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Schlagwort: Horror (Seite 1 von 37)

The Monkey

Inhalt

Im Nachlass ihres verschwundenen Vaters finden seine zwei Zwillingssöhne einen sonderbaren und mitunter leicht gruselig anmutenden Spielzeugaffen. Es dauert nicht lange, bis sie dessen tödliche Kräfte erkunden…

Fazit

Kurzes Inhaltsangabe und kurzes Fazit. „The Monkey“ basiert auf einer Geschichte von Gruselmeister Stephen King und bot entsprechend auch ein paar wirklich markante, herrlich blutige Momente – dazwischen leider auch ein paar kleinere Längen.

Die Handlung war simpel, dafür mit originellen Ideen und Ableben gespickt, die uns immer mal wieder schmunzeln ließen. Grundsätzlich war die schlecht vorherschaubare Geschichte sowieso ein Garant für eine gewisse Spannungskurve – deren Finale jedoch fast schon erwartungsgemäß nicht zu hundertprozentig zu überzeugen wusste.

Die Effekte (insbesondere die derben Splattereinlagen) waren handwerklich sehr gut gemacht und verfehlten auch nicht ihre Wirkung. Sicherlich kam hier auch der Computer zum Einsatz, doch insgesamt schauten die „Kleckereien“ nach ehrlicher Handwerkskunst aus und verdienten großes Lob. Die Darsteller haben ihre Sache zufriedenstellend erledigt und die Chemie untereinander (der der Zwillinge) hat gepasst.

„The Monkey“ war ein netter Splatter-Spaß für Zwischendurch und hätte mit einen noch geschmeidigeren Erzählfluss eine dicke Empfehlung verdient. So bleibt es bei solider Kosten, die nicht nur für King-Fans durchaus einen kleinen Blick wert ist – aber nicht zum absoluten Pflichtprogramm gehört.

Fotocopyright: PLAION PICTURES

Resident Evil 5 (PC)

Inhalt

Die beiden Agenten Sheva und Chris sind auf der Suche nach Kollegin Jill Valentine. Die Spur führt nach Afrika, wo es nicht lange dauert, bis sie auch dort mit einem wilden Zombie-Virus in Kontakt geraten…

Gameplay

Grundsätzlich funktioniert der fünfte Teil der „Resident Evil“-Reihe wie seine Vorgänger, doch diesmal ist das Gameplay aus der Third-Person Perspektive noch etwas actionlastiger geworden und spaltete die Gemeinde.

Die Rätsel beschränkten sich auf kleinere Schalterrätsel oder „suche 2 Schlüssel zum Öffnen der großen Tür“, die Schauplätze waren überdies auch sehr schlauchartig gestaltet, erlaubten kaum ein Verlaufen.

Der Fokus lag klar auf Ballereien und diese idealerweise auch im Coop-Modus mit einem weiteren Mitspieler (der bei Bedarf von der CPU übernommen wurde).

Spielzeit

Das Spiel gliederte sich in 6 Kapitel und bot eine Gesamtspielzeit von etwa 11 bis 12 Stunden.

Präsentation

Optisch ist der Titel vergleichsweise gut gealtert. Sicherlich schaut das Produkt nach einem typischen Erzeugnis der PS3/XBOX360 Ära aus, doch immerhin funktioniert hier der Ultra-Wide-Modus auf meinem 49″ Bildschirm einwandfrei. Die Figuren waren detailliert gestaltet und einige hübsche Lichteffekte kaschierten den heutzutage eher kargeren Look.

Der Soundtrack blieb unauffällig im Hintergrund, die englischen Sprecher waren nicht schlecht.

Positiv

  • solide optische Präsentation (+ Ultra-Wide Support)
  • hübsche Zwischensequenzen
  • angemessene Spielzeit
  • stellenweise angenehm kurzweilig

Neutral

  • sehr gradlinig
  • überschaubare Schauplätze

Negativ

  • Steuerung hakelig
  • repetitives Gameplay

Fazit

Über all die Jahre war „Resident Evil 5“ eine Art Nemesis für mich. Ich hatte mir diesen Titel bereits zum Release für die Playstation 3 gegönnt, bis dato mehrmals angefangen, aber nie bis zum Ende durchgehalten. Das actionreiche Gameplay hat mir schon beim Vorgänger weniger zugesagt und hier wurden dann endgültig alle Tugenden der genialen Erstlinge über den Haufen geworfen.

Nun habe ich mich endlich zu einem Durchzocken überwunden und blicke weiterhin mit gemischten Gefühlen auf das Spiel zurück. Wer flotte (Coop-)Action sucht und keinen Wert auf Rätsel oder düstere Atmosphäre hat, wird hier fündig. Treue Anhänger des Grusels und Knobelns sollte sich dagegen eher woanders umschauen, der berühmten Reihe untreu werden. Als reiner Actiontitel mit bekannten Figuren geht das Spiel also in Ordnung, als echter Horrorhammer macht das bunte und laute Treiben eine eher schlechte Figur.

Fotocopyright: Capcom

The Front Room

Inhalt

Kurz vor der Geburt des ersten Kindes, sieht sich ein junges Paar zur Aufnahme der Schwiegermutter genötigt. Während die ersten Tage eigentlich noch recht reibungslos verlaufen, wird der häusliche Frieden schon bald auf eine harte Probe gestellt…

Fazit

„The Front Room“ reiht sich irgendwo zwischen Thriller und Horror ein, geht dabei im Vergleich zu ähnlichen Titeln durchaus eigene Wege und wusste unterm Strich überraschend gut zu unterhalten.

Der Streifen benötigt einige Minuten, um so richtig in Fahrt zu kommen – behielt dann aber bis zum bitteren Ende eine ausgezeichnete Spannungskurve bei. Im ersten Moment hat mich die zu Grunde liegende Thematik noch nicht vollends von sich überzeugt, die Umsetzung dann aber unverhofft in ihren Bann gezogen.

Gründe für den gelungenen Spannungsaufbau lagen dabei auf der Hand. Der hier geschilderte Grusel wirkte trotz einiger absurder Momente durchaus greifbar und hielt sich mit übernatürlichen Elementen angenehm zurück. Viele Dinge wurden angedeutet (und auf Traumsequenzen umgelegt), so dass man nie mit zu abstrakten Einfällen den Bezug zur Realität verlor.

Man konnte sich gut in die Figuren hineindenken, ja selbst in die des neuen Haustyrannen. Alle Vorgänge bzw. Personen hatten ihre Motivationen und das Spiel unserer hervorragend miteinander harmonierenden Darsteller hat gepasst. Nach „Ich weiss noch immer, was du letzten Sommer getan hast“ hatte ich Sängerin Brandy etwas aus den Augen verloren, dafür brillierte sie hier als besorgte Mutter, die für das Wohlergehen ihres Nachwuchses kämpft.

„The Front Room“ ist ein Titel, der beim geeigneten Betrachter zünden muss – ansonsten könnte er höchstwahrscheinlich ein wenig langweilig erscheinen. Wie bereits erwähnt konnte ich jedoch nach einer kurzen Aufwärmzeit hervorragend abtauchen und den greifbaren Horror mühelos nachverfolgen. Sofern euch die Thematik zusagt, schaut ruhig mal rein – beispielsweise wenn er sich mal kostenfrei bei einem eurer abonnierten Streaming-Anbieter im Sortiment befindet.

Fotocopyright: A24

The Suicide of Rachel Foster (Nintendo Switch)

Inhalt

Dezember 1993. Der Spieler schlüpft in die Rolle von Nicole Wilson, die gerade in ihrem geerbten Hotel angekommen ist. Lange war sie nicht mehr an diesem mittlerweile verlassenen Ort, doch schnell keinem ersten Erinnerungen wieder auf…

Gameplay

„The Suicide of Rachel Foster“ ist ein klassischer Walking-Simulator, bei dem dem das Storytelling klar im Vordergrund steht, der Spieler weder mit Action konfrontiert wird, noch sterben kann.

Aus der Ego-Perspektive erkunden wir das verlassene Hotel, kommunizieren via Funkgerät mit einem freundlichen Helfer und erhalten Tagesweise neue Aufgaben (z.B. die Heizung anstellen, etwas zu Essen finden, etc.). Dabei gibt es kleinere Gruseleinlagen (mysteriöse Geräusche, klappernde Türen, etc.), die für Atmosphäre sorgen.

Die Interaktion ist arg eingeschränkt, da nur wenige Gegenstände genauer untersucht bzw. eingesteckt werden können. Großartige Rätsel sind ebenso Mangelware – hauptsächlich die Navigation in dem verschachtelten Gebäude sorgt hin und wieder für Kopfzerbrechen (zumindest am Anfang).

Spielzeit

Ich habe mir mit den Erkunden des Hotels (zwangsläufig) etwas Zeit gelassen und den Abspann nach rund 3 Stunden erblicken dürfen.

Präsentation

Angefangen hatte ich das Spiel zunächst auf dem PC, bin aber dann aus bequemlichkeitsgründen rasch auf die Switch gewechselt und wurde positiv überrascht. Optisch macht der Titel auf der schwachen Konsole von Nintendo einen sehr guten Eindruck und muss sich tatsächlich nicht hinter dem großen Rechner verstecken. Man bemerkt zwar leichte Unschärfen und verpixelte Darstellung von einigen Objekten, aber unterm Strich war die Grafik sehr gut.

Der Look war realistisch, die Ausleuchtung fantastisch und das Hotel an sich sehr markant ausgearbeitet. Zwar gab es nur eine englische Sprachausgabe (inkl. deutschen Untertiteln), jedoch war diese leicht verständlich und mit ausgezeichneten Sprechern besetzt.

Positiv

  • starke Präsentation
  • tolle Atmosphäre
  • spannende Handlung

Neutral

  • kurze Spielzeit

Negativ

  • nur englische Sprachausgabe
  • Steuerung etwas behäbig

Fazit

Die Spielzeit war recht kurz, aber das macht nichts. „The Suicide of Rachel Foster“ war ein spannender, gut geschriebener und fortwährend packender Walking Simulator, bei dem Genrefans auf Ihre Kosten kommen. Mir hat die eher ruhige Gangart, sowie die Geschichte und ihre Aufklärung sehr gut gefallen – könnte mir sogar eine Filmadaption vorstellen. Die Atmosphäre hat mich angenehm am Stephen King („Shining“) erinnert und gerne gebe ich hier eine heiße Empfehlung ab.

Fotocopyright: Daedalic Entertainment

Lost Records: Bloom & Rage (PC)

Inhalt

Ein mysteriöses Paket bringt ein paar alte Freundinnen nach etlichen Jahren endlich wieder zusammen an einen Tisch. Sie sinnieren über ihre Jugend in den 90igern und erinnern sich an schmerzlich verdrängte Ereignisse…

Gameplay

Das Spiel stammt von den ursprünglichen „Life is Strange“-Machern und besitzt ganz ähnliche Ansätze. Wir steuern unsere Hauptfigur aus der Third-Person-Perspektive und folgen einem relativ gradlinigen Gameplay-Pfad. Wir können uns vielerlei Gegenstände etwas genauer anschauen, bekommen aber ansonsten immer grob das aktuelle Ziel (Tasche packen, Zimmer verlassen) vorgegeben, können uns nur selten „verirren“.

Neu im Gegensatz zu den Erstlingen ist diesmal allerdings die Integration der Videokamera unserer Spielfigur. Manchmal optional, oftmals aber auch Pflicht zum Voranbringen der Handlung, ist die Verwendung selbiger. Wir schalten bei Bedarf in einen speziellen Aufnahmemodus, müssen dort bestimmte Ereignisse oder Personen festhalten, können uns danach sogar eigene Zusammenschnitte der eigenen Aufnahmen anschauen. Dies wirkte am Anfang zwar etwas aufgesetzt und wie eine Art von Fleißaufgabe, ging aber irgendwann ins Blut über und machte durchaus Laune.

Spielzeit

Das Spiel gliederte sich in verschiedene Episoden, wobei das Ende noch nicht erreicht ist. Ich habe etwa 7 bis 8 Stunden in der ersten Hälfte des Programmes verbracht, wobei die restlichen Inhalte am 15. April als Download nachgeliefert werden (dann werde ich dieses Review noch einmal updaten).

Präsentation

Da ich die „Life is Strange“-Spiele zuletzt auf der Switch genossen habe, war ich von der technischen Seite nicht unbedingt verwöhnt bzw. nicht unbedingt großer Erwartungen ausgesetzt. Gezockt habe ich „Lost Records“ nun allerdings auf dem PC mit hoher Auflösung und vollen Details – und war angenehm vom Ergebnis überrascht. Zwar unterstützte das Programm meinen Ultrawide-Monitor nicht komplett (das Spiel an sich lief in der Mitte, Menüs und Texteinblendungen waren hingegen auch ganz Außen zu vernehmen), aber tolle Umgebungen und fantastische Charaktergrafiken glichen dies wieder aus. Man hat einen idealen Weg zwischen Comic-Look und Realismus geschaffen, lieferte beeindruckende Gesichtsanimationen und Kulissen ab.

Leider gab es nur eine englische, aber immerhin gut verständliche Sprachausgabe, die mit brauchbaren deutschen Untertiteln bestückt wurde. Der Soundtrack kam dafür mit einigen echt genialen Songs daher – die ich gern als MP3 in der Sammlung hätte.

Positiv

  • tolle Grafik, beeindruckende Gesichter
  • spannende Geschichte mit Tiefgang
  • ideal zum Zocken in Häppchenweise
  • Kamera als spaßiges Gameplay-Element
  • eingängiger Soundtrack

Neutral

  • recht gradlinig
  • keine Rätsel
  • an die Verwendung der Kamera muss man sich gewöhnen

Negativ

  • Figurenzeichnung etwas klischeehaft
  • nur englische Sprachausgabe (deutsche Untertitel)
  • bislang nur eine Spielhälfte verfügbar

Fazit

Das Team von“LiS“ hat nicht enttäuscht. „Lost Records“ entsprach genau meinen Hoffnungen und bereitete mir eine unterhaltsame Zeit. Nachdem ich mich an Figuren und Handling der virtuellen Videokamera gewöhnt habe, wurde ich von der spannenden Geschichte eingesogen und fieberte der nächsten Spiel-Session immer wieder entgegen. Ich empfand den Spannungsaufbau als überhaupt nicht zu lang geraten, das Tempo war genau richtig. Nun warte ich ungeduldig auf den April und die restlichen Episoden – dann gibt es auch hier nochmal ein kleines Update. Bislang steht allerdings eine fette Empfehlung für alle Genre-Liebhaber, die sicherlich ebenso viel Spaß wie ich mit diesem Werk haben werden.

Fotocopyright: Dontnod Entertainment

The Gorge

Inhalt

Es gibt einen geheimnisvollen Spalt in der Erde, der auf zwei Seiten von Außenposten im Auge behalten wird. Jedes Jahr erfolgt eine Wachablösung, doch mit dem gegenüber stationierten Personal darf kein Austausch erfolgen. Aktuell sind Drasa und Levi mit dem Job betraut und entgegen der Bestimmungen freunden sich die Beiden über die Ferne miteinander an…

Fazit

Es gibt sie tatsächlich noch – die originellen Filme, bei denen mir selbst das Verfassen einer kurzen (und weitestgehend spoilerfreien) Inhaltsangabe schwierig fällt. Mit „The Gorge“ hat Apple jedenfalls mal wieder einen richtigen Knaller im Sortiment, der in keine Schublade passt und auf seine Weise ein Lächeln auf die Lippen des Cineasten gezaubert hat, sich bereits ein wenig in den Ecken meines Hirnes eingebrannt hat.

Der Streifen vermischt verschiedene Genre-Elemente, ohne dabei seinen roten Faden bzw. seinen einzigartigen spannenden Touch zu verlieren. Gekonnt wurden hier Liebesfilm, Thriller, Action und Mystery miteinander vermengt und glücklicherweise auch mit tollen Darstellern bestückt. Die Handlung gab sich geheimnisvoll bis zur letzten Minute und trotz einigen eher einsam-trostlosen Passagen (aus Sicht der Figuren) wurde es nicht langweilig.

Der Film warf bereits zu frühstem Beginn etliche Fragen auf, machte Neugierig und fesselte mit gekonnter Inszenierung an den Schirm. Der rote Faden (bzw. das Interesse an den Hintergründen der Geschichte) ging nie verloren, eingestreute abseitige Szenen (z.B. der eingeflochtenen Lovestory) lenkten nicht davon ab, stützten sogar recht geschickt das angenehm unvorhersehbarere Gesamtkonstrukt.

Anya Taylor-Joy und Miles Teller machten Ihre Sache hervorragend. Über weite Teile mussten sie das Geschehen von Allein tragen und wurden dieser Aufgabe vollends gerecht. Die Chemie zwischen den Beiden hat gepasst und ihre bereits erwähnte Liebelei verlief im gegebenen Rahmen schmerzfrei und soweit möglich glaubwürdig. Die Inszenierung an sich war ebenfalls sehr gut, auch wenn manche Effekte ihre Herkunft aus dem Computer nicht gänzlich verschweigen konnten. Insgesamt wurde das Szenario aber klasse dargestellt und das Abtauchen ging ohne Probleme.

Viel Licht und nur wenig Schatten. „The Gorge“ war eine tolle Überraschung zum sonstigen Streaming-Allerlei, glänzte mit ungewöhnlichem Setting und nahezu gigantischer Spannungskurve. Das letzte Drittel schwächelte vielleicht ein wenig gegenüber dem furiosen Auftakt, doch irgendwie musste das Treiben ja halbwegs sinnvoll zu Ende gebracht und der Zuschauer mit einem erleichterten Gefühl in den Feierabend entlassen werden. Für mich definitiv eines der ersten Highlights des Jahres 2025 und für alle (offenen) Filmfreunde einen Blick wert.

Fotocopyright: Apple

Resident Evil Revelations (Nintendo Switch)

Inhalt

Vor rund einem Jahr haben Aktivisten eine Seuche losgetreten und endlich scheint deren damalige Einsatzzentrale auf einem riesigen Schiff ausfindig gemacht worden. Der Spieler schlüpft abwechselnd in die Haut von Agenten, die der Sache nachgehen sollen…

Gameplay

Gespielt wird dieser „Resident Evil“-Teil abermals aus der Third-Person Perspektive mit der typischen Steuerung der aktuelleren Teile (also keine klassische Panzersteuerung).

Seine Ursprünge hatte „Revelations“ seinerzeit auf dem 3DS, woher wohl auch die Einteilung in überschaubare Kapitel-Häppchen zurückzuführen ist und sich das Gameplay dank eingeschränkterer Schauplatzgrößen etwas kompakter und flotter anfühlt.

Es gibt zwar weiterhin viel Backtracking, doch die Ausmaße der Räumlichkeiten (des Schiffes) sind überschaubar und die Orientierung fällt dank brauchbarer Karte und markanten Punkten nicht allzu schwer – außer in einigen Passagen, die unter Wasser im gefluteten Dampfer stattfanden.

Zu den normalen Spielelementen (Schlüssel finden, Monster töten) gesellte sich ein Scanner als neues Gadget hinzu, doch weltbewegende Änderungen brachte er leider nicht mit sich. Areale bzw. Gegner konnten gescannt und zuvor unsichtbare Gegenstände sichtbar gemacht werden. Am Anfang war die Verwendung etwas aufgezwungen/nervig, am Ende nahm man das Teil dann ganz selbstverständlich zur Hand.

Spielzeit

Das Spiel bestand aus 12 Kapiteln unterschiedlicher Länge, die selbst auch wiederum in kleinere Abschnitte (inkl. Zwischen-Punktevergabe) unterteilt wurden. Am Ende ist dabei eine Gesamtspielzeit von etwa 7 bis 8 Stunden herausgekommen.

Präsentation

Auf dem 3DS sah das Geschehen vor allem wegen seiner tollen Nutzung der 3D-Technik sehr eindrucksvoll aus und ist auch heute noch ein kleiner Referenztitel für das System, doch grade auf dem großen Bildschirm hat sich dann doch der Zahn der Zeit bemerkbar gemacht.

Stellenweise sind die Schauplätze ziemlich karg ausgestattet und mit groben Texturen bestückt, stellenweise wurden mit schöner Ausleuchtung und einigermaßen befüllten Räumlichkeiten kleine Hingucker abgeliefert.

Die mir aktuell vorliegende Fassung für die Switch entspricht grafisch in Etwa den Umsetzungen für XBOX360 und Playstaton3 – die ehrlich gesagt insgesamt noch ganz okay sind und selbst auf meinem 98″-TV noch einen soliden Eindruck hinterließen. Ruckler gab es keine und das ist auch viel wert gewesen.

Die deutsche Vertonung war mittelprächtig, aber immerhin vorhanden. Die Stimmen hörten sich teilweise angenehm vertraut an, weshalb deren lieblose/gelangweilte Betonung schon ein wenig schade war.

Positiv

  • solide technische Umsetzung auf der Switch
  • spaßiges Gunplay
  • weitestgehend gutes Pacing (kein langwieriges Hängenbleiben)
  • Kapiteleinteilung grade fürs Zocken unterwegs sehr angenehm
  • sehenswerte Zwischensequenzen
  • stellenweise echte Resident-Evil Atmosphäre auch ohne Herrenhaus oder Polizeistation
  • Wiedersehen mit bekannten Charakteren
  • deutsche Vertonung

Neutral

  • vergleichsweise gradlinig
  • mittelprächtige Synchronisation
  • einfache Rätsel
  • Backtracking
  • Backtracking auch unter Wasser
  • Story so lala
  • Charaktere blass und austauschbar

Negativ

  • Abschnitte unter Zeitdruck
  • Steuerung manchmal etwas hakelig
  • nur extrem selten gruselig
  • Gegnervielfalt könnte größer sein
  • Navigationsprobleme unter Wasser

Fazit

Die „Resident Evil“-Reihe hat sich schon ein paar mal neu erfunden und war dabei nicht immer von Erfolg gesegnet. „Revelations“ ist zumindest auf dem 3DS noch immer ein technischer Referenztitel, spielerisch reicht der Titel allerdings auf keiner Plattform an die großartigen Erstlinge heran.

Für Zwischendurch macht das schnörkellose Gameplay mit gradlinigen Abschnitten und einfachen Knobelaufgaben zwar schon Spaß, doch mit Wehmut vermisst man die grandiose Atmosphäre, die die Serie einst groß gemacht hat und die echten Rätsel, die Hirnschmalz erfordern. Das Game schiebt die Action mal wieder mehr in den Fokus, wirkt hierdurch zwar einsteigerfreundlich und temporeich, lässt den echten Grusel aber missen.

Wer damit leben kann und nicht das Niveau der einstigen Vorreiter erwartet, darf natürlich gerne einen Blick riskieren und nichtsdestotrotz mit viel Kurzweil auf Monsterjagd gehen. Ich habe jedenfalls im Jahre 2025 vor allem während der Zugfahrt zur Arbeit die Einteilung in überschaubare Kapitelhäppchen und den komfortablen Standby-Modus der Switch mehr als zu schätzen gelernt und gebe ein mildes Urteil. „Revelations“ fühlt sich zwar nur selten nach einem echten „Resident Evil“ an, ist aber unterm Strich ein solider Actiontitel mit akzeptablen technischem Gewand.

Fotocopyright: Capcom

Nosferatu

Inhalt

Um ein Immobiliengeschäft perfekt zu machen, muss ein junger Handelsvertreter höchstpersönlich mit den notwendigen Dokumenten nach Transsilvanien reisen. Dort angekommen macht er nicht nur mit der seltsamen Bevölkerung, auch mit seinem noch eigenwilligeren Kunden Graf Orlock Bekanntschaft…

Fazit

Bewertungstechnisch scheiden sich die Geister an diesem Werk und ich war mir mit einer genauen Ziffer auf der Skala recht unschlüssig. Grundsätzlich bin ich offen für anspruchsvollen Grusel mit hypnotisierenden Bildern, leider auch anfällig für schnell aufkeimende Längen und Verständnislosigkeit bei einigen Szenen.

Die Handlung orientierte sich erwartungsgemäß am allseits bekannten Dracula-Mythos und lieferte uns einen Rahmen, der bereits aus anderen Adaptionen bekannt sein dürfte. Innovation gab es hingegen bei der Inszenierung geläufiger Szenen, was den Machern in meinen Augen nicht nahtlos gelang.

Der Kritik des „eher willkürlichen Aneinanderreihens einiger Klischees“ muss ich mich hierbei anschließen. Man schien oftmals nur eine Checkliste abzuarbeiten, wobei man hier trotz vertrauerter Elemente mit einigen „neuen“ Einfällen wohl etwas Verwirrung stiften wollte. Hier und da taten sich Fragen auf, die bis zum bitteren Ende leider nicht beantwortet wurden.

Die Inszenierung war gelungen. Zwar wirkten das Geschehen nicht immer wie eine teure Hollywoodproduktion, doch passten mitunter etwas „billig“ und teils „schmuddelig“ gemachten Aufnahmen prima zur Thematik. Stellenweise konnte sich ein gewünschter Hypnose-Effekt einstellen, andererseits gab es wegen der gemächlichen Aufmachen allerdings auch ein paar kleinere Längen.

Dialoge verloren sich oft in Nichtigkeit und manche Szene hätte kürzer ausfallen dürfen. Der Streifen verlor immer wieder an Tempo, wirkte so unbalanciert und manchmal auch gar nicht mehr so recht zielführend ausgerichtet. Der rote Faden ging nur deswegen nicht verloren, weil die Storyline bekannt war und der Zuschauer ziemlich genau um die nächsten Ereignisse wusste – ansonsten wäre das Folgen tatsächlich etwa schwierig geworden.

Ein bisschen Straffung, ein wenig mehr an Action oder zumindest ein paar tiefgreifendere Konversationen oder sich festbrennende Bilder. Der aktuelle „Nosferatu“ wandelt sicherlich auf alten Pfaden und bringt sogar ein paar neue Aspekte mit ins altbekannte Treiben, doch der Funke vermag einfach nicht überspringen. Ich fand den Streifen teilweise anstrengend und nicht originell genug, für nochmalige Sichtung im Heimkino besteht kein Interesse. Einige Elemente (wie beispielsweise seine Darsteller und das Kostümdesign) waren echt stark, der Rest nicht überzeugend genug. Persönlich präferiere ich die Verfilmung von 1992, die sich auch heute noch problemlos anschauen lässt und mit ihren eindrucksvollen Momenten wesentlich stärker in den Bann zieht.

Fotocopyright: Universal Pictures Germany GmbH

No Man’s Land – The Rise of Reeker

Inhalt

Mitten im Nirgendwo treffen ein paar Kleinkriminelle auf Cops und es kommt zur unausweichlichen Konfrontation in einem kleinen Diner. Schon bald bemerken die Protagonisten, dass sie nicht allein sind und eine unheimliche Macht hinter Allen her ist…

Fazit

Schon der erste Teil war keine Ausgeburt an innovativen Ideen oder zumindest ein paar guten Effekten, doch immerhin konnte er mit seinem witzigen Twist gen Ende für eine gewisse Zeit in Erinnerung bleiben. „The Rise of Reeker“ dagegen setzt direkt auf mehr Action, ein höheres Erzähltempo und verbesserte sich sogar in seinen kleinen Splattereinlagen. Trotzdem ist er im direkten Vergleich nur minimal besser und im Vergleich zu anderen Werken nicht wirklich der Rede wert.

Die Handlung war simpel gestrickt und ohne nennenswerte Wendungen ausstaffiert. Die verfeindeten Parteien treffen halt aufeinander und der Stress ging los – mehr gibt es hier eigentlich nicht zu berichten, wobei ich diesbezüglich auch keinen Punktabzug einräumen möchte. Das einfache Konstrukt wäre soweit in Ordnung gewesen, hätte es mehr Kurzweil und vielleicht noch einen Ticken mehr an Splatter gegeben.

Man hat zwar alle Regler leicht angezogen, doch so richtig kam das Geschehen dennoch nie in Fahrt. Es war sogar beachtlich, wie sehr der Puls nach einer actionreichen Szene wieder nach unten fuhr und Langeweile unverzüglich eingesetzt hat. Das Pacing war nicht ausgereift und manchmal wirkte das Gezeigte irgendwie nicht stringend gemacht, sprich: es fehlte der rote Faden und manche Szenen fühlten sich wahr los aneinandergereiht an.

Wie bereits erwähnt haben sich die Effekte verbessert und wurden in ihrer Präsenz erfreulich nach Oben geschraubt. Handwerklich solider Splatter traf auf kleinere CGI-Einlagen, doch das amateurhafte Gewand konnte man trotzdem nicht verleugnen. Eine erneut blase Optik, laienhafte Darsteller und eine schwache deutsche Synchronisation machten den Eindruck perfekt.

Früher mochte ich solche Filme und habe mich bei sinnbefreitem Gemetzel billigster Machart köstlich amüsiert, doch heute ist mir die Zeit dafür leider zu schade. „Rise“ mag nun einen Hauch besser als sein Vorgänger sein, doch eine ernsthafte Empfehlung kann selbst für Hardcore-Genreliebhaber nicht ausgesprochen werden. Das beste war auch hier wieder sein Twist gen Ende – der im Grunde ein altes Gericht erneut aufgewärmt hat.

Fotocopyright: Mediacs

Subservience

Inhalt

Seine Frau liegt im Krankenhaus und auf der Arbeit geht es hoch her. Nick ist total überfordert und erwirbt einen Androiden als Haushaltshilfe. Alice fügt sich zunächst auch sehr gut in die Familie ein, überschreitet dabei aber alsbald ihre Grenzen…

Fazit

Bei Filmen wie „Subservience“ frage ich mich manchmal nach dem Sinn. Das Thema um Androiden, die aus der Reihe tanzen sind nicht unbedingt originell und dieser Streifen gibt dem altbewährten Rahmen leider auch keinerlei neuen Anstrich. Megan Fox ist zumindest optisch und von ihrem soliden Spiel durchaus als Highlight zu betrachten, doch klammert man diesen Aspekt aus, bleibt am Ende wenig erinnerungswürdiges übrig.

Die Inszenierung war hochwertig und zeitgemäß. Das Szenario wirkte einigermaßen glaubwürdig gestaltet, verzichtete dankenswerterweise auf unnötigen Einsatz von CGI-Effekten, ließ die Welt trotz Androiden durchaus bodenständig erscheinen. Eine bunten Werbetafeln ala Blade Runner und auch nie das Gefühl einer Endzeit – was das Abtauchen überaus einfach gemacht hat.

Die Geschichte war simpel und weitestgehend vorherschaubar gestrickt. Alles entwickelte sich wie erwartet und die Spannungskurve blieb hierdurch flach. Schnell konnte 1 und 1 zusammengezählt, der vermeintliche Verlauf der Handlung bzw. die Ziele von Alice durchschaut werden. Dies wurde sicherlich sympathisch und technisch makellos inszeniert, litt aber wie gesagt unter Spannungsarmut.

Eine solide Optik, ein greifbares Setting und eine fantastische Megan Fox machen das Werk anschaubar, aber in meinen Augen nicht unbedingt übertrieben empfehlenswert. Man hat alles schon einmal gesehen – und das zumeist etwas besser und mit klareren Aussagen. Für mich war „Subservience“ auf der einen Seite nicht kritisch oder schwarzhumorig genug, auf der anderen Seite nicht Spannend oder blutig genug. Fazit: ziemlich mittelprächtig.

Fotocopyright: Millennium Media

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