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Schlagwort: Besprechung (Seite 1 von 186)

RELEASE: Peninsula im Mediabook

Nach dem tollen Release von „Train to Busan“ (Link) ist nun auch dessen gelungene Fortsetzung ebenfalls mit einem aufwendigen Mediabook beglückt worden.

Unsere Freunde von mediabook.shop haben erneut weder Kosten noch Mühen gescheut und ein wunderhübsch gestaltetes Cover mitsamt informativem Booklet und kleinem Comic abgeliefert.

Der Film selbst kommt als normale Blu-Ray und sogar im 4k-Format daher, bietet eine ausgezeichnete Bild- und Tonqualität, die keine Wunsche offen lässt.

Weitere Infos zum Release findet Ihr auf der Seite des Anbieters (Link*) und natürlich auch eine Möglichkeit zur Bestellung (Link*).

(*externe Links, keine Haftung)

Selbstredend solltet Ihr euch bei Interesse beeilen – die unterschiedlichen Mediabooks wurden erneut auf nur 250 Stück pro Cover limitiert!


Hier noch ein paar Eindrücke von der genialen Veröffentlichung:

Fotocopyright: hard-boiled-movies.de

Vielen Dank für die Bereitstellung des Samples an Alpha Film bzw. mediaboop.shop!

Halbe Brüder

Inhalt

Drei völlig ungleiche Typen erfahren, dass sie eine gemeinsame Mutter haben und diese ihnen ein ordentliches Erbe hinterlassen hat. Um dieses Erbe jedoch zu erhalten, müssen sie eine Reise quer durch das Land und zu ihren jeweiligen echten Vätern absolvieren…

Fazit

Normalerweise sind wir von Christian Alvart (u.A. Antikörper, Abgeschnitten) völlig andere Kaliber gewöhnt, doch mit „Halbe Brüder“ hat sich unser Schocker-Experte für eine leichtgängige Komödie entschieden – die trotz vieler Klischees und Vorhersehbarkeiten am Ende dennoch ganz prima bei Laune hielt.

Die Grundprämisse erfand das Rad trotz aller Witzigkeit nicht unbedingt neu, bot aber dennoch einen schönen Rahmen für die Ereignisse innerhalb der nächsten knappen zwei Stunden. Da die Chemie zwischen den ungleichen Darstellern so prima funktioniert hat und immer Anlass für großartige Gags gab, war schnell manch kleiner Haken im Storytelling vergessen.

Die episodenhaft aufgebauten Geschichten schwankten etwas von ihrer Qualität, hielten aber allesamt ein unterhaltsames Niveau und boten viel Kurzweil. Es wurde eigentlich nie langweilig und der rote Faden ging nie verloren. Zwar wirkten die Brücken innerhalb der Handlungsstränge manchmal ein wenig unglaubwürdig konstruiert, doch zu Gunsten der allgemeinen Unterhaltung nahm man dies ohne größere Aufreger in Kauf.

Der Cast hielt nicht nur bei seinen prominenten Gastauftritten bei Laune, überzeugte auch so mit wirklich gutem Spiel der Hauptfiguren. Wie bereits erwähnt hat die Chemie zwischen Würdig, Yardim und Teclebrhan absolut gepasst – sie haben aber auch schauspielerisch überraschend sehenswert abgeliefert. Ob in witzigen oder nachdenklichen Momenten – Ihr Spiel war stets passend und im gegebenen Rahmen sogar äußerst glaubwürdig.

Ein richtig guter Film ist „Halbe Brüder“ eigentlich nicht und dennoch hatte ich überwiegend meinen Spaß an diesem schrägen Treiben. Klar waren die Sprüche manchmal unter der Gürtellinie und das allgemeine Konstrukt ziemlich an den Haaren herbei gezogen, doch hervorragende Darsteller und vor allem ein ausgezeichnetes Pacing ließen keine Langeweile aufkommen. Dieser Fakt ist mir dann manchmal wichtiger als ein bis ins letzte Detail ausgefeilte Drehbuch und so gibt es unterm Strich eine gute Bewertung mitsamt dicker Empfehlung für alle Komödienfreunde.

Fotocopyright: Universal Pictures Germany GmbH

Verschwunden in die Nacht

Inhalt

Ein Paar befindet sich mitten in der Trennung und noch einmal soll der Vater für ein Wochenende auf die gemeinsamen Kinder aufpassen. Er hat Schulden und als die Sprösslinge dann auch noch in seiner Obhut verschwinden, muss zu drastischen Mitteln gegriffen werden…

Fazit

Es ist relativ schwer, im Bereich von Thrillern mit neuen Ideen um die Ecke zu kommen, aber „Verschwunden in die Nacht“ hat sich diesbezüglich recht wacker geschlagen. Vielleicht hat man sich am Ende gedacht, dass seine Prämisse gar nicht mal so unerwartet war – aber auf dem Weg dorthin wurde trotzdem jede Menge an Spannung und Mitfiebern geboten.

Der Film fühlte sich insgesamt recht klein an, doch vermutlich lag auch hier seine größte Stärke. Man verzettelte sich nicht mit Figuren und Handlungssträngen, präsentierte so viel an Material wie nötig, um den Durchblick zu bewahren und dennoch genügend an Tiefgang zu reservieren. Man lieferte verständliche Motive aller Parteien und somit ausreichend Grundlage für Theorien in unterschiedliche Richtungen.

Die Darsteller haben ihre Sache allesamt sehr gut erledigt, wobei unser in Panik verfallener Familienvater den Rest noch einmal gehörig übertraf. Das Hineindenken in seinen Kopf ging problemlos von der Bühne und das Verstehen seiner Schachzüge bereitete keine Hürden.

Wer raffinierte Thriller zu schätzen weiß und zufällig ein Abo bei Netflix sein eigen nennt, darf hier unbedingt mal reinzappen. Die Spanier lieferten uns her einen kleinen, aber durchwegs sympathischen Genrebeitrag, der in allen Belangen von sich überzeugen konnte. Nichts wofür sich alleinig ein Abo lohnt, aber ein definitiv sehenswerter Artikel zum „mitnehmen“.

Fotocopyright: Netflix

SAROO für den Sega Saturn (Produktvorstellung)

Einleitende Worte

Nachdem ich das optische Laufwerk in einigen Konsolen (u.A. Dreamcast, Gamecube) in Rente geschickt und Anwendungen dort von SD-Karte laufen lasse, war es nur eine Frage der Zeit, bis sich mein geliebter Sega Saturn auch zu einem solchen Vorhaben „überreden“ lässt. Seit einigen Wochen kursieren Berichte über die so genannte „SAROO“-Karte, die für überschaubares Geld eine Menge an nützlichen Dingen verspricht.

Was ist „SAROO“?

„SAROO“ ist eine Platine, die in den Modulschacht der Saturn-Konsole gesteckt wird und neben der Funktion als Speicherkarte und RAM-Erweiterung (bei einigen Spielen notwendig) auch die Möglichkeit zum Starten von ISO-Dateien (von SD-Karte) bietet.

Es gibt wohl eine „normale“ und eine „Elite“-Variante – die sich laut meinen Recherchen zwar nicht grundlegend, aber zumindest von der Materialwahl entscheiden. Die günstigere Version kommt mit gebrauchten, die höherpreise Variante mit neuen Chips daher. Vorsichtshalber habe ich beim asiatischen Händler meines Vertrauens für die vermeintlich bessere Version entschieden.

Der Kostenpunkt (ohne erforderliche SD-Karte) beträgt etwa 60 bis 70 Euro (inkl. Versand, gegebenenfalls zuzüglich Zollabgaben).

Kleiner Tipp: Importiert das Modul am besten ohne mitgelieferte SD-Karte. Zwar müsst ihr dann auf eventuell vorinstallierte Spiele (mit fragwürdiger Herkunft) verzichten, erhaltet aber keine minderwertige Ware mit falschen Angaben zu Größe oder Geschwindigkeit. Verwendet lieber eine vorhandene Karte oder greift auf günstige Markenware von hier stationierten Händlern zurück.

Einrichtung

Die Einrichtung von „SAROO“ ist einfach. Ladet euch das notwendige „Betriebssystem“ von der offiziellen Github-Seite des Projektes (externer Link, keine Haftung!) und kopiert den Inhalt auf eine MicroSD-Karte, welche ihr dann anschließend in den oberen Schacht des „SAROO“-Moduls steckt.

Die MicroSD-Karte kann entweder in FAT32 oder ExFAT formatiert sein.

Ich verwende eine Karte von ScanDisk, die mit 128 GB etwa Platz für rund 250 ISO-Dateien bietet. Formatiert habe ich sie ganz normal über den Windows-Explorer im ExFAT-Format (Standard Clustergröße).

Auf der Karte sollte sich nach dem Kopieren der heruntergeladenen „Betriebssystem-Dateien“ dann folgende Ordnerstruktur wiederfinden:

Die Images euer Spiele sollten im .bin/.cue Format vorliegen und kommen selbstverständlich in den Ordner „ISO“.

Wichtig ist, dass alles im Unterordner „SAROO“ liegt. Ich hatte zuerst alles direkt in das Root-Verzeichnis kopiert und damit hat es nicht geklappt – die Konsole wollte nicht booten und die Saroo-Karte war nur am blinken.

Im Einsatz – ISOs starten

Nachdem die SD-Karte ordnungsgemäß vorbereitet und per SAROO-Modul in den Saturn gewandert ist, begrüßte uns zuerst das normale Boot-Logo und anschließend das (hier auf den Bildern noch asiatische) Hauptmenü.

  • Select Game
  • System CDPlayer
  • Load Game Disc
  • Load Binary
  • Serial Debug Shell
  • Firm Update

Hinter dem ersten Punkt („Select Game“) verbirgt sich die wichtigste Funktion – dem Abspielen von ISO-Dateien, welche auf unterschiedliche Weise gestartet werden können:

Spiel mit A-Taste starten = Speicher auf der SD-Karte wird verwendet
Spiel mit Z-Taste starten = der interne Speicher der Konsole wird verwendet

Ich habe mittlerweile rund 20 Titel ausprobiert und dabei sind mir noch keine Fehler oder Abstürze aufgetreten. Das Aufrufen des SAROO-Menüs (A+B+C gleichzeitig) hat nicht immer geklappt, aber das war nicht weiter dramatisch. Ansonsten hatte ich noch keine Sound- oder Grafikfehler, wie es teilweise in Foren berichtet wurde. Dies liegt wahrscheinlich an meiner aktuellen Firmware.

Die Spiele starten schnell und boten eine überraschend kurze Ladezeit – wofür sich dieses Modul schon doppelt gelohnt hat. Endlich kann man Prügelspiele wie „Street Fighter“ oder „King of Fighters“ flüssig (wie damals vom Modul) zocken und muss nicht ewig auf das Nachladen vom lahmem CD-Laufwerk zwischen den Kämpfen warten.

Abschließende Worte

Ich habe zwar schon ewig einen Modchip im Kombination mit einem Action-Replay im Einsatz (dies erlaubt das Abspielen von Importen und Backups), doch deren Einbau bzw. Einsatz sind nicht so einfach zu realisieren gewesen.

Neben der Schonung des betagten Laufwerkes ergeben sich (neben dem Wegfallen der Laufwerksgeräusche) mit dem „SAROO“ nun auch schnellere Ladezeiten und die Möglichkeit zum besseren Speicherdaten-Handling – was beim Saturn im Gegensatz zur Playstation schon immer ein Krampf war.

Manche Spiele laufen bis dato wohl nicht ganz perfekt, aber dank aktiver Community mache ich mir um zukünftige Bugfixes überhaupt keine Sorgen und sehe hier absolut keinen Showstopper. Ich bin wirklich von diesem Produkt begeistert und entdecke die betagte Konsole (witzigerweise auch wegen der zügigeren Ladezeiten) fast komplett neu. Damals habe ich mich über den Kauf (Saturn, statt Playstation) geärgert, heute bin ich happy, dass dieses Kleinod in der Sammlung geblieben ist und noch einmal eine Wiedergeburt erleben darf.

Disclaimer

Dieser Artikel dient rein zu informativen Zwecken und fördert in keiner Weise den Umgang mit Raubkopien. Die hier dargestellten Images wurden von eigenen Spielen angefertigt und Fragen (beispielsweise nach dem Herunterladen von solchen Dateien) werden hier nicht beantwortet.

Sega/Saturn/Scandisk sind eingetragene Marken.

Fotocopyright: hard-boiled-movies.de

Area 51 (Sega Saturn)

Inhalt

Der Spieler schlüpft in die Haut eines Soldaten einer Sondereinheit und muss nach einem Virusausbruch auf dem Gelände der berüchtigten Area 51 für Ordnung sorgen…

Gameplay

„Area 51“ ist ein Lightgun-Shooter, der idealerweise auch mit selbiger zu bestreiten ist. Unsere Figur bewegt sich automatisch durch vorgerenderte Kulissen und uns bleibt lediglich die Kontrolle über das Zielkreuz und entsprechenden Abzugsfinger.

Die Gegner bestehen jedoch nicht nur aus Aliens, sondern auch aus mutierten Soldaten, die uns das Leben schwer machen. Entweder ballern wir direkt auf diese oder nutzen herumstehende Fässer oder aufgesammelte Granaten um der Lage wieder Herr zu werden.

Im Gegensatz zu anderen Titel haben die Macher hier auf digitalisierte Schauspieler gesetzt – was zwar einen realistischeren Look ergibt, jedoch auf Dinge wie unterschiedliche Trefferzonen verzichten lässt.

Spielzeit

Der Abspann ist bereits nach unter einer Stunde ersichtlich – was für ein Produkt dieser Art und Herkunft (Arcade) eine solide Spielzeit ist. Ihr könnt euch allerdings noch am Auffinden versteckter Räume oder in einem kleinen Trainings-Areal zusätzlich beschäftigen.

Präsentation

Optisch ist der Titel natürlich wieder ein Kind seiner Zeit und kann nicht nach heutigen Maßstäben bewertet werden. Damals waren die gerenderten Hintergründe recht passabel gestaltet, die scheinbar gefilmten und digitalisierten Figuren ganz witzig gestaltet und vor allem nett animiert. Besonders die Waffeneffekte wirkten zwar etwas billig, aber insgesamt passte dies zum angenehm trashigen Gesamtbild mit ganz viel B-Movie-Flair.

Der Soundtrack war unspektakulär, passte aber ebenfalls zum Rest und störte nicht großartig.

Positiv

  • launiges Gunplay
  • angenehm simples Gameplay
  • trashiges Flair
  • stellenweise echt filmreife Inszenierung

Neutral

  • kurze Spielzeit
  • Technik altbacken

Negativ

  • keine unterschiedlichen Waffen
  • ein paar leicht unfaire Passagen
  • niedriger Wiederspielwert

Fazit

Wer sich genug in „House of the Dead“ oder „Virtua Cop“ ausgetobt hat, darf auch „Area 51“ mal eine Chance geben. Das Spiel bereichert das Genre zwar um keine neuen Impulse, performt aber durchwegs solide und macht irgendwo schon Spaß.

Wer Futter für seine Lightgun sucht und die höherwertige Konkurrenz schon lange abgefrühstückt hat, darf also gerne mal einen Blick wagen und sich entspannt durch schauerlich-schön animierte Feindeshorden ballern.

Fotocopyright: Midway

Gladiator

Inhalt

Erneut hat sich Feldherr Maximus in einer Schlacht beweisen können und die Rückkehr zu seiner Familie scheint endlich in greifbarer Nähe. Leider hat der neue Cäsar andere Pläne mit unserem Vorzeigesoldaten und möchte ihn als obersten Anführer seiner Armee gewinnen. Als dieser den Wunsch jedoch abschlägt, soll er und seine Familie einfach aus dem Weg geschafft werden…

Fazit

Zu einem Film wie diesem muss man eigentlich nicht mehr viel schreiben. Quasi aus dem Stand heraus wurde „Gladiator“ zu einem echten Klassiker und hat das „Sandalen-Genre“ in einigen Teilen auch wiederbeleben können. Da es nun erste Bewegtbilder zu dessen Fortsetzung gegeben hat, kam ich nicht um eine erneute Sichtung dieses Meisterwerkes nicht umher und aktualisiere sogleich mal meine bisherige kleine Besprechung hierzu.

Technisch mag „Gladiator“ stellenweise etwas angestaubt sein, doch inhaltlich hat man nichts von seiner Kraft eingebüßt und vor allem der geniale Score überdauert jeden Alterungsprozess. Scott hat die Epoche des vergangenen Romes eindrucksvoll, detailreich und lebhaft in Szene gesetzt. Man war ab der ersten Minute im Geschehen drin und fühlte sich direkt in die raue Vergangenheit zurück versetzt.

Die Handlung war so simpel, wie genial, bot eine schlüssige Begründung für das viele Blutvergießen seiner Hauptfigur und hielt den Zuschauer mit einer starken Spannungskurve bei Laune. Man konnte dem Geschehen aber nicht nur gut folgen, sondern auch Emotionstechnisch gut darin abtauchen. Klar waren die Motive für das Verhalten von Maximus ziemlich schablonenhaft gestaltet, dem intensiven Mitfiebern tat dies jedoch keinen Abbruch.

Russel Crowe hatte seinerzeit eine unglaublich tolle Performance an den Tag gelegt, war quasi auf dem Zenit seiner Kariere und hat sich einen Platz im Olymp von Hollywood mit Bravour erarbeitet. Seine Darstellung als Maximus ging unter die Haut – sowohl in andächtigen Momenten, als auch in blutigen Schlachten in der Arena. Er hatte stets alle Sympathien auf seiner Seite, war knallhart, aber auch irgendwie zerbrechlich.

Neben einem tollen Crowe dürfen aber auch andere Darsteller wie beispielsweise Joaquin Phoenix oder Derek Jacobi nicht vergessen werden – die ebenso sehenswert performten und das effektgeladene Geschehen mit unerwartet viel Charakterspiel aufwerteten. Sogar einem Ralf Möller konnte man hier viel abgewinnen.

„Gladiator“ ist weitaus mehr als ein simpler Actionfilm im Historengewand. Neben atemberaubenden Schlachtengemälden, beschwerte uns Ridley Scott eine intensiven Eindruck einer aufregenden Epoche und brachte die wichtigsten Eckpfeiler gelungen auf den Punkt. Sicherlich mag es dabei nicht immer zu Hundertprozent geschichtlich korrekt abgelaufen sein, doch trübt dies am runden und für sich absolut schlüssigen Gesamtbild nichts. Auch nach etlichen Jahren stellt dieses Epos noch immer eine echte Genre-Referenz dar und dessen bald erscheinende Fortsetzung wird uns im direkten Vergleich hoffentlich nicht allzu sehr enttäuschen.

Fotocopyright: Universal Pictures Germany GmbH

Galaxy Quest – Planlos durchs Weltall

Inhalt

Jason Nesmith und seine Crew sind Schauspieler, die vor rund 20 Jahren bei der Science-Fiction Fernsehserie „Galaxy Quest“ mitgewirkt haben. Die Produktion wurde zwar nach vier Staffeln abgesetzt, doch bei den treuen Fans hat sich ein gewisser Kultstatus errichtet. Bei einer Convention kommt es nun zu einem ungewöhnlichen Aufeinandertreffen – mit angeblich echten Außerirdischen, die die einstigen Akteure für echte Helden halten und nun um deren Hilfe bitten…

Fazit

Es ist unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht. Mittlerweile hat auch dieser Streifen satte 25 Jahre auf dem Buckel, aber trotzdem wirkt er dafür noch erstaunlich frisch und spaßig. „Galaxy Quest“ bot eine witzige Prämisse, die fortwährend mit gelungenen Ideen untermauert wurde und ihre Kurzweil so bis zum bitteren Ende nicht verloren hat.

Natürlich waren die Parallelen zum „Star Trek“-Franchise unüberschaubar – aber man muss kein „Trekkie“ sein, um bei diesem Titel auf seine Kosten zu kommen. Die Gags waren eigentlich allesamt für Jedermann verständlich und vor allem trafen sie vergleichsweise oft ins Schwarze. Es gab viel zu lachen und dennoch war etwas Tiefgang vorhanden.

Man nahm sich immer mal wieder die Zeit, um die Emotionen der Charaktere zu beleuchten und vor allem um deren Beziehung untereinander in den Fokus zu rücken. Sicherlich ging es dabei etwas vorherschaubar und klischeehaft zur Sache, doch das symphytische Auftreten aller Beteiligten kaschierte dies mit unglaublicher Leichtigkeit.

Die Darsteller haben ihre Sache allesamt sehr gut gemacht und füllten ihre jeweilige Rolle perfekt. Vor allem Tim Allen stach mit seinem vorlauten und dennoch charmanten Auftritt äußerst positiv hervor und schnell fühlte ich mich gedanklich an seine sehenswerten Komödien aus den 90iger Jahren zurückversetzt.

Die Effekte waren gelungen und können sich auch heute noch uneingeschränkt sehen lassen. Ob es nun die bewusst einfach gehaltenen Szenen aus der fiktiven Serie oder die geschmeidig animierten Außerirdischen waren – auch das komplette Art-Design könnte überzeugen. Auch hier gab es natürlich Anleihen bei bekannten Reihen, aber dennoch genügend Eigenständigkeit, um sich losgelöst hiervon zu behaupten.

Man muss kein Faible für Sci-Fi, aber idealerweise Spaß an originellen Komödien haben – und dann kommt man bei „Galaxy Quest“ schon auf seine Kosten. Das Drehbuch war rund, die Darsteller prima aufgelegt und der Streifen insgesamt schön kurzweilig gestaltet. Unterm Strich zwar keine absolute Referenz, aber ein kurzweiliges Event mit hohem „Gute-Laune-Faktor“.

Fotocopyright: Paramount Pictures (Universal Pictures

To the Moon

Inhalt

Der Kampf um den ersten Menschen auf dem Mond ist voll entbrannt, doch noch hat die NASA nach einigen Fehlschlägen mit einem schlechten Image zu kämpfen. Der Präsident höchstpersönlich engagiert daher eine Marketing-Expertin, die mit einer groß angelegten Kampagne für volle Aufmerksamkeit und Spendenbereitschaft animieren soll. Schnell gerät die Dame jedoch mit dem technischen Leiter der Mission aneinander…

Fazit

Bei dem Titel „To the Moon“ muss ich immer sofort an das wahrhaft erinnerungswürdige Videospiel (Test hier) mit dem gleichen Titel denken, doch außer der Zielsetzung des Mondes haben die beiden Werke nicht wirklich etwas gemein. Der aktuelle Kinofilm besaß zwar ebenfalls ein paar witzige Momente, wird aber wahrscheinlich nicht ganz so lange im Gedächtnis verweilen.

Obwohl es in letzter Zeit nicht unbedingt viele Streifen mit ähnlicher Thematik gab, wirkte das Geschehen auf mich irgendwie nicht sonderlich frisch und so lag die Hoffnung auf dem Zusammenspiel der beiden Hauptdarsteller – die mit ihrer charmanten Wiese zum Glück nicht enttäuscht haben.

Die Chemie zwischen Scarlett Johansson und Channing Tatum hat gepasst und rangierte das Drehbuch um den ein oder anderen kleinen Durchhänger. In deren gemeinsamen Szenen war immer etwas in der Luft und ihre neckischen Dialoge sorgten für eine gute Stimmung. Woody Harrelson setzte dem Ganzen in seinen kleinen Auftritten dann noch einmal die Krone auf und war immer wieder ein gern gesehener Gast.

Wie bereits angedeutet, hat mich die Handlung aber nicht vollends von sich überzeugt. Das erbitterte „Wettkampf-Gefühl“ kam zu wenig rüber und alles wirkte viel zu seicht in Szene gesetzt. Dramatische Elemente wurden schnell in den Hintergrund gerückt und erstaunlich schnell waren unsere Figuren wieder mit ihrer Beziehung zueinander beschäftigt.

Verschwörungstheorien wurden mit einem Lächeln gestreift, aber immerhin so aufgegriffen, dass deren Hintergründe (speziell die Inszenierung der Landung auf dem Mond) verständlich zum Ausdruck gebracht wurden. Hier waren die Anleitung zum vermeintlich originalen Regisseur auch äußerst gelungen.

Mehr Liebesfilm als Drama oder gar Science-Fiction. „To the Moon“ nutzt den NASA-Deckmantel, um eine Schnulze in zumindest diesbezüglich unverbrauchtem Setting zu präsentieren und gab sich ansonsten eher bodenständig, zielstrebig und wenig wendungsreich. Wenn dies genügt, dann ist das Ergebnis auch vollkommen in Ordnung – allerdings würde ich dann eher einen gemütlichen Abend Daheim, satt im teuren Kino dafür veranschlagen.

Fotocopyright: x

Probotector (Sega Mega Drive)

Inhalt

Ein Roboter läuft in der Stadt Amok und wir müssen uns als Cyborg-Polizist um diesen Störenfried kümmern. Noch ahnen wir nicht, dass dies nur ein Ablenkungsmanöver war und außerirdische Schergen hinter etwas anderen her sind…

Gameplay

Auch die damalige Mega Drive Version gehörte zu den Sidescroll-Shootern, bei denen wir zumeist von links nach rechts durch den Bildschirm streifen, kleinere Hüpfeinlagen absolvieren und uns vor allem durch unzählige Horden von Gegnern ballern müssen.

Hin und wieder gab es hier jedoch auch kleinere Perspektivenwechsel, in etwa in Form vom Laufen in den Vordergrund hinein und der Antagonist nahm eine Verfolgerposition im Hintergrund ein.

Kern des Spieles ist aber stets die Action – welche mit unterschiedlichen Waffen und entsprechenden Effekten eindrucksvoll in Szene gesetzt wurde. Die Wummen fühlten sich stets unterschiedlich an und erfüllten mit ihren Funktionen (z.B. breites Streuen oder dem gezielten Verfolgen von Gegnern) auch entsprechende Zwecke.

Das Haushalten mit eurer Hardware (insbesondere den Bomben) ist spätestens für die durchaus längeren Gefechten mit den Endbossen am jeweiligen Kapitelende unabdingbar. Hier kommt es nicht nur auf Geschick und dem Erkennen derer Taktiken, sondern eben auf eure Ausstattung an. Grade mit Bomben lassen sich die Konflikte ordentlich verkürzen.

Spielzeit

„Probotector“ ist in deutlich unter einer Stunde (ich würde schätzen, in so knapp 45 Minuten) schaffbar, doch bis dieser einwandfreie „Speedrun“ gelingt gehen unzählige Stunden an Übung in das Land. Der Schwierigkeitsgrad ist hoch und in den Optionen kann lediglich die Anzahl der Leben – nicht aber das Geschick der Gegner – eingestellt werden.

Präsentation

Obwohl es sich hier um einen 2D-Titel handelt, wurde alles aus der betagten 16Bit-Konsole herausgeholt. Weitestgehend flüssiges Scrolling, zum Teil riesige, rotierende und zoomende Gegner, tolle Explosionen und Farbspielerein – vor allem bei den Endbossen steigerten sich die Programmierer kontinuierlich, um das Spiel dann mit einem komplett bildschirmfüllenden Ungeheuer zu beenden.

Der Soundtrack ging in Ordnung, die bemühte leicht kratzige Sprachausgabe eben ein Kind seiner Zeit (und Technik).

Positiv

  • technisch extrem stark
  • flüssiges Run&Gun-Gameplay ohne Schnörkel
  • spürbar unterschiedliche Waffen
  • tolles Endgegner-Design
  • originelle Endgegner-Duelle mit viel Abwechslung
  • hart, aber im Gegensatz zu vielen Konkurrenten durchaus fair

Neutral

  • kurze Spielzeit
  • hakelige Sprungpassagen

Negativ

  • mittlerweile recht teuer geworden

Fazit

„Probotector“ gehörte zu den letzten Spielen, die ich mir seinerzeit für das Mega Drive angeschafft hatte. Es lag ganz unauffällig auf dem Wühltisch im Karstadt und wartete für einen schmalen Taler darauf eingesackt zu werden. Ich kannte die Reihe zwar bereits vom NES und GameBoy, aber tatsächlich konnte mich erst dieses technisch enorm eindrucksvolle Werk so richtig abholen und für Tage an den Bildschirm fesseln.

Theoretisch mag der Titel schnell durchgespielt sein, doch bevor dies gelingt vergehen Tage und eine gewisse Frustresistenz ist dabei gefragt. Auch wenn dieses Spiel weitaus fairer als manch Konkurrent (zuletzt beispielsweise Hagane) erscheint, ist es trotzdem schwierig und erfordert das Auswendiglernen von bestimmten Levelpassagen und dem Verhalten der mächtigen Endgegner.

Belohnt wird unser Einsatz allerdings mit einem flotten und äußerst spaßigem Gameplay, dass zu den Besten seiner Art gehört und durchaus hohen Wiederspielwert besitzt. Für mich ist „Probotector“ jedenfalls immer wieder ein launiger Snack für Zwischendurch und noch immer einer der technischen Vorzeigetitel für Segas alte 16Bit-Hardware.

Fotocopyright: Konami

Spieleabend

Inhalt

Erst seit Kurzem sind Pia und Jan ein Liebespaar, doch es ist bereits an der Zeit für das Kennenlernen alter Rituale. Pia und ihre Freunde veranstaltet regelmäßig einen Spieleabend und erstmal ist ihr neuer Partner auch dabei. Was nach einem unterhaltsamen Event klingt, wird für Jan allerdings schnell zu einer echten Stresssituation…

Fazit

Auf den ersten Blick mag die Prämisse von „Spieleabend“ eigentlich recht frisch erscheinen, doch bei genauerer Betrachtung hat man das Gebotene in ähnlicher Form sicherlich schon das ein oder andere mal erleben dürfen. Sein fast schon Kammerspiel-artiges Wesen erinnerte mich an Titel wie „Der Gott des Gemetzels“, aber zum Glück ging es hier etwas unbeschwerter und lustiger zur Sache.

Der Humor war zuweilen recht eigenwillig, brachte aber ein paar launige Gags hervor. Sicherlich waren einige Szenen arg vorherschaubar gestaltet und mündeten nicht immer in einem Lachen, doch die Quote hierfür was insgesamt äußerst passabel.

Der Erzählfluss war weitestgehend in Ordnung, auch wenn es hier und da mal kleinere Längen oder für meinen Geschmack auch unnötige Passagen gab. Während manche Abschnitte wirklich interessant und kurzweilig erschienen, hätte man sich ein paar Ideen (z.B. Axel Stein im Rollenspielmodus) schenken können.

Die Chemie der Darsteller hat gepasst und war sicherlich auch der größte Grund, um bis zum Ende am Ball zu bleiben. Neben unserer bodenständigen Hauptfigur gab es schon ein paar markante Nebenakteure, die uns immer wieder mit dämlichen Sprüchen oder Aktionen prima abgeholt haben. Richtig gut gefiel aber auch Anna Maria Mühe, die so richtig arrogant rübergekommen ist.

Wegen einem Film wie „Spieleabend“ würde ich jetzt nicht unbedingt ein Abo bei Netflix abschließen, aber wenn dies ja sowieso schon vorhanden ist, kann natürlich gerne mal ein Blick riskiert werden. Das Werk erfand das Rad nicht neu und lieferte keine unverzichtbaren Einblicke, hielt aber fortwährend mit ordentlichen Ideen bei Laune und schlug nicht auf den Magen. Für Zwischendurch also ein netter Zeitvertreib, der wohl schnell wieder auf dem Gedächtnis verschwinden wird.

Fotocopyright: Netflix

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