Inhalt
Pilot Whip Whitaker gelingt es eine abstürzende Maschine mit einem waghalsigen Kommando unter Kontrolle zu bringen und die meisten seiner Passagiere zu retten. Auf den ersten Blick wirkt der tollkühne Sunnyboy wie ein echter Held, doch Zweifel an seinem Promillespiegel und Drogenkonsum rücken die technischen Ausfälle seiner Maschine eher in den Hintergrund…
Fazit
„Flight“ ist nicht nur eine grandiose One-Man-Show von Denzel Washington, sondern auch ein Werk mit moralischen Diskrepanzen – die uns wie ein roter Faden durch die gesamte Handlung begleiten und deren Ende bis zur letzten Minute eigentlich nicht ganz klar erscheint.
Die Geschichte ist ernst zu eigentlich eher trocken, weshalb seine durchaus lockere Erzählweise das Ganze kurzweilig hält und uns stellenweise sogar ein kleines Lächeln abzuringen vermag. Kuriose Nebenfiguren wie die von John Goodman passen hier überhaupt nicht hinein und sind vielleicht auch deshalb so genial in ihrem Auftritt.
Washington hat kaum zuvor besser performt, den drogensüchtigen Piloten mit Glaubwürdigkeit und viel Gänsehaut verkörpert. Man konnte sich gut in ihn hineindenken und somit leider auch manch zweifelhaften Schachzug prima verstehen. Man fühlte den Druck auf seine Person und wie machtlos er sich einigen Prozessen ergeben musste.
Inspiriert von wahren Gegebenheiten und mit einem sehenswerten Hauptdarsteller hat Regisseur Robert Zemeckis ein packendes Drama abgeliefert, dass durchaus einige Zeit im Gedächtnis verweilen wird. Zwar wurde das Geschehen im Schlusspart in korrekte Bahnen gelenkt, doch der Weg dorthin war spannend und mit vielen Überlegungen geprägt. Unterm Strich ein toller Film.
8,5/10
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