Filmbesprechungen

The Tag – Along 1

Inhalt

Die Beziehung eines jungen Pärchens wird auf eine harte Probe gestellt. Erst gibt es Diskussionen um Hochzeit und Nachwuchs, dann verschwindet auch noch die Großmutter des Mannes spurlos. Scheinbar sind sie damit nicht allein, denn plötzlich werden immer mehr Personen aus ihrem Stadtteil in Taiwan vermisst…

Fazit

Asiatische Geistergeschichten sind immer eine Sache für sich, doch trotz relativ überschaubarer Erklärungen konnte man dem Treiben hier recht gut folgen und sich sogar eigene Theorien zu den Tathergängen machen.

Die Erzählung war dabei überwiegend ruhig, aber etwas stimmig. Es gab wenige Figuren, nur eine Handvoll an Schauplätzen und erstaunlich wenige Effekte – doch allein mit seiner tollen Soundkulisse wurde für mächtig Atmosphäre (und unerwartete Immersion) gesorgt.

Man konnte sich entspannt zurücklehnen und der ausgewogen präsentierten Handlung folgen. Kleinere Erschreck-Momente und zuweilen unerwartet tiefgründige Dialoge hielten sich prima die Waage, ließen das Interesse nicht abflachen und den roten Faden auch nicht verlieren.

Die Darsteller haben ihre Sache sehr gut gemacht und wurden löblicherweise auch sehr gut synchronisiert, so dass man nicht mit lieblosen Betonungen oder unpassenden Stimmen aus dem Geschehen gerissen wurde. Die geniale 5.1-Abmischung lag für mich auf Referenz-Niveau, Geräusche, Stimmen aus dem Hintergrund, etc. waren perfekt zu orten und schienen sogar von Oben oder Unten zu kommen.

Nichts ganz so prickelnd war dagegen der Einsatz von CGI – der besonders bei der Darstellung eines kleinen “Grusel-Mädchens” zum tragen kam. Stellenweise sah die generierte Figur eigentlich ganz passabel aus, doch spätestens wenn sie merkwürdig über den Bildschirm “hoppelte” war für unfreiwilliges Gelächter gesorgt. Hier sehe ich auf jeden Fall Verbesserungspotential.

“The Tag – Along 1” erfand das Rad nicht neu und lieferte uns weder wilde Jump-Scars, noch blutige Einlagen oder krasse Wendungen. Er machte einfach sein unaufgeregtes Ding und gab sich in keinem Bereich irgendwelche Blöße. Eine starke technische Seite (Klang), gute Darsteller und eine spannende Storyline hielten bis zur letzten Sekunde bei Laune und verdienen eine klare Empfehlung für Grusel-Fans.

7/10

Fotocopyright: PLAION PICTURES

Betreiber von hard-boiled-movies.de

Eine Antwort schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert