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Schlagwort: Thriller (Seite 1 von 107)

Die Vergessenen

Inhalt

Vor Monaten hat Alice ihren Sohn bei einem Flugzeugabsturz verloren und seitdem befindet sie sich in tiefer Trauer. Sie geht regelmäßig zur Therapie, doch die Stunden mit dem engagierten Doc helfen nur bedingt weiter. Physisch baut sie immer mehr ab, vergisst kleinere Dinge und scheint völlig neben sich zu stehen. Es geht sogar so weit, dass ihre Umgebung daran zweifelt, dass sie wirklich mal ein Kind gehabt hätte…

Fazit

Ich habe es schon bei einem letzten Review geschrieben und kann mich an dieser Stelle einfach nur wiederholen. Manchmal lohnt sich ein Blick in die Mediatheken, um entweder interessante Fernsehbeiträge – oder wie in diesem Fall – vergleichsweise rare Filme (ohne Veröffentlichung auf Blu-Ray) zu finden. „Die Vergessenen“ befand sich jedenfalls schon länger auf meiner „Re-Watch“-Liste und zwischen diversen Fußballspielen der aktuellen Europameisterschaft habe ich endlich eine erneute Sichtung geschafft.

Noch immer gefiel die interessante Grundprämisse, die uns vor große Rätsel stellt und bereits nach wenigen Minuten gekonnt an den Bildschirm fesselt. Julianne Moore agierte dabei wirklich herausragend und brachte uns in ihrer wahnsinnigen Verzweiflung ordentlich zum Mitfiebern. Der Spannungsaufbau war dabei sehr gelungen, zog uns bis zum bitteren Ende kräftig in das Geschehen hinein und ließ uns auch sehr schön mit eigene Theorien spielen.

Über das Finale bzw. die Auflösung (keine Spoiler!) lässt sich streiten. Irgendwie mussten die ungewöhnlichen Ereignisse zu Ende gebracht und auch halbwegs schlüssig erklärt werden – jedoch befand man sich irgendwann in einer Sackgasse und kam da nicht mehr so einfach (und ohne übernatürliche Begründung) heraus. Das war schade, aber ab einem gewissen Punkt irgendwo absehbar.

„Die Vergessenen“ war ein kurzer, aber spannender Thriller, der in seinen starken Momenten an eine gute Folge von Akte X erinnerte und sich mit einem zu simpel gestrickten Finale aus seiner verzwickten Handlung herausgekauft hat. Das mag ein wenig sauer aufstoßen, dennoch war durchwegs ein gewisser Unterhaltungswert vorhanden und gerne hat man sich auf diese Dinge eingelassen. Letztlich kein megaguter, doch über weite Teile dennoch sehenswerter Film für alle Mystery-Freunde.

Fotocopyright: Sony

Angriff aus der Tiefe

Inhalt

Eine angehende Meeresbiologin heuert zur Vertiefung ihrer Praxiserfahrung auf einem Schiffskutter an und unterstützt die Crew nach allen Kräften. Als das Boot auf hoher See plötzlich stehen bleibt, gehen sie der Sache natürlich auf den Grund und müssen schon bald feststellen, wer oder was für den Stopp der Maschinen verantwortlich ist…

Fazit

Eher selten bin ich in den Mediatheken unterwegs, aber manchmal kann man dabei auch kleine Perlen finden. „Angriff aus der Tiefe“ klang zumindest beim ersten Überfliegen der Inhaltsangabe noch recht verlockend und begann durchaus solide, dümpelte dann aber irgendwann ziemlich uninteressant vor sich hin.

Am Anfang hat der Titel noch an Klassiker wie „Das Ding“ von Horrormeister Carpenter erinnert, doch mehr als eine diesbezüglich gut gemeinte Hommage ist es am Ende dann leider nicht geworden. Die Geschichte besaß durchaus kleinere Spannungsspitzen, war aber gesamt betrachtet eher etwas schleppend und zu wenig mitreißend erzählt worden.

Hoch rechne ich den Machern die durchaus realistische Herangehensweise an die Thematik an. Der Film geht die Dinge eher nüchtern und mit wenig Effekthascherei an – was ihn vielleicht auch hierdurch nicht ganz so kurzweilig wie manch Mitbewerber auftreten ließ. Das Ganze erinnerte eher an eine durchschnittliche Folge von Akte X, denn einen „lauteren“ Creature-Horror und so saß man am Ende ein wenig zwischen den Stühlen.

Die ruhige Erzählweise sorgte für eine nette Immersion, der langatmige Verlauf hingegen für schleppende Unterhaltung. Schade, denn die Darsteller wirkten wie aus dem Leben gegriffen und handelten weitestgehend nachvollziehbar, fügten sich prima in das authentisch angelegte Szenario ein.

Immerhin optisch hatte der Streifen Einiges auf dem Kasten. Das Setting auf hoher See kam mit hochwertigen Bildern und Kameraeinstellungen sehr hübsch rüber und die (kleinen) Effekte waren einwandfrei. Die Immersion war hierdurch schon sehr gut, die Atmosphäre stellenweise durchaus dicht.

„Angriff aus Tiefe“ hatte Potential, scheiterte dann aber vielleicht auch ein wenig an seinem Budget. Obwohl der Titel einen ansprechenden Look und schöne Effekte vorzuweisen hatte, wäre hier noch mehr drin gewesen und so hätte man sich besser an vermeintlichen Vorbildern angleichen können. So bleibt unterm Strich ein passables Fernsehevent für Zwischendurch – aber Nichts, was man jetzt unbedingt auf Scheibe in der Sammlung haben müsste.

Fotocopyright: 3sat

Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten

Inhalt

Bestsellerautorin Joan Wilder verschlägt es aus New York ins ferne Kolumbien, wo ihre Schwester gehörig in der Patsche steckt. Sie soll ihren Entführern eine Karte überreichen, doch erlebt auf den Weg zu diesen finsteren Kerlen schon ein wildes Abenteuer nach dem Anderen…

Fazit

Neben „Krieg der Sterne“, „Indiana Jones“ oder „Krull“ gehört dieser Film zu den Titeln, die mich seit frühster Kindheit auf Videokassette begleitet haben und hierdurch ist mein Blick darauf vielleicht auch ein wenig gefärbt. Nach heutigen Maßstäben mag das Teil sicherlich ein wenig angestaubt wirken, doch für mich besaß die Sichtung am gestrigen Abend noch jede Menge an Charme und versetzte mich an die Tage als Kind vor dem kleinen Fernseher zurück.

Hier mag ich die entschleunigte und dennoch keineswegs langweilige Erzählweise und vor allem die gelungene Mischung aus Romanze, Komödie und ein wenig Action. Alle Bestandteile hielten sich gut die Waage und sorgten für ein entspanntes Schauen, bei dem die Lachmuskeln immer mal wieder in kleineren Portionen angeregt wurden.

Die Geschichte war simpel gestrickt und erinnerte spürbar an ein Märchen – was im Zusammenspiel mit unserer Kitsch-Autoren ja auch ein stimmiges Gesamtbild ergab und für zusätzlichen Witz sorgte. Überhaupt haben die Darsteller aber auch prima miteinander harmoniert und waren selten besser. Turner und Douglas gaben ein tolles Pärchen ab, während Nebenfiguren wie Danny DeVito für zusätzliches Vergnügen sorgten.

Der Film stand aus den 80igern und das sieht man im zu jeder Sekunde an – was ich allerdings keineswegs als Negativ ankreiden, sondern als positives Merkmal hervorstellen möchte. Der leicht schmuddelige Look war super, Kostüme und Aufmachung (Douglas teil zum Schreien komisch) der Figuren weckten wohlige Erinnerungen. Ich glaube auch nur so konnte die krude Handlung überhaupt richtig funktionieren und einige Gags wären anders gar nicht machbar gewesen.

Wer auf Filme aus der Epoche steht, wird mit diesem Titel sicherlich seinen Spaß haben. Ausstattung, Inszenierung, Figuren und Humor spiegeln die damalige Kultur auf spaßige Weise wieder und man konnte sich prima in diesem Abenteuer fallen lassen. Natürlich spielen Klassiker wie „Indy“ in einer völlig anderen Liga, aber eine Empfehlung für die familientaugliche (und vor allem etwas romantischere) Unterhaltung geht auf jeden Fall raus. Robert Zemeckis hatte hier schon früh ordentlich abgeliefert.

Fotocopyright: Walt Disney / LEONINE

The Boy next Door

Inhalt

Claire ist Lehrerin, hübsch und alleinerziehend. Als der Enkel des Nachbarn gegenüber einzieht, sieht sie zunächst noch kein Problem mit dem jungen Mann. Er freundet sich rasch mit ihren Sohn an, ist im Haushalt behilflich und darüber hinaus sehr umgänglich. Als sie sich in einer schwachen Minute jedoch auf einen One-Night-Stand mit ihm einlässt, beginnt der große Ärger…

Fazit

Von seiner Story her, gab sich „The Boy next Door“ schon bei seinem damaligen Release nicht unbedingt originell oder unvorhersehbar. Vielmehr lebte der Streifen von seiner hübschen Hauptdarstellerin und soliden Inszenierung, was auch ihm auch letztlich heute noch gut anschaubar macht.

Die Handlung gab es zumindest in ähnlicher Form von dutzende Male und Regisseur Rob Cohen ließ sich auf seinem Weg zum unausweichlichen Showdown auch nicht beirren. Der Film verläuft genau so, wie man es bereits früh erahnen kann und schlägt bei seinen überschaubaren 90 Minuten keine Haken. Immerhin baut sich der Spannungsbogen halbwegs nachvollziehbar und vor allem trotzdem noch sehr unterhaltsam auf. Man konnte den Dingen gut folgen und sich problemlos in die Köpfe unserer toll miteinander harmonierenden Darsteller hineindenken.

Im Verlauf gab es ein paar kleinere Ungereimtheiten und ein ziemliches überzogenes Finale, was im Sinne der Kurzweil wohl einfach mal geschluckt und nicht hinterfragt werden sollte. Beispielsweise war mir die Figur des Noah zuweilen etwas unausgegoren dargestellt (irgendwie sehr klug und dennoch so wild) und einige Passagen litten unter ihrer Glaubwürdigkeit bzw. wurden auch gar nicht im Detail (das hätte mal interessiert) dargestellt. Der Nachbarsjunge war nicht nur schlau, sondern anscheinend auch megastark – wobei er sich dann vergleichsweise mühelos von J-Lo verprügeln ließ.

„The Boy next Door“ ist solide Unterhaltung für Zwischendurch. Trotz abgedroschener Story halbwegs packend und auf jeden Fall auch kurzweilig. Da es sich hier eindeutig um einen filmischen „Snack“ handelt, möchte man einige Auffälligkeiten dann auch nicht weiter hinterfragen und am Ende gibt es eine kleine Empfehlung für Genrefreunde.

Fotocopyright: Universal Pictures Germany GmbH

Your Lucky Day – Das große Los

Inhalt

Während sich ein abgewrackter Kleinkrimineller in einem Kiosk aufhält, erfährt er von einem Lotteriegewinn eines anderen Besuchers. Daraufhin brennen bei ihm alle Sicherungen durch und er nimmt die anwesenden Personen als Geisel und fordert die Herausgabe es Glücksloses…

Fazit

Gut gedacht und zumindest auch im ersten Drittel recht passabel umgesetzt. „Your Lucky Day“ bot eine interessante Prämisse, die recht stark begann und dann zum Ende hin leider ein wenig abgebaut hat. Waren die Ereignisse zunächst noch recht glaubwürdig aufgebaut, hat man sich mit laufender Spielzeit spürbar von diesen lobenswerten Ansätzen entfernt und das Ganze leicht ins Absurde getrieben.

Eine Zeitlang konnte man sich problemlos in die Köpfe aller Beteiligten hineindenken und deren Motive durchaus verstehen. Man ertappte sich selbst bei der Überlegung, wie man in solch einer verzwickten Situation wohl handeln würde und ging in Gedanken ein paar mögliche Szenarien durch. Irgendwann kam bei diesem Titel allerdings der Punkt, wo es (wohl zugunsten der Unterhaltung) ein wenig fantasiereicher zuging und tüchtig an der allgemeinen Glaubwürdigkeit gesägt wurde.

Das Geschehen brach dann zwar erzählerisch nicht völlig ein, wurde aber zunehmend belangloser und begann ein wenig vor sich hin zu plätschern. Plötzlich schwand die Identifikation mit den Figuren und deren Schicksale wurden immer belangloser. Schade, denn eigentlich waren die überschaubaren Charaktere gut besetzt und die Darsteller gaben sich absolut bemüht.

Die Inszenierung war grundsätzlich hochwertig, besaß aber eher den Look eines gehobenen Fernsehfilms, statt eines großen Blockbusters. Die Optik wirkte sehr kühl und die Aufnahmen hätten aus einem Smartphone stammen können. Der Soundtrack blieb dezent im Hintergrund, die deutsche Vertonung war leider nur auf mittelmäßigen Niveau.

„Your Lucky Day“ hätte ein echt guter Thriller werden können, aber stand sich irgendwann selbst ein bisschen im Weg. Genrefreunde können zwar einen Blick wagen, jedoch würde ich zu einer Ausstrahlung bei einem präferierten Streamingdienst warten und keine großartige Kohle dafür auf den Ladentisch legen.

Fotocopyright: Tiberius Film

Paranoia – Riskantes Spiel

Inhalt

Adam Cassidy träumt von einem erfolgreichen Leben, in dem er endlich aus seinem Brooklyn ausbrechen und die Rechnungen des kranken Vaters problemlos bezahlen kann. Nach einem verlorenen Pitch ist der junge Mann zunächst niedergeschlagen, doch kurze Zeit später erhält er dennoch ein unmoralisches Angebot vom Konzern: er soll bei der Konkurrenz anheuern und deren Technologien ausspähen…

Fazit

Für gute Thriller bin ich eigentlich immer zu haben und bei „Paranoia“ hat man da grundsätzlich auch nichts verkehrt gemacht. Der Film besaß eine solide Geschichte, die unterhaltsam und streckenweise wirklich spannend umgesetzt wurde – und vor allem mit einem recht beachtlichen Cast daher kam.

Während über weite Teile natürlich der junge Liam Hemsworth im Fokus stand, erfreute mich die tolle Performance von Gary Oldman aber umso mehr. Er verkörperte den bitterbösen Konzernchef mit Hingabe und sorgte stellenweise fast für Gänsehaut und selbst ein weiteres Urgestein wie Harrison Ford musste sich dieser Darbietung unterwerfen.

Das Pacing war gelungen. Obwohl der Streifen überwiegend ruhig gestaltet war, wurde es nie langweilig. Findige Dialoge und kleinere Spannungsspitzen luden die Atmosphäre immer wieder angenehm auf und ließen uns nie den roten Faden verlieren. Überhaupt konnte man den Ereignissen jederzeit gut folgen und die dargestellten Technologien waren nicht vollends aus der Luft gegriffen – so vereinfacht sie auch für die breite Maße dargestellt wurden.

„Paranoia“ war eine durch und durch solide Angelegenheit, die Genrefreunde garantiert zufriedenstellen wird. Es gab zwar keine echten Highlights, aber auch keinerlei nennenswerte Durchhänger. Alles befand sich auf einem hohen und absolut sehenswerten Niveau, auch wenn viele Details nach kurzer Zeit wohl wieder vergessen sind. Von mir gibts eine Empfehlung!

Fotocopyright: Studiocanal

Doomsday – Tag der Rache

Inhalt

Eine schlimme Seuche hat die britische Regierung zu drastischen Maßnahmen greifen lassen. Die obere Hälfte des Landes wurde mit einer Mauer abgetrennt und die Einwohner ihrem tragischen Schicksal überlassen. Das Problem schien behoben, der Virus eingedämmt. Jahre später jedoch gibt es in der Hauptstadt erste Anzeichen für einen neuen Ausbruch und die Blicke gehen in den isolierten Norden. Laut Drohnenaufnahmen gibt es dort ein paar Überlebende – und möglicherweise auch ein Impfstoff zur Rettung der aktuellen Gefährdungslage…

Fazit

Schon bei seiner damaligen Veröffentlichung war „Doomsday“ ein echtes Brett und selbst nach einer realen Epidemie hat der Streifen nichts von seiner Faszination und interessanten Zukunftsvision eingebüßt.

Bereits ab der ersten Minute wird eine tolle Spannungskurve aufgebaut. Ein Gänsehaut-erregender Sprecher führt uns in die Ereignisse ein und ein paar wirklich gut gemachte Aufnahmen lassen uns problemlos im Geschehen versinken. Die Optik war dabei hochwertig und erinnerte eher an teure Blockbuster, den eine einstige Direct-to-Video-Produktion.

Der Film besaß ein außerordentlich gutes Pacing und ließ keine Langeweile aufkeimen. Zwar wurde es nach einen aufregenden Start wieder etwas ruhiger, doch hat man diese Passagen für ein stimmiges Storytelling und den Aufbau einer grandiosen Atmosphäre genutzt. Sicherlich mag das Setting insgesamt etwas übertrieben, teils annähernd trashig erscheinen – doch macht dies vielleicht auch gerade den größten Reiz an dieser Produktion aus.

Die Action ist richtig gut choreografiert und ließ kein Auge trocken. Hie ließ man ordentlich die Fetzen (oder Körperteile) fliegen und lieferte eine sehenswerte Stuntshow nach der nächsten. Scheinbar wurden viele Effekte noch mühevoll per Hand generiert – weshalb das Treiben so stimmig und noch immer nicht angestaubt daher kommt.

Die Darsteller haben ihre Sache im gegebenen Rahmen sehr gut gemacht und gaben keinen Grund zur Klage. Vor allem die bezaubernde Rhona Mitra hat sich als „Heldin“ prima geschlagen und sah sich teils herrlich verrückten Bösewichtern gegenüber. Der kleine Gastauftritt von Bob Hoskins war ebenfalls ein Lichtblick und machte Laune.

„Doomsday“ gelang der Spagat aus halbwegs glaubhaften Endzeitszenario, einem Hauch von Trash, cooler Action und durchgängiger Unterhaltung auf hohem Niveau. Der Titel macht von Anfang bis Ende riesigen Spaß und sei allen Fans von „Mad Max“, „Der Klapperschlange“ und Konsorten wärmstens an Herz gelegt. Achtet allerdings darauf, dass Ihr idealerweise direkt zur ungeschnittenen Fassung greift. Die „normale“ deutsche FSK18 Blu-Ray ist nämlich in einigen Szenen spürbar entschärft worden – und schließlich ist der Splatter-Faktor ein essentieller Bestandteil dieses kurzweiligen Endzeit-Events.

Fotocopyright: Concorde Video

Die Entführung der U-Bahn Pelham 123

Inhalt

Bewaffnete Männer stürmen die U-Bahn 123 und nehmen die Passagiere und Personal als Geisel. Per Funk teilen sie dem Fahrdienstleiter Zachary Garber ihre Forderungen mit. Zwar möchte sich das FBI dem Fall annehmen, doch die Terroristen sind nur zu Gesprächen mit Garber bereit…

Fazit

Bereits mehrere Male habe ich mir diesen Film angeschaut und wurde jedes Mal auf Neues sehr gut dabei unterhalten. Weder seine Handlung, noch seine bekannten Darsteller stachen dabei übermäßig heraus, doch der äußerst solide Unterhaltungswert sprach stets dabei für sich.

Auch wenn der Streifen nur selten auf vollen Touren lief, behielt er stets ein angenehmes Tempo bei und wurde nie langweilig. Die Mischung aus Dialog und Action war gut ausgelotet und ließ keinen Part zu sehr Überhand nehmen.

Obwohl die Charaktere (insbesondere Travolta) etwas überzeichnet angelegt wurden, konnte man ihre Motivationen verstehen und greifen. Man konnte sich in deren Köpfe hineindenken und durchaus ein wenig um den Ausgang der Handlung mit ihnen fiebern – auch wenn manche Passagen schon ein wenig vorschaubar angelegt waren.s

Das Zusammenspiel von Travolta und Washington war sehenswert, auch wenn Beide in anderen Filmen für sich durchaus besser performt haben. Sie waren trotzdem eine kleine Klasse für sich und ergänzten sich prima. Der Rest wurde mit weitestgehend symphytischen Nebenfiguren (u. A. James Gandolfini als nerviger Bürgermeister) ausgezeichnet besetzt.

Da ich das Original („Stoppt die Todesfahrt der U-Bahn 123“) schon lange nicht mehr gesehen habe, fällt mir ein direkter Vergleich sehr schwer. Fakt ist aber, dass diese moderne Adaption des Themas durchaus gelungen und als absolut runde Sache anzusehen ist. Gute Darsteller, ein hoher Spannungsbogen und fortwährende Kurzweil sorgen für eine Empfehlung.

Fotocopyright: Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH

22 Bullets

Inhalt

Ein ranghoher Unterweltboss wird mit 22 Kugeln in einem Parkhaus niedergeschossen und überlebt diese Tat wie durch ein Wunder. Er scharrt seine treusten Untergebenen um sich und möchte dem Attentat schnellstmöglich auf den Grund gehen. Es dauert jedoch nicht lange, bis die Spur zu den ehemals besten Freunden führt…

Fazit

Jean Reno ist einfach eine Wucht und verkörpert jede noch so schwierig angelegte Persönlichkeit mit ordentlich Charakter und Charisma. Ähnlich wie bei „Leon – Der Profi“ spielt er hier wieder eine Figur jenseits des Gesetzes, doch abermals schafft er es gewisse Emotionen zu wecken und mit seinem tragischen Schicksal mitzufiebern.

Der Film wirkt zunächst etwas zerfahren, präsentierte uns viele Gesichter und erklärte zunächst recht wenig. Wir müssen uns schon selbst in die Geschehnisse einarbeiten, erhalten alsbald aber einen spürbaren roten Faden und standen nicht mehr völlig orientierungslos da.

Das Pacing war trotz holprigen Start aber jederzeit sehr gut und ließ in den zwei Stunden Filmverlauf keine Langeweile aufkeimen. Hat man erst einmal verstanden, wer auf welcher Seite steht und welche Ziele hier jeweils verfolgt werden, war das Folgen und Abtauchen absolut kein Problem mehr, der Spannungsbogen entfaltete sich einwandfrei.

Auch bei diesem Werk haben die Franzosen wieder ein Gespür für eine tolle Inszenierung bewiesen. Ein Hochglanzoptik, gepaart mit sehenswerten Schauplätzen, tollen Kamerafahrten und grandios gemachter Actionszenen sorgten fortwährend für gute Laune. Nichts muss sich hier hinter großen Blockbustern aus Hollywood verstecken.

„22 Bullets“ erfand das Rad nicht neu, überraschte nach kurzer Eingewöhnung auch nicht mit einer bis dato nie erlebten Geschichte, unterhielt aber dennoch bis zur letzten Minute recht gut. Wer europäische Thriller mag, macht hier garantiert Nichts verkehrt und darf auf jeden Fall mal reinschauen.

Fotocopyright: Sony Pictures Home Entertainment

Be my Slave 2 + 3

Inhalt

Nach den turbulenten Erfahrungen aus der Vergangenheit, hat sich die Persönlichkeit von Meguro stark verändert. Er sucht sich neben seiner Verlobten auch andere Frauen für die Befriedigung seiner Lüste und begibt sich dabei auf dünnes Eis…

Fazit

Bei Filmen wie diesen sei mir verziehen, dass ich direkt 2 Fliegen mit einer Klappe erschlagen und ein gemeinsames Fazit ziehen möchte. Hatte der erste Teil noch eine gewisse Eigenständigkeit, so fühlten sich dessen Nachfolger komplett am Stück durchinszeniert und somit wie ein einziger Teil an. Vermutlich konnte man mit dem Erstling einen gewissen Erfolg einfahren, so dass mehrere Fortführungen (wie wir es auch aus Hollywood kennen) dann bereits beschlossene Sache waren und an einen Stück durchproduziert wurden.

Die Handlung der Streifen geht nahtlos ineinander über und knüpfen unmittelbar an den gemeinsamen Vorgänger an. Die Figur von Meguro hat sich erwartungsgemäß weiterentwickelt und seine Aktionen waren (im gebotenen Rahmen) weitestgehend schmerzfrei nachvollziehbar und konsequent. Die hochwertige Inszenierung erlaube bei beiden Teilen ein problemloes Abtauchen und hielt den Niveaupegel dabei vergleichsweise hoch. Die Aufnahmen wirkten erotisch und keineswegs schmuddelig, auch wenn es schon ein wenig derber als bei den Filmumsetzung von „50 Shades“ zuging.

Großes Manko war wieder einmal die deutsche Vertonung. Die Darsteller wirkten durch monotone Stimmen und komisches Gestöhne zuweilen unfreiwillig komisch – was dem Streifen vielleicht aber auch zu Gute kam. So nahm sich das Geschehen eigentlich nie zu ernst und erntete auf akustischer Seite ein paar kleinere Lacher. Hin und wieder kam es mir sogar vor, als wären einzelne Sprecher für mehrere Figuren zuständig gewesen – oder gar keine KI hätte einige Textzeilen mit entsprechender Betonung vorgelesen.

Die „Be my Slave“-Reihe ist ein Ding für Fans, aber auf ihre Weise gar nicht mal so schlecht. Klar wirken viele Elemente (nicht zuletzt wegen ihrer mittelprächtigen Lokalisation) ein wenig trashig, doch ein gewisser Unterhaltungswert ist dabei keineswegs von der Hand zu weißen. Ich weiß nicht, ob ich mir die Streifen alleine anschauen könnte, doch für ein paar gemeinsame Schmutzler mit der Partnerin taugten sie ganz gut. Unterm Strich also eine passable Alternative zur bekannten Reihe von E. L. James, aber eben trotzdem eher etwas für Genreliebhaber.

Fotocopyright: Busch Media Group

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