{"id":7980,"date":"2021-04-07T17:08:14","date_gmt":"2021-04-07T17:08:14","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.hard-boiled-movies.de\/?p=7980"},"modified":"2021-04-07T17:08:14","modified_gmt":"2021-04-07T17:08:14","slug":"die-geisha","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=7980","title":{"rendered":"Die Geisha"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Tod der Mutter musste der Vater seine beiden T\u00f6chter verkaufen, um dann selbst kurz darauf zu versterben. Die kleine Chiyo ist dabei an eine Geisha-Schule geraten, wo sie einer harten Ausbildung mit allerlei Konkurrenzkampf ausgesetzt sein sollte\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Kurzen Recherchen zur Folge gab es von diesem pr\u00e4mierten Werk zum Review Zeitpunkt noch immer keine Blu-Ray, weshalb meine gute, alte DVD nach nunmehr etlichen Jahren zur erneuten Sichtung herhalten musste. Auch wenn die Bilder auf dem 4K-Schirm etwas matschig erschien, \u00e4ndert dies nichts an den filmischen Qualit\u00e4ten &#8211; die seinerzeit zurecht f\u00fcr Auszeichnungen und leider auch unsch\u00f6nen Gespr\u00e4chsstoff sorgten.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Freund der asiatischen Kultur kann ich gut verstehen, dass die Zuteilung klassischer japanischer Rollen mit chinesischen Darstellern ein Unding war und vielen Personen \u00e4u\u00dferst \u00fcbel aufgesto\u00dfen ist. Wahrscheinlich w\u00e4re dies in der heutigen Zeit nicht mehr in dieser Form anzutreffen, doch schon damals h\u00e4tten die amerikanischen Produzenten auf diese nicht ganz unbedeutenden Details achten m\u00fcssen und einem gr\u00f6\u00dferen Markt nicht so auf die F\u00fc\u00dfe treten d\u00fcrfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie dem auch sei. Geschichte und Umsetzung sind Abseits der zwiesp\u00e4ltigen (aber nicht \u00fcblen!) Besetzung \u00fcber jeden Zweifel erhaben und bieten eine Menge Tiefgang und Gef\u00fchl. Man kann sich wunderbar in die Rolle der kleinen Chiyo hineindenken und besonders ihre Sehns\u00fcchte jederzeit nachvollziehen. Viele Stationen ihrer harten Ausbildung kommen auch beim Betrachter \u00e4u\u00dferst schmerzlich r\u00fcber und man w\u00fcnscht sich nur das Beste f\u00fcr die angehende Geisha.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch wenn laut etlichen Kritiken viele Kost\u00fcme, Stylings und Verhaltensweisen nicht unbedingt exakt dem Vorbild entsprachen, bekommt man eine gute Vorstellung von Werten und Denkweisen in der japanischen Kultur. Mit verst\u00e4ndlichen Aktionen bl\u00fcht das traditionelle Geschehen f\u00fcr Jedermann auf und zieht die ungeteilte Aufmerksamkeit auf sich. Bei knapp 2,5 Stunden wird es hierdurch nie langweilig und man unterlag der Faszination bis zum bitteren &#8211; und vergleichsweise unr\u00fchmlichen &#8211; Ende.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Auswahl der Besetzung war fragw\u00fcrdig, doch an anderen Talent gab es nichts zu kritisieren. Vielleicht wollte man mit der bewussten Zuteilung von Chinesen zu klar japanisch verorteten Ph\u00e4nomen auch einfach ein Tabubruch begehen und f\u00fcr Diskussionen sorgen, doch w\u00e4re diese Unterstellung nur eine meiner eigenen Vorstellungen und nicht auf Fakten basierend. Zhang Ziyi, Michelle Yeoh und Gong Li lieferten jedenfalls eine hervorragende Leistung ab, die man trotz aller Widrigkeiten hoch anrechnen muss.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr den breiten Markt mussten sicherlich einige Anpassungen vorgenommen werden, doch gl\u00fccklicherweise wurde die Botschaft des Films hierdurch nicht verw\u00e4ssert. Mit tollen Darstellern, einer verschwenderischen Ausstattung und einer edlen Optik wurde viel Tradition , als auch gewaltige Emotion vermittelt. Der Einblick in fremde Welten mit deren ungewohnten Sitten kommt erstklassig r\u00fcber und weckt sogar weiteres Interesse am Thema. Vielen Betrachtern wurde wohl damals erst klar, was eine Geisha \u00fcberhaupt ist und warum dieser Rang f\u00fcr viele Damen so erstrebenswert erscheint. Auch in meinem Freundeskreis wurde der Beruf eher mit unsch\u00f6nen Worten tituliert, doch ich hoffe, dieser Film trug seinen Teil zur Aufkl\u00e4rung ein wenig bei. Unterm Strich also ein \u00e4u\u00dferst sehenswertes Ereignis mit nebenbei ordentlichem Bildungsfaktor.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-larger-font-size\"><strong>8,5\/10<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fotocopyrigt: Warner<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt Nach dem Tod der Mutter musste der Vater seine beiden T\u00f6chter verkaufen, um dann selbst kurz darauf zu versterben. Die kleine Chiyo ist dabei an eine Geisha-Schule geraten, wo sie einer harten Ausbildung mit allerlei Konkurrenzkampf ausgesetzt sein sollte\u2026 Fazit Kurzen Recherchen zur Folge gab es von diesem pr\u00e4mierten Werk zum Review Zeitpunkt noch immer keine Blu-Ray, weshalb meine gute, alte DVD nach nunmehr etlichen Jahren zur erneuten Sichtung herhalten musste. Auch wenn die Bilder auf dem 4K-Schirm etwas matschig erschien, \u00e4ndert dies nichts an den filmischen Qualit\u00e4ten &#8211; die seinerzeit zurecht f\u00fcr Auszeichnungen und leider auch unsch\u00f6nen Gespr\u00e4chsstoff sorgten. Als Freund der asiatischen Kultur kann ich gut verstehen, dass die Zuteilung klassischer japanischer Rollen mit chinesischen Darstellern ein Unding war und vielen Personen \u00e4u\u00dferst \u00fcbel aufgesto\u00dfen ist. Wahrscheinlich w\u00e4re dies in der heutigen Zeit nicht mehr in dieser Form anzutreffen, doch schon damals h\u00e4tten die amerikanischen Produzenten auf diese nicht ganz unbedeutenden Details achten m\u00fcssen und einem gr\u00f6\u00dferen Markt nicht so auf die F\u00fc\u00dfe treten d\u00fcrfen. Wie dem auch sei. Geschichte und Umsetzung sind Abseits der zwiesp\u00e4ltigen (aber nicht \u00fcblen!) Besetzung \u00fcber jeden Zweifel erhaben und bieten eine Menge Tiefgang und Gef\u00fchl. Man kann sich wunderbar in die Rolle der kleinen Chiyo hineindenken und besonders ihre Sehns\u00fcchte jederzeit nachvollziehen. Viele Stationen ihrer harten Ausbildung kommen auch beim Betrachter \u00e4u\u00dferst schmerzlich r\u00fcber und man w\u00fcnscht sich nur das Beste f\u00fcr die angehende Geisha. Auch wenn laut etlichen Kritiken viele Kost\u00fcme, Stylings und Verhaltensweisen nicht unbedingt exakt dem Vorbild entsprachen, bekommt man eine gute Vorstellung von Werten und Denkweisen in der japanischen Kultur. Mit verst\u00e4ndlichen Aktionen bl\u00fcht das traditionelle Geschehen f\u00fcr Jedermann auf und zieht die ungeteilte Aufmerksamkeit auf sich. Bei knapp 2,5 Stunden wird es hierdurch nie langweilig und man unterlag der Faszination bis zum bitteren &#8211; und vergleichsweise unr\u00fchmlichen &#8211; Ende. Die Auswahl der Besetzung war fragw\u00fcrdig, doch an anderen Talent gab es nichts zu kritisieren. Vielleicht wollte man mit der bewussten Zuteilung von Chinesen zu klar japanisch verorteten Ph\u00e4nomen auch einfach ein Tabubruch begehen und f\u00fcr Diskussionen sorgen, doch w\u00e4re diese Unterstellung nur eine meiner eigenen Vorstellungen und nicht auf Fakten basierend. Zhang Ziyi, Michelle Yeoh und Gong Li lieferten jedenfalls eine hervorragende Leistung ab, die man trotz aller Widrigkeiten hoch anrechnen muss. F\u00fcr den breiten Markt mussten sicherlich einige Anpassungen vorgenommen werden, doch gl\u00fccklicherweise wurde die Botschaft des Films hierdurch nicht verw\u00e4ssert. Mit tollen Darstellern, einer verschwenderischen Ausstattung und einer edlen Optik wurde viel Tradition , als auch gewaltige Emotion vermittelt. Der Einblick in fremde Welten mit deren ungewohnten Sitten kommt erstklassig r\u00fcber und weckt sogar weiteres Interesse am Thema. Vielen Betrachtern wurde wohl damals erst klar, was eine Geisha \u00fcberhaupt ist und warum dieser Rang f\u00fcr viele Damen so erstrebenswert erscheint. Auch in meinem Freundeskreis wurde der Beruf eher mit unsch\u00f6nen Worten tituliert, doch ich hoffe, dieser Film trug seinen Teil zur Aufkl\u00e4rung ein wenig bei. 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