{"id":8072,"date":"2021-04-14T16:34:56","date_gmt":"2021-04-14T16:34:56","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.hard-boiled-movies.de\/?p=8072"},"modified":"2021-04-14T16:34:56","modified_gmt":"2021-04-14T16:34:56","slug":"rossini-oder-die-moerderische-frage-wer-mit-wem-schlief","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=8072","title":{"rendered":"Rossini &#8211; oder die m\u00f6rderische Frage, wer mit wem schlief"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Rossini ist ein Szenelokal, bei dem sich die Prominenz die Klinke in die Hand gibt. Hier verkehren ber\u00fchmte Schriftsteller, Autoren, Filmemacher oder Banker. Der Inhaber beh\u00e4lt beim regen Treiben stets den \u00dcberblick &#8211; und muss dem Kampf um Frauen, Gesch\u00e4ften und anderen Interessen regelm\u00e4\u00dfig beiwohnen\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mit &#8220;Rossini&#8221; hat Kultregisseur Helmut Dietl ein Aufgebot an deutschen Stars aufgefahren, welches damals seines Gleichen suchte und heute mit leichten Schauern noch immer f\u00fcr Begeisterung sorgen kann. Zwar erz\u00e4hlt der Titel keine so richtig durchg\u00e4ngig zusammengeh\u00f6rige Geschichte, doch seine grob verwebten Handlungsstr\u00e4nge wissen dennoch pr\u00e4chtig bei Laune zu halten und ergaben ein rundes Gesamtbild.<\/p>\n\n\n\n<p>Jeder Promi hat seinen \u00e4u\u00dferst individuellen Auftritt spendiert bekommen und zeigt dabei vielleicht auch ein paar Parallelen zu seinem echten Leben. Durch deren unterschiedliche Weise konnte man im Kopf gut zwischen den einzelnen Handlungsfetzen hin- und her switchen, musste sich gedanklich nie gro\u00df anstrengen und war sofort wieder im Thema. Der Wiedererkennungswert war jederzeit extrem hoch und man wusste umgehend wieder, was sich bei den aktuell gezeigten Figuren zuletzt zugetragen hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Die einzelnen Geschichten sind zum Teil eher lose miteinander verkn\u00fcpft und wei\u00dfen zwar einen roten Faden auf, aber dennoch f\u00fchlt sich das Gezeigte nicht wie ein &#8220;richtiger Spielfilm&#8221; nach klassischen Muster an. Er ist zwar irgendwo ein Flickwerk, doch negativ m\u00f6chte ich diesen Begriff allerdings nicht auslegen. Durch seine ungew\u00f6hnliche Weise erzeugt der Streifen eine Dynamik, die nicht langweilig wird und auch den Betrachter stets auf Trap h\u00e4lt.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch technisch hat das Werk so Einiges auf dem Kasten. Zwar ist die Anzahl der Schaupl\u00e4tze beschr\u00e4nkt, daf\u00fcr aber prima ausgeleuchtet, opulent ausgestattet und erstklassig auf Zelluloid gebannt. Die Optik ist sehr hochwertig und spielt auch gerne mit Licht und Schatten, um besondere Momente oder Auftritte stilecht hervorzuheben.<\/p>\n\n\n\n<p>Sicherlich muss man bei &#8220;Rossini&#8221; ein gewisses Faible f\u00fcr den deutschen Film mitbringen und gegen\u00fcber skurrilen Charakteren und schr\u00e4gen Geschichten offen sein. Sp\u00e4testens wenn ein Mario Adorf \u00fcber seine gro\u00dfen Leidenschaft sinniert oder eine Ferries die H\u00fcllen fallen l\u00e4sst kommt ein gewisses Feeling auf, welches sich deutlich vom Einheitsbrei aus Hollywood unterscheidet. F\u00fcr mich ein \u00e4u\u00dferst gelungener Vertreter des hiesigen Kinos und wie beispielsweise &#8220;Schtonk&#8221; ein kleiner Klassiker f\u00fcr gelegentliche Sichtungen geworden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-larger-font-size\"><strong>7,5\/10<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fotocopyright: Koch Media GmbH<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt Das Rossini ist ein Szenelokal, bei dem sich die Prominenz die Klinke in die Hand gibt. Hier verkehren ber\u00fchmte Schriftsteller, Autoren, Filmemacher oder Banker. Der Inhaber beh\u00e4lt beim regen Treiben stets den \u00dcberblick &#8211; und muss dem Kampf um Frauen, Gesch\u00e4ften und anderen Interessen regelm\u00e4\u00dfig beiwohnen\u2026 Fazit Mit &#8220;Rossini&#8221; hat Kultregisseur Helmut Dietl ein Aufgebot an deutschen Stars aufgefahren, welches damals seines Gleichen suchte und heute mit leichten Schauern noch immer f\u00fcr Begeisterung sorgen kann. Zwar erz\u00e4hlt der Titel keine so richtig durchg\u00e4ngig zusammengeh\u00f6rige Geschichte, doch seine grob verwebten Handlungsstr\u00e4nge wissen dennoch pr\u00e4chtig bei Laune zu halten und ergaben ein rundes Gesamtbild. Jeder Promi hat seinen \u00e4u\u00dferst individuellen Auftritt spendiert bekommen und zeigt dabei vielleicht auch ein paar Parallelen zu seinem echten Leben. Durch deren unterschiedliche Weise konnte man im Kopf gut zwischen den einzelnen Handlungsfetzen hin- und her switchen, musste sich gedanklich nie gro\u00df anstrengen und war sofort wieder im Thema. Der Wiedererkennungswert war jederzeit extrem hoch und man wusste umgehend wieder, was sich bei den aktuell gezeigten Figuren zuletzt zugetragen hat. Die einzelnen Geschichten sind zum Teil eher lose miteinander verkn\u00fcpft und wei\u00dfen zwar einen roten Faden auf, aber dennoch f\u00fchlt sich das Gezeigte nicht wie ein &#8220;richtiger Spielfilm&#8221; nach klassischen Muster an. Er ist zwar irgendwo ein Flickwerk, doch negativ m\u00f6chte ich diesen Begriff allerdings nicht auslegen. Durch seine ungew\u00f6hnliche Weise erzeugt der Streifen eine Dynamik, die nicht langweilig wird und auch den Betrachter stets auf Trap h\u00e4lt. Auch technisch hat das Werk so Einiges auf dem Kasten. Zwar ist die Anzahl der Schaupl\u00e4tze beschr\u00e4nkt, daf\u00fcr aber prima ausgeleuchtet, opulent ausgestattet und erstklassig auf Zelluloid gebannt. Die Optik ist sehr hochwertig und spielt auch gerne mit Licht und Schatten, um besondere Momente oder Auftritte stilecht hervorzuheben. Sicherlich muss man bei &#8220;Rossini&#8221; ein gewisses Faible f\u00fcr den deutschen Film mitbringen und gegen\u00fcber skurrilen Charakteren und schr\u00e4gen Geschichten offen sein. 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