{"id":29184,"date":"2025-10-23T07:10:45","date_gmt":"2025-10-23T07:10:45","guid":{"rendered":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=29184"},"modified":"2025-10-23T07:10:45","modified_gmt":"2025-10-23T07:10:45","slug":"the-long-walk-todesmarsch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=29184","title":{"rendered":"The Long Walk &#8211; Todesmarsch"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Amerika in naher Zukunft. Das Land liegt nach einem gro\u00dfen Krieg am Boden und der Wirtschaft geht es schlecht. Um die Moral bei der Bev\u00f6lkerung anzukurbeln, findet j\u00e4hrlich ein langer Marsch statt. Der Gewinner wird reichlich belohnt und darf sich einen besonderen Wunsch erf\u00fcllen &#8211; der Rest wird jedoch hingerichtet\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>&#8220;The Long Walk&#8221; wurde an vielen Stellen hoch gelobt und schon als einer der besten Filme des Jahre betitelt &#8211; was bei mir als gro\u00dfer Fan von King eine gewisse Erwartungshaltung entfachte. Sicherlich habe ich hier keinen Horrorstreifen, aber in vielen Bereichen wohl etwas deutlich Anderes erwartet.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Streifen war ein zweischneidiges Schwert, denn einer guten und im Prinzip unterhaltsam pr\u00e4sentierten Grundidee wurden einige unsch\u00f6ne bzw. unlogische Dinge eingeflochten &#8211; die immer wieder heftig an der Immersion st\u00f6rten. Die wenigen tristen, immergleichen Kulissen und die schwachen CGI-Effekte w\u00e4ren noch verkraftbar gewesen, h\u00e4tten sich im Drehbuch wesentlich weniger L\u00fccken aufgetan.<\/p>\n\n\n\n<p>Die meisten Teilnehmer schienen von ihrer Kleidung her \u00fcberhaupt nicht vorbereitet zu sein und liefern selbst nach dutzenden Meilen noch munter mit ihren sch\u00e4bigen Turnschuhen weiter &#8211; stellenweise so, als ob es keinerlei Regieanweisungen gegeben h\u00e4tte und man planlos im Hintergrund Grimassen schneidet oder wild umherh\u00fcpft.<\/p>\n\n\n\n<p>Hierdurch beraubte sich das Geschehen hin und wieder seiner Ernsthaftigkeit und das gegenseitige Kn\u00fcpfen von Freundschaften brachte da nur bedingt Besserung. Nat\u00fcrlich habe ich vermutet, dass sich einige Akteure zusammenschlie\u00dfen werden, doch irgendwie konnte mich deren Anbandeln in der hier dargestellten Form gef\u00fchlstechnisch nicht ganz abholen. Leicht angedeutete Sozialkritik verfehlte ebenso ihre Wirkung.<\/p>\n\n\n\n<p>Viele Dinge (z.B. die Umst\u00e4nde weshalb dieser Marsch stattfindet) werden nur nebens\u00e4chlich am Rande erw\u00e4hnt und gaben einen gewissen Interpretationsfreiraum. Grunds\u00e4tzlich fand ich dies gut, gerne h\u00e4tte man aber etwas mehr (gerne in weiteren R\u00fcckblenden) offenbaren d\u00fcrfen &#8211; Dinge wie das Verbot von B\u00fcchern und Musik wurden nicht unbedingt ausf\u00fchrlich und nachvollziehbar erkl\u00e4rt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Darsteller haben ihre Sache gut gemacht &#8211; auch wenn es (wie bereits erw\u00e4hnt) &#8211; f\u00fcr sie nicht immer gro\u00dfartige Anweisungen gab und manche Szene arg nach Improvisation ausschaute. Wie ebenfalls erw\u00e4hnt waren die wenigen eingestreuten Computereffekte (bei den Hinrichtungen) allerdings nicht das Gelbe vom Ei und die Kamera h\u00e4tte besser einfach abgedreht und man h\u00e4tte die Sch\u00fcsse aus dem Off erklingen lassen sollen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein paar jungen Leuten f\u00fcr knappe 100 Minuten beim Laufen zuzuschauen klingt langweilig, wurde aber trotz diverser M\u00e4ngel insgesamt recht unterhaltsam in Szene gesetzt. Einige Sachverhalte, Motivationen und Hintergr\u00fcnde konnte ich nicht ganz nachvollziehen und auch das Finale war nicht unbedingt optimal oder glaubhaft &#8211; gro\u00dfartig gelangweilt habe ich mich dennoch nicht. Interessierte schauen rein und ich werde dem Streifen sicherlich noch einmal im Heimkino eine gro\u00dfe Aufmerksam schenken und hoffentlich noch ein paar kl\u00e4rende Details erhaschen. So war das Teil einfach okay, aber leider nichts Besonders.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-x-large-font-size\"><strong>6\/10<\/strong><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Fotocopyright: LEONINE<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt Amerika in naher Zukunft. Das Land liegt nach einem gro\u00dfen Krieg am Boden und der Wirtschaft geht es schlecht. Um die Moral bei der Bev\u00f6lkerung anzukurbeln, findet j\u00e4hrlich ein langer Marsch statt. Der Gewinner wird reichlich belohnt und darf sich einen besonderen Wunsch erf\u00fcllen &#8211; der Rest wird jedoch hingerichtet\u2026 Fazit &#8220;The Long Walk&#8221; wurde an vielen Stellen hoch gelobt und schon als einer der besten Filme des Jahre betitelt &#8211; was bei mir als gro\u00dfer Fan von King eine gewisse Erwartungshaltung entfachte. Sicherlich habe ich hier keinen Horrorstreifen, aber in vielen Bereichen wohl etwas deutlich Anderes erwartet. Der Streifen war ein zweischneidiges Schwert, denn einer guten und im Prinzip unterhaltsam pr\u00e4sentierten Grundidee wurden einige unsch\u00f6ne bzw. unlogische Dinge eingeflochten &#8211; die immer wieder heftig an der Immersion st\u00f6rten. Die wenigen tristen, immergleichen Kulissen und die schwachen CGI-Effekte w\u00e4ren noch verkraftbar gewesen, h\u00e4tten sich im Drehbuch wesentlich weniger L\u00fccken aufgetan. Die meisten Teilnehmer schienen von ihrer Kleidung her \u00fcberhaupt nicht vorbereitet zu sein und liefern selbst nach dutzenden Meilen noch munter mit ihren sch\u00e4bigen Turnschuhen weiter &#8211; stellenweise so, als ob es keinerlei Regieanweisungen gegeben h\u00e4tte und man planlos im Hintergrund Grimassen schneidet oder wild umherh\u00fcpft. Hierdurch beraubte sich das Geschehen hin und wieder seiner Ernsthaftigkeit und das gegenseitige Kn\u00fcpfen von Freundschaften brachte da nur bedingt Besserung. Nat\u00fcrlich habe ich vermutet, dass sich einige Akteure zusammenschlie\u00dfen werden, doch irgendwie konnte mich deren Anbandeln in der hier dargestellten Form gef\u00fchlstechnisch nicht ganz abholen. Leicht angedeutete Sozialkritik verfehlte ebenso ihre Wirkung. Viele Dinge (z.B. die Umst\u00e4nde weshalb dieser Marsch stattfindet) werden nur nebens\u00e4chlich am Rande erw\u00e4hnt und gaben einen gewissen Interpretationsfreiraum. Grunds\u00e4tzlich fand ich dies gut, gerne h\u00e4tte man aber etwas mehr (gerne in weiteren R\u00fcckblenden) offenbaren d\u00fcrfen &#8211; Dinge wie das Verbot von B\u00fcchern und Musik wurden nicht unbedingt ausf\u00fchrlich und nachvollziehbar erkl\u00e4rt. Die Darsteller haben ihre Sache gut gemacht &#8211; auch wenn es (wie bereits erw\u00e4hnt) &#8211; f\u00fcr sie nicht immer gro\u00dfartige Anweisungen gab und manche Szene arg nach Improvisation ausschaute. Wie ebenfalls erw\u00e4hnt waren die wenigen eingestreuten Computereffekte (bei den Hinrichtungen) allerdings nicht das Gelbe vom Ei und die Kamera h\u00e4tte besser einfach abgedreht und man h\u00e4tte die Sch\u00fcsse aus dem Off erklingen lassen sollen. Ein paar jungen Leuten f\u00fcr knappe 100 Minuten beim Laufen zuzuschauen klingt langweilig, wurde aber trotz diverser M\u00e4ngel insgesamt recht unterhaltsam in Szene gesetzt. Einige Sachverhalte, Motivationen und Hintergr\u00fcnde konnte ich nicht ganz nachvollziehen und auch das Finale war nicht unbedingt optimal oder glaubhaft &#8211; gro\u00dfartig gelangweilt habe ich mich dennoch nicht. 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