es egal, ob man Fan von King ist oder nicht &#8211; &#8220;Die Verurteilten&#8221; sind grandioses Erz\u00e4hlkino abseits gewohnter Horrorkost und f\u00fcr alle Genre-Liebhaber definitiv einen genaueren Blick wert.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote has-x-large-font-size is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-x-large-font-size\"><strong>9\/10<\/strong><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Fotocopyright: Warner Bros (Universal Pictures)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt Es war im Jahr 1947 als Frauenm\u00f6rder Andy in das Shawshank Gef\u00e4ngnis eingeliefert wurde und dort zun\u00e4chst keinen guten Einstieg erlebte. Es dauerte einige Zeit, bis er sich \u00f6ffnete und den Kontakt zum Mitinsassen Red suchte und sich zaghaft eine Freundschaft zu ihm entwickelte. Andy versuchte fortan alles, um sich irgendwie mit den W\u00e4rtern und brutalen Straft\u00e4tern zu arrangieren, plante aber im Hintergrund stets seine Flucht aus den Gem\u00e4uern&#8230; Fazit &#8220;Die Verurteilten&#8221; gilt als einer der besten Filme aller Zeiten und tr\u00e4gt diese Auszeichnung in meinen Augen auch v\u00f6llig zurecht. W\u00e4hrend andere Werke oft ziemlich gehypt und teilweise auch einfach &#8220;Kinder ihrer Zeit&#8221; sind, bleibt dieses Epos aus der Feder von King einfach ein zeitloser Klassiker &#8211; der mit eher kleinlauten T\u00f6nen und gro\u00dfartigen Darstellern immer wieder in seinen Bann zieht. Das Buch hatte ich bereits als Kind und vor einigen Jahren noch einmal gelesen (siehe hier), kann es nachwievor absolut empfehlen. W\u00e4hrend in der (von der Seitenanzahl \u00fcberschaubaren) Vorlage viele Dinge gar nicht erst beleuchtet wurden, hat Drehbuchautor und Regisseur Frank Darabont diese L\u00fccken mit starkem F\u00fcllmaterial geschlossen, ein unterm Strich sogar noch runderes Erlebnis geschaffen. Der Streifen ist lang, aber nie langweilig. Seine ruhige, n\u00fcchterne Erz\u00e4hlweise \u00fcbte eine fast schon hypnotische Wirkung aus, schafft es selbst beim Vorbeizappen im TV, dass man immer wieder am Ball bleibt und die raue Welt von Andy und Red abtaucht. Man f\u00fchlt sich trotz der ungem\u00fctlichen Umgebungen rasch zu Hause &#8211; was eben am grandiosen Spiel von Robbins und Freeman lag, die mit ihrer charmanten Art die tragischen Umst\u00e4nde vergessen lie\u00dfen, alle Aufmerksamkeit auf sich zogen. In Buch und Film wurde eine glaubw\u00fcrdige M\u00e4nnerfreundschaft konstruiert und nicht nur hier liegt eine gro\u00dfe St\u00e4rke. Jedes kleine Zahnrad greift hier perfekt ineinander, jeder noch so kleine Nebenstrang, jede noch so kleine Nebenfigur wurden prima ins Geschehen integriert, alles ergab am Ende einen Sinn und erzeugte auf dem Weg dorthin viele Emotionen &#8211; in allen Richtungen. Manchmal konnte man sich die Tr\u00e4nen kaum unterdr\u00fccken, an anderer Stelle allerdings von Herzen Lachen und sich fast als Teil der neu geschaffenen Gemeinschaft f\u00fchlen. Obwohl die Haupthandlung bereits eine halbe Stunde vor dem Abspann als abgeschlossen betrachtet werden konnte, setzten die Macher noch immer einen drauf. W\u00e4hrend mich hinauszuz\u00f6gernde Enden bei anderen Werken m\u00e4chtig st\u00f6ren, wollte man hier gar nicht erst zum Abschluss kommen, freute sich \u00fcber jede weitere Minute mit unseren &#8220;Helden&#8221;. Diese keineswegs st\u00f6rende &#8220;Langatmigkeit&#8221; hat prima zum Rest gepasst, uns langsam aus den Ereignissen ausklinken lassen. Ich kenne die Hintergr\u00fcnde nicht, bedauere aber, dass sich Frank Darabont nicht noch weiteren Werken von King angenommen hat. Mit &#8220;Die Verurteilten&#8221; und &#8220;The Green Mile&#8221; hat der Regisseur echte Perlen abgeliefert und dabei mit gro\u00dfartigen eigenen Ideen bereichert. &#8220;Der Nebel&#8221; war auch noch ziemlich gut, obgleich er doch ein paar Kategorien unter diesen Meisterwerken einzuordnen war. Letztlich ist es egal, ob man Fan von King ist oder nicht &#8211; &#8220;Die Verurteilten&#8221; sind grandioses Erz\u00e4hlkino abseits gewohnter Horrorkost und f\u00fcr alle Genre-Liebhaber definitiv einen genaueren Blick wert. 9\/10 Fotocopyright: Warner Bros (Universal Pictures)<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":28393,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[11,15],"class_list":["post-28392","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-filmbesprechungen","tag-besprechung","tag-drama"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/28392","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=28392"}],"version-history":[{"count":12,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/28392\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":28405,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/28392\/revisions\/28405"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/28393"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=28392"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=28392"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=28392"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}