{"id":28557,"date":"2025-09-15T13:44:58","date_gmt":"2025-09-15T13:44:58","guid":{"rendered":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=28557"},"modified":"2025-09-15T13:44:58","modified_gmt":"2025-09-15T13:44:58","slug":"scarface","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=28557","title":{"rendered":"Scarface"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Unter den vielen Fl\u00fcchtlingen aus Kuba befindet sich auch Tony Montana, der sich dank eines ver\u00fcbten Auftragsmordes aus dem Lager freik\u00e4mpft und fortan f\u00fcr einen Gangsterboss seine Dienste anbietet. Schnell steigt das ehrgeizige Narbengesicht auf, doch bald empfindet er die Denkweise seines Bosses als viel zu klein und er m\u00f6chte dann selbst das Ruder \u00fcbernehmen\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>&#8220;Scarface&#8221; ist die perfekte Anti-Parabel auf den amerikanischen Traum. Brian De Palma schilderte hier den (fiktiven) Aufstieg eines kleinen Einwanderers, der wirklich zum einfachen Tellerw\u00e4scher zum m\u00e4chtigen Million\u00e4r aufgestiegen ist. In knappen drei Stunden wurde uns hier ein Brett serviert &#8211; welches \u00fcber Jahre nachhaltig in Erinnerung blieb und sogar einen Teil der Popkultur mitgepr\u00e4gt hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Figur &#8220;Tony Montana&#8221; ist Kult und wurde unvergleichbar genial von Al Pacino zum Leben erweckt. Zwar darf man die deutsche Synchronisation als absolut gelungen betrachten, doch grade im Originalton kommt der Gangster mit seinem kubanischen Akzent so richtig derbe r\u00fcber. Nie zuvor oder danach war Pacino besser &#8211; und das mag bei seinem \u00fcberragenden Talent schon etwas bedeuten.<\/p>\n\n\n\n<p>Verstecken muss sich aber auch der restliche Cast auf keinen Fall. Ob es nun Sidekick Manny (Steven Bauer), Geliebte Elvira (Michelle Pfeiffer) oder die zwielichtigen Freunde und Gesch\u00e4ftspartner von Montana waren &#8211; alles passte wie die Faust aufs Auge und wurde sorgf\u00e4ltig ausgew\u00e4hlt. Alle trugen ihren Teil zum Gelingen bei &#8211; woran bei diesem Epos allerdings auch die Autoren (u.A. Oliver Stone) dieses Meisterst\u00fccks verantwortlich waren.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Stoff basiert lose auf dem gleichnamigen Klassiker von 1932 und verwurstete dabei noch so manch andere R\u00e4uberpistole &#8211; ohne dabei auch nur eine Minute langweilig zu werden oder wie eine billige Kopie zu wirken. Hochspannung war zu jeder Zeit zugegeben, selbst wenn es nur um die Anwerbeversuche von Tonys vermeintlicher Traumfrau ging. Jede Sekunde war ein Hochgenuss und der Abspann flackerte viel zu fr\u00fch \u00fcber die heimische Leinwand.<\/p>\n\n\n\n<p>Die traumhaften Bilder luden zum Versinken ein und das Pacing war hervorragend. Alle Station der Kariere  des Narbengesichtes wurden unterhaltsam in Szene gesetzt, seine Charakterentwicklung nachvollziehbar gestaltet. Man konnte sich gut in unseren Kubaner hineindenken, auch ohne dessen teils brutalen und eiskalten Machenschaft zu bef\u00fcrworten.<\/p>\n\n\n\n<p>Lange stand &#8220;Scarface&#8221; auf dem Index, doch selbst aus damaliger Sicht war dies eher ein schlechter Witz. Sicherlich mag das Teil ein wenig das Gangster-Leben glorifizieren (aber das machen ja die meisten Filme dieser Machart), aber in Sachen Gewalt ging es eher gem\u00e4\u00dfigt zu. Bei der ach so verrufenen Kettens\u00e4gen-Szene gab es au\u00dfer Ger\u00e4uschen und ein paar Tropfen Blut nicht viel zu sein, h\u00f6chstens beim Finale ging es ruppiger zur Sache &#8211; ein Grund zur Indizierung sehe ich hier aber nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr mich geh\u00f6rt &#8220;Scarface&#8221; schon seit Sichtung in fr\u00fchster Jugend zu den besten Filmen aller Zeiten. Hier stimmt einfach alles und die \u00dcberl\u00e4nge nervt in keinem Moment. Al Pacino verk\u00f6rperte hier die Rolle seines Lebens und wird mit Spr\u00fcchen wie &#8220;Say Hello to my little Friend&#8221; wohl auf ewig in Erinnerung bleiben. Dieser Film geh\u00f6rt definitiv auf die Liste von Werken, die man unbedingt gesehen haben sollte &#8211; und wenn es einfach nur zum Mitreden ist.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-x-large-font-size\"><strong>10\/10<\/strong><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Fotocopyright: Universal Pictures Germany GmbH<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt Unter den vielen Fl\u00fcchtlingen aus Kuba befindet sich auch Tony Montana, der sich dank eines ver\u00fcbten Auftragsmordes aus dem Lager freik\u00e4mpft und fortan f\u00fcr einen Gangsterboss seine Dienste anbietet. Schnell steigt das ehrgeizige Narbengesicht auf, doch bald empfindet er die Denkweise seines Bosses als viel zu klein und er m\u00f6chte dann selbst das Ruder \u00fcbernehmen\u2026 Fazit &#8220;Scarface&#8221; ist die perfekte Anti-Parabel auf den amerikanischen Traum. Brian De Palma schilderte hier den (fiktiven) Aufstieg eines kleinen Einwanderers, der wirklich zum einfachen Tellerw\u00e4scher zum m\u00e4chtigen Million\u00e4r aufgestiegen ist. In knappen drei Stunden wurde uns hier ein Brett serviert &#8211; welches \u00fcber Jahre nachhaltig in Erinnerung blieb und sogar einen Teil der Popkultur mitgepr\u00e4gt hat. Die Figur &#8220;Tony Montana&#8221; ist Kult und wurde unvergleichbar genial von Al Pacino zum Leben erweckt. Zwar darf man die deutsche Synchronisation als absolut gelungen betrachten, doch grade im Originalton kommt der Gangster mit seinem kubanischen Akzent so richtig derbe r\u00fcber. Nie zuvor oder danach war Pacino besser &#8211; und das mag bei seinem \u00fcberragenden Talent schon etwas bedeuten. Verstecken muss sich aber auch der restliche Cast auf keinen Fall. Ob es nun Sidekick Manny (Steven Bauer), Geliebte Elvira (Michelle Pfeiffer) oder die zwielichtigen Freunde und Gesch\u00e4ftspartner von Montana waren &#8211; alles passte wie die Faust aufs Auge und wurde sorgf\u00e4ltig ausgew\u00e4hlt. Alle trugen ihren Teil zum Gelingen bei &#8211; woran bei diesem Epos allerdings auch die Autoren (u.A. Oliver Stone) dieses Meisterst\u00fccks verantwortlich waren. Der Stoff basiert lose auf dem gleichnamigen Klassiker von 1932 und verwurstete dabei noch so manch andere R\u00e4uberpistole &#8211; ohne dabei auch nur eine Minute langweilig zu werden oder wie eine billige Kopie zu wirken. Hochspannung war zu jeder Zeit zugegeben, selbst wenn es nur um die Anwerbeversuche von Tonys vermeintlicher Traumfrau ging. Jede Sekunde war ein Hochgenuss und der Abspann flackerte viel zu fr\u00fch \u00fcber die heimische Leinwand. Die traumhaften Bilder luden zum Versinken ein und das Pacing war hervorragend. Alle Station der Kariere des Narbengesichtes wurden unterhaltsam in Szene gesetzt, seine Charakterentwicklung nachvollziehbar gestaltet. Man konnte sich gut in unseren Kubaner hineindenken, auch ohne dessen teils brutalen und eiskalten Machenschaft zu bef\u00fcrworten. Lange stand &#8220;Scarface&#8221; auf dem Index, doch selbst aus damaliger Sicht war dies eher ein schlechter Witz. Sicherlich mag das Teil ein wenig das Gangster-Leben glorifizieren (aber das machen ja die meisten Filme dieser Machart), aber in Sachen Gewalt ging es eher gem\u00e4\u00dfigt zu. Bei der ach so verrufenen Kettens\u00e4gen-Szene gab es au\u00dfer Ger\u00e4uschen und ein paar Tropfen Blut nicht viel zu sein, h\u00f6chstens beim Finale ging es ruppiger zur Sache &#8211; ein Grund zur Indizierung sehe ich hier aber nicht. 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