Inhalt
Gus Lobel ist Baseballfan mit Herz und Seele, arbeitet auch seit Jahren als Scout für neue Talente. Seine gesundheitlichen Einschränkungen sind im Alter jedoch nicht das schlimmste, vielmehr droht ihm durch ein Computerprogramm mit Zugriff auf umfangreiche Statistiken ersetzt zu werden…
Fazit
Der Baseball-Sport ist hierzulande vielleicht nicht ganz so gut greifbar, doch schmälert dies auf keinen Fall den Unterhaltungswert dieses Films.
Wieder einmal kann man nichts anderes behaupten, als das Eastwood seine Sache gewohnt hervorragend gemacht hat und seinem Charakter aufgrund seines Alters viel Glaubwürdigkeit mit auf den Weg gegeben hat. Anders hingegen schaute es allerdings beim Storytelling aus, welches spürbar weniger greifbar und mehr schon wie ein Märchen im Sportgewand daher kam.
Alle Komponenten waren auf Gute-Laune und Happy-End getrimmt, jede noch so kleine Wendung ausnahmslos vorherschaubar eingeflochten. Man wanderte auf altbekannten Pfaden, verlor nie das Ziel aus den Augen oder überraschte mit dramatischen Einlagen. Alles entwickelte sich wie erwartet und natürlich fand die zerstrittene Familie wieder zusammen – neue Liebe und schnulziges Finale inklusive.
Ansonsten war der Film routiniert inszeniert und gab Abseits seines seichten Inhaltes keinen weiteren Grund zur Klage. Die Szenen auf dem Spielfeld waren hübsch eingefangen und nahmen in ihrer Anzahl nicht Überhand. Es gab zwar ein paar Fachbegriffe, die jedoch soweit notwendig anschaulich visualisiert wurden und für Unkundige keine echten Fragen offen ließen.
„Back in the Game“ war ein solider Vertreter seiner Zunft, auch wenn er für meinem Geschmack manchmal zu dick und vor allem zu vorherschaubar aufgetragen hat. Er machte nicht viel verkehrt, wagte sich aber auch überhaupt nichts wirklich Neues und war in meinen Augen einfach zu stark auf Harmonie getrimmt. Zwischendurch anschauen geht in Ordnung, in Erinnerung bleibt abgesehen von einem großartigen Eastwood leider nicht viel.
6/10
Fotocopyright: Warner Bros (Universal Pictures)