{"id":31499,"date":"2026-05-26T09:21:26","date_gmt":"2026-05-26T09:21:26","guid":{"rendered":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=31499"},"modified":"2026-05-26T09:21:26","modified_gmt":"2026-05-26T09:21:26","slug":"extrawurst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=31499","title":{"rendered":"Extrawurst"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im \u00f6rtlichen Tennisverein l\u00e4uft die allj\u00e4hrliche Versammlung es eigentlich wie immer ab &#8211; w\u00e4re da nicht eine Diskussion \u00fcber die Nutzung des neues Grills entfacht. Pl\u00f6tzlich m\u00f6chte man darauf nur noch deutsche W\u00fcrste zubereiten und dem t\u00fcrkischst\u00e4mmigen Mitglied des Vereins ein paar Vorschl\u00e4ge zum Kompromissen unterbreiten\u2026<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bis dato fand ich die Filme mit Hape Kerkeling eigentlich immer ziemlich unterhaltsam, doch \u201eExtrawurst\u201c konnte meine Aufmerksamkeit leider nur selten dauerhaft halten. Statt lockerem Klamauk und pointierter Comedy setzt der Film \u00fcberwiegend auf lange Dialoge und theater\u00e4hnliche Wortgefechte. Das erinnert stark an moderne Kammerspiele wie Der Vorname und dessen Nachfolger \u2013 allerdings ohne dabei dieselbe Sch\u00e4rfe oder Dynamik zu entwickeln.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Anzahl der Schaupl\u00e4tze und Figuren bleibt bewusst \u00fcberschaubar, was grunds\u00e4tzlich gut zum Konzept passt. Die Darsteller harmonieren sichtbar miteinander und spielen sich die Dialoge routiniert und glaubw\u00fcrdig zu. Dennoch z\u00fcnden viele der humorvollen Spitzen nur bedingt. Zwar gibt es immer wieder gelungene Wortwechsel und einige bissige Kommentare, doch \u00fcber weite Strecken pl\u00e4tschert das Geschehen eher gem\u00e4chlich vor sich hin. Gerade die gesellschaftskritischen Ans\u00e4tze wirken oftmals etwas zu vorsichtig und verlieren dadurch im eher harmlosen Gesamtkontext an Schlagkraft.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00dcberhaupt wirkt manche Diskussion mittlerweile fast ein wenig \u00fcberholt. Bei einigen Themen hat sich die gesellschaftliche Debatte gef\u00fchlt l\u00e4ngst weiterentwickelt, weshalb der Film mit seinen Konflikten stellenweise etwas hinterherhinkt. Nat\u00fcrlich wollte man den lockeren Ton des Films nicht komplett aufgeben, dennoch h\u00e4tte etwas mehr Mut zur Tiefe oder zur echten Eskalation dem Ganzen vermutlich gutgetan.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schauspielerisch gibt es dagegen wenig zu meckern. Vor allem Hape Kerkeling tr\u00e4gt den Film mit sichtbarer Spielfreude und sorgt mit seinen trockenen Kommentaren noch am ehesten f\u00fcr echte Lacher. Er stiehlt selbst erfahrenen Kollegen wie Christoph Maria Herbst mehrfach die Show. Auch Fahri Yard\u0131m liefert eine starke und sympathische Performance ab. Umso bedauerlicher ist es letztlich, dass das durchaus hochkar\u00e4tige Ensemble von der eher zur\u00fcckhaltenden Handlung etwas ausgebremst wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am Ende blieb bei mir vor allem ein einzelner Kerkeling-Witz wirklich h\u00e4ngen, w\u00e4hrend vieles andere schon kurz nach dem Abspann wieder verblasste. Wer dialoglastige Kammerspiele mag und sich vom Trailer angesprochen f\u00fchlt, kann dem Film durchaus eine Chance geben. Ich selbst wollte \u201eExtrawurst\u201c vor allem wegen seines starken Casts unbedingt m\u00f6gen, blieb am Ende aber eher entt\u00e4uscht zur\u00fcck. Da greife ich pers\u00f6nlich doch lieber wieder zu &#8220;Kein Pardon&#8221;, der mich auch nach vielen Sichtungen noch deutlich besser unterh\u00e4lt.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-x-large-font-size wp-block-paragraph\"><strong>5\/10<\/strong><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Fotocopyright: Studiocanal (Plaion Pictures)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt Im \u00f6rtlichen Tennisverein l\u00e4uft die allj\u00e4hrliche Versammlung es eigentlich wie immer ab &#8211; w\u00e4re da nicht eine Diskussion \u00fcber die Nutzung des neues Grills entfacht. 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Zwar gibt es immer wieder gelungene Wortwechsel und einige bissige Kommentare, doch \u00fcber weite Strecken pl\u00e4tschert das Geschehen eher gem\u00e4chlich vor sich hin. Gerade die gesellschaftskritischen Ans\u00e4tze wirken oftmals etwas zu vorsichtig und verlieren dadurch im eher harmlosen Gesamtkontext an Schlagkraft. \u00dcberhaupt wirkt manche Diskussion mittlerweile fast ein wenig \u00fcberholt. Bei einigen Themen hat sich die gesellschaftliche Debatte gef\u00fchlt l\u00e4ngst weiterentwickelt, weshalb der Film mit seinen Konflikten stellenweise etwas hinterherhinkt. Nat\u00fcrlich wollte man den lockeren Ton des Films nicht komplett aufgeben, dennoch h\u00e4tte etwas mehr Mut zur Tiefe oder zur echten Eskalation dem Ganzen vermutlich gutgetan. Schauspielerisch gibt es dagegen wenig zu meckern. Vor allem Hape Kerkeling tr\u00e4gt den Film mit sichtbarer Spielfreude und sorgt mit seinen trockenen Kommentaren noch am ehesten f\u00fcr echte Lacher. Er stiehlt selbst erfahrenen Kollegen wie Christoph Maria Herbst mehrfach die Show. Auch Fahri Yard\u0131m liefert eine starke und sympathische Performance ab. Umso bedauerlicher ist es letztlich, dass das durchaus hochkar\u00e4tige Ensemble von der eher zur\u00fcckhaltenden Handlung etwas ausgebremst wird. Am Ende blieb bei mir vor allem ein einzelner Kerkeling-Witz wirklich h\u00e4ngen, w\u00e4hrend vieles andere schon kurz nach dem Abspann wieder verblasste. Wer dialoglastige Kammerspiele mag und sich vom Trailer angesprochen f\u00fchlt, kann dem Film durchaus eine Chance geben. Ich selbst wollte \u201eExtrawurst\u201c vor allem wegen seines starken Casts unbedingt m\u00f6gen, blieb am Ende aber eher entt\u00e4uscht zur\u00fcck. Da greife ich pers\u00f6nlich doch lieber wieder zu &#8220;Kein Pardon&#8221;, der mich auch nach vielen Sichtungen noch deutlich besser unterh\u00e4lt. 5\/10 Fotocopyright: Studiocanal (Plaion Pictures)<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":31500,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[11,15,32],"class_list":["post-31499","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-filmbesprechungen","tag-besprechung","tag-drama","tag-komoedie"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/31499","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=31499"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/31499\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":31502,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/31499\/revisions\/31502"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/31500"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=31499"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=31499"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=31499"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}