{"id":6315,"date":"2020-12-26T16:29:21","date_gmt":"2020-12-26T16:29:21","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.hard-boiled-movies.de\/?p=6315"},"modified":"2020-12-26T16:29:21","modified_gmt":"2020-12-26T16:29:21","slug":"gangs-of-new-york","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=6315","title":{"rendered":"Gangs of New York"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>New York im Jahr 1846. Auf den Stra\u00dfen regieren die Gangs und die Auseinandersetzungen sind an Brutalit\u00e4t kaum zu \u00fcberbieten. Bei einem dramatischen Duell zwischen geb\u00fcrtigen Amerikanern und Einwanderern wird der Vater von Amsterdam grauenvoll umgebracht. Der noch viel zu kleine Junge schw\u00f6rt Rache, die er etliche Jahre sp\u00e4ter endlich eintreiben m\u00f6chte&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Was gibt es Sch\u00f6neres, als an den Feiertagen mal wieder einen modernen Klassiker von Martin Scorsese zu schauen? Jedenfalls nicht viel und so habe ich nach etlichen Jahren mal wieder &#8220;Gangs of New York&#8221; in den Player geworfen. Zun\u00e4chst war ich erschrocken, obgleich der miesen Bildqualit\u00e4t (Blu-Ray Erstauflage), doch trotzdem schnell wieder in den Bann des Geschehens gezogen worden.<\/p>\n\n\n\n<p>Scorsese erz\u00e4hlt einen Geschichtsunterricht, der bisher viel zu selten in derartiger Form stattfand. Wir wissen, dass es einige dunkle Passagen in der amerikanischen Vergangenheit gab, aber selten wurde solch eine Epoche gew\u00e4hlt und selten uns das wilde Treiben so eindrucksvoll wie hier pr\u00e4sentiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Durch seine tr\u00fcbe Optik, den rauen Kerlen und aufwendigen Kost\u00fcmen lebt das 19te Jahrhundert sehenswert auf und selbst &#8211; eher aus dem Kom\u00f6dienfach bekannte &#8211; Darsteller bl\u00fchen als harte Hunde richtig auf. Nat\u00fcrlich stehen Leonardo DiCaprio und Daniel Day-Lewis klar im Vordergrund, doch die Leistung Aller ist bemerkenswert. Man sp\u00fcrte, dass DiCaprio noch immer gegen sein &#8220;Titanic&#8221;-Image ank\u00e4mpfte und das trieb ihn wahrscheinlich auch zu dieser H\u00f6chstleistung. Mit Augenh\u00f6he mit einem brillanten Day-Lewis stehen die beiden Kontrahenten immer wieder im Mittelpunkt und die Stimmung ist stets zum Schneiden. Sie agieren zum Niederknien und geben dabei alles andere als nette &#8220;Sunnyboys&#8221; ab.<\/p>\n\n\n\n<p>Die schonungslose Inszenierung mit viel Blut, aber auch viel nackter Haut wirkt nie aufgesetzt, sondern unterstreicht den Umgangston zu dieser Zeit in diesen Verh\u00e4ltnissen. Alles wirkt korrupt, zerstritten und kaputt. Es ist erstaunlich, wie aus einer solchen Lage ein bl\u00fchender Staat entstehen konnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Zuletzt hatte ich bei &#8220;Wonder Woman 1984&#8221; die etwas zu lange Laufzeit kritisiert, doch bei &#8220;Gangs of New York&#8221; h\u00e4tte man locker noch weitere Zeit versinken k\u00f6nnen. Die dichte Atmosph\u00e4re ist einzigartig und die zu Grunde liegende H\u00e4rte nie aufgesetzt. Dank grandioser Darsteller und spannendem Verlauf blieb erneut ein gro\u00dfartiger Gesamteindruck zur\u00fcck!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-larger-font-size\"><strong>8,5\/10<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fotocopyright: Splendid Film\/WVG<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt New York im Jahr 1846. Auf den Stra\u00dfen regieren die Gangs und die Auseinandersetzungen sind an Brutalit\u00e4t kaum zu \u00fcberbieten. Bei einem dramatischen Duell zwischen geb\u00fcrtigen Amerikanern und Einwanderern wird der Vater von Amsterdam grauenvoll umgebracht. Der noch viel zu kleine Junge schw\u00f6rt Rache, die er etliche Jahre sp\u00e4ter endlich eintreiben m\u00f6chte&#8230; Fazit Was gibt es Sch\u00f6neres, als an den Feiertagen mal wieder einen modernen Klassiker von Martin Scorsese zu schauen? Jedenfalls nicht viel und so habe ich nach etlichen Jahren mal wieder &#8220;Gangs of New York&#8221; in den Player geworfen. Zun\u00e4chst war ich erschrocken, obgleich der miesen Bildqualit\u00e4t (Blu-Ray Erstauflage), doch trotzdem schnell wieder in den Bann des Geschehens gezogen worden. Scorsese erz\u00e4hlt einen Geschichtsunterricht, der bisher viel zu selten in derartiger Form stattfand. Wir wissen, dass es einige dunkle Passagen in der amerikanischen Vergangenheit gab, aber selten wurde solch eine Epoche gew\u00e4hlt und selten uns das wilde Treiben so eindrucksvoll wie hier pr\u00e4sentiert. Durch seine tr\u00fcbe Optik, den rauen Kerlen und aufwendigen Kost\u00fcmen lebt das 19te Jahrhundert sehenswert auf und selbst &#8211; eher aus dem Kom\u00f6dienfach bekannte &#8211; Darsteller bl\u00fchen als harte Hunde richtig auf. Nat\u00fcrlich stehen Leonardo DiCaprio und Daniel Day-Lewis klar im Vordergrund, doch die Leistung Aller ist bemerkenswert. Man sp\u00fcrte, dass DiCaprio noch immer gegen sein &#8220;Titanic&#8221;-Image ank\u00e4mpfte und das trieb ihn wahrscheinlich auch zu dieser H\u00f6chstleistung. Mit Augenh\u00f6he mit einem brillanten Day-Lewis stehen die beiden Kontrahenten immer wieder im Mittelpunkt und die Stimmung ist stets zum Schneiden. Sie agieren zum Niederknien und geben dabei alles andere als nette &#8220;Sunnyboys&#8221; ab. Die schonungslose Inszenierung mit viel Blut, aber auch viel nackter Haut wirkt nie aufgesetzt, sondern unterstreicht den Umgangston zu dieser Zeit in diesen Verh\u00e4ltnissen. Alles wirkt korrupt, zerstritten und kaputt. Es ist erstaunlich, wie aus einer solchen Lage ein bl\u00fchender Staat entstehen konnte. Zuletzt hatte ich bei &#8220;Wonder Woman 1984&#8221; die etwas zu lange Laufzeit kritisiert, doch bei &#8220;Gangs of New York&#8221; h\u00e4tte man locker noch weitere Zeit versinken k\u00f6nnen. Die dichte Atmosph\u00e4re ist einzigartig und die zu Grunde liegende H\u00e4rte nie aufgesetzt. Dank grandioser Darsteller und spannendem Verlauf blieb erneut ein gro\u00dfartiger Gesamteindruck zur\u00fcck! 8,5\/10 Fotocopyright: Splendid Film\/WVG<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":6319,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[42,11,15,54],"class_list":["post-6315","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-filmbesprechungen","tag-action","tag-besprechung","tag-drama","tag-thriller"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6315","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6315"}],"version-history":[{"count":12,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6315\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6328,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6315\/revisions\/6328"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/6319"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6315"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=6315"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=6315"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}