{"id":4750,"date":"2020-10-07T22:20:47","date_gmt":"2020-10-07T22:20:47","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.hard-boiled-movies.de\/?p=4750"},"modified":"2020-10-07T22:20:47","modified_gmt":"2020-10-07T22:20:47","slug":"code-ava","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=4750","title":{"rendered":"Code Ava"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Sie ist h\u00fcbsch, gef\u00e4hrlich und nicht g\u00e4nzlich frei von Lastern. Ava ist Geheimagentin und erf\u00fcllt ihre Jobs stets bis zum grausamen Ende. Einige Kollegen bef\u00fcrchten jedoch, dass sie f\u00fcr die Organisation nicht mehr tragbar w\u00e4re und entscheiden sich &#8211; gegen den Willen des gemeinsamen Chefs &#8211; f\u00fcr eine Exekution&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich predige ja immer wieder, dass Innovation gefragt ist &#8211; doch was Regisseur Tate Taylor hier aus dem Genre gemacht hat, ist schon ein starkes St\u00fcck. Dies meine ich allerdings eher im negativen Sinne &#8211; denn &#8220;Code Ava&#8221; l\u00e4uft von Anfang bis Ende einfach nicht rund und hat m\u00e4chtig Sand im Getriebe.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Handlung setzt einfach irgendwann ein, kl\u00e4rt den Zuschauer nicht \u00fcber die Hintergr\u00fcnde der Figuren auf und verlangt allen Ernstes, dass man die Gegebenheiten kommentarlos hinnimmt. Der Erz\u00e4hlfluss ist durchwegs holprig, voll mit Logikl\u00f6chern und mittelpr\u00e4chtiger Action. Es mangelt an Glaubw\u00fcrdigkeit und Identifikation mit den seltsam gezeichneten Charakteren. Selbst das Finale wurde total verbockt &#8211; doch zu diesem Zeitpunkt st\u00f6rt das den Zuschauer schon nicht mehr, da er voller Langweile bereits resigniert hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Dass Jessica Chastain eine attraktive Dame ist, steht nicht zur Debatte. Ihre reizvollen Auftritte lenken jedoch nicht von schlecht gespielten Szenen und d\u00e4mlichen Dialogen ab. So wie ihre Rolle hier angelegt war, wollte sie beim besten Willen nicht hineinpassen und pr\u00e4sentierte sich oft unfreiwillig komisch. Von Veteran Malkovich h\u00e4tte ich ebenfalls mehr erwartet, doch auch hier trifft es weniger seine Schuld. Bis auf eine halbwegs spa\u00dfige Kampfszene hatte er leider nicht viel zu bieten &#8211; und litt genauso unter dem schlechten Drehbuch.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8220;Code Ava&#8221; beweist, dass man einen &#8211; auf den ersten Blick &#8211; ordentlich besetzten Film mit schwachsinniger Handlung und unsauberer Struktur gegen die Wand fahren kann. Optisch stellenweise gar nicht \u00fcbel, der Rest eher zum abgew\u00f6hnen. Nennt mich konservativ, aber ich bleibe lieber bei Klassikern wie &#8220;Nikita&#8221; oder &#8220;Codename: Nina&#8221;. Die genannten Titel wirken zwar weniger modern und hektisch, \u00fcberzeugen mit weitaus mehr Tiefgang und runderem Gesamtbild. Wenn es was aktuelles sein soll, dann greift zu &#8220;Atomic Blond&#8221;, der in so ziemlich allen Belangen der bessere Agentinnenfilm ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-larger-font-size\"><strong>4\/10<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fotocopyright: EuroVideo Medien GmbH<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt Sie ist h\u00fcbsch, gef\u00e4hrlich und nicht g\u00e4nzlich frei von Lastern. Ava ist Geheimagentin und erf\u00fcllt ihre Jobs stets bis zum grausamen Ende. Einige Kollegen bef\u00fcrchten jedoch, dass sie f\u00fcr die Organisation nicht mehr tragbar w\u00e4re und entscheiden sich &#8211; gegen den Willen des gemeinsamen Chefs &#8211; f\u00fcr eine Exekution&#8230; Fazit Ich predige ja immer wieder, dass Innovation gefragt ist &#8211; doch was Regisseur Tate Taylor hier aus dem Genre gemacht hat, ist schon ein starkes St\u00fcck. Dies meine ich allerdings eher im negativen Sinne &#8211; denn &#8220;Code Ava&#8221; l\u00e4uft von Anfang bis Ende einfach nicht rund und hat m\u00e4chtig Sand im Getriebe. Die Handlung setzt einfach irgendwann ein, kl\u00e4rt den Zuschauer nicht \u00fcber die Hintergr\u00fcnde der Figuren auf und verlangt allen Ernstes, dass man die Gegebenheiten kommentarlos hinnimmt. Der Erz\u00e4hlfluss ist durchwegs holprig, voll mit Logikl\u00f6chern und mittelpr\u00e4chtiger Action. Es mangelt an Glaubw\u00fcrdigkeit und Identifikation mit den seltsam gezeichneten Charakteren. Selbst das Finale wurde total verbockt &#8211; doch zu diesem Zeitpunkt st\u00f6rt das den Zuschauer schon nicht mehr, da er voller Langweile bereits resigniert hat. Dass Jessica Chastain eine attraktive Dame ist, steht nicht zur Debatte. Ihre reizvollen Auftritte lenken jedoch nicht von schlecht gespielten Szenen und d\u00e4mlichen Dialogen ab. So wie ihre Rolle hier angelegt war, wollte sie beim besten Willen nicht hineinpassen und pr\u00e4sentierte sich oft unfreiwillig komisch. Von Veteran Malkovich h\u00e4tte ich ebenfalls mehr erwartet, doch auch hier trifft es weniger seine Schuld. Bis auf eine halbwegs spa\u00dfige Kampfszene hatte er leider nicht viel zu bieten &#8211; und litt genauso unter dem schlechten Drehbuch. &#8220;Code Ava&#8221; beweist, dass man einen &#8211; auf den ersten Blick &#8211; ordentlich besetzten Film mit schwachsinniger Handlung und unsauberer Struktur gegen die Wand fahren kann. Optisch stellenweise gar nicht \u00fcbel, der Rest eher zum abgew\u00f6hnen. Nennt mich konservativ, aber ich bleibe lieber bei Klassikern wie &#8220;Nikita&#8221; oder &#8220;Codename: Nina&#8221;. Die genannten Titel wirken zwar weniger modern und hektisch, \u00fcberzeugen mit weitaus mehr Tiefgang und runderem Gesamtbild. 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