{"id":5474,"date":"2020-11-03T17:40:03","date_gmt":"2020-11-03T17:40:03","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.hard-boiled-movies.de\/?p=5474"},"modified":"2020-11-03T17:42:01","modified_gmt":"2020-11-03T17:42:01","slug":"clive-barker-das-haus-der-verschwundenen-jahre","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=5474","title":{"rendered":"Clive Barker: Das Haus der verschwundenen Jahre"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der kleine Harvey ist genervt vom grauen Februar und sehnt sich eine andere Jahreszeit herbei. Pl\u00f6tzlich schwebt ein kleiner Mann durch sein Fenster und bietet einen besonderen Ausflug an, dessen Magie sich der Kleine nur schwer entziehen kann\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Obwohl die original Inhaltsangabe von Verlag noch etwas umfangreicher daher kam, h\u00e4tte ich von Clive Barker nicht unbedingt ein solch eher harmloses Jugendbuch erwartet &#8211; was allerdings nicht hie\u00dfe, dass ich nicht nahezu jede Seite genossen und mit den Figuren bis zum bitteren Ende mitgefiebert h\u00e4tte.<\/p>\n\n\n\n<p>Wiedermal l\u00e4sst der Autor viel dem Leser \u00fcberlassen, besonders was das Aussehen der Charaktere und der Umgebungen betrifft. Er f\u00fchrt die Figuren allerdings so gut ein, dass man sich schnell ein inneres Bild von Harvey und seinen Freunden machen und unerwartet rasch in deren Gef\u00fchlswelten eintauchen kann. Obwohl &#8211; oder gerade weil &#8211; die Hauptfigur recht jung ist, kann man sich gut in deren Lage hineinversetzen und die Dinge aus einem anderen und etwas naiveren Winkel betrachten.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Buch gliedert sich in ungef\u00e4hrt drei Hauptteile, wobei der letzte kurze Akt eigentlich nur ein ausgiebiger Abspann ist &#8211; der mit der ganzen Handlung mehr als vers\u00f6hnlich abschlie\u00dft. Die beiden ersten gro\u00dfen Kapitel erinnern ein wenig an den Stil von King &#8211; der gerne seine Darsteller nach einem Teilsieg zum Ort des Ursprungs zur\u00fcckkommen l\u00e4sst, um den Feind dann entg\u00fcltig in die Flucht zu schlagen. Mehr sei aber nicht verraten.<\/p>\n\n\n\n<p>Der gesamte Schreibstil war sehr locker, einfach und \u00fcbersichtlich. Man konnte dem Treiben jederzeit prima folgen und wurde nie durch zu viele Ebenen verwirrt. Die Geschichte war originell, obwohl sie sich einiger bekannter Elemente bediente und stellenweise etwas arg konstruiert erschien. Der Aufbau war ansonsten gut strukturiert und dank chronologischer Reihenfolge gab es keine unn\u00f6tigen Gedankenspr\u00fcnge.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8220;Das Haus der verschwundenen Jahre&#8221; ist ein guter Einstieg f\u00fcr alle, die Barker kennenlernen m\u00f6chten oder f\u00fcr seine anderen Werke und Filmadaptionen schlicht zu jung sind. Der Autor liefert uns hier eine knackige, spannende und hochgradig unterhaltsame Fantasykost mit sympathischen Figuren und einfacher Gesamtstruktur. Dieses Buch ist eine echte Empfehlung (und Filmumsetzung) wert &#8211; und obendrein ein krasser Kontrast zu beispielsweise &#8220;Cabal&#8221; (<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/wordpress.hard-boiled-movies.de\/?p=5345\" data-type=\"URL\" data-id=\"http:\/\/wordpress.hard-boiled-movies.de\/?p=5345\" target=\"_blank\">Link<\/a>).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-larger-font-size\"><strong>8\/10<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt Der kleine Harvey ist genervt vom grauen Februar und sehnt sich eine andere Jahreszeit herbei. Pl\u00f6tzlich schwebt ein kleiner Mann durch sein Fenster und bietet einen besonderen Ausflug an, dessen Magie sich der Kleine nur schwer entziehen kann\u2026 Fazit Obwohl die original Inhaltsangabe von Verlag noch etwas umfangreicher daher kam, h\u00e4tte ich von Clive Barker nicht unbedingt ein solch eher harmloses Jugendbuch erwartet &#8211; was allerdings nicht hie\u00dfe, dass ich nicht nahezu jede Seite genossen und mit den Figuren bis zum bitteren Ende mitgefiebert h\u00e4tte. Wiedermal l\u00e4sst der Autor viel dem Leser \u00fcberlassen, besonders was das Aussehen der Charaktere und der Umgebungen betrifft. Er f\u00fchrt die Figuren allerdings so gut ein, dass man sich schnell ein inneres Bild von Harvey und seinen Freunden machen und unerwartet rasch in deren Gef\u00fchlswelten eintauchen kann. Obwohl &#8211; oder gerade weil &#8211; die Hauptfigur recht jung ist, kann man sich gut in deren Lage hineinversetzen und die Dinge aus einem anderen und etwas naiveren Winkel betrachten. Das Buch gliedert sich in ungef\u00e4hrt drei Hauptteile, wobei der letzte kurze Akt eigentlich nur ein ausgiebiger Abspann ist &#8211; der mit der ganzen Handlung mehr als vers\u00f6hnlich abschlie\u00dft. Die beiden ersten gro\u00dfen Kapitel erinnern ein wenig an den Stil von King &#8211; der gerne seine Darsteller nach einem Teilsieg zum Ort des Ursprungs zur\u00fcckkommen l\u00e4sst, um den Feind dann entg\u00fcltig in die Flucht zu schlagen. Mehr sei aber nicht verraten. Der gesamte Schreibstil war sehr locker, einfach und \u00fcbersichtlich. Man konnte dem Treiben jederzeit prima folgen und wurde nie durch zu viele Ebenen verwirrt. Die Geschichte war originell, obwohl sie sich einiger bekannter Elemente bediente und stellenweise etwas arg konstruiert erschien. Der Aufbau war ansonsten gut strukturiert und dank chronologischer Reihenfolge gab es keine unn\u00f6tigen Gedankenspr\u00fcnge. &#8220;Das Haus der verschwundenen Jahre&#8221; ist ein guter Einstieg f\u00fcr alle, die Barker kennenlernen m\u00f6chten oder f\u00fcr seine anderen Werke und Filmadaptionen schlicht zu jung sind. Der Autor liefert uns hier eine knackige, spannende und hochgradig unterhaltsame Fantasykost mit sympathischen Figuren und einfacher Gesamtstruktur. Dieses Buch ist eine echte Empfehlung (und Filmumsetzung) wert &#8211; und obendrein ein krasser Kontrast zu beispielsweise &#8220;Cabal&#8221; (Link). 8\/10<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":5475,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[155],"tags":[11,156,157,158,54],"class_list":["post-5474","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-buchbesprechungen","tag-besprechung","tag-buch","tag-clive-darker","tag-grusel","tag-thriller"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5474","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5474"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5474\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5479,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5474\/revisions\/5479"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/5475"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5474"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5474"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5474"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}