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Schlagwort: Komödie (Seite 1 von 49)

The Monkey

Inhalt

Im Nachlass ihres verschwundenen Vaters finden seine zwei Zwillingssöhne einen sonderbaren und mitunter leicht gruselig anmutenden Spielzeugaffen. Es dauert nicht lange, bis sie dessen tödliche Kräfte erkunden…

Fazit

Kurzes Inhaltsangabe und kurzes Fazit. „The Monkey“ basiert auf einer Geschichte von Gruselmeister Stephen King und bot entsprechend auch ein paar wirklich markante, herrlich blutige Momente – dazwischen leider auch ein paar kleinere Längen.

Die Handlung war simpel, dafür mit originellen Ideen und Ableben gespickt, die uns immer mal wieder schmunzeln ließen. Grundsätzlich war die schlecht vorherschaubare Geschichte sowieso ein Garant für eine gewisse Spannungskurve – deren Finale jedoch fast schon erwartungsgemäß nicht zu hundertprozentig zu überzeugen wusste.

Die Effekte (insbesondere die derben Splattereinlagen) waren handwerklich sehr gut gemacht und verfehlten auch nicht ihre Wirkung. Sicherlich kam hier auch der Computer zum Einsatz, doch insgesamt schauten die „Kleckereien“ nach ehrlicher Handwerkskunst aus und verdienten großes Lob. Die Darsteller haben ihre Sache zufriedenstellend erledigt und die Chemie untereinander (der der Zwillinge) hat gepasst.

„The Monkey“ war ein netter Splatter-Spaß für Zwischendurch und hätte mit einen noch geschmeidigeren Erzählfluss eine dicke Empfehlung verdient. So bleibt es bei solider Kosten, die nicht nur für King-Fans durchaus einen kleinen Blick wert ist – aber nicht zum absoluten Pflichtprogramm gehört.

Fotocopyright: PLAION PICTURES

Die Goonies

Inhat

Um den Abriss ihrer Häuser zu verhindern, nutzten ein paar Jugendliche ein letztes gemeinsames Wochenende zur Suche nach einem Piratenschatz…

Fazit

„Die Goonies“ sind nicht nur Kult, sondern im Laufe der Jahre eigentlich auch zu einem Kulturgut geworden. Jeder ernsthafte Filmfan (zumindest als Kind der 80iger) sollte diesen Streifen in der Sammlung haben und ihn vermutlich so feiern wie ich.

„Die Goonies“ ist der perfekte Abenteuerfilm, der sich an alle Zielgruppen richtet und in jeder Phase meine Lebens bestens funktioniert hat. Richtet sich ein „Indiana Jones“ (den ich natürlich auch als Kind geliebt habe) eher an ein älteres Publikum, schaffen „Die Goonies“ ein Band über alle Generationen hinweg.

Während die Geschichte eigentlich war nicht mal so spektakulär war, sind es vor allem seine Figuren und der allgegenwärtige Charme seiner Entstehungszeit, was für Gänsehaut sorgt. Die gut geschriebenen Figuren wuchsen rasch ans Herz und bei der bunten Vielfalt an Kids ist für Jeden die passende Identifikationsfigur dabei.

Das Pacing war perfekt. Lustige Dialoge, Action und ein jede Menge Abenteuer-Vibes hielten sich präzise die Waage. Langweilige wurde es nie, dafür teilweise aber recht gruslig für das anvisierte Publikum. So wurden unsre Kinderprotagonisten mit Leichen (inkl. Kopfschüssen) und Skeleten konfrontiert – könnte ich mir heute bei einem solchen Titel gar nicht mehr so recht vorstellen. Geschadet hat es jedenfalls nicht.

Die Chemie aller Darsteller hat hervorragend gepasst und selbst für die markanten Bösewichter blieb viel an Sympathie übrig. Jede Rolle wurde nicht nur mit viel Fingerspitzengefühl besetzt, sondern auch optisch (Kleidung) raffiniert und nachhaltig in Szene gesetzt. Aus heutiger Sicht ist der Blick auf beispielsweise einen noch sehr jungen Josh Brolin extrem witzig – mit diesem Film haben eben auch Karieren angefangen oder wurden zumindest ausgebaut.

Viel muss man zu diesem Kultfilm eigentlich nicht mehr schreiben. „Die Goonies“ sollte Jeder kennen und vermutlich auch lieben. Sie waren nicht unbedingt der Vorreiter ihrer Gattung, aber definitiv einer der besseren Vertreter seiner Sorte und bei jeder Sichtung ein großer Spaß ohne Abnutzungserscheinungen. Bedenken habe ich nur bei einer seit langer Zeit angekündigter Fortsetzung, deren Pläne nun immer konkreter zu scheinen werden – aber ansonsten gibt es zumindest bei diesem Erstling nichts zu mäkeln. Vielleicht hätte man einen neuen Teil seinerzeit etwas rascher nachsieben können…

Fotocopyright: Warner

Mr. No Pain

Inhalt

Nate leidet an einer selten Krankheit, die ihn Resistent geben Schmerzen macht. Für die Einen ist er damit eine Art von Superheld, für sich selbst ist er nur ein einsamer Mensch mit stark eingeschränkten Selbstvertrauen. Er arbeitet auf einer Bank und als diese überfallen wird, nimmt er seinen Mut zusammen, verfolgt die Ganoven auf eigene Faust…

Fazit

Auch wenn ich beim Anblick des Posters zuerst irgendwie an eine Fortsetzung von „Nobody“ gedacht habe, war ich nach der Sichtung (und dem Gang aus dem Kinosaal) am Ende nicht enttäuscht von diesem Film.

„Mr. No Pain“ besaß eine witzige Prämisse, die die Macher bis zum Ende ideal ausnutzen konnten und uns eine unterhaltsame Zeit bescherten. Dabei war der Film niemals so richtig hochwertig oder genial, doch zu keiner Minute langweilig oder uninteressant. Das Pacing war super und auf dem Schirm war immer etwas los.

Zunächst habe ich bei den hier zu Grunde liegenden Gegebenheiten eine herbere Gangart erwartet, doch die Macher haben so eigentlich den perfekten Mittelwerk aus ansatzweise vorhandener Glaubwürdigkeit und dennoch deftigen Knochenbrüchen geschafft. Unsere liebenswerte Hauptfigur wurde nicht zu heftig rangenommen und hatte stets noch eine halbwegs realistische Chance aus seinen misslichen Lagen herauszukommen.

Technisch gab es nichts zu Mäkeln. Der Film kam mit einer hochwertigen Optik, entsprechenden Zeitrafferaufnahmen und einen coolen Soundtrack daher. Jack Quaid hat toll performt und den Zuschauer schmerzlich an seinen Wunden teilhaben lassen. Seine Bösewichte waren dagegen etwas blas, gingen aber als Standard-Kanonenfutter schon in Ordnung.

Ob das Werk in heutigen Zeiten wirklich eine FSK18 verdient hat, sei mal dahin gestellt – sonst gab es hier aber tatsächlich nichts zu kritisieren. Kurzweil wurde hier extrem groß geschrieben und die Zeit im Lichtspielhaus verging fast wie im Flug. Wer kein Problem mit offen dargestellten Knochenbrüchen oder dem Entfernen von Kugeln in Eigenregie hat, darf gerne mal einen Blick riskieren. „Mr. No Pain“ ist sicherlich nicht perfekt, aber zumindest auf einem sehr hohen Niveau in Sachen Popcorn-Unterhaltung.

Fotocopyright: ‎ Paramount Pictures (Universal Pictures)

Tales from the Borderlands (Nintendo Switch)

Inhalt

Zwei Ganoven werden von einem Kopfgeldjäger gefangen genommen und erzählen ihm eine unglaubliche Geschichte rund um einen Megakonzern, einen sonderbaren Schlüssel und wie sie sich letztlich miteinander angefreundet haben…

Gameplay

Die Telltale-Spiele sind besonders für ihr Storytelling und weniger für ein tiefgründiges Gameplay bekannt – und so auch hier. Die meiste Zeit bekommen wir selbstablaufende Aktionen zu Gesicht, dürfen hin und wieder die Gespräche manipulieren oder werden in hektischen Quicktime-Events auf die Probe gestellt. Ganz selten dürfen wir unsere Figuren auch mal ein paar Schritte bewegen und die Umgebung nach Hinweisen oder verborgenen Türen absuchen.

Spielzeit

Das Spiel gliedert sich in 5 Kapitel und kommt mit einer Gesamtspielzeit von zirka 10 Stunden daher (nicht genau gestoppt, da immer Häppchenweise auf dem Weg zur Arbeit und in den Mittagspausen gespielt).

Präsentation

Optisch macht der Titel auf der Switch einen hervorragenden Eindruck. Normalerweise bin ich ja nicht der größte Fan der Cel Shading Optik, doch hier passt diese Methode wie die Faust aufs Auge. Figuren und Hintergründe wirkten glasklar, super animiert und die witzige Endzeitstimmung auf Pandora kam einfach klasse rüber.

Der Soundtrack bot ein paar coole Stücke, blieb aber sonst eher angenehm im Hintergrund. Die englische Sprachausgabe kam mit einigen markanten Stimmen daher und wirkte rundherum professionell gemacht.

Positiv

  • hübsche audiovisuelle Präsentation
  • witzige Geschichte
  • nettes Szenario
  • gut geschriebene Figuren
  • gutes Pacing

Neutral

  • Interaktion schon sehr eingeschränkt
  • gradlinig
  • nur englische Sprachausgabe

Negativ

  • hakelige Steuerung
  • teils nervige Quicktime-Events
  • schlecht verteilte Rücksetzpunkte nach dem Game Over
  • Abstürze

Fazit

Abgesehen von einigen Abstürzen („Software muss beendet werden“) und ein paar frustrierenden Quicktime-Events (mit schlecht verteilen Rücksetzpunkten, die uns einige Abschnitte gefühlt minutenlang wiederholen ließen), hatte ich meinen Spaß mit diesem Spiel. Es hat mir insgesamt zwar nicht so sehr wie „New Tales“ gefallen, aber ähnlich unterhaltsam war es schon und bot seine erinnerungswürdigen Momente.

Wer die Welt von „Borderlands“ mag und sich mit einem stark eingeschränkten Gameplay abfinden kann (oder so etwas nach einem langen Arbeitstag einfach mal sucht), wird hier dank netter Geschichte, tollen Figuren und derben Humor auf seine Kosten kommen. Ein mega Spiel ists jetzt nicht, aber ein anspruchsloser und kurzweiliger Zeitvertreib auf jeden Fall.

Fotocopyright: 2K Games

Der blutige Pfad Gottes

Inhalt

Nach einer wüsten Schlägerei mit Todesfolge und anschließendem Freispruch aus Notwehr werden die Brüder Conor und Murphy McManus in ihren Kreisen als Helden verehrt, sogar von vielen Polizisten wohlwollend betrachtet. Sie haben es sich gewagt mit der Russenmafia anzulegen und scheinbar ist auf ihrem Feldzug für Gerechtigkeit dank göttlicher Einfügung noch kein Ende in Sicht…

Fazit

An einem Film wie „Der blutige Pfad Gottes“ scheiden sich die Geister. Bei seiner ersten Sichtung (damals noch auf VHS-Kassette ganz klassisch aus der Videothek ausgeliehen) hat mir der Streifen noch überhaupt gefallen, zählte beinahe zu den schlechtesten der bisher gesehenen Filmen überhaupt. Jahre später bekam das Teil dann immer mal wieder eine Chance (von der DVD bis zum Blu-Ray-Steelbook hin) und so langsam entwickelte sich ein gewisser Kult-Charakter, dem man sich mittlerweile nur schwerlich entziehen kann.

Der Film ist so schlecht, dass er im Grunde schon wieder gut ist. Seine Action- (und komödienhaften) Szenen sind teils so absurd, dass sie schon wieder für Lacher sorgen, sogar bei wiederholter Sichtung nunmehr freudig erwartet werden. Die Dialoge und Zitate sind ebenfalls eine Sache für sich, machen das seltsame Konstrukt aber erst richtig rund, verpassen ihm einen passenden Anstrich.

Der pseudo-göttliche Rachefeldzug bot ein gutes Pacing, obwohl hin und wieder schon ein paar kleinere Längen zu verzeichnen waren. Man hätte einige Szenen leicht einkürzen, andere wiederum ruhig ein wenig ausbauen können – was höchstwahrscheinlich eine Frage des Budgets gewesen sein mag. Gerne hätte ich ein bisschen mehr an Action gesehen – den hier lag eine große Stärke des Streifens.

Die Schusswechsel und Keilereien waren sehr hübsch choreografiert und mit hervorragender Situationskomik verbunden. Der Titel bewahrte einen ernsteren Grundton, kam trotzdem recht locker und gut bekömmlich daher. Man bewies Geschick für Selbstironie und schwarzen Humor.

Die Darsteller haben ihre Sache – im gegebenen Rahmen – solide und ohne Mäkel absolviert. Der damals noch relativ unbekannte Norman Reedus kam schon mit bekannt-markanter und Mine daher, stand allerdings etwas im Schatten einen gewohnt schrägen William Dafoe, der für solche Auftritte einfach wie geschaffen ist.

Ob der vermeintliche Kultstatus gerechtfertigt ist, vermag ich nicht zu sagen. Fakt ist, dass er im Laufe der Jahre gehörig in meiner Gunst gestiegen ist, trotzdem aber noch nicht zur Speerspitze des Genres gehört und eine Empfehlung nur eingeschränkt ausgesprochen werden kann. Der Film hat seine wirklich guten Momente (und einen tollen Dafoe), überzeugt aber nicht überall zu hundertprozentig. Interessierte sollten sich auf jeden Fall einfach mal selbst ein Bild machen – mit knappen 1,5 Stunden wäre im Notfall auch nicht zu viel Zeit verschwendet.

Fotocopyright: Alive AG

Mickey 17

Inhalt

Auf der Flucht vor brutalen Geldhaien schreibt sich Mickey bei einem Kolonialisierungsprojekt ein und verlässt mit einem großen Raumschiff die Erde gen Planeten Niflheim. Er stellt sich dabei als äußerst nützliches Crewmitglied heraus, muss er doch durch diverse Tests regelmäßig sterben und wird danach einfach neu ausgedruckt…

Fazit

Die Story klingt etwas verrückt und der Film ist es auch – was allerdings in einem völlig positiven Kontext zu werten ist und Lob in jedweder Beziehung verdient. Nach einem Titel wie Tenet hat sich Pattinson erneut in einem ungewöhnlichen Sci-Fi-Streifen verirrt und sich dabei erneut von seiner besten bzw. seinen besten Seiten (in mehrfacher Hinsicht) gezeigt.

Es gab durchaus gewisse Erwartungen an Bong Joon-ho, der mit Parasite diverse Auszeichnungen (u.A. den Oscar für den besten internationalen Film) einheimsen konnte und grundsätzlich bereits in früherer Vergangenheit mit Werken wie „The Host“, „Memories of Murder“ oder „Snowpiercer“ ein Gespür für fantastisches Kino beweisen konnte. Aus meiner Sicht war „Mickey 17“ nun ebenso ein Glücksgriff, lieferte er doch erneut erfrischende und unterhaltsame Kost ab.

Bereits nach wenigen Minuten war man voll im abgedrehten Szenario versunken, brachte die ersten Lacher, aber auch die ersten faszinierten Blicke hervor. Die futuristische Welt wurde kühl, aber sehr ansprechend und meines Empfindens auch gar nicht mal so abwegig konstruiert. Alles wirkte in sich stimmig, selbst die Idee mit dem 3D-Drucker, aus dem unsere Hauptfigur mit schöner Regelmäßigkeit ausgeworfen wurde. Glücklicherweise war diese Darstellung aber durchaus mit einem gewissen Sarkasmus garniert, so dass moralische Bedenken diesbezüglich eher hinten angestellt wurden.

Trotz einer Laufzeit von über zwei Stunden blieb das Geschehen jederzeit angenehm kurzweilig und packend. Einige Dialoge waren etwas ausschweifender, trotzdem nie zu lang ausgefallen. Man hat immer zum richtigen Zeitpunkt den Absprung gefunden, den Zuschauer nicht unnötig vollgelabert. Überdies war die Inszenierung mit ihren kühlen, aber auf Hochglanz polierten Bildern sehr schön und ein eher unauffälliger Soundtrack fiel nicht negativ ins Gewicht. Die Computereffekte wirkten meist dezent, das Design der Außerirdischen war grandios.

Vielleicht war die überzeichnete Darstellung der Figur von Mark Ruffalo nicht unbedingt der Hit und an präziser Logik sollte man auch nicht unbedingt festhalten – dann klappt es aber mit dem spaßigen Tripp nach Niflheim. Mir hat der Titel von Anfang bis Ende sehr gut gefallen und gebe für aufgeschlossene Filmfreunde gerne eine heiße Empfehlung ab. Bis dato einer der besten Streifen des Jahres und ein Anwärter auf einen Day-One-Kauf für das Heimkino. Ich freue mich auf eine erneute Sichtung!

Fotocopyright: Warner Bros (Universal Pictures)

Fargo

Inhalt

Ein Geschäftsmann steckt in einer finanziellen Klemme und schmiedet einen perfiden Plan. Ein paar Kleinkrimielle sollen seine Frau entführen und der Schwiegerpapa soll das geforderte Lösegeld zusammenkratzen. Am Ende möchte man sich dann die Beute aufteilen, doch natürlich nimmt das Schicksal einen anderen Verlauf…

Fazit

„Fargo“ ist Kult, der es mit seiner abstrusen (aber wahren) Geschichte sogar zu einer hervorragenden Serie gebracht hat. Mit viel Fingerspitzengefühl und einem hervorragenden Gespür für schräge Charaktere haben die Coen-Brüder anno 1997 mal so richtig abgeliefert, ein Werk mit hohem Wiederschauwert geschaffen.

Schon bei seiner damaligen Veröffentlichung war die Handlung und deren durchaus absehbaren Verlauf nicht gerade neu, doch die markante Umsetzung stach bis dato hervor. Jede noch so kleine Rolle wurde mit tollen Schauspielern besetzt, die ihren Figuren Tiefe und ein gewisses „Etwas“ verliehen. Witzige Dialoge und das Spiel mit eigenwilligen Akzenten trugen dann den Rest zum Gelingen bei.

Der Streifen war jederzeit angenehm locker und kurzweilig erzählt, kam quasi ohne nennenswerte Längen daher. Jeder Part war genau richtig ausgelotet, jede Figur bekam ihre angemessene Bühne. Es machte stets Spaß dem Treiben zu folgen und Kurzweil wurde ganz groß geschrieben. Eine hübsche (und durch ihre „Grobkörnigkeit“ cineastische) Inszenierung mit einem eingängigen Soundtrack sorgten für den Rest.

Frances McDormat agierte wirklich genial, wobei großes Lob eigentlich auch an den kompletten Rest geht. William Macy legte ein ebenso tolles Spiel an den Tag wie beispielsweise Steve Buscemi oder Peter Stormare, die ein sympathisches Gangster-Pärchen verkörperten.

„Fargo“ schafft, was nicht allen Titeln gelang. Trotz starkem Fokus auf eine spezielle Region und deren Charakteren und Akzenten kommen Wortspiele und Verhaltensweisen problemlos zu uns rüber, bilden am Ende sogar ein mehr als nur stimmiges Gesamtbild. Wer schwarzen Humor und schrullige Figuren mag, liegt hier jedenfalls goldrichtig.

Fotocopyright: Twentieth Century Fox

Bulletproof Monk – Der kugelsichere Mönch

Inhalt

Bereits seit über 60 Jahren sind die Nazis hinter einer mysteriösen Schriftrolle her, die ein tibetischer Mönch mit seinem Leben verteidigt. Lange war der Hüter damit abgetaucht, doch nun scheint er in Amerika einen würdigen Nachfolger für seinen Posten gefunden zu haben. Leider ist der Kleinkriminelle Kar zunächst noch gar nicht von dessen Gedanken begeistert und zu allem Überfluss tauchen die alten Häscher wieder auf…

Fazit

Mit Action-Superstar Chow Yun-Fat, American-Pie-Liebling Seann William Scott und bösen Nazis als Gegenspieler hatte dieser Streifen eigentlich alles, was gutes Kino benötigte und hinterließ schon bei seinem Release einen traurigen Eindruck. Nach Jahren habe ich nun die Scheibe (DVD) mal wieder in die Hand genommen und werde ein HD-Upgrade ein weiteres Mal vertagen bzw. definitiv davon absehen.

Zunächst fiel wieder einmal die etwas billige Optik, dann die mittelprächtige Synchronisation ins Auge bzw. ins Ohr. Der Streifen wirkte durchgehend wie eine schlichte Videothekenproduktion, womit man sich bei entsprechendem Flair und Witz allerdings noch hätte arrangieren damit können – selbst, wenn man zum damaligen Zeitpunkt durchaus A-Ware erwartet hatte.

Die Geschichte war flach, wenig originell und vollkommen unglaubwürdig – was bei entsprechend launiger Umsetzung jedoch auch noch kein Showstopper gewesen wäre. Vielmehr stolpert das Teil immer wieder über schleppenden Erzählfluss, seltsam angelegte Figuren und entgegen der vollmundigen Hoffnungen leider auch an ziemlich dürftigen Actionszenen.

Die Choreografie war überwiegend lächerlich, konnte nicht einmal mir als Freund übertriebener „Seil-Akrobatik“ ein müdes Lächeln abringen. Während mir die Darbietung von Scott noch ziemlich egal war, stach das vergeudete Potential von Fat umso mehr hervor. Er brachte mit seiner stets glücklich wirkenden Mine vielleicht ein wenig Lockerheit ins Spiel, doch die ihm hier auferlegten Kampfeinlagen waren nicht das Gelbe vom Ei.

Die Zutaten waren da, aber die Macher vermochten sie nicht zu nutzen. „Bulletpoof Monk“ mag seine unterhaltsamen Momente besessen haben, ist aber selbst für Fans der Darsteller nur bedingt eine Empfehlung wert. Wahrscheinlich werde ich den Titel einfach schnell wieder vergessen und in einigen Jahren erneut zu dieser nüchternen Erkenntnis kommen…

Fotocopyright: LEONINE

Old Guy – Alter Hund mit neuen Tricks

Inhalt

Ein alternder Auftragskiller soll einen verheißungsvollen Nachfolger einarbeiten und geht zunächst widerwillig dieser Pflicht nach. Anfangs glaubt er, durch das neue Talent ersetzt zu werden – später merken Beide, dass sie hinter der Licht geführt wurden…

Fazit

Ehrlich gesagt hat mich die Geschichte nicht sonderlich angesprochen, doch wegen Christoph Waltz und Lucy Liu wollte ich diesem Titel dennoch eine Chance einräumen. Geboten hat sich ein mittelprächtig gemachter und leider auch mittelprächtig unterhaltsamer Streifen, der das Rad nicht neu erfand und auch ansonsten nur wenige Pluspunkte auf der Haben-Seite verbuchen konnte.

Die Handlung war nicht gerade neu und auch die bereits in der kurzen Inhaltsangabe erwähnte Wendung brachte nur wenig frische Ansichten in das altbekannte Szenario. Man hat sämtliche Variationen der Killer-Story irgendwo schon einmal gesehen und zumeist auch etwas witziger oder actionreicher erlebt.

Die Darsteller gaben ihre Sache grundsätzlich passabel erledigt, doch die Chemie untereinander hat irgendwie nicht so recht gepasst. Ich empfand die Charaktere als etwas zu überzeichnet und unglaubwürdig, deren Beziehung untereinander nicht aufschlussreich genug erklärt. Sowohl Waltz, als auch Liu waren für diese Rollen vollkommen verschwendet, stellten aber immerhin das größte Highlight an dieser Produktion da.

Filme wie „Killer Bodyguard“ erfanden das Rad ebenfalls nicht neu, waren aber wesentlich kurzweiliger gemacht und sorgten für Schenkelklopfer. „Old Guy“ dagegen kam mit markanten Namen, aber wesentlich schlechteren Inhalt daher, enttäuschte auf ganzer Linie. Das Gebotene war nur selten witzig, meist sogar erschreckend langweilig und eigentlich nie im positiven Sinne über das Ziel hinaus geschossen. Keine Empfehlung meinerseits, doch wohl schnell auch wieder vergessen.

Fotocopyright: LEONINE

The Stanley Parable (Nintendo Switch)

Inhalt

Der Spieler schlüpft in die Rolle von Stanley, der wie jeden Tag in seinem Büro sitzt und diverse Tasten betätigt. Als ihm jedoch klar wird, dass er sich wahrscheinlich allein im Gebäude befindet, geht er auf die Suche nach seinen Kollegen und macht dabei die ein oder andere verwunderliche Entdeckung…

Gameplay

Auf meiner aktuellen Suche nach Walking Simulatoren bin ich natürlich wieder über diesen Titel gestolpert und würde ihm nach genauerem Antesten auch diesem Genre zuschreiben. Der Spieler steuert den namensgebenden Stanley aus der Ego-Perspektive durch die unterschiedlichen Büroräume und darf hier und da auch mal einen Schalter betätigen.

Im Gegensatz zu anderen Mitbewerbern kann man hier allerdings auch sterben – was jedoch unabwendbar zum Konzept gehört und so gewollt ist. Nach jedem Ableben startet Stanley wieder in seinem Büro und versucht nun ein anderes der 42 Enden (Deluxe Edition) zu erreichen. Das ist das Spielprinzip.

Ein Sprecher kommentiert dabei unsere Aktionen und gibt neben nützlichen Hilfen auch gerne mal Spott und Hohn von sich, wächst uns mit seiner fröhlichen Stimmfarbe rasch ans Herz.

Spielzeit

Die Spielzeit ist schwierig zu beziffern. Im Grunde kann ein erstes Ende bereits nach wenigen Minuten erreicht sein, der Rest richtet sich an die Ausdauer und Motivation des Spielers. Ich habe mich ungefähr 2 bis 3 Stunden mit dem Programm beschäftigt, wohl etwas mehr als die Hälfe der möglichen Enden zu Gesicht bekommen. Danach hat es mir an erstrebenswerten Zielen gefehlt.

Präsentation

Optisch ist der Titel kein Knaller, aber immerhin performt die karge (und dennoch halbwegs ansehnliche) Grafik gerade auf der Switch recht gut. Die Kulissen wurden nett gestaltet und mit markanten Einrichtungselementen bestückt. Das Geschehen lief jederzeit superflüssig und die kurzen Ladepausen gingen in Ordnung. Sehr gut hingegen unser englischsprachiger Sprecher mitsamt passabel übersetzten deutschen Untertiteln. Einige InGame-Objekte (Buttons, Tafeln, Bildschirme, etc.) wurden sogar ebenfalls lokalisiert.

Positiv

  • witzige Grundidee
  • exzellenter Kommentator
  • kreative Spielwege / viele unterschiedliche Enden

Neutral

  • technisch bestenfalls solide
  • Spielzeit richtet sich nach der Motivation des Spielers

Negativ

  • Spielprinzip nutzt sich schnell ab
  • geringer Wiederspielwert

Fazit

Lange habe ich diesen Titels mangels Interesse vor mir hergeschoben und stehe am Ende auch etwas ratlos da. Die originelle Grundidee muss man neidlos anerkennen und manchen Lacher konnte man sich nicht verkneifen – doch letztlich hat mich das Produkt nicht von sich überzeugen können.

Schnell hat sich das Gameplay abgenutzt und die Motivation fuhr rasch zurück. Für ein oder zwei Stunden mag das Ding zu beschäftigen wissen, aber ich bezweifele, dass das Modul noch einmal in der Konsole landen wird.

Ich bereue den kurzen Ausflug mit Stanley nicht, sehe das Spiel jedoch eher als Tech-Demo für einen (höchstwahrscheinlich unwahrscheinlichen) Port eines richtigen Half Lifes auf den Handheld von Nintendo…

Fotocopyright: Galactic Cafe

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