{"id":8261,"date":"2021-04-30T15:38:07","date_gmt":"2021-04-30T15:38:07","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.hard-boiled-movies.de\/?p=8261"},"modified":"2021-04-30T15:38:07","modified_gmt":"2021-04-30T15:38:07","slug":"frankfurt-kaiserstrasse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=8261","title":{"rendered":"Frankfurt Kaiserstra\u00dfe"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Rolf muss f\u00fcr 15 Monate zum Bund und seine Freundin h\u00e4lt es allein dann auch nicht l\u00e4nger im kleinen Vorort aus. W\u00e4hrend er die Kaserne aufsucht, zieht sie zu ihrem Onkel nach Frankfurt. Dort wird sie schnell mit den Eigenarten dieser Metropole konfrontiert und ger\u00e4t an die falschen Typen\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Filme sind so gut wie immer ein sch\u00f6nes Dokument ihrer Zeit und da macht vor allem &#8220;Frankfurt Kaiserstra\u00dfe&#8221; keine Ausnahme. Der Streifen besitzt einen unvergleichbaren Charme der fr\u00fchen 80iger und wirkt durch seine Inszenierung, Dialoge und audiovisuelle Umsetzung v\u00f6llig aus dem Rahmen gefallen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Werk ist so schrill und bunt, dass man gar nicht wei\u00df, wo man am besten mit diesem Review anfangen sollte. Nat\u00fcrlich stammen Kost\u00fcme, Frisuren und vor allem die Begleitmusik eindeutig aus der damaligen Epoche, doch selbst hier m\u00f6chte ich kurz einhaken. Vor allem der stets pr\u00e4sentierte Soundtrack wurde mit seltsamen St\u00fccken zusammengew\u00fcrfelt und kommt gelegentlich recht psychodelisch daher. Dies unterstreicht den befremdlichen Eindruck, den seltsame Dialoge und zuweilen recht merkw\u00fcrdige Gestik der Darsteller weiter unterstreichen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Film f\u00fchlt sich manchmal wie ein Theaterst\u00fcck an, den die Texte wirken oft gek\u00fcnstelt vorgetragen und passende Bewegung dazu arrangiert. Dazu wird auf Biegen und Brechen auf Dialekt gesetzt, was sich hier und da arg lachhaft anh\u00f6rt. Die Darsteller an sich waren schon in Ordnung und passten ins Setting &#8211; \u00fcberraschten bei ihrer Wortwahl und Reaktion aber immer mal wieder. Die hier gezeigte nackte Haut hingegen ist heute kein Thema mehr und nicht der weiteren Erw\u00e4hnung wert.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Handlung ist simpel und streckenweise sehr vorhersehbar gestaltet. Aufgrund der \u00fcberschaubaren Hauptfiguren und wie die Str\u00e4nge zusammenlaufen, blieb eigentlich kein Raum f\u00fcr gro\u00dfe Wendungen und so lief alles eher unspektakul\u00e4r vor sich hin. Richtig schlimm war dies zum Gl\u00fcck nicht, da der Flow ziemlich gut war und die kompakte Laufzeit keine unn\u00f6tigen Nebenschaupl\u00e4tze aufgriff und stets fokussiert blieb.<\/p>\n\n\n\n<p>So richtig begeistert war ich von diesem Streifen leider nicht, doch auf der anderen Seite habe ich mich auch nicht wirklich gelangweilt. Schon lange hatte ich &#8220;Frankfurt Kaiserstra\u00dfe&#8221; auf dem Zettel und im Laufe der Jahre viele unterschiedliche Kritiken dazu vernommen. Wir haben hier sicherlich kein Highlight ala Fassbinder vor uns, aber trotzdem einen eigenwilligen Titel mit Charakter und Witz. Wer grunds\u00e4tzlich ein Faible f\u00fcr &#8220;Milieu-Filme&#8221; hat und vielleicht auch mal sein Frankfurt im Rampenlicht sehen m\u00f6chte, kann gerne mal reinschauen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-larger-font-size\"><strong>6\/10<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fotocopyright: Subkultur Entertainment<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt Rolf muss f\u00fcr 15 Monate zum Bund und seine Freundin h\u00e4lt es allein dann auch nicht l\u00e4nger im kleinen Vorort aus. W\u00e4hrend er die Kaserne aufsucht, zieht sie zu ihrem Onkel nach Frankfurt. 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Dies unterstreicht den befremdlichen Eindruck, den seltsame Dialoge und zuweilen recht merkw\u00fcrdige Gestik der Darsteller weiter unterstreichen. Der Film f\u00fchlt sich manchmal wie ein Theaterst\u00fcck an, den die Texte wirken oft gek\u00fcnstelt vorgetragen und passende Bewegung dazu arrangiert. Dazu wird auf Biegen und Brechen auf Dialekt gesetzt, was sich hier und da arg lachhaft anh\u00f6rt. Die Darsteller an sich waren schon in Ordnung und passten ins Setting &#8211; \u00fcberraschten bei ihrer Wortwahl und Reaktion aber immer mal wieder. Die hier gezeigte nackte Haut hingegen ist heute kein Thema mehr und nicht der weiteren Erw\u00e4hnung wert. Die Handlung ist simpel und streckenweise sehr vorhersehbar gestaltet. Aufgrund der \u00fcberschaubaren Hauptfiguren und wie die Str\u00e4nge zusammenlaufen, blieb eigentlich kein Raum f\u00fcr gro\u00dfe Wendungen und so lief alles eher unspektakul\u00e4r vor sich hin. Richtig schlimm war dies zum Gl\u00fcck nicht, da der Flow ziemlich gut war und die kompakte Laufzeit keine unn\u00f6tigen Nebenschaupl\u00e4tze aufgriff und stets fokussiert blieb. So richtig begeistert war ich von diesem Streifen leider nicht, doch auf der anderen Seite habe ich mich auch nicht wirklich gelangweilt. Schon lange hatte ich &#8220;Frankfurt Kaiserstra\u00dfe&#8221; auf dem Zettel und im Laufe der Jahre viele unterschiedliche Kritiken dazu vernommen. Wir haben hier sicherlich kein Highlight ala Fassbinder vor uns, aber trotzdem einen eigenwilligen Titel mit Charakter und Witz. Wer grunds\u00e4tzlich ein Faible f\u00fcr &#8220;Milieu-Filme&#8221; hat und vielleicht auch mal sein Frankfurt im Rampenlicht sehen m\u00f6chte, kann gerne mal reinschauen. 6\/10 Fotocopyright: Subkultur Entertainment<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":8262,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[11,15],"class_list":["post-8261","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-filmbesprechungen","tag-besprechung","tag-drama"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8261","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=8261"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8261\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8263,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8261\/revisions\/8263"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/8262"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=8261"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=8261"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=8261"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}