{"id":7632,"date":"2021-03-10T18:53:56","date_gmt":"2021-03-10T18:53:56","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.hard-boiled-movies.de\/?p=7632"},"modified":"2021-03-10T18:53:56","modified_gmt":"2021-03-10T18:53:56","slug":"i-care-a-lot","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=7632","title":{"rendered":"I Care a Lot"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Auf den ersten Blick gibt Marla den guten Engel und hilft \u00e4lteren Menschen in der Not. Sie k\u00fcmmert sich zwar um Betreuungspl\u00e4tze in Pflegeheimen, doch dahinter steckt eine perfide Masche. Sie versucht das Vertrauen ihrer Mandanten zu erschleichen und deren Geldvorr\u00e4te abzugreifen. Eines sch\u00f6nen Tages jedoch ger\u00e4t sie dabei an die falsche Mandantin\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Auch wenn mich das Thema auf den ersten Blick nicht sonderlich ansprach, musste ich allein wegen Rosamund Pike doch unbedingt mal reinschauen &#8211; und habe die investierten zwei Stunden am Ende gl\u00fccklicherweise keineswegs bereut.<\/p>\n\n\n\n<p>Zun\u00e4chst hat mir Pike in ihrer eiskalten Rolle recht gut gefallen und sogar f\u00fcr den ein oder anderen Schauer gesorgt. Sie spielt die skrupellose Betr\u00fcgerin mit Hingabe und selbst ins schwierigen Passagen glaubw\u00fcrdig. Ihre bezaubernde Ausstrahlung sorgt f\u00fcr eine falsche Fassade, die mir ihren knallharten Gesch\u00e4ftsgebaren wunderbar harmoniert. Allgemein dachte ich mir, dass die Geschichte grunds\u00e4tzlich wohl nicht so weit hergeholt sei und eiskalte Pers\u00f6nlichkeiten wie ihre (also ihre gespielte Rolle) im wahren Leben einfach voraussetzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der hohe Bezug zur Realit\u00e4t lie\u00df mich oftmals mit dem Kopf sch\u00fctteln. Sicherlich mag die Darstellung hier etwas vereinfacht sein, doch man konnte sich die Entm\u00fcndigung von hilflosen Menschen schon ganz gut im Kopf ausmalen. Hier wurde zugunsten des wirklich ausgezeichneten Erz\u00e4hlflusses an den richtigen Stellschrauben gedreht und der Unterhaltungswert war unerwartet hoch. Man konnte sich in Alles gut hineindenken und stets auf den Fall der hochn\u00e4sigen Hauptfigur hoffen.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine kleine Wendung nimmt die Handlung mit dem Auftritt von Peter Dinklage. Hier verschob man dann den Fokus mehr in Richtung Thriller und brachte ein paar eher abwegigere Elemente ein, doch das Ergebnis litt darunter nicht merklich. Man st\u00fctze sich nicht allein auf das kritische Grundthema, sondern gab dem ganzen noch ein paar filmtypische Nuancen, die eine eigene Story um das im Kern reelle Drama schn\u00fcrten. Sicherlich litt die Glaubw\u00fcrdigkeit dann ein bisschen, doch der guten Laune tat dies keinen Abbruch.<\/p>\n\n\n\n<p>Technisch gab man sich keine Bl\u00f6\u00dfe. Kr\u00e4ftige Farben, tolle Kontraste und eine geschickte Kameraf\u00fchrung erzeugten einen extrem hochwertigen Eindruck. Der Soundtrack hielt sich dagegen eher im Hintergrund &#8211; was bei einem dialoglastigen Film soweit gepasst hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Wieder einmal w\u00fcrde ich sagen, dass ich mir diesen Titel ohne &#8220;Netflix&#8221; (trotz Beteiligung von Pike und Dinklage) wahrscheinlich gar nicht angeschaut h\u00e4tte. Als &#8220;Inklusiv Artikel&#8221; geht das Gebotene dann aber mehr als in Ordnung und hielt bis zum bitteren und ziemlich nett konzipierten Ende \u00fcberraschend gut bei Laune. Unterm Strich ein sehr kurzweiliger Titel, der nach anf\u00e4nglichem Drama zu einigem spa\u00dfigen Thriller mutiert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-larger-font-size\"><strong>7\/10<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fotocopyright: Netflix<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt Auf den ersten Blick gibt Marla den guten Engel und hilft \u00e4lteren Menschen in der Not. Sie k\u00fcmmert sich zwar um Betreuungspl\u00e4tze in Pflegeheimen, doch dahinter steckt eine perfide Masche. Sie versucht das Vertrauen ihrer Mandanten zu erschleichen und deren Geldvorr\u00e4te abzugreifen. Eines sch\u00f6nen Tages jedoch ger\u00e4t sie dabei an die falsche Mandantin\u2026 Fazit Auch wenn mich das Thema auf den ersten Blick nicht sonderlich ansprach, musste ich allein wegen Rosamund Pike doch unbedingt mal reinschauen &#8211; und habe die investierten zwei Stunden am Ende gl\u00fccklicherweise keineswegs bereut. Zun\u00e4chst hat mir Pike in ihrer eiskalten Rolle recht gut gefallen und sogar f\u00fcr den ein oder anderen Schauer gesorgt. Sie spielt die skrupellose Betr\u00fcgerin mit Hingabe und selbst ins schwierigen Passagen glaubw\u00fcrdig. Ihre bezaubernde Ausstrahlung sorgt f\u00fcr eine falsche Fassade, die mir ihren knallharten Gesch\u00e4ftsgebaren wunderbar harmoniert. Allgemein dachte ich mir, dass die Geschichte grunds\u00e4tzlich wohl nicht so weit hergeholt sei und eiskalte Pers\u00f6nlichkeiten wie ihre (also ihre gespielte Rolle) im wahren Leben einfach voraussetzt. Der hohe Bezug zur Realit\u00e4t lie\u00df mich oftmals mit dem Kopf sch\u00fctteln. Sicherlich mag die Darstellung hier etwas vereinfacht sein, doch man konnte sich die Entm\u00fcndigung von hilflosen Menschen schon ganz gut im Kopf ausmalen. Hier wurde zugunsten des wirklich ausgezeichneten Erz\u00e4hlflusses an den richtigen Stellschrauben gedreht und der Unterhaltungswert war unerwartet hoch. Man konnte sich in Alles gut hineindenken und stets auf den Fall der hochn\u00e4sigen Hauptfigur hoffen. Eine kleine Wendung nimmt die Handlung mit dem Auftritt von Peter Dinklage. Hier verschob man dann den Fokus mehr in Richtung Thriller und brachte ein paar eher abwegigere Elemente ein, doch das Ergebnis litt darunter nicht merklich. Man st\u00fctze sich nicht allein auf das kritische Grundthema, sondern gab dem ganzen noch ein paar filmtypische Nuancen, die eine eigene Story um das im Kern reelle Drama schn\u00fcrten. Sicherlich litt die Glaubw\u00fcrdigkeit dann ein bisschen, doch der guten Laune tat dies keinen Abbruch. Technisch gab man sich keine Bl\u00f6\u00dfe. Kr\u00e4ftige Farben, tolle Kontraste und eine geschickte Kameraf\u00fchrung erzeugten einen extrem hochwertigen Eindruck. Der Soundtrack hielt sich dagegen eher im Hintergrund &#8211; was bei einem dialoglastigen Film soweit gepasst hat. Wieder einmal w\u00fcrde ich sagen, dass ich mir diesen Titel ohne &#8220;Netflix&#8221; (trotz Beteiligung von Pike und Dinklage) wahrscheinlich gar nicht angeschaut h\u00e4tte. Als &#8220;Inklusiv Artikel&#8221; geht das Gebotene dann aber mehr als in Ordnung und hielt bis zum bitteren und ziemlich nett konzipierten Ende \u00fcberraschend gut bei Laune. 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