{"id":28604,"date":"2015-09-17T09:17:00","date_gmt":"2015-09-17T09:17:00","guid":{"rendered":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=28604"},"modified":"2025-09-17T09:46:35","modified_gmt":"2025-09-17T09:46:35","slug":"the-wanderers","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=28604","title":{"rendered":"The Wanderers"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Aufgrund aktueller Sichtung wurde dieses Review aus dem Archiv \u00fcbernommen und hier sauber formatiert. M\u00f6glichweise wurden einige Passagen \u00fcberarbeitet und die Wertung nach aktuellen Ma\u00dfst\u00e4ben noch einmal korrigiert.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Schon in den 60er Jahren ist das amerikanische Jugendbild gepr\u00e4gt von Gangs, die sich durch ihren Kleidungsstil oder Haarschnitt eindeutig zuordnen lassen. &#8220;The Wanderers&#8221; beleuchtet das Leben einiger Jugendlicher, die aus italienischen Einwandererfamilien stammen und in einfachen Verh\u00e4ltnissen leben.<br>Ihr Alltag ist gepr\u00e4gt von Auseinandersetzungen mit anderen Banden, dem Stress in der Schule und der eigenen Loyalit\u00e4t zueinander. Locker \u2013 aber nicht ganz ohne Schicksalsschl\u00e4ge \u2013 beobachten wir das Leben von Perry, Richy und ihren Wanderers\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Oftmals wird das Wort \u201eKult\u201c leichtfertig verwendet, doch \u201eThe Wanderers\u201c l\u00e4sst sich gar nicht anders umschreiben. Nach all den Jahren fasziniert das Werk noch wie am ersten Tag und beschert noch immer gute Laune.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Geschichte mag auf den ersten Blick nicht sonderlich originell wirken, doch besitzt das Teil seinen eigenen, unvergleichbaren Charme. Die damalige Zeit wird ausgezeichnet abgebildet und kleinere Eckpfeiler (z. B. der Tod von JFK) sorgen f\u00fcr einen authentischen Touch. So verl\u00e4uft sich das Geschehen nie in eine zu fiktive Welt und bleibt glaubhaft. Zusammen mit den gut aufgelegten Darstellern und der hitverd\u00e4chtigen Musik kommt Laune und gutes Feeling auf. Egal ob nun Hits von Bob Dylan \u2013 oder das Titellied \u201eI am a Wanderer\u201c \u2013 alles passt in die Filmzeit und wurde sorgf\u00e4ltig ausgew\u00e4hlt. Ich habe mir sogar in einem gro\u00dfen Auktionshaus den Soundtrack ersteigert, obwohl meine Eltern die alten Hits bestimmt noch verteilt auf diversen CDs besitzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch wenn die Inszenierung nicht immer realistisch ist, so nachvollziehbar sind die Probleme der durchwegs sympathischen Figuren. Jeder hat seine eigenen Probleme, die uneingeschr\u00e4nkt verst\u00e4ndlich sind. Sei es nun die Schwangerschaft der Freundin (und die daraus resultierenden Verpflichtungen) oder das Hadern zwischen verschiedenen Jugendgruppierungen zu stehen. Alles ist anschaulich und unterhaltsam erz\u00e4hlt, ohne dabei die moralische Keule auszupacken. Zu keiner Zeit wirkt man zu lehrerhaft und bildet wertfrei den Alltag der Jugendlichen ab. Klar ist manch Darstellung\/Charakterzeichnung etwas \u00fcberspitzt, aber das tut dem Spa\u00df keinen Abbruch.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Riege der Akteure ist bunt gemischt. Nicht jeder mag alle Namen kennen, doch ihr Spiel ist routiniert und stets gef\u00e4llig. Die unterschiedlichen Gruppierungen werden von der &#8220;Glatzkopfbande&#8221; bis zu den Wanderers selbst erstklassig vertreten. Vielleicht blieb man bei der Abbildung nicht ganz frei von Klischees, aber das ist gar nicht schlimm.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit den Wanderers ist Philip Kaufman ein gro\u00dfer Wurf gelungen, der \u00e4hnlich wie guter Wein mit jedem Jahr noch besser wird. Kaum ein anderer Film l\u00e4sst einen so perfekt in die Vergangenheit eintauchen, was an der netten Geschichte und der erstklassigen musikalischen Begleitung liegt. Wer nur ansatzweise etwas mit dem Thema anfangen kann und den Streifen noch nicht kennt, sollte dies unverz\u00fcglich nachholen. Sicherlich mag er den einen oder anderen kalt lassen, doch ich konnte mich dem Teil einfach nicht entziehen und denke noch gern an die grandiosen Momente, w\u00e4hrend ich die Melodien pfeife.<br><br>Kurz: ein Film, der immer wieder f\u00fcr gute Stimmung sorgt und in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden \u00fcber meinen Bildschirm flackern muss. \u201eThe Wanderers\u201c ist Kult und weckt bei vielen Betrachtern bestimmt die ein oder andere Erinnerung. Ich singe jetzt noch ein bisschen das Titellied und beende das Review damit.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-x-large-font-size\"><strong>10\/10<\/strong><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Fotocopyright: PLAION PICTURES<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt Schon in den 60er Jahren ist das amerikanische Jugendbild gepr\u00e4gt von Gangs, die sich durch ihren Kleidungsstil oder Haarschnitt eindeutig zuordnen lassen. &#8220;The Wanderers&#8221; beleuchtet das Leben einiger Jugendlicher, die aus italienischen Einwandererfamilien stammen und in einfachen Verh\u00e4ltnissen leben.Ihr Alltag ist gepr\u00e4gt von Auseinandersetzungen mit anderen Banden, dem Stress in der Schule und der eigenen Loyalit\u00e4t zueinander. 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Egal ob nun Hits von Bob Dylan \u2013 oder das Titellied \u201eI am a Wanderer\u201c \u2013 alles passt in die Filmzeit und wurde sorgf\u00e4ltig ausgew\u00e4hlt. Ich habe mir sogar in einem gro\u00dfen Auktionshaus den Soundtrack ersteigert, obwohl meine Eltern die alten Hits bestimmt noch verteilt auf diversen CDs besitzen. Auch wenn die Inszenierung nicht immer realistisch ist, so nachvollziehbar sind die Probleme der durchwegs sympathischen Figuren. Jeder hat seine eigenen Probleme, die uneingeschr\u00e4nkt verst\u00e4ndlich sind. Sei es nun die Schwangerschaft der Freundin (und die daraus resultierenden Verpflichtungen) oder das Hadern zwischen verschiedenen Jugendgruppierungen zu stehen. Alles ist anschaulich und unterhaltsam erz\u00e4hlt, ohne dabei die moralische Keule auszupacken. Zu keiner Zeit wirkt man zu lehrerhaft und bildet wertfrei den Alltag der Jugendlichen ab. Klar ist manch Darstellung\/Charakterzeichnung etwas \u00fcberspitzt, aber das tut dem Spa\u00df keinen Abbruch. Die Riege der Akteure ist bunt gemischt. Nicht jeder mag alle Namen kennen, doch ihr Spiel ist routiniert und stets gef\u00e4llig. Die unterschiedlichen Gruppierungen werden von der &#8220;Glatzkopfbande&#8221; bis zu den Wanderers selbst erstklassig vertreten. Vielleicht blieb man bei der Abbildung nicht ganz frei von Klischees, aber das ist gar nicht schlimm. Mit den Wanderers ist Philip Kaufman ein gro\u00dfer Wurf gelungen, der \u00e4hnlich wie guter Wein mit jedem Jahr noch besser wird. Kaum ein anderer Film l\u00e4sst einen so perfekt in die Vergangenheit eintauchen, was an der netten Geschichte und der erstklassigen musikalischen Begleitung liegt. Wer nur ansatzweise etwas mit dem Thema anfangen kann und den Streifen noch nicht kennt, sollte dies unverz\u00fcglich nachholen. Sicherlich mag er den einen oder anderen kalt lassen, doch ich konnte mich dem Teil einfach nicht entziehen und denke noch gern an die grandiosen Momente, w\u00e4hrend ich die Melodien pfeife. Kurz: ein Film, der immer wieder f\u00fcr gute Stimmung sorgt und in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden \u00fcber meinen Bildschirm flackern muss. \u201eThe Wanderers\u201c ist Kult und weckt bei vielen Betrachtern bestimmt die ein oder andere Erinnerung. 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