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Die USA in den 1970iger Jahren. Eine junge Familie wird vor eine kuriose Entscheidung gestellt. Ein Unbekannter überbringt ihnen eine mysteriöse Box mit einem roten Knopf darauf. Sollte dieser Knopf betätigt werden, stirbt irgendwo auf der Welt ein Mensch, doch im Gegenzug hierfür erhält man sofort eine Millionen Dollar…

Fazit

„The Box“ ist einer jener Filme, die schwer greifbar und somit eigentlich auch schwierig zu bewerten sind. Quasi in den aller letzten Filmsekunden ist der vermeintliche Groschen gefallen, doch noch während des Abspannes haderte man mit seiner Einstufung.

Die abgedrehte Prämisse verlieh dem Streifen eine unglaubliche Spannung, wurde ihm erzählerisch aber auch etwas zum Verhängnis. Man spürte früh, dass wohl nicht alle Fragen mit Logik beantwortet werden und entsprechend lief den Machern irgendwann die Zeit davon, Fragezeichnen türmten sich auf.

Die Kernaussage war im Grunde nicht verkehrt, wurde aber vielleicht einen Ticken zu kompliziert an den Zuschauer gebracht und man wäre mit einer einfacheren Darstellung besser bedient gewesen. Wie dem aber auch sei, vor allem die sympathischen Darsteller trugen das undurchsichtige Spiel und legten eine gute Leistung an den Tag.

Während Diaz und Marsden ein glaubwürdiges Ehepaar präsentierten, sorgte ein gewohnt markanter Frank Langella für leichte Schauer. Ihm sind solche Rollen auf den Leib geschneidert und er verlieh dem Ganzen einen gewissen Stil. Die ruhige Inszenierung rundete das düstere Gesamtbild wunderbar ab, der unauffällige Soundtrack trug seinen Teil zum Gelingen bei.

Wer nicht großartig nach Logik fragt und sich schmerzfrei in einer bizarren Geschichte fallen lassen kann, liegt bei diesem Titel nicht unbedingt verkehrt. Am Ende war ich zwar ein wenig ernüchtert, doch ehrlicherweise wurde ich während des Schauens durchwegs passabel bei Laune gehalten und habe nur selten auf die Uhr geschaut. Unterm Strich also ein solider Streifen mit zumindest interessanten Ansatzpunkten – der im besten Fall einfach schnell wieder vergessen ist und (wie in meinem Fall) in ein paar Jahren nochmal erwartungsvoll geschaut werden kann.

Fotocopyright: Constantin Film (Universal Pictures)