{"id":5515,"date":"2020-11-09T17:45:54","date_gmt":"2020-11-09T17:45:54","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.hard-boiled-movies.de\/?p=5515"},"modified":"2020-11-09T17:45:54","modified_gmt":"2020-11-09T17:45:54","slug":"adios-die-clans-von-sevilla","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=5515","title":{"rendered":"Adi\u00f3s \u2013 Die Clans von Sevilla"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Auf einem seiner Knast-Freig\u00e4nge ger\u00e4t Juan in einen Autounfall und verliert dabei seine kleine Tochter. W\u00e4hrend sich Augenzeugen bei der Polizei dezent zur\u00fcckhalten, erz\u00e4hlen sie ihm nat\u00fcrlich etwas mehr zu den tragischen Ereignissen. Schuld am Vorfall sei wohl ein Fluchtwagenfahrer einer anderen bekannten Gro\u00dffamilie &#8211; auf die es der Vater des Opfers fortan abgesehen hat\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nach ein paar Wochen Abstinenz ist endlich mal wieder ein Film aus Spanien \u00fcber den Bildschirm geflackert und das Ergebnis stimmte unterm Strich sehr zufrieden.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Gegensatz zu manchem Konkurrenten sind hier die Beweggr\u00fcnde unseres Hauptdarstellers (toll gespielt von Mario Casas) absolut nachvollziehbar und seine Wut jederzeit greifbar. Auch wenn seine Person im ersten Moment keinesfalls zur Identifikation einl\u00e4dt, kann man sich unerwartet gut ins seine Rolle hineinversetzen und seine Emotionen teilen.<\/p>\n\n\n\n<p>Als \u00e4u\u00dferst gut empfand ich das Erz\u00e4hltempo und die gesamte Erz\u00e4hlweise des Titels. Die Figuren waren allesamt greifbar und vor allem so \u00fcberhaupt nicht &#8220;dr\u00fcber&#8221; gezeichnet. Keine schillernden Pers\u00f6nlichkeiten, sondern einfache Kriminelle, die man sich bildlich in den gezeigten Vierteln vorstellen konnte. Keine Protzbauten, keine teuren Fahrzeuge, sondern wirklich n\u00fcchtern pr\u00e4sentierte Figuren mit Bezug zur Realit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Verlauf war kurzweilig und trotz ruhigerer Momente frei von L\u00e4ngen. Der eher langsame Auftakt verst\u00e4rkt die Bindung zu den Charakteren und vermittelt eindrucksvoll deren Verh\u00e4ltnis zum Thema Familie. So wird der folgende und ebenfalls recht n\u00fcchtern gemachte Rachefeldzug weitestgehend legitimiert und logisch vorangetrieben. Statt arg zusammenkonstruierter Momente, arbeitet sich Juan nahezu sachlich an die Hinterm\u00e4nner heran. Es geht nicht so arg gescriptet wie beispielsweise einem von Hollywood servierten &#8220;Taken&#8221; ab.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8220;Adi\u00f3s \u2013 Die Clans von Sevilla&#8221; ist in vielen Belangen sehenswert. Angefangen bei der ergreifenden Handlung, bis zu seinen ausgezeichneten Darstellern und der dichten Inszenierung. Das Teil lebt von Gef\u00fchlen und h\u00e4lt seine eigenwillige Atmosph\u00e4re bis zum gro\u00dfen Finale bei. Wer Gangsterfilme liebt, sollte diesen Titel unbedingt mal auf dem Schirm behalten und gerne mal reinschauen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-larger-font-size\"><strong>7,5\/10<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fotocopyright: Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt Auf einem seiner Knast-Freig\u00e4nge ger\u00e4t Juan in einen Autounfall und verliert dabei seine kleine Tochter. W\u00e4hrend sich Augenzeugen bei der Polizei dezent zur\u00fcckhalten, erz\u00e4hlen sie ihm nat\u00fcrlich etwas mehr zu den tragischen Ereignissen. Schuld am Vorfall sei wohl ein Fluchtwagenfahrer einer anderen bekannten Gro\u00dffamilie &#8211; auf die es der Vater des Opfers fortan abgesehen hat\u2026 Fazit Nach ein paar Wochen Abstinenz ist endlich mal wieder ein Film aus Spanien \u00fcber den Bildschirm geflackert und das Ergebnis stimmte unterm Strich sehr zufrieden. Im Gegensatz zu manchem Konkurrenten sind hier die Beweggr\u00fcnde unseres Hauptdarstellers (toll gespielt von Mario Casas) absolut nachvollziehbar und seine Wut jederzeit greifbar. Auch wenn seine Person im ersten Moment keinesfalls zur Identifikation einl\u00e4dt, kann man sich unerwartet gut ins seine Rolle hineinversetzen und seine Emotionen teilen. Als \u00e4u\u00dferst gut empfand ich das Erz\u00e4hltempo und die gesamte Erz\u00e4hlweise des Titels. Die Figuren waren allesamt greifbar und vor allem so \u00fcberhaupt nicht &#8220;dr\u00fcber&#8221; gezeichnet. Keine schillernden Pers\u00f6nlichkeiten, sondern einfache Kriminelle, die man sich bildlich in den gezeigten Vierteln vorstellen konnte. Keine Protzbauten, keine teuren Fahrzeuge, sondern wirklich n\u00fcchtern pr\u00e4sentierte Figuren mit Bezug zur Realit\u00e4t. Der Verlauf war kurzweilig und trotz ruhigerer Momente frei von L\u00e4ngen. Der eher langsame Auftakt verst\u00e4rkt die Bindung zu den Charakteren und vermittelt eindrucksvoll deren Verh\u00e4ltnis zum Thema Familie. So wird der folgende und ebenfalls recht n\u00fcchtern gemachte Rachefeldzug weitestgehend legitimiert und logisch vorangetrieben. Statt arg zusammenkonstruierter Momente, arbeitet sich Juan nahezu sachlich an die Hinterm\u00e4nner heran. Es geht nicht so arg gescriptet wie beispielsweise einem von Hollywood servierten &#8220;Taken&#8221; ab. &#8220;Adi\u00f3s \u2013 Die Clans von Sevilla&#8221; ist in vielen Belangen sehenswert. 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