{"id":5825,"date":"2020-11-26T17:44:27","date_gmt":"2020-11-26T17:44:27","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.hard-boiled-movies.de\/?p=5825"},"modified":"2020-11-26T17:44:27","modified_gmt":"2020-11-26T17:44:27","slug":"der-fall-richard-jewell","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=5825","title":{"rendered":"Der Fall Richard Jewell"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Atlanta 1996. W\u00e4hrend den Olympischen Spielen bemerkt Wachmann Richard Jewell einen verd\u00e4chtigen Rucksack und kontaktiert seine Kollegen. Tats\u00e4chlich befindet sich im Inneren ein Sprengsatz, der dank seiner fr\u00fchen Auffindung keinen allzu verehrenden Schaden anrichten konnte. Die Medien st\u00fcrzen sich schnell auf den unscheinbaren Helden, doch schon bald gibt es erste Zweifel an seiner Geschichte\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Altmeister Clint Eastwood kann es einfach nicht lassen. Selbst im hohen Alter steht er noch vor oder hinter der Kamera und liefert noch immer erstklassige Werke ab. &#8220;Der Fall Richard Jewell&#8221; befasst sich mit einem interessanten Thema und wurde nicht minder spannend umgesetzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich kann mich noch halbwegs an diese Olympischen Spiele erinnern (in einem bekannten Burgerladen gab es sogar Armbanduhren zum Kindermen\u00fc), doch diesen Wirbel um den vermeintlichen Helden von Atlanta hatte ich \u00fcberhaupt nicht auf dem Radar. Die Geschichte steht symbolisch f\u00fcr die Kurzlebigkeit in der Gesellschaft bzw. den Medien. An einem Tage noch gefeiert und am n\u00e4chsten Tage f\u00fcr immer ruiniert. Schuldig oder unschuldig spielt da keine Rolle und man kommt nie mehr dagegen an. Eine Formel, die schon vor Jahren funktionierte und noch immer aktuell erscheint.<\/p>\n\n\n\n<p>Eastwood pr\u00e4sentiert uns diesen Konflikt mit sehenswerten Bildern und l\u00e4sst den auch den Zuschauer bis zum Ende an der polarisierenden Hauptfigur zweifeln. Viele Punkte sprechen gegen den Wachmann, doch aufgrund seines eher schlicht gestrickten Wesens ist ist man sich seiner einfach nicht sicher.<\/p>\n\n\n\n<p>Comedian Paul Walter Hauser bringt die spezielle Art seiner Vorlage ganz vorz\u00fcglich her\u00fcber und spielt der Handlung hervorragend in die Karten. \u00dcberhaupt ist das Werk mit Darstellern wie Kathy Bates, Sam Rockwell, Jon Hamm oder Olivia Wilde hochwertig besetzt und es ist stets eine Freude diesen K\u00fcnstlern bei der Arbeit zuzuschauen. Besonders Rockwell hinterlie\u00df als schr\u00e4ger Anwalt mit flotten Spr\u00fcchen einen bleibenden Eindruck.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Inszenierung war schn\u00f6rkellos und clean. Der Film wurde hochwertig inszeniert und hatte &#8211; nicht zuletzt dank eingestreuter Originalaufnahmen &#8211; einen dokumentarischen Touch, ohne dabei wie eine billige &#8220;Mockumentary&#8221; zu wirken. Man kam ohne schnelle Schnitt oder hektische Aufnahmen aus, entsprach trotzdem den aktuellen Sehgewohnheiten. Wer Action sucht, schaut nat\u00fcrlich in die R\u00f6hre, denn abgesehen von einer kleinen Explosion gibt es diesbez\u00fcglich nichts zu vermelden. Das Ganze ist da eher dialoglastig und nimmt sich Zeit f\u00fcr die Zeichnung seiner Figuren &#8211; ganz ohne Schnick-Schnack.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Thema war frisch, die Besetzung super und der Verlauf recht spannend. Ikone Eastwood liefert einen handwerklich absolut runden Titel, dessen Begebenheit wahrscheinlich nicht Jeder auf dem Schirm hatte. Am besten lasst Ihr euch von Artikeln \u00fcber den wahren Tathergang nicht spoilern und genie\u00dft die Zweifel am Helden ohne Vorwissen. Wer einen runden und stimmigen Thriller mit eigenwilligen Charakteren sucht, darf hier gerne reinschauen und sich k\u00f6stlich unterhalten lassen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-larger-font-size\"><strong>8\/10<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fotocopyright: Warner Bros (Universal Pictures)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt Atlanta 1996. W\u00e4hrend den Olympischen Spielen bemerkt Wachmann Richard Jewell einen verd\u00e4chtigen Rucksack und kontaktiert seine Kollegen. Tats\u00e4chlich befindet sich im Inneren ein Sprengsatz, der dank seiner fr\u00fchen Auffindung keinen allzu verehrenden Schaden anrichten konnte. Die Medien st\u00fcrzen sich schnell auf den unscheinbaren Helden, doch schon bald gibt es erste Zweifel an seiner Geschichte\u2026 Fazit Altmeister Clint Eastwood kann es einfach nicht lassen. Selbst im hohen Alter steht er noch vor oder hinter der Kamera und liefert noch immer erstklassige Werke ab. &#8220;Der Fall Richard Jewell&#8221; befasst sich mit einem interessanten Thema und wurde nicht minder spannend umgesetzt. Ich kann mich noch halbwegs an diese Olympischen Spiele erinnern (in einem bekannten Burgerladen gab es sogar Armbanduhren zum Kindermen\u00fc), doch diesen Wirbel um den vermeintlichen Helden von Atlanta hatte ich \u00fcberhaupt nicht auf dem Radar. Die Geschichte steht symbolisch f\u00fcr die Kurzlebigkeit in der Gesellschaft bzw. den Medien. An einem Tage noch gefeiert und am n\u00e4chsten Tage f\u00fcr immer ruiniert. Schuldig oder unschuldig spielt da keine Rolle und man kommt nie mehr dagegen an. Eine Formel, die schon vor Jahren funktionierte und noch immer aktuell erscheint. Eastwood pr\u00e4sentiert uns diesen Konflikt mit sehenswerten Bildern und l\u00e4sst den auch den Zuschauer bis zum Ende an der polarisierenden Hauptfigur zweifeln. Viele Punkte sprechen gegen den Wachmann, doch aufgrund seines eher schlicht gestrickten Wesens ist ist man sich seiner einfach nicht sicher. Comedian Paul Walter Hauser bringt die spezielle Art seiner Vorlage ganz vorz\u00fcglich her\u00fcber und spielt der Handlung hervorragend in die Karten. \u00dcberhaupt ist das Werk mit Darstellern wie Kathy Bates, Sam Rockwell, Jon Hamm oder Olivia Wilde hochwertig besetzt und es ist stets eine Freude diesen K\u00fcnstlern bei der Arbeit zuzuschauen. Besonders Rockwell hinterlie\u00df als schr\u00e4ger Anwalt mit flotten Spr\u00fcchen einen bleibenden Eindruck. Die Inszenierung war schn\u00f6rkellos und clean. Der Film wurde hochwertig inszeniert und hatte &#8211; nicht zuletzt dank eingestreuter Originalaufnahmen &#8211; einen dokumentarischen Touch, ohne dabei wie eine billige &#8220;Mockumentary&#8221; zu wirken. Man kam ohne schnelle Schnitt oder hektische Aufnahmen aus, entsprach trotzdem den aktuellen Sehgewohnheiten. 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