{"id":31698,"date":"2026-06-16T06:55:55","date_gmt":"2026-06-16T06:55:55","guid":{"rendered":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=31698"},"modified":"2026-06-16T06:55:55","modified_gmt":"2026-06-16T06:55:55","slug":"possession-die-angst-stirbt-nie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=31698","title":{"rendered":"Possession \u2013 Die Angst stirbt nie"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Aufgrund aktueller Sichtung wurde dieses Review aus dem Archiv \u00fcbernommen und hier sauber formatiert. M\u00f6glichweise wurden einige Passagen \u00fcberarbeitet und die Wertung nach aktuellen Ma\u00dfst\u00e4ben noch einmal korrigiert.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jess ist Anw\u00e4ltin, hat einen aufmerksamen Ehemann und f\u00fchrt im Grunde ein recht gl\u00fcckliches Leben. Einzig der kriminelle Bruder ihres Mannes sorgt regelm\u00e4\u00dfig f\u00fcr Unruhe \u2013 vor allem, da er auch noch mit im Haus lebt.<br>Die ohnehin leicht getr\u00fcbte Idylle bekommt jedoch einen heftigen Bruch, als die beiden Br\u00fcder in einen schweren Autounfall verwickelt werden und ins Koma fallen. Die Chancen stehen schlecht, doch ausgerechnet der problematische Bruder erwacht wieder \u2013 und zeigt pl\u00f6tzlich ein h\u00f6chst merkw\u00fcrdiges Verhalten. Er behauptet, sein eigener Bruder zu sein, und versucht mit Nachdruck, Jess davon zu \u00fcberzeugen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese steht der vermeintlichen Pers\u00f6nlichkeitsver\u00e4nderung zun\u00e4chst skeptisch gegen\u00fcber und versucht, die Ereignisse rational einzuordnen. Doch mit zunehmender Dauer verdichten sich die Hinweise, dass hier mehr als nur Einbildung im Spiel sein k\u00f6nnte\u2026<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Grundidee von Possession ist durchaus interessant und weckte bei mir sofort Neugier. Allein die Besetzung mit Sarah Michelle Gellar sorgte ohnehin daf\u00fcr, dass der Film fr\u00fcher oder sp\u00e4ter seinen Weg in meinen Player finden musste. Umso bedauerlicher ist es, dass die Umsetzung letztlich deutlich hinter ihren M\u00f6glichkeiten zur\u00fcckbleibt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dabei beginnt der Film eigentlich recht vielversprechend. Die Figuren werden ordentlich eingef\u00fchrt, die famili\u00e4ren Spannungen innerhalb des Haushalts sorgen fr\u00fch f\u00fcr Konfliktpotenzial und die zentrale Pr\u00e4misse rund um Identit\u00e4t, Seele und Wiedergeburt besitzt durchaus ihren Reiz. Gerade in der ersten H\u00e4lfte gelingt es dem Film noch recht ordentlich, eine gewisse Unsicherheit aufzubauen und den Zuschauer \u00fcber die tats\u00e4chlichen Hintergr\u00fcnde im Unklaren zu lassen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Leider nutzt Possession dieses Potenzial nur sehr eingeschr\u00e4nkt. Statt die Spannung kontinuierlich zu steigern, bewegt sich die Handlung lange Zeit auf der Stelle. Viele Szenen wirken unn\u00f6tig gestreckt und die Geschichte entwickelt nur selten die Dynamik, die man sich von einem Mystery-Thriller dieser Art erhofft. Auch die wenigen Wendungen kommen nicht wirklich \u00fcberraschend und lassen den Film insgesamt deutlich vorhersehbarer erscheinen, als es die Ausgangslage eigentlich vermuten l\u00e4sst.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Handwerklich gibt es dagegen wenig auszusetzen. Die Inszenierung f\u00e4llt angenehm ruhig aus, einige Kamerafahrten setzen durchaus gelungene Akzente und auch die Atmosph\u00e4re kann phasenweise \u00fcberzeugen. Sarah Michelle Gellar macht ihre Sache ordentlich und tr\u00e4gt den Film \u00fcber weite Strecken allein auf ihren Schultern. Gleichzeitig bleibt ihre Figur jedoch etwas zu distanziert, wodurch die emotionale Tragweite der Ereignisse nie ihre volle Wirkung entfalten kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So bleibt am Ende ein Film, der durchaus interessante Ideen besitzt, daraus aber einfach zu wenig macht. Weder entsteht echte Spannung noch entwickelt sich die Geschichte in eine Richtung, die nachhaltig im Ged\u00e4chtnis bleibt. Schlecht ist Possession sicherlich nicht, daf\u00fcr ist die Produktion zu solide und die Besetzung zu sympathisch. Wirklich packend oder gar besonders wird der Film jedoch zu keinem Zeitpunkt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gerade mit Blick auf Sarah Michelle Gellar h\u00e4tte ich mir hier deutlich mehr gew\u00fcnscht. Statt eines eher durchschnittlichen Mystery-Thrillers w\u00e4re ein abschlie\u00dfender Buffy-Kinofilm damals vermutlich die wesentlich spannendere Wahl gewesen.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-x-large-font-size wp-block-paragraph\"><strong>5\/10<\/strong><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Fotocopyright: Ascot Elite Home Entertainment<br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt Jess ist Anw\u00e4ltin, hat einen aufmerksamen Ehemann und f\u00fchrt im Grunde ein recht gl\u00fcckliches Leben. 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Viele Szenen wirken unn\u00f6tig gestreckt und die Geschichte entwickelt nur selten die Dynamik, die man sich von einem Mystery-Thriller dieser Art erhofft. Auch die wenigen Wendungen kommen nicht wirklich \u00fcberraschend und lassen den Film insgesamt deutlich vorhersehbarer erscheinen, als es die Ausgangslage eigentlich vermuten l\u00e4sst. Handwerklich gibt es dagegen wenig auszusetzen. Die Inszenierung f\u00e4llt angenehm ruhig aus, einige Kamerafahrten setzen durchaus gelungene Akzente und auch die Atmosph\u00e4re kann phasenweise \u00fcberzeugen. Sarah Michelle Gellar macht ihre Sache ordentlich und tr\u00e4gt den Film \u00fcber weite Strecken allein auf ihren Schultern. Gleichzeitig bleibt ihre Figur jedoch etwas zu distanziert, wodurch die emotionale Tragweite der Ereignisse nie ihre volle Wirkung entfalten kann. So bleibt am Ende ein Film, der durchaus interessante Ideen besitzt, daraus aber einfach zu wenig macht. 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