{"id":8050,"date":"2021-04-12T17:08:51","date_gmt":"2021-04-12T17:08:51","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.hard-boiled-movies.de\/?p=8050"},"modified":"2021-04-12T17:08:51","modified_gmt":"2021-04-12T17:08:51","slug":"pelikanblut","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=8050","title":{"rendered":"Pelikanblut"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Da es f\u00fcr die alleinstehende und selbstst\u00e4ndige Wiebke nicht einfach ist ein weiteres Kind in Deutschland zu adoptieren, wendet sie sich an Vermittler aus dem Ausland. Zwar hatte seinerzeit mit dem ersten Spr\u00f6ssling alles prima funktioniert, doch nun zeigen sich beim zweiten Zuwachs deutliche Verhaltensst\u00f6rungen, die ihren gesamte Umgebung beeinflussen sollten\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Thematik ist krass und die Leistung aller Beteiligten absolut \u00fcberragend. Angefangen bei einer brillant agierenden Nina Hoss, bis zu den aller j\u00fcngsten Nachwuchsdarstellern. Das Geschehen wirkt durch alle Beteiligten unglaublich realistisch, teilweise fast schon dokumentarisch und viele Momente gingen unangenehm unter die Haut.<\/p>\n\n\n\n<p>Trotz oder gerade wegen dieser Bedingungen ist &#8220;Pelikanblut&#8221; ein einfacher, ja stellenweise schon recht anstrengender Titel. Er ist \u00fcber weite Teile eher gem\u00e4chlich und beschaulich, um an anderer Stelle mit endlos langem Geschrei und nerviger Ger\u00e4uschkulisse den Zuschauer zu zerm\u00fcrben. Zu Hause konnte ich wenigstens die Lautst\u00e4rke runterdrehen, im Kinosaal w\u00e4re dies gelegentlich eine echte Qual geworden.<\/p>\n\n\n\n<p>Seine glaubw\u00fcrdige Gangart rechne ich dem Film hoch an. Hier gibt es keine \u00fcbernat\u00fcrlichen Schauerm\u00e4rchen, sondern ein glaubw\u00fcrdig konstruiertes Horrorszenario mit Anspruch zum Mitdenken. Auch wenn manche Ereignisse ein wenig auf die Spitze getrieben wurden, k\u00f6nnte ich mir eine tats\u00e4chliche Grundlage auf jeden Fall vorstellen. Alles schien durchdacht, aus dem Leben gegriffen und von seinen Diagnosen und Verl\u00e4ufen durchaus schl\u00fcssig gemacht.<\/p>\n\n\n\n<p>Man konnte sich prima in Szenario und Figuren hineindenken. Durch besagt schl\u00fcssig vorgetragene Begr\u00fcndungen gingen mysteri\u00f6se Theorien verloren und der wahre Albtraum wurde bewusster. Eine kompetente Inszenierung mit perfekt ausgeleuchteten Bildern und einem fast schon unheimlichen Soundtrack unterstrichen diesen Eindruck.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr mich war &#8220;Pelikanblut&#8221; einer der schwierigsten und anstrengsten Filme in der letzten Zeit. Er besitzt eine gar nicht mal abwegige Handlung, die mit gro\u00dfartigen Akteuren eindrucksvoll zum Leben erweckt wurde und dennoch f\u00e4llt trotz aller positiven Aspekte eine Empfehlung f\u00fcr die Allgemeinheit nicht leicht. Das Gezeigte war wirklich nicht einfach und k\u00f6nnte bei empfindlichen Betrachtern oftmals sauer aufsto\u00dfen, doch am Ende muss dies Jeder f\u00fcr sich entscheiden. Der Streifen war eine Erfahrung, die ich gerne einmal gemacht habe &#8211; von weiteren Sichtungen werde ich jedoch Abstand nehmen&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-larger-font-size\"><strong>7\/10<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fotocopyright: LEONINE<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt Da es f\u00fcr die alleinstehende und selbstst\u00e4ndige Wiebke nicht einfach ist ein weiteres Kind in Deutschland zu adoptieren, wendet sie sich an Vermittler aus dem Ausland. Zwar hatte seinerzeit mit dem ersten Spr\u00f6ssling alles prima funktioniert, doch nun zeigen sich beim zweiten Zuwachs deutliche Verhaltensst\u00f6rungen, die ihren gesamte Umgebung beeinflussen sollten\u2026 Fazit Die Thematik ist krass und die Leistung aller Beteiligten absolut \u00fcberragend. Angefangen bei einer brillant agierenden Nina Hoss, bis zu den aller j\u00fcngsten Nachwuchsdarstellern. Das Geschehen wirkt durch alle Beteiligten unglaublich realistisch, teilweise fast schon dokumentarisch und viele Momente gingen unangenehm unter die Haut. Trotz oder gerade wegen dieser Bedingungen ist &#8220;Pelikanblut&#8221; ein einfacher, ja stellenweise schon recht anstrengender Titel. Er ist \u00fcber weite Teile eher gem\u00e4chlich und beschaulich, um an anderer Stelle mit endlos langem Geschrei und nerviger Ger\u00e4uschkulisse den Zuschauer zu zerm\u00fcrben. Zu Hause konnte ich wenigstens die Lautst\u00e4rke runterdrehen, im Kinosaal w\u00e4re dies gelegentlich eine echte Qual geworden. Seine glaubw\u00fcrdige Gangart rechne ich dem Film hoch an. Hier gibt es keine \u00fcbernat\u00fcrlichen Schauerm\u00e4rchen, sondern ein glaubw\u00fcrdig konstruiertes Horrorszenario mit Anspruch zum Mitdenken. 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