{"id":31575,"date":"2026-06-02T06:00:57","date_gmt":"2026-06-02T06:00:57","guid":{"rendered":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=31575"},"modified":"2026-06-02T06:00:57","modified_gmt":"2026-06-02T06:00:57","slug":"daredevil","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=31575","title":{"rendered":"Daredevil"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei einem tragischen Unfall verlor Matt Murdock als Kind sein Augenlicht, doch daf\u00fcr entwickelten sich seine restlichen Sinne alsbald sehr ausgepr\u00e4gt. Er lernt mit einen neuen Gaben so umzugehen, dass er in seinem<br>sp\u00e4teren Leben neben seinem Aufritt als Anwalt w\u00e4hrend der Nacht auf die Jagd nach Verbrechern geht\u2026<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr viele Zuschauer gibt es nur einen &#8220;Daredevil&#8221; &#8211; und es ist nicht Ben Affleck. Ich muss gestehen, nur diesen Film zum Thema zu kennen &#8211; doch sein eher durchwachsenes Schauspiel auch als gr\u00f6\u00dften Kritikpunkt der Produktion anzuerkennen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Handlung selbst funktioniert insgesamt ordentlich und bietet \u00fcber die gesamte Laufzeit hinweg einen soliden Unterhaltungswert. Auch die Inszenierung erf\u00fcllt ihren Zweck und liefert genau das, was man von einer Comicverfilmung der fr\u00fchen 2000er-Jahre erwarten darf. Mit Affleck als blindem R\u00e4cher wurde ich jedoch nie ganz warm. Seine Leistung ist keineswegs schlecht, wirkt aber etwas farblos und l\u00e4sst die notwendige Ausstrahlung vermissen, um die Figur wirklich tragen zu k\u00f6nnen. Irgendwie wollte er f\u00fcr mich nie vollst\u00e4ndig in diesen Comic-Kosmos passen \u2013 ein Eindruck, den ich sp\u00e4ter auch bei seiner Zeit als Batman teilweise hatte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Abgesehen von dieser Besetzungsfrage pr\u00e4sentiert sich \u201eDaredevil\u201c jedoch als grundsolide Comicverfilmung. Der Film arbeitet seine Handlung gewissenhaft ab, orientiert sich offenbar recht nah an der Vorlage und liefert alle wichtigen Bestandteile, die man von einer Ursprungsgeschichte erwarten w\u00fcrde. Besonders originell ist das Ergebnis zwar nicht geworden, allerdings f\u00e4llt es schwer, dies den Verantwortlichen ernsthaft vorzuwerfen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Verlauf gestaltet sich weitgehend kurzweilig, obwohl der von mir gesehene Directors Cut rund eine halbe Stunde l\u00e4nger ausf\u00e4llt als die Kinofassung. Die zus\u00e4tzliche Laufzeit wird sinnvoll genutzt, um den Figuren mehr Raum zur Entfaltung zu geben und ihre Motivationen nachvollziehbarer zu machen. Dabei zeichnet der Film ein recht klassisches Bild von Gut und B\u00f6se, ohne sich in moralischen Grauzonen oder k\u00fcnstlich erzeugtem Tiefgang zu verlieren. Gerade dieser geradlinige Ansatz passt letztlich gut zur erz\u00e4hlten Rachegeschichte und sorgt daf\u00fcr, dass die Handlung stets verst\u00e4ndlich und zug\u00e4nglich bleibt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit Michael Clarke Duncan und Colin Farrell stehen Ben Affleck zudem zwei charismatische Gegenspieler gegen\u00fcber, die ihre Rollen mit sichtbarer Freude ausf\u00fcllen und dem Film zus\u00e4tzliche Energie verleihen. Jennifer Garner feiert hier ihren ersten Auftritt als Elektra und legt damit den Grundstein f\u00fcr ihre sp\u00e4tere Solo-Verfilmung. Dar\u00fcber hinaus sorgen die obligatorischen Gastauftritte von Stan Lee und Kevin Smith f\u00fcr kleine, aber durchaus sympathische Highlights.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Technisch bewegt sich \u201eDaredevil\u201c ebenfalls auf einem ordentlichen Niveau. Die Effekte m\u00f6gen aus heutiger Sicht nicht mehr durchgehend \u00fcberzeugen, besitzen aber einen gewissen Charme. Besonders die etwas rauere und weniger hochglanzpolierte Optik kommt dem Film zugute und verspr\u00fcht den typischen Charakter vieler Streifen aus den fr\u00fchen 2000er-Jahren. Ein echtes Highlight bleibt dar\u00fcber hinaus der Soundtrack, der mit mehreren markanten Songs \u2013 allen voran von Evanescence \u2013 die Atmosph\u00e4re wirkungsvoll unterst\u00fctzt und bis heute einen hohen Wiedererkennungswert besitzt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8220;Daredevil&#8221; mag sicherlich nicht mein Lieblings-Superheld sein, doch die Verfilmung von 2003 bot trotz nicht unbedingt idealer Besetzung einen gewissen Unterhaltungswert und geht f\u00fcr einen entspannten Filmabend in Ordnung. Der Look war ganz nett und auch sonst wurde man ganz solide bei Laune gehalten.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-x-large-font-size wp-block-paragraph\"><strong>6,5\/10<\/strong><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Fotocopyright: Twentieth Century Fox<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt Bei einem tragischen Unfall verlor Matt Murdock als Kind sein Augenlicht, doch daf\u00fcr entwickelten sich seine restlichen Sinne alsbald sehr ausgepr\u00e4gt. Er lernt mit einen neuen Gaben so umzugehen, dass er in seinemsp\u00e4teren Leben neben seinem Aufritt als Anwalt w\u00e4hrend der Nacht auf die Jagd nach Verbrechern geht\u2026 Fazit F\u00fcr viele Zuschauer gibt es nur einen &#8220;Daredevil&#8221; &#8211; und es ist nicht Ben Affleck. Ich muss gestehen, nur diesen Film zum Thema zu kennen &#8211; doch sein eher durchwachsenes Schauspiel auch als gr\u00f6\u00dften Kritikpunkt der Produktion anzuerkennen. Die Handlung selbst funktioniert insgesamt ordentlich und bietet \u00fcber die gesamte Laufzeit hinweg einen soliden Unterhaltungswert. Auch die Inszenierung erf\u00fcllt ihren Zweck und liefert genau das, was man von einer Comicverfilmung der fr\u00fchen 2000er-Jahre erwarten darf. Mit Affleck als blindem R\u00e4cher wurde ich jedoch nie ganz warm. Seine Leistung ist keineswegs schlecht, wirkt aber etwas farblos und l\u00e4sst die notwendige Ausstrahlung vermissen, um die Figur wirklich tragen zu k\u00f6nnen. Irgendwie wollte er f\u00fcr mich nie vollst\u00e4ndig in diesen Comic-Kosmos passen \u2013 ein Eindruck, den ich sp\u00e4ter auch bei seiner Zeit als Batman teilweise hatte. Abgesehen von dieser Besetzungsfrage pr\u00e4sentiert sich \u201eDaredevil\u201c jedoch als grundsolide Comicverfilmung. Der Film arbeitet seine Handlung gewissenhaft ab, orientiert sich offenbar recht nah an der Vorlage und liefert alle wichtigen Bestandteile, die man von einer Ursprungsgeschichte erwarten w\u00fcrde. Besonders originell ist das Ergebnis zwar nicht geworden, allerdings f\u00e4llt es schwer, dies den Verantwortlichen ernsthaft vorzuwerfen. Der Verlauf gestaltet sich weitgehend kurzweilig, obwohl der von mir gesehene Directors Cut rund eine halbe Stunde l\u00e4nger ausf\u00e4llt als die Kinofassung. Die zus\u00e4tzliche Laufzeit wird sinnvoll genutzt, um den Figuren mehr Raum zur Entfaltung zu geben und ihre Motivationen nachvollziehbarer zu machen. Dabei zeichnet der Film ein recht klassisches Bild von Gut und B\u00f6se, ohne sich in moralischen Grauzonen oder k\u00fcnstlich erzeugtem Tiefgang zu verlieren. Gerade dieser geradlinige Ansatz passt letztlich gut zur erz\u00e4hlten Rachegeschichte und sorgt daf\u00fcr, dass die Handlung stets verst\u00e4ndlich und zug\u00e4nglich bleibt. Mit Michael Clarke Duncan und Colin Farrell stehen Ben Affleck zudem zwei charismatische Gegenspieler gegen\u00fcber, die ihre Rollen mit sichtbarer Freude ausf\u00fcllen und dem Film zus\u00e4tzliche Energie verleihen. Jennifer Garner feiert hier ihren ersten Auftritt als Elektra und legt damit den Grundstein f\u00fcr ihre sp\u00e4tere Solo-Verfilmung. Dar\u00fcber hinaus sorgen die obligatorischen Gastauftritte von Stan Lee und Kevin Smith f\u00fcr kleine, aber durchaus sympathische Highlights. Technisch bewegt sich \u201eDaredevil\u201c ebenfalls auf einem ordentlichen Niveau. Die Effekte m\u00f6gen aus heutiger Sicht nicht mehr durchgehend \u00fcberzeugen, besitzen aber einen gewissen Charme. Besonders die etwas rauere und weniger hochglanzpolierte Optik kommt dem Film zugute und verspr\u00fcht den typischen Charakter vieler Streifen aus den fr\u00fchen 2000er-Jahren. Ein echtes Highlight bleibt dar\u00fcber hinaus der Soundtrack, der mit mehreren markanten Songs \u2013 allen voran von Evanescence \u2013 die Atmosph\u00e4re wirkungsvoll unterst\u00fctzt und bis heute einen hohen Wiedererkennungswert besitzt. &#8220;Daredevil&#8221; mag sicherlich nicht mein Lieblings-Superheld sein, doch die Verfilmung von 2003 bot trotz nicht unbedingt idealer Besetzung einen gewissen Unterhaltungswert und geht f\u00fcr einen entspannten Filmabend in Ordnung. Der Look war ganz nett und auch sonst wurde man ganz solide bei Laune gehalten. 6,5\/10 Fotocopyright: Twentieth Century Fox<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":31576,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[42,11,36],"class_list":["post-31575","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-filmbesprechungen","tag-action","tag-besprechung","tag-fantasy"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/31575","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=31575"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/31575\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":31580,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/31575\/revisions\/31580"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/31576"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=31575"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=31575"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=31575"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}