{"id":9621,"date":"2021-08-03T16:54:21","date_gmt":"2021-08-03T16:54:21","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.hard-boiled-movies.de\/?p=9621"},"modified":"2021-08-03T16:54:21","modified_gmt":"2021-08-03T16:54:21","slug":"scheinwelt-vergangenheit-endet-nie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=9621","title":{"rendered":"Scheinwelt &#8211; Vergangenheit endet nie"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem versehentlichen Mord an ihrem Freund muss eine junge Dame f\u00fcr l\u00e4ngere Zeit hinter Gitter und sieht ihre Tochter nur etappenweise aufwachsen. Als sie dann endlich entlassen wird, soll ein neues Leben beginnen &#8211; doch die Schatten der Vergangenheit sind Allgegenw\u00e4rtig\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>&#8220;Scheinwelt&#8221; ist keine leichte Kost. Die Inszenierung ist stellenweise etwas sperrig und seine realistische Machart geht zuweilen recht nah. Es wird gezeigt, wie Leichtsinnigkeit ein Leben versauen kann und wie schwer aus Teufelskreisen herauszukommen ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Besonders die junge Hauptdarstellerin (Silje Salomonsen) hat ihre Sache eindrucksvoll erledigt und ordentlich zum Mitfiebern animiert. Da war es umso trauriger, dass die deutsche Synchronisation bestenfalls mittelpr\u00e4chtig erschien und die gebotenen Emotionen schon ein wenig abschw\u00e4chten. Die Geschichte war n\u00e4mlich angenehm ruhig und beschaulich erz\u00e4hlt, wirkte durch seine Figuren sehr authentisch und greifbar &#8211; die Lokalisation riss da leider immer mal wieder aus der sch\u00f6nen Immersion.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit rund 90 Minuten war das Werk weder zu lang, noch zu kurz. Es passierte zwar manchmal relativ wenig auf dem Schirm, doch so konnte sich eine fast schon hypnotische Wirkung prima entfalten. Der Streifen lebte von einer eigenwilligen, angenehm d\u00fcsteren Grundstimmung und spornte so zum Weiterschauen an. Im letzten Dritte bef\u00fcrchtete ich ein \u00dcberschlagen der Ereignisse, doch die Macher blieben der bisherigen Gangart treu und bremsten die wilderen Gedankeng\u00e4nge wieder aus. Am Ende tat es dem Realismus nur gut und war die richtige Entscheidung.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr mal eben Zwischendurch ist &#8220;Scheinwelt&#8221; wegen seiner Thematik und seiner beh\u00e4bigen Gangart sicherlich nicht geeignet. Er fordert Zeit und Konzentration, belohnt daf\u00fcr mit einem glaubhaften Portrait eines tragischen Lebens &#8211; bei dem eine falsche Entscheidung bzw. ein kurzer Moment alles zerst\u00f6rte. Eindringlich, kleinlaut und auf seine Weise fesselnd. Nichts f\u00fcr Jedermann, aber durchaus lohnenswert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-larger-font-size\"><strong>7\/10<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fotocopyright: Lighthouse Home Entertainment<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt Nach dem versehentlichen Mord an ihrem Freund muss eine junge Dame f\u00fcr l\u00e4ngere Zeit hinter Gitter und sieht ihre Tochter nur etappenweise aufwachsen. Als sie dann endlich entlassen wird, soll ein neues Leben beginnen &#8211; doch die Schatten der Vergangenheit sind Allgegenw\u00e4rtig\u2026 Fazit &#8220;Scheinwelt&#8221; ist keine leichte Kost. Die Inszenierung ist stellenweise etwas sperrig und seine realistische Machart geht zuweilen recht nah. Es wird gezeigt, wie Leichtsinnigkeit ein Leben versauen kann und wie schwer aus Teufelskreisen herauszukommen ist. Besonders die junge Hauptdarstellerin (Silje Salomonsen) hat ihre Sache eindrucksvoll erledigt und ordentlich zum Mitfiebern animiert. Da war es umso trauriger, dass die deutsche Synchronisation bestenfalls mittelpr\u00e4chtig erschien und die gebotenen Emotionen schon ein wenig abschw\u00e4chten. Die Geschichte war n\u00e4mlich angenehm ruhig und beschaulich erz\u00e4hlt, wirkte durch seine Figuren sehr authentisch und greifbar &#8211; die Lokalisation riss da leider immer mal wieder aus der sch\u00f6nen Immersion. Mit rund 90 Minuten war das Werk weder zu lang, noch zu kurz. Es passierte zwar manchmal relativ wenig auf dem Schirm, doch so konnte sich eine fast schon hypnotische Wirkung prima entfalten. Der Streifen lebte von einer eigenwilligen, angenehm d\u00fcsteren Grundstimmung und spornte so zum Weiterschauen an. Im letzten Dritte bef\u00fcrchtete ich ein \u00dcberschlagen der Ereignisse, doch die Macher blieben der bisherigen Gangart treu und bremsten die wilderen Gedankeng\u00e4nge wieder aus. Am Ende tat es dem Realismus nur gut und war die richtige Entscheidung. 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