{"id":8332,"date":"2021-05-05T17:32:47","date_gmt":"2021-05-05T17:32:47","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.hard-boiled-movies.de\/?p=8332"},"modified":"2021-05-05T17:32:47","modified_gmt":"2021-05-05T17:32:47","slug":"nomadland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=8332","title":{"rendered":"Nomadland"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Tod ihres Mannes und dem Verlust der Arbeit, beginnt f\u00fcr Fern ein neuer Lebensabschnitt. Sie packt die wichtigsten Sachen in ihren Van und f\u00e4hrt ohne Ziel durch das Land. Schnell lernt sie bei Zwischenstopps Gleichgesinnte kennen und die Facetten des &#8220;Nomadenlebens&#8221; beginnen Fern zu faszinieren\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Gerade bei Oscar-pr\u00e4mierten Werken ist das immer so eine Sache. Sicherlich sind es f\u00fcr den Cineasten besonders interessante Titel, aber oftmals tut man sich mit manchen ach so kunstvoll gestalteten Werken schon ein wenig schwer und der Funke springt nicht \u00fcber. Auch bei &#8220;Nomadland&#8221; hatte ich aufgrund seiner Thematik erst so meine Bedenken, doch das erstaunlich leichtg\u00e4ngige Ergebnis hatte durchaus seine eigenwillige Faszination.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Handlung ist eigentlich recht simpel und entsprechend schnell erkl\u00e4rt. Es gibt hier keine Action, keine Effekthascherei, sondern ruhige, aber zugleich unerwartet interessante Einblicke in das Leben moderner Nomaden. Dabei sind die Macher vor allem auf deren Hintergr\u00fcnde eingegangen, die dank realer Vorbilder durchwegs schl\u00fcssig und nachvollziehbar erscheinen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dank seiner &#8211; ich m\u00f6chte sagen &#8211; n\u00fcchternen Aufmachung, wirkt der Film wie eine Dokumentation, die ihren eigenen Rhythmus besitzt. Oftmals etwas tr\u00e4ge, aber irgendwie angenehm melancholisch und hypnotisch. Man gibt dem Betrachter die Gelegenheit, sich ausgiebig mit den Figuren zu besch\u00e4ftigen und sich in sie hineinzudenken. Das klappte bis zu einem gewissen Punkt recht gut und schmerzfrei.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich kann es nicht genau beziffern, doch ab einem gewissen Punkt lie\u00df mein Interesse deutlich nach. Irgendwann schien ich vom Szenario \u00fcbers\u00e4ttigt und f\u00fchlte, dass nichts mehr Neues hinzukam. Der Film verlor seinen sowieso schon schwach leuchtenden, roten Faden und verlie\u00df sich zu sehr auf seine eigenwillige Grundstimmung, die den Zuschauer mittreiben sollte. Bei mir herrschte irgendwann arge Langweile, \u00fcber die selbst die sch\u00f6nsten Naturaufnahmen wenig hinwegtr\u00f6sten konnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Um ehrlich zu sein, h\u00e4tte ich &#8220;Nomadland&#8221; ohne seine Erw\u00e4hnung bei den Oscars wohl kaum mit Beachtung gew\u00fcrdigt. Auf der einen Seite bin ich f\u00fcr die Sichtung &#8211; allein, um als Filmfan mitreden zu k\u00f6nnen &#8211; ja froh, doch auf der anderen Seite h\u00e4tte ich mir den Ausflug auch sparen k\u00f6nnen. Der Streifen mag auf seine Weise nicht schlecht sein, doch die kurzzeitig interessanten Ans\u00e4tze konnten mich dann nicht \u00fcber die komplette Laufzeit hinweg packen. Gro\u00dfes Lob an Frances McDormand und ihre authentischen Kollegen, aber f\u00fcr eine unbedenkliche Empfehlung reicht es aus meiner Sicht trotzdem nicht. Der Film ist sehr speziell &#8211; und das ist schon wieder irgendwo sympathisch.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-larger-font-size\"><strong>5,5\/10<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fotocopyright: Walt Disney<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt Nach dem Tod ihres Mannes und dem Verlust der Arbeit, beginnt f\u00fcr Fern ein neuer Lebensabschnitt. 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Dabei sind die Macher vor allem auf deren Hintergr\u00fcnde eingegangen, die dank realer Vorbilder durchwegs schl\u00fcssig und nachvollziehbar erscheinen. Dank seiner &#8211; ich m\u00f6chte sagen &#8211; n\u00fcchternen Aufmachung, wirkt der Film wie eine Dokumentation, die ihren eigenen Rhythmus besitzt. Oftmals etwas tr\u00e4ge, aber irgendwie angenehm melancholisch und hypnotisch. Man gibt dem Betrachter die Gelegenheit, sich ausgiebig mit den Figuren zu besch\u00e4ftigen und sich in sie hineinzudenken. Das klappte bis zu einem gewissen Punkt recht gut und schmerzfrei. Ich kann es nicht genau beziffern, doch ab einem gewissen Punkt lie\u00df mein Interesse deutlich nach. Irgendwann schien ich vom Szenario \u00fcbers\u00e4ttigt und f\u00fchlte, dass nichts mehr Neues hinzukam. Der Film verlor seinen sowieso schon schwach leuchtenden, roten Faden und verlie\u00df sich zu sehr auf seine eigenwillige Grundstimmung, die den Zuschauer mittreiben sollte. Bei mir herrschte irgendwann arge Langweile, \u00fcber die selbst die sch\u00f6nsten Naturaufnahmen wenig hinwegtr\u00f6sten konnte. Um ehrlich zu sein, h\u00e4tte ich &#8220;Nomadland&#8221; ohne seine Erw\u00e4hnung bei den Oscars wohl kaum mit Beachtung gew\u00fcrdigt. Auf der einen Seite bin ich f\u00fcr die Sichtung &#8211; allein, um als Filmfan mitreden zu k\u00f6nnen &#8211; ja froh, doch auf der anderen Seite h\u00e4tte ich mir den Ausflug auch sparen k\u00f6nnen. Der Streifen mag auf seine Weise nicht schlecht sein, doch die kurzzeitig interessanten Ans\u00e4tze konnten mich dann nicht \u00fcber die komplette Laufzeit hinweg packen. Gro\u00dfes Lob an Frances McDormand und ihre authentischen Kollegen, aber f\u00fcr eine unbedenkliche Empfehlung reicht es aus meiner Sicht trotzdem nicht. 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