{"id":30771,"date":"2026-03-31T07:36:27","date_gmt":"2026-03-31T07:36:27","guid":{"rendered":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=30771"},"modified":"2026-03-31T07:36:27","modified_gmt":"2026-03-31T07:36:27","slug":"babycall","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=30771","title":{"rendered":"Babycall"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Aufgrund aktueller Sichtung wurde dieses Review aus dem Archiv \u00fcbernommen und hier sauber formatiert. M\u00f6glichweise wurden einige Passagen \u00fcberarbeitet und die Wertung nach aktuellen Ma\u00dfst\u00e4ben noch einmal korrigiert.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Endlich von ihrem gewaltt\u00e4tigen Ehemann gel\u00f6st, zieht Anna mit ihrem kleinen Sohn in eine neue Wohnung in einem gro\u00dfen Plattenbau in Oslo.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Jugendamt unterst\u00fctzt die beiden bei ihrem Neuanfang, glaubt jedoch nicht alle Details aus Annas Schilderungen \u00fcber die schlimme Vergangenheit der Familie. Anna wirkt \u00fcber\u00e4ngstlich, eingesch\u00fcchtert und ist in dieser belastenden Situation kaum in der Lage, sich um sich selbst zu k\u00fcmmern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ihre Sorge geht sogar so weit, dass sie f\u00fcr ihren immerhin acht Jahre alten Sohn ein Babyfon anschafft, um ihn nachts zu \u00fcberwachen. Doch statt beruhigender Gewissheit empf\u00e4ngt sie dar\u00fcber verst\u00f6rende Ger\u00e4usche. Offenbar \u00fcberlagern sich Frequenzen, und Anna h\u00f6rt T\u00f6ne, die vermutlich aus der n\u00e4heren Nachbarschaft stammen. Alles deutet auf eine schwere Misshandlung hin \u2013 doch woher genau die Signale kommen, kann sie nicht feststellen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein kurzer Blick auf die Wertung verr\u00e4t bereits, dass ich von \u201eBabycall\u201c eher entt\u00e4uscht war. Die interessante Ausgangsidee, der ansprechende Schauplatz und nicht zuletzt die gro\u00dfartige Noomi Rapace lie\u00dfen deutlich mehr erwarten \u2013 letztlich bekommt man jedoch nur Mittelma\u00df geboten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die ersten Minuten verlaufen zwar recht gem\u00e4chlich, erm\u00f6glichen aber immerhin einen ruhigen Einstieg und eine gute Einf\u00fchrung in die wenigen Charaktere. Danach gewinnt der Film jedoch kaum an Tempo und verharrt in seiner eher tr\u00e4gen Erz\u00e4hlweise.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zwar gibt es immer wieder gelungene Spannungsmomente, die durch die d\u00fcsteren, tristen Bilder und das k\u00fchle Setting gut zur Geltung kommen, doch davon h\u00e4tte es deutlich mehr gebraucht. Immer wieder schleichen sich L\u00e4ngen ein, sodass es schwerf\u00e4llt, die volle Aufmerksamkeit aufrechtzuerhalten. Man ertappt sich dabei, abzuschweifen und auf einen neuen Spannungsanstieg zu hoffen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Noomi Rapace \u00fcberzeugt hingegen auf ganzer Linie und tr\u00e4gt den Film \u00fcber weite Strecken nahezu allein. Ihre Darstellung ist intensiv und glaubw\u00fcrdig, ihre Gestik passt hervorragend zu den gezeigten Situationen \u2013 hier gibt es nichts zu bem\u00e4ngeln. Nach ihren Auftritten in gr\u00f6\u00dferen Produktionen wie \u201ePrometheus \u2013 Dunkle Zeichen\u201c oder der \u201eMillennium\u201c-Trilogie tut es gut, sie wieder in einer kleineren Produktion zu sehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Ans\u00e4tze sind vielversprechend, doch das Ergebnis wirkt trotz der starken Besetzung zu wirr und stellenweise zu belanglos. \u201eBabycall\u201c schafft es nicht, den Zuschauer wirklich zu packen, hinterl\u00e4sst nur kurzfristig Fragen und bleibt nicht nachhaltig im Ged\u00e4chtnis.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich sch\u00e4tze Filme, die mit Erwartungen spielen und den Zuschauer bewusst in die Irre f\u00fchren \u2013 und ich sch\u00e4tze auch Noomi Rapace sehr. Doch hier konnte mich der Film nicht \u00fcberzeugen. F\u00fcr einen einmaligen Blick ist er durchaus geeignet, eine klare Kaufempfehlung kann ich jedoch nicht aussprechen.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-x-large-font-size wp-block-paragraph\"><strong>6\/10<\/strong><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Fotocopyright: EuroVideo Medien GmbH<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt Endlich von ihrem gewaltt\u00e4tigen Ehemann gel\u00f6st, zieht Anna mit ihrem kleinen Sohn in eine neue Wohnung in einem gro\u00dfen Plattenbau in Oslo. Das Jugendamt unterst\u00fctzt die beiden bei ihrem Neuanfang, glaubt jedoch nicht alle Details aus Annas Schilderungen \u00fcber die schlimme Vergangenheit der Familie. Anna wirkt \u00fcber\u00e4ngstlich, eingesch\u00fcchtert und ist in dieser belastenden Situation kaum in der Lage, sich um sich selbst zu k\u00fcmmern. Ihre Sorge geht sogar so weit, dass sie f\u00fcr ihren immerhin acht Jahre alten Sohn ein Babyfon anschafft, um ihn nachts zu \u00fcberwachen. Doch statt beruhigender Gewissheit empf\u00e4ngt sie dar\u00fcber verst\u00f6rende Ger\u00e4usche. Offenbar \u00fcberlagern sich Frequenzen, und Anna h\u00f6rt T\u00f6ne, die vermutlich aus der n\u00e4heren Nachbarschaft stammen. Alles deutet auf eine schwere Misshandlung hin \u2013 doch woher genau die Signale kommen, kann sie nicht feststellen. Fazit Ein kurzer Blick auf die Wertung verr\u00e4t bereits, dass ich von \u201eBabycall\u201c eher entt\u00e4uscht war. Die interessante Ausgangsidee, der ansprechende Schauplatz und nicht zuletzt die gro\u00dfartige Noomi Rapace lie\u00dfen deutlich mehr erwarten \u2013 letztlich bekommt man jedoch nur Mittelma\u00df geboten. Die ersten Minuten verlaufen zwar recht gem\u00e4chlich, erm\u00f6glichen aber immerhin einen ruhigen Einstieg und eine gute Einf\u00fchrung in die wenigen Charaktere. 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