{"id":5988,"date":"2020-12-07T17:45:31","date_gmt":"2020-12-07T17:45:31","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.hard-boiled-movies.de\/?p=5988"},"modified":"2020-12-07T17:45:31","modified_gmt":"2020-12-07T17:45:31","slug":"vergiftete-wahrheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=5988","title":{"rendered":"Vergiftete Wahrheit"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Gerade ist Robert Bilott Partner einer angesehenen Anwaltskanzlei geworden, da bittet ihn ein alter Freund der Familie um Hilfe. Innerhalb k\u00fcrzester Zeit seien auf seinem Land fast 200 K\u00fche gestorben und er vermutet einen Zusammenhang mit dem angrenzenden Unternehmen. F\u00fcr Robert ist es nat\u00fcrlich Ehrensache sich mal kurz ein Gutachten einzuholen, doch schon bald werden die Auswirkungen gr\u00f6\u00dfer als zun\u00e4chst gedacht\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u00d6kothriller sind keine Seltenheit und besonders in Hinsicht auf die Inszenierung hebt sich &#8220;Vergiftete Wahrheit&#8221; trotz einiger bekannter Namen kaum von der Konkurrenz ab. Ihn zeichnet jedoch eine Thematik mit weitreichenden Folgen, was die Sache dennoch so interessant und packend macht.<\/p>\n\n\n\n<p>Statt eines kleineren Gesch\u00e4digten, steht hier ein waschechter Skandal mit nicht gerade unbetr\u00e4chtlichen Auswirkungen auf dem Plan. Mark Ruffalo spielt eindrucksvoll den Anwalt, der \u00fcber Jahrzehnte hinweg f\u00fcr seine Sache k\u00e4mpft und selbst gesundheitliche Probleme daf\u00fcr in Kauf nimmt. Seine Motive sind dabei so nachvollziehbar, wie gro\u00dfartig gespielt. Auch der restliche Cast lieferte tolle Arbeit ab und gab keinen Grund zur Klage.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit knapp zwei Stunden ist das Werk sicherlich kein Pappenstil und besitzt auch mal leichte Durchh\u00e4nger, doch unterm Strich hielt der hohe Spannungsbogen bis zum bitteren Ende bei Laune. Insbesondere das letzte Drittel war fesselnd und interessant gestaltet. Alles wurde stets sehr gut verst\u00e4ndlich erkl\u00e4rt, so dass es auch bei Fachbegriffen keine Verst\u00e4ndnisprobleme gab und der strukturierten Handlung immer gut zu folgen war.<\/p>\n\n\n\n<p>Der B\u00f6sewicht &#8211; hier in Form eines Gro\u00dfkonzerns und als Person kaum greifbar &#8211; legt eindrucksvoll einen Schleier auf das Geschehen. Wo andere mit markanten Gesichtern oder offensichtlich fragw\u00fcrdigen Aktion aufwarten, bleibt hier ein bedrohlicher Unterton, der sichtlich auf das Wesen der Darsteller einwirkt. Diese Unterschwelligkeit war klasse gemacht und zumindest in diesem Punkt ein echtes Alleinstellungsmerkmal des Films, der sich sonst von seiner technischen Art kaum von \u00c4hnlichen unterscheidet.<\/p>\n\n\n\n<p>In meinen Augen bildete das Finale jedoch den gr\u00f6\u00dften Kritikpunkt. Ich m\u00f6chte jetzt nicht zu viel verraten, aber alles blieb mehr oder weniger offen. Zwar gab es erste Resultate, die auch im Abspann festgehalten wurden, doch irgendwie fehlte so der gro\u00dfe Knall. Man begleitete seine Figuren \u00fcber die Jahre hinweg und an Ende blieben nur Teilergebnisse und kein richtiger Jubelmoment, der uns mit einem besseren Gef\u00fchl in den &#8220;Feierabend&#8221; verabschiedet. Echte Vorw\u00fcrfe mag man diesbez\u00fcglich nicht geltend machen &#8211; schlie\u00dflich orientierte man sich an wahren Begebenheiten und wollte mit seinem n\u00fcchternen Abgang nicht die m\u00fchsam aufgebaute Glaubw\u00fcrdigkeit ins Wanken bringen. Verst\u00e4ndlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit runderem Abgang w\u00e4re rein filmisch bewertet, eine h\u00f6here Punktvergabe drin gewesen. So jedoch verstehe ich den Zwiespalt der Macher, lobe aber den rundherum toll konstruierten Verlauf &#8211; bei dem auch Laien prima ins Thema kommen und in den Bann gezogen werden. &#8220;Vergiftete Wahrheit&#8221; mag insgesamt keine neue Referenz darstellen, ist aber in seinem Genre definitiv einer der besseren Vertreter und allein wegen des brisanten Inhaltes einen Blick wert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-larger-font-size\"><strong>7,5\/10<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fotocopyright: Tobis (Im Vertrieb von LEONINE)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt Gerade ist Robert Bilott Partner einer angesehenen Anwaltskanzlei geworden, da bittet ihn ein alter Freund der Familie um Hilfe. Innerhalb k\u00fcrzester Zeit seien auf seinem Land fast 200 K\u00fche gestorben und er vermutet einen Zusammenhang mit dem angrenzenden Unternehmen. F\u00fcr Robert ist es nat\u00fcrlich Ehrensache sich mal kurz ein Gutachten einzuholen, doch schon bald werden die Auswirkungen gr\u00f6\u00dfer als zun\u00e4chst gedacht\u2026 Fazit \u00d6kothriller sind keine Seltenheit und besonders in Hinsicht auf die Inszenierung hebt sich &#8220;Vergiftete Wahrheit&#8221; trotz einiger bekannter Namen kaum von der Konkurrenz ab. Ihn zeichnet jedoch eine Thematik mit weitreichenden Folgen, was die Sache dennoch so interessant und packend macht. Statt eines kleineren Gesch\u00e4digten, steht hier ein waschechter Skandal mit nicht gerade unbetr\u00e4chtlichen Auswirkungen auf dem Plan. Mark Ruffalo spielt eindrucksvoll den Anwalt, der \u00fcber Jahrzehnte hinweg f\u00fcr seine Sache k\u00e4mpft und selbst gesundheitliche Probleme daf\u00fcr in Kauf nimmt. Seine Motive sind dabei so nachvollziehbar, wie gro\u00dfartig gespielt. Auch der restliche Cast lieferte tolle Arbeit ab und gab keinen Grund zur Klage. Mit knapp zwei Stunden ist das Werk sicherlich kein Pappenstil und besitzt auch mal leichte Durchh\u00e4nger, doch unterm Strich hielt der hohe Spannungsbogen bis zum bitteren Ende bei Laune. Insbesondere das letzte Drittel war fesselnd und interessant gestaltet. Alles wurde stets sehr gut verst\u00e4ndlich erkl\u00e4rt, so dass es auch bei Fachbegriffen keine Verst\u00e4ndnisprobleme gab und der strukturierten Handlung immer gut zu folgen war. Der B\u00f6sewicht &#8211; hier in Form eines Gro\u00dfkonzerns und als Person kaum greifbar &#8211; legt eindrucksvoll einen Schleier auf das Geschehen. Wo andere mit markanten Gesichtern oder offensichtlich fragw\u00fcrdigen Aktion aufwarten, bleibt hier ein bedrohlicher Unterton, der sichtlich auf das Wesen der Darsteller einwirkt. Diese Unterschwelligkeit war klasse gemacht und zumindest in diesem Punkt ein echtes Alleinstellungsmerkmal des Films, der sich sonst von seiner technischen Art kaum von \u00c4hnlichen unterscheidet. In meinen Augen bildete das Finale jedoch den gr\u00f6\u00dften Kritikpunkt. Ich m\u00f6chte jetzt nicht zu viel verraten, aber alles blieb mehr oder weniger offen. Zwar gab es erste Resultate, die auch im Abspann festgehalten wurden, doch irgendwie fehlte so der gro\u00dfe Knall. Man begleitete seine Figuren \u00fcber die Jahre hinweg und an Ende blieben nur Teilergebnisse und kein richtiger Jubelmoment, der uns mit einem besseren Gef\u00fchl in den &#8220;Feierabend&#8221; verabschiedet. Echte Vorw\u00fcrfe mag man diesbez\u00fcglich nicht geltend machen &#8211; schlie\u00dflich orientierte man sich an wahren Begebenheiten und wollte mit seinem n\u00fcchternen Abgang nicht die m\u00fchsam aufgebaute Glaubw\u00fcrdigkeit ins Wanken bringen. Verst\u00e4ndlich. 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