{"id":8436,"date":"2021-05-14T18:02:39","date_gmt":"2021-05-14T18:02:39","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.hard-boiled-movies.de\/?p=8436"},"modified":"2021-05-14T18:02:39","modified_gmt":"2021-05-14T18:02:39","slug":"halbe-brueder","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=8436","title":{"rendered":"Halbe Br\u00fcder"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Julian, Yasin und Ademola werden zu einem Notar einberufen. Dieser verk\u00fcndet, dass die vollkommen ungleichen Typen die selbe Mutter besa\u00dfen und somit echte Br\u00fcder sind. Zwar sind sich die neuen Verwandten nicht ganz gr\u00fcn, doch um ans gemeinsame Erbe zu kommen, rauft man sich irgendwie zusammen\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem ich zuletzt bei Prime mal wieder &#8220;<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/wordpress.hard-boiled-movies.de\/?p=8201\" data-type=\"URL\" data-id=\"http:\/\/wordpress.hard-boiled-movies.de\/?p=8201\" target=\"_blank\">Blutzbr\u00fcdaz<\/a>&#8221; gesehen habe, war am gestrigen Abend spontan zum wiederholten male &#8220;Halbe Br\u00fcder&#8221; (diesmal allerdings bei Netflix) an der Reihe. Auch hier \u00fcbernahm Paul &#8220;Sido&#8221; W\u00fcrdig eine tragende Rolle, doch seine erneut \u00e4u\u00dferst charmante Darbietung kaschiert nicht die offenkundigen Schw\u00e4chen des Titels.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Geschichte an sich mag deutlich an den Haaren herbeigezogen sein, doch im Rahmen der guten Unterhaltung gibt es hier keine Abwertung. Hier sollte in erster Linie die gute Laune im Vordergrund stehen, doch das tat sie leider nicht immer.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Humor war speziell und traf nicht immer ins Schwarze. W\u00e4hrend einige Gags echt gelungen waren, wollte man an anderer Stelle lieber im Boden versinken und die Szenen direkt \u00fcberspringen. Zwar brachten ein paar Gaststars gerade hier frischen Wind ins Geschehen, doch ausgerechnet bei diesen Momenten wurde das Fremdsch\u00e4men am h\u00e4ufigsten recht gro\u00df geschrieben. Dies mag bei anderen Werken durchaus zum Konzept geh\u00f6ren, hat hier aber ziemlich gest\u00f6rt.<\/p>\n\n\n\n<p>An und f\u00fcr sich war die Handlung von &#8220;Halbe Br\u00fcder&#8221; n\u00e4mlich ganz sympathisch und gar nicht so so platt, wie bei vielen Konkurrenten aus dem eigenen Land. Sicherlich war vorhersehbar, dass die ungleichen Typen irgendwann zusammenwachsen und ein echtes Team bilden, doch der beschwerliche Weg dorthin absolut interessant &#8211; zumindest in der Theorie. In der Praxis wurden dann so einige Chancen vertan &#8211; was aber nicht nur an den bereits erw\u00e4hnten, eigenwilligen Scherzen lag.<\/p>\n\n\n\n<p>Man versuchte zwar auf die kulturellen Unterschiede der Figuren einzugehen, doch gerade hier f\u00fchlte sich das Potential einfach nicht ausgesch\u00f6pft genug an. Man blieb zu zaghaft, zu oberfl\u00e4chlich und hielt sich mit derben Spr\u00fcchen oder Aktionen zu sehr zur\u00fcck. Sicherlich sollte man das Thema feinf\u00fchlig angehen, aber etwas Spielraum w\u00e4re da garantiert vorhanden gewesen. Hier lag meiner Meinung nach, die gr\u00f6\u00dfte Schw\u00e4che.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit Granaten wie &#8220;Antik\u00f6rper&#8221;, &#8220;Abgeschnitten&#8221; oder &#8220;Dogs of Berlin&#8221; hat sich Christian Alvart in der deutschen Film- und Serien-Landschaft \u00e4u\u00dferst positiv hervorgetan, doch &#8220;Halbe Br\u00fcder&#8221; wollte leider nicht so recht z\u00fcnden. Ich verstehe, dass ein Regisseur auch mal ein anderes Genre probieren m\u00f6chte und man sich auch irgendwie schon von den typischen &#8220;Schwaiger\/Schweigh\u00f6fer-Flie\u00dfbandproduktionen&#8221; abheben konnte, doch unterm Strich mundete das Ergebnis nicht zu hundertprozentig. Da Ergebnis blieb harmlos, stellenweise nervig und am Ende nur bedingt befriedigend. Unterhaltungsfaktor: so lala.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-larger-font-size\"><strong>5,5\/10<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fotocopyright: Universal Pictures Germany GmbH<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt Julian, Yasin und Ademola werden zu einem Notar einberufen. Dieser verk\u00fcndet, dass die vollkommen ungleichen Typen die selbe Mutter besa\u00dfen und somit echte Br\u00fcder sind. Zwar sind sich die neuen Verwandten nicht ganz gr\u00fcn, doch um ans gemeinsame Erbe zu kommen, rauft man sich irgendwie zusammen\u2026 Fazit Nachdem ich zuletzt bei Prime mal wieder &#8220;Blutzbr\u00fcdaz&#8221; gesehen habe, war am gestrigen Abend spontan zum wiederholten male &#8220;Halbe Br\u00fcder&#8221; (diesmal allerdings bei Netflix) an der Reihe. Auch hier \u00fcbernahm Paul &#8220;Sido&#8221; W\u00fcrdig eine tragende Rolle, doch seine erneut \u00e4u\u00dferst charmante Darbietung kaschiert nicht die offenkundigen Schw\u00e4chen des Titels. Die Geschichte an sich mag deutlich an den Haaren herbeigezogen sein, doch im Rahmen der guten Unterhaltung gibt es hier keine Abwertung. Hier sollte in erster Linie die gute Laune im Vordergrund stehen, doch das tat sie leider nicht immer. Der Humor war speziell und traf nicht immer ins Schwarze. W\u00e4hrend einige Gags echt gelungen waren, wollte man an anderer Stelle lieber im Boden versinken und die Szenen direkt \u00fcberspringen. Zwar brachten ein paar Gaststars gerade hier frischen Wind ins Geschehen, doch ausgerechnet bei diesen Momenten wurde das Fremdsch\u00e4men am h\u00e4ufigsten recht gro\u00df geschrieben. Dies mag bei anderen Werken durchaus zum Konzept geh\u00f6ren, hat hier aber ziemlich gest\u00f6rt. An und f\u00fcr sich war die Handlung von &#8220;Halbe Br\u00fcder&#8221; n\u00e4mlich ganz sympathisch und gar nicht so so platt, wie bei vielen Konkurrenten aus dem eigenen Land. Sicherlich war vorhersehbar, dass die ungleichen Typen irgendwann zusammenwachsen und ein echtes Team bilden, doch der beschwerliche Weg dorthin absolut interessant &#8211; zumindest in der Theorie. In der Praxis wurden dann so einige Chancen vertan &#8211; was aber nicht nur an den bereits erw\u00e4hnten, eigenwilligen Scherzen lag. Man versuchte zwar auf die kulturellen Unterschiede der Figuren einzugehen, doch gerade hier f\u00fchlte sich das Potential einfach nicht ausgesch\u00f6pft genug an. Man blieb zu zaghaft, zu oberfl\u00e4chlich und hielt sich mit derben Spr\u00fcchen oder Aktionen zu sehr zur\u00fcck. Sicherlich sollte man das Thema feinf\u00fchlig angehen, aber etwas Spielraum w\u00e4re da garantiert vorhanden gewesen. Hier lag meiner Meinung nach, die gr\u00f6\u00dfte Schw\u00e4che. 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