{"id":5311,"date":"2020-10-25T12:42:04","date_gmt":"2020-10-25T12:42:04","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.hard-boiled-movies.de\/?p=5311"},"modified":"2020-10-25T12:42:04","modified_gmt":"2020-10-25T12:42:04","slug":"barbaren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=5311","title":{"rendered":"Barbaren"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Als Kind dem R\u00f6mern als Pfand f\u00fcr den Frieden \u00fcbergeben und dann beim Feind zum gro\u00dfen Feldherren ausgebildet. Im Jahr 9 nach Christus kehrt Arminius unter Stadthalter Varus nach Germanien zur\u00fcck und findet noch immer geteilte St\u00e4mme wieder. Mit steigender Grausamkeit der Besatzer, ger\u00e4t er jedoch immer weiter in einen Gewissenskonflikt&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Eine Legende besagt, dass einst ein gro\u00dfer deutscher Regisseur einen aufw\u00e4ndigen Film \u00fcber die Varusschlacht inszenieren wollte und damals nirgendwo Anklang fand. Mit vielerlei \u00c4nderung sei dann ein komplett anderer Streifen entstanden. Vielleicht k\u00f6nnen wir jetzt dar\u00fcber gl\u00fccklich sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Was uns Netflix aktuell mit &#8220;Barbaren&#8221; serviert, ist Unterhaltung auf aller h\u00f6chstem Niveau und gef\u00fchlstechnisch absolut ergreifend. Auch wenn sich nicht alle Details exakt an die \u00dcberlieferungen halten, wich man im Gro\u00dfen und Ganzen nicht gravierend davon ab und verw\u00e4sserte den gro\u00dfartigen Kern keineswegs.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Darsteller m\u00f6gen ausgefallene Kost\u00fcme und lustige Frisuren aufweisen, dennoch ist die Ausstattung schon wieder so dr\u00fcber, dass sie einfach sehenswert gemacht ist und keineswegs an ein Laientheater erinnert (so der Ausdruck eines gro\u00dfen Nachrichtenportals). Die teils \u00e4u\u00dferst bekannten Gesichtern aus der hiesigen Film- und Fernsehlandschaft machen ihre Sache wirklich gut und schienen Spa\u00df an diesem ausgefallenen Projekt zu haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Die sechs Episoden sind jederzeit kurzweilig und spannend gestaltet. Dank netter Cliffhangern wollte man stets wissen, wie es weitergeht und so war das Geschehen innerhalb k\u00fcrzester Zeit durchgesuchtet. Sicherlich mag es ein klein wenig &#8220;Soap-artig&#8221; zugehen, doch der guten Unterhaltung war dies &#8211; und die Einf\u00fchrung bisher geschichtlich unbekannter Personen &#8211; nur zutr\u00e4glich.<\/p>\n\n\n\n<p>Streiten mag man sich sicherlich \u00fcber Dialoge, die im klaren Hochdeutsch daher kamen und Worte beinhalteten, von denen man nicht unbedingt ausgehen kann, dass diese damals schon existent waren. Mir war dies eigentlich recht egal und vielmehr habe ich mich \u00fcber den deutschen Originalton gefreut, der den Dialogen und der gesamten Atmosph\u00e4re zus\u00e4tzliche Tiefe bescherte. Ein Film im Original h\u00f6rt sich einfach anders an, von den Konversationen, bis zu den vielen Hintergrundger\u00e4uschen. Einfach nicht so steril wie im Studio und viel authentischer.<\/p>\n\n\n\n<p>Technisch ist die Produktion ebenfalls sehr hervorragend gelungen. Man gab sich zun\u00e4chst recht bescheiden, was Kulissen und CGI betraf, um dann erst in der letzten Episode w\u00e4hrend der entscheidenden Schlacht das gesamte Budget zu verpulvern. Irgendwie war das Gezeigte dann auch nicht vollends mit Werken aus Hollywood zu vergleichen, da es vergleichsweise unblutig und \u00fcbersichtlich zur Sache ging. Wie es die Strategie von Arminius erforderte, waren die K\u00e4mpfe in kleinere H\u00e4ppchen unterteilt und erst in den letzten Einstellungen lie\u00df man ein wenig die (Computer-)Mucken spielen, um die verbleidende Gr\u00f6\u00dfe der Armee aufzuzeigen. Die Bilder sprachen dabei eine ganz eigene Sprache. Kr\u00e4ftige Farben, tolle Kontraste, deftige Filter und viel Dialog aus dem Off kreierten einen ganz eigenen gro\u00dfartigen Charme.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8220;Barbaren&#8221; mag seine Macken und offensichtliche M\u00e4ngel haben, doch eine ergreifende Inszenierung mit viel Herz und Gef\u00fchl haben mich locker dar\u00fcber hinweg sehen lassen. Ich war schon immer von der Gesichte rund um die Schlacht im Teutoburger Wald fasziniert und habe endlich eine angemessene, gar \u00fcberragende Umsetzung dazu erhalten. Von der kernigen Rolle der Tusnelda, bis zum rettenden Regen der G\u00f6tter wurde alles rund um die Sage integriert und f\u00fcr die Dramatik an den richtigen Stellschrauben justiert. Neben &#8220;Dark&#8221; mein absolutes Highlight, was deutsche Serien bei Netflix betrifft &#8211; und hoffentlich so mit Erfolg behaftet, dass eine zweite Staffel produziert werden kann. Die Geschichte um den Cherusker ist n\u00e4mlich noch nicht auserz\u00e4hlt und h\u00e4lt beispielsweise mit dem Konflikt um Germanikus noch ein paar aufregende Kapitel bereit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-larger-font-size\"><strong>10\/10<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fotocopyright: Netflix<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt Als Kind dem R\u00f6mern als Pfand f\u00fcr den Frieden \u00fcbergeben und dann beim Feind zum gro\u00dfen Feldherren ausgebildet. Im Jahr 9 nach Christus kehrt Arminius unter Stadthalter Varus nach Germanien zur\u00fcck und findet noch immer geteilte St\u00e4mme wieder. Mit steigender Grausamkeit der Besatzer, ger\u00e4t er jedoch immer weiter in einen Gewissenskonflikt&#8230; Fazit Eine Legende besagt, dass einst ein gro\u00dfer deutscher Regisseur einen aufw\u00e4ndigen Film \u00fcber die Varusschlacht inszenieren wollte und damals nirgendwo Anklang fand. Mit vielerlei \u00c4nderung sei dann ein komplett anderer Streifen entstanden. Vielleicht k\u00f6nnen wir jetzt dar\u00fcber gl\u00fccklich sein. Was uns Netflix aktuell mit &#8220;Barbaren&#8221; serviert, ist Unterhaltung auf aller h\u00f6chstem Niveau und gef\u00fchlstechnisch absolut ergreifend. Auch wenn sich nicht alle Details exakt an die \u00dcberlieferungen halten, wich man im Gro\u00dfen und Ganzen nicht gravierend davon ab und verw\u00e4sserte den gro\u00dfartigen Kern keineswegs. Die Darsteller m\u00f6gen ausgefallene Kost\u00fcme und lustige Frisuren aufweisen, dennoch ist die Ausstattung schon wieder so dr\u00fcber, dass sie einfach sehenswert gemacht ist und keineswegs an ein Laientheater erinnert (so der Ausdruck eines gro\u00dfen Nachrichtenportals). Die teils \u00e4u\u00dferst bekannten Gesichtern aus der hiesigen Film- und Fernsehlandschaft machen ihre Sache wirklich gut und schienen Spa\u00df an diesem ausgefallenen Projekt zu haben. Die sechs Episoden sind jederzeit kurzweilig und spannend gestaltet. Dank netter Cliffhangern wollte man stets wissen, wie es weitergeht und so war das Geschehen innerhalb k\u00fcrzester Zeit durchgesuchtet. Sicherlich mag es ein klein wenig &#8220;Soap-artig&#8221; zugehen, doch der guten Unterhaltung war dies &#8211; und die Einf\u00fchrung bisher geschichtlich unbekannter Personen &#8211; nur zutr\u00e4glich. Streiten mag man sich sicherlich \u00fcber Dialoge, die im klaren Hochdeutsch daher kamen und Worte beinhalteten, von denen man nicht unbedingt ausgehen kann, dass diese damals schon existent waren. Mir war dies eigentlich recht egal und vielmehr habe ich mich \u00fcber den deutschen Originalton gefreut, der den Dialogen und der gesamten Atmosph\u00e4re zus\u00e4tzliche Tiefe bescherte. Ein Film im Original h\u00f6rt sich einfach anders an, von den Konversationen, bis zu den vielen Hintergrundger\u00e4uschen. Einfach nicht so steril wie im Studio und viel authentischer. Technisch ist die Produktion ebenfalls sehr hervorragend gelungen. Man gab sich zun\u00e4chst recht bescheiden, was Kulissen und CGI betraf, um dann erst in der letzten Episode w\u00e4hrend der entscheidenden Schlacht das gesamte Budget zu verpulvern. Irgendwie war das Gezeigte dann auch nicht vollends mit Werken aus Hollywood zu vergleichen, da es vergleichsweise unblutig und \u00fcbersichtlich zur Sache ging. Wie es die Strategie von Arminius erforderte, waren die K\u00e4mpfe in kleinere H\u00e4ppchen unterteilt und erst in den letzten Einstellungen lie\u00df man ein wenig die (Computer-)Mucken spielen, um die verbleidende Gr\u00f6\u00dfe der Armee aufzuzeigen. Die Bilder sprachen dabei eine ganz eigene Sprache. 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