{"id":7668,"date":"2021-03-13T11:15:43","date_gmt":"2021-03-13T11:15:43","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.hard-boiled-movies.de\/?p=7668"},"modified":"2021-03-13T11:15:56","modified_gmt":"2021-03-13T11:15:56","slug":"gott-du-kannst-ein-arsch-sein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=7668","title":{"rendered":"Gott, du kannst ein Arsch sein!"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es sah aus, als h\u00e4tte Steffi noch das ganze Leben noch vor sich. Die Schule beendet, einen netten Freund an der Seite und eine Ausbildung bei der Polizei in greifbarer N\u00e4he. Pl\u00f6tzlich erh\u00e4lt sie eine Schockdiagnose und sagt selbst der lange entgegen gefieberten Abschlussfahrt nach Frankreich ab. Nach einem kurzen Resignieren bricht sie jedoch von zu Hause aus und macht sich auf den Weg nach Paris&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Obwohl als lockere Angelegenheit verpackt, behandelt &#8220;Gott, du kannst ein Arsch sein!&#8221; ein ernstes und sehr trauriges Thema &#8211; was er jedoch nicht bis zum bitteren Ende behandelt und lediglich eine halbwegs launige Vorstufe auserz\u00e4hlt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Verlauf ist gr\u00f6\u00dftenteils in Ordnung. Nicht immer mega unterhaltsam, aber gut wegschaubar und nicht sonderlich langweilig. Der Humor bewegt sich dabei auf einem gewissen Niveau und geht nicht allzu oft unter die G\u00fcrtellinie &#8211; wie man es vielleicht bei einem Schweigerfilm eventuell h\u00e4tte erwarten k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Man behandelt das sensible Geschehen weitestgehend respektvoll, obwohl ab einem gewissen Punkt eher die Kom\u00f6die, denn das Drama im Vordergrund steht und diese Richtung auch bis zum Abspann beibehalten wird. Die Krankheit wird zwar noch einmal kurz erw\u00e4hnt, aber der Road-Trip und die seichte Unterhaltung werden dann klarer in den Fokus ger\u00fcckt &#8211; und der Stimmung beim Publikum kommt dies wohl zu Gute. Man gab sich nicht zu deprimierend, andererseits aber auch nicht so richtig Hoffnung verspr\u00fchend.<\/p>\n\n\n\n<p>Till Schweiger habe ich die Rolle als Pfarrer zwar nicht so recht abgekauft, aber immerhin machte der sympathische Cast seine Sache gut und ein paar ungew\u00f6hnliche Gastauftritte (Benno F\u00fchrmann, J\u00fcrgen Vogel) sorgten f\u00fcr kleinere Schmunzler. Die Chemie zwischen den beiden Hauptfiguren hat soweit gepasst und Niemand fiel hier irgendwie aus dem Rahmen. Alles f\u00fchlte sich grunds\u00e4tzlich wie bei einem deutschen Fernsehfilm an &#8211; und nicht ganz wie ein Oscar verd\u00e4chtiges Werk, dass vielleicht etwas mehr Dramaturgie von seinen Akteuren abforderte.<\/p>\n\n\n\n<p>Die eher lockere Umsetzung ist Fluch und Segen zugleich. Dem launigen Filmabend kommt diese Variation wohl zu Gute, die schlimmen Aspekte rutschten jedoch ziemlich ins Abseits. Wer sich dessen bewusst ist, darf gerne mal reinschauen &#8211; alle Anderen bleiben vielleicht lieber beim Roman, der ja \u00e4u\u00dferst gelungen sein soll. Ansonsten bleibt ein netter Titel, der sich gut in die deutschen Produktion der letzten Jahre einreiht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-larger-font-size\"><strong>6\/10<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fotocopyright: LEONINE<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt Es sah aus, als h\u00e4tte Steffi noch das ganze Leben noch vor sich. Die Schule beendet, einen netten Freund an der Seite und eine Ausbildung bei der Polizei in greifbarer N\u00e4he. Pl\u00f6tzlich erh\u00e4lt sie eine Schockdiagnose und sagt selbst der lange entgegen gefieberten Abschlussfahrt nach Frankreich ab. 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Die Krankheit wird zwar noch einmal kurz erw\u00e4hnt, aber der Road-Trip und die seichte Unterhaltung werden dann klarer in den Fokus ger\u00fcckt &#8211; und der Stimmung beim Publikum kommt dies wohl zu Gute. Man gab sich nicht zu deprimierend, andererseits aber auch nicht so richtig Hoffnung verspr\u00fchend. Till Schweiger habe ich die Rolle als Pfarrer zwar nicht so recht abgekauft, aber immerhin machte der sympathische Cast seine Sache gut und ein paar ungew\u00f6hnliche Gastauftritte (Benno F\u00fchrmann, J\u00fcrgen Vogel) sorgten f\u00fcr kleinere Schmunzler. Die Chemie zwischen den beiden Hauptfiguren hat soweit gepasst und Niemand fiel hier irgendwie aus dem Rahmen. Alles f\u00fchlte sich grunds\u00e4tzlich wie bei einem deutschen Fernsehfilm an &#8211; und nicht ganz wie ein Oscar verd\u00e4chtiges Werk, dass vielleicht etwas mehr Dramaturgie von seinen Akteuren abforderte. Die eher lockere Umsetzung ist Fluch und Segen zugleich. 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