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Schlagwort: Sport (Seite 1 von 2)

Back in the Game

Inhalt

Gus Lobel ist Baseballfan mit Herz und Seele, arbeitet auch seit Jahren als Scout für neue Talente. Seine gesundheitlichen Einschränkungen sind im Alter jedoch nicht das schlimmste, vielmehr droht ihm durch ein Computerprogramm mit Zugriff auf umfangreiche Statistiken ersetzt zu werden…

Fazit

Der Baseball-Sport ist hierzulande vielleicht nicht ganz so gut greifbar, doch schmälert dies auf keinen Fall den Unterhaltungswert dieses Films.

Wieder einmal kann man nichts anderes behaupten, als das Eastwood seine Sache gewohnt hervorragend gemacht hat und seinem Charakter aufgrund seines Alters viel Glaubwürdigkeit mit auf den Weg gegeben hat. Anders hingegen schaute es allerdings beim Storytelling aus, welches spürbar weniger greifbar und mehr schon wie ein Märchen im Sportgewand daher kam.

Alle Komponenten waren auf Gute-Laune und Happy-End getrimmt, jede noch so kleine Wendung ausnahmslos vorherschaubar eingeflochten. Man wanderte auf altbekannten Pfaden, verlor nie das Ziel aus den Augen oder überraschte mit dramatischen Einlagen. Alles entwickelte sich wie erwartet und natürlich fand die zerstrittene Familie wieder zusammen – neue Liebe und schnulziges Finale inklusive.

Ansonsten war der Film routiniert inszeniert und gab Abseits seines seichten Inhaltes keinen weiteren Grund zur Klage. Die Szenen auf dem Spielfeld waren hübsch eingefangen und nahmen in ihrer Anzahl nicht Überhand. Es gab zwar ein paar Fachbegriffe, die jedoch soweit notwendig anschaulich visualisiert wurden und für Unkundige keine echten Fragen offen ließen.

„Back in the Game“ war ein solider Vertreter seiner Zunft, auch wenn er für meinem Geschmack manchmal zu dick und vor allem zu vorherschaubar aufgetragen hat. Er machte nicht viel verkehrt, wagte sich aber auch überhaupt nichts wirklich Neues und war in meinen Augen einfach zu stark auf Harmonie getrimmt. Zwischendurch anschauen geht in Ordnung, in Erinnerung bleibt abgesehen von einem großartigen Eastwood leider nicht viel.

Fotocopyright: Warner Bros (Universal Pictures)

Unbesiegbar – Der Traum seines Lebens

Inhalt

Philadelphia in den 70iger Jahren. Dem ehemaligen Lehrer Vince scheint das Unmögliche zu gelingen. Trotz gehobenen Alters und ohne professionelle Vorerfahrung wird er ins Trainingslager der Eagles eingeladen und könnte zu einem Stammspieler des Vereines werden…

Fazit

Die besten Geschichten schreibt das Leben und mit Filmen rund um das Thema Football macht man (in Amerika) nichts verkehrt. Nach diesem Vorgaben hält sich der Titel nahezu sklavisch und rattert erbarmungslos eine vorherschaubare Checkliste herunter. Schlecht ist das Ergebnis sicherlich nicht geworden, doch seine simple Formel kann nicht verleugnet werden.

Mit Wahlberg hat man seinerzeit eine ideale Besetzung gefunden, auch wenn seine Figur manchmal erstaunlich ausdrucksschwach und irgendwie abwesend erschien. Vielleicht hat der mittlerweile doch sehr renommierte Darsteller seine Figur einfach nur passend adaptiert – oder er war manchmal nicht so ganz bei der Sache. Immerhin optisch hat er sich prima an der damaligen Zeit orientiert und mit seiner Mähne und Outfits für kleinere Schmutzler gesorgt.

Wie dem aber auch sei: zumindest die Sportszenen gehörten zum Besten, was das Genre zu bieten hat und erweckten den Kampf auf dem Spielfeld eindrucksvoll zum leben. Die geleckten, teils auch stark gefilterten Aufnahmen waren über jeden Zweifel erhaben, wirkten hochwertig und zutiefst realistisch gezeichnet. Man fühlt die Dynamik des Spieles, die Wucht des Aufeinandertreffens der Kontrahenten. Perfekt choreografiert, perfekt in Szene gesetzt.

Der Film an sich verlief nach bewährten Mustern, hielt ansonsten keinerlei Überraschungen bereit. Der liebenswerte Verlierer ist natürlich zum Star avanciert, konnte Freunde und Familie beeindrucken, hat seine neue Liebe gefunden und blieb dem Verein über Jahre treu. Hier hätte man tatsächlich keinen anderen Verlauf erwartet und entsprechend litt die allgemeine Dramaturgie etwas. Man wusste stets, was als nächstes passieren wird und das Mitfiebern mit unserer Hauptfigur hielt sich stark in Grenzen.

Grandiose Bilder und ein gefälliger Grundton lassen Vorschaubarkeit und vor allem das Bedienen unzähliger Klischees vergessen. „Unbesiegbar“ war ein symphytischer Sportfilm, der nicht nur Football-Fans eine unterhaltsame Zeit bereiten dürfte, sondern auch der breiten Maße eine hervorragende Unterhaltung liefert. Trotz aller besagten Mankos wurde man prima bei Laune gehalten und konnte das ein oder andere Auge zudrücken. Für mich jedenfalls einer der besseren Filme seiner Gattung – allein wegen den umwerfend inszenierten Eindrücken aus dem Stadion.

Fotocopyright: Disney

Race for Glory: Audi vs. Lancia

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Wir schreiben das Jahr 1983 und der Kampf um die Rennsportkrone ist voll entfacht. Erfolg im Motorsport bedeutet nämlich auch großen Gewinn beim Verkauf von Fahrzeugen im freien Handel. Besonders eifrig ist hierbei der Konkurrenzkampf zwischen dem renomierten Hersteller Lancia und dem mit neuem Antrieb durchstartenden Platzhirsch Audi…

Fazit

Filme über Rennsport gibt es reichlich, aber glücklicherweise gelingt es „Race for Glory“ dennoch einen frischen Wind in das Genre zu bringen. Mir gefiel hier neben einer äußerst ansprechenden Optik vor allem seine Erzählweise – die sich weniger auf Rennabschnitte und Fahrer, vielmehr auf die Figuren hinter den Kullisen fokusierte und uns somit ein paar ungewöhnliche Einblicke lieferte.

Zwar fallen einige prominente Namen, doch am Ende verkamen die sonst so hervorgehobenen Piloten eher zur Randerscheinung. Im Vordergrund standen hier die Köpfe hinter den Fahrzeugen, die nicht nur mit Technik, sondern auch mit anderen kleinen Kniffen stets versuchten die Rennen für sich zu gewinnen – und den Zuschauer mit witzigen Aktionen auch hin und wieder mal zum Lachen brachten.

Es gab vergleichweise wenige Szenen direkt von der Strecke, doch immerhin waren die kleinen Momente exzellent in Szene gesetzt. Der Look der 80iger wurde gut eingefangen und zugleich unerwartet edel präsentiert. Man fühlte sich wie in einer alten TV-Übertragung und dennoch wirkte das Geschehen irgendwie zeitgemäß und hübsch gemacht – irgendwie schwer zu umschreiben.

Die Darsteller haben Ihre Sache sehr gut gemacht und den größten Teil zum Gelingen der gelungenen Immersion beigetragen. Vor allem Riccardo Scamarcio und Daniel Brühl lieferten sich ein sehenswertes Duell – ohne dabei ausfallend oder unsportlich zu werden. Ihr Konkurrenzkampf war so verständlich, wie spannend, fühlte sich jederzeit greifbar an – und vor allem, dass man jederzeit spürte, dass es kein Hass, sondern eine seltsame Freundschaft zwischen den Beiden gab.

Durch das Verlagern seiner erzählerischen Schwerpunkte und dem Verzicht auf unnötige Effekthaschrei machte mir „Race for Glory“ mit seiner nüchternen Art wirklich viel Spaß. Sicherlich hat man (wie beim Abspann fairerweise erwähnt) ein paar Dinge zu Gunsten der leichtgängigen Unterhaltung etwas zurechtgestutzt, aber das war für mich kein Thema und erst recht keine Seltenheit im Filmbusiness. Wer Rennsport mag und kein „Krawall-Titel“ ala „Gran Tourismo“ erwartet, erhält hier jedenfalls einen echt soliden Genrebeitrag mit Herz und großartigen Hauptfiguren.

Fotocopyright: EuroVideo

Driven

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Kurz vor dem Ende der Session schwächelt das große Nachwuchstalent in der Formel 1 und ein alter Profi soll dem wackelnden Jüngling noch einmal kräftig unter die Arme greifen…

Fazit

Lange ist die letzte Sichtung von „Driven“ her und schnell war mir klar, warum ich mittlerweile auch so viele Details des Streifens vergessen habe. Die Handlung mag in groben Zügen eigentlich noch in Ordnung gehen, die Umsetzung jedoch ein Fall für sich sein.

Der Film war mir insgesamt zu sehr auf gute Vibes getrimmt und präsentierte uns nur Abziehbilder von echten Fahrern, die nur selten glaubwürdig agierten. Am stärksten war deren Zeichnung noch in Konfliktsituationen, die durch das anscheinend sehr harmoniebedürftige Drehbuch aber immer wieder zum Guten gewendet wurden. Es lief alles auf das obligatorische „Happy-End“ hinaus und selbst in dramatisch angelegten Szenen hielt man sich stark mit heftigen Einlagen zurück.

Unfälle gab es während der hübsch inszenierten Rennen schon – jedoch blieb es bei bizarren Blicken der Zuschauer und mitunter heldenhaften Rettungseinsätzen der vermeintlichen Konkurrenten. Alles ging stets mit blauen Auge über die Bühne und beim nächsten Rennen hatten sich sowieso wieder alle lieb. Vorherige Streitereien (inkl. Frauentausch) waren vergessen und jeder gönnte dem Anderen den Sieg.

Die Darsteller luden großenteils zum Fremdschämen ein, garantierten hierdurch allerdings auch einen gewissen Unterhaltungswert. Selbst Hollywood-Urgesteine wie Burt Reynolds oder Sylvester Stallone konnten mit ihren überraschend schwachen Auftritten nicht unseren „Helden“ wie Til Schweiger, Verona Pooth oder Jasmin Wagner das Wasser abgraben. Keiner trat hier richtig überzeugend auf, doch deren Zusammenspiel war trotzdem irgendwie anschaubar – was vermutlich den unentwegten Schmutzlern zu verdanken war.

„Driven“ ist ein seltsamer Film. Richtig gut gefielen mir eigentlich nur die aufwändig gemachten Rennszenen, die trotz leicht angestaubter CGI-Unterstützung noch ganz hübsch erschienen und ansonsten gab es jede Menge lachhafte Passagen. Da am Schluss der Spaßfaktor zählt und so manche unfreiwillige Macke ihren Teil zur Kurzweil beigetragen haben, bleibts bei einer durchschnittlichen Bewertung inklusive winziger Empfehlung für schmerzresidente Sportfreunde. Das echte Formel 1 Feeling kam irgendwie nie rüber und so richtig ernst nehmen konnte man das flauschige Script leider auch nicht.

Fotocopyright: Warner

The Underdoggs

Inhalt

Der ehemalige Football-Star Jaycen „Two J’s“ Jennings hat sein Leben nicht mehr im Griff und wird aufgrund seiner Eskapaden zu Sozialstunden in der früheren Heimat verdonnert. Kaum dort angekommen, trifft er auf ehemalige Freunde, eine alte Liebe und ein Nachwuchs-Footballteam mit Potential…

Fazit

Der diesjährige Superbowl ist zwar vorbei, aber dennoch kam dieser Streifen auf Prime zum Ausklang der Session gerade recht. Viel erwartet habe ich im Anbetracht der austauschbaren Inhaltsangabe eigentlich nicht, serviert wurde immerhin eine solide Sportkomödie mit überraschend derben Umgangston.

Es war von Anfang an klar, dass die Macher das berühmte Rad nicht neu erfinden und sich an ausgebauchten Schemas bedienten – was insoweit in Ordnung geht, da man sich mit ein paar anderen Dingen dennoch vom restlichen Markt unterschied. Dies war stellenweise durchaus als positiv, manchmal aber auch als weniger optimal anzusehen.

Auffällig waren beispielsweise die schroffen Dialoge, die trotz junger Darsteller definitiv nichts für Kinderohren waren. So wurde stets geflucht, beleidigt oder über die Mütter der anderen Spieler hergezogen. War stellenweise durchaus witzig, manchmal aber auch irgendwie seltsam – schließlich passte das nicht so recht ins Bild mit den kleinen Knaben.

Der Erzählfluss war großenteils sehr kurzweilig und angenehm. Obwohl sich die meisten Dinge sehr vertraut anfühlten und echte Überraschungen ausblieben, konnte man das Treiben entspannt genießen und einfach mal innerlich abschalten. Alles lief nach bewährten Mustern, brach nicht mit unseren reduzierten Erwartungen und hielt insgesamt passabel bei Laune.

Snoop bekam seine Rolle auf den Leib geschneidert, da auch nicht mit Anspielungen auf sein wahres (Geschäfts-)Leben gespart wurde. Man konnte ihn sich gut als Trainer mit unkonventionellen Übungen und noch unkonventionelleren Sprüchen vorstellen, war mit seiner Leistung mehr als zufrieden. Leider war die deutsche Synchronisation nicht ganz optimal, aber Punktabzug möchte ich für diese Lappalie dennoch nicht vergeben.

Manchmal lud „The Underdoggs“ zum Fremdschämen ein und wirkte aufgrund seiner Gossensprache ein wenig befremdlich, doch unterm Strich unterhielt das Werk doch ganz passabel. Trotz aller widrigen Bedingungen konnte eine kleine Message herausgezogen werden und ein paar gelungene Schenkelklopfer sorgten für einen unterhaltsamen Abend, bei dem es nicht auf Tiefgang ankam.

Fotocopyright: Amazon

Air: Der große Wurf

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Der Nike-Konzern hat ein großes Problem. Während ihre Laufschuhe recht gut laufen, sehen wie im Bereich des Basketball einfach kein Land gegenüber der etablierten Konkurrenz. Ein paar findige Experten versuchen nun ihren Chef von einem größeren Invest zu überzeugen und einen angehenden Superstar wie Michael Jordan für ihr Unternehmen zu gewinnen…

Fazit

Das Leben schreibt einfach die besten Geschichten – und so auch hier. Was sich im ersten Moment zugegebenermaßen recht unspektakulär anhört, wurde absolut unterhaltsam und vor allem herrlich charmant in Szene gesetzt.

Bei diesem Film spürt man, dass die Darsteller wohl jede Menge Freude bei ihrer Arbeit hatten und dies kommt beim Zuschauer zu jeder Minute an. Es macht durchwegs Spaß dem überraschend prominienten Cast bei ihrem exzellenten Spiel beizuwohnen und man fühlt außerdem, dass dies Grundthema anscheinend auch jedem Beteiligten am Herzen lag und das Mitwirken irgendwo zur Ehrensache (Hommage an den Spitzensportler) gewesen ist.

Von Jordan selbst gab es zwar (erwartungsgemäß) wenig zu sehen, aber das war nicht weiter schlimm. Das „Drumherum“ war hier einfach das Entscheidende und der Weg somit das Ziel. Man lieferte einen interessanten und – hier mal recht unerwarteten – kurzweiligen Einblick in Konzernstrukturen, Denkweisen und das aufopfernde Arbeiten von engagierten Mitarbeitern. Klar kratzt das Geschehen nur an der Oberfläche und versucht auf breiter Ebene verständlich zu bleiben, dennoch bildete man diverse Prozesse glaubwürdig und (zumindest für mich) absolut ausreichend ab.

Die Inszenierung war ein weiteres Highlight für sich und schrieb Understatement ganz groß. Auf den ersten Blick gab das nüchterne Treiben eigentlich nicht viel her, doch bei genauerem Hinschauen fielen die vielen kleinen, liebevollen Details ins Auge. Ausstattung, Musik und natürlich die Kleidung und Frisuren unserer Akteure waren der Epoche entsprechend und stellenweise eher so beiläufig „dabei“, während andere stets mit dem Holzhammer auf ihren Retro-Charme aufmerksam machen wollen und dabei den Bogen oft überspannen (gutes Beispiel: die erste Staffel von „Stranger Things“).

Nach vielen positiven Meldungen habe ich einen durchaus soliden Film erwartet, wurde aber dennoch äußerst angenehm überrascht und bekam einen echt sehenswertes Ereignis, welches sich selbst vor Preisträgern wie „Argo“ (ist mir wegen Affleck spontan in den Kopf gekommen) nicht verstecken muss. Wer sich mit dem Thema auch nur ansatzweise anfreunden kann und ein Prime-Abo sowieso schon sein eigen nennt, macht hier garantiert nichts falsch und sollte unbedingt mal reinzappen. „Air“ macht auch ohne Action, auch ohne spektakuläre Szenen aus der Welt des Basketball (auf die hätte man ja evtl. auch hoffen können) so richtig gute Laune und dies ist natürlich in großen Teilen den wirklich perfekt miteinander harmonierenden Stars zu verdanken. Für mich ein richtig schöner „Sportfilm“, der eben mal eine andere Perspektive widerspiegelt und sich somit angenehm vom sonstigen Rest abhebt.

8/10

Fotocopyright: Amazon

Hustle

Inhalt

Kurz nachdem Stanley endlich zum Trainer einer NBA Mannschaft berufen wurde, wird er vom neuen Management wieder auf die Position des Scouts zurückversetzt. Er soll dem Verein ein Nachwuchstalent beschaffen und so die Chancen auf den Titel erhöhen…

Fazit

Für mich hat Adam Sandler in den letzten Jahren eine erstaunliche Wendung hingelegt und sich dabei tief in das Herzen des Filmfans gespielt. Hat er uns damals mit deftigem Klamauk unterhalten, so liefert er heute ernstere und vor allem richtig gut gespielte Werke ab. Um ehrlich zu sein definiert er mit seinem aktuellen „Hustle“ die Grenzen des Kinos nicht neu, doch dreht mit seinen emotionalen Momenten irgendwo an den richtigen Stellschrauben.

Die Handlung war weder sonderlich originell, noch irgendwie einzigartig inszeniert. Man folgt bekannten Mustern und schien mit Bedacht auf eine sichere Nummer zu gehen. Die Dramatik wirkte oft gekünstelt und ließ eigentlich nie Zweifel an einem guten Ausgang aufkeimen. Was im Grunde fast wie ein Langweiler ausschaut, liefert aber überall solide Arbeit ab und spielt sich dank seiner symphytischen Figuren schnell ins Herz.

Man konnte sich gut fallen lassen und die Bilder genießen. Es gab sowohl sportlich, als auch gefühlstechnisch ordentlich aufgeladene Szenen und man konnte sich prima in die Schicksale hineindenken. Hierbei war es auch nicht wichtig, ob man Basketball mag oder nicht – der Ballsport war lediglich ein grober Rahmen für ein unterhaltsam gestricktes Drama mit reichlich Prominenz.

Bei Filmen wie diesem bereue ich, mich leider nicht weiter in der Materie auszukennen. Sicherlich haben die „Zaubereinlagen“ der Athleten mächtig für Eindruck gesorgt – doch wenn ich jeden der bekannten Künstler sofort auf Anhieb erkannt hätte, wäre ein noch höherer Spaß garantiert gewesen. Immerhin wurden alle Beteiligten am Ende noch einmal kurz aufgelistet.

„Hustle“ ist Hausmannskost im besten Sinne. Er liefert sich – abgesehen von seinem unspektakulären Grundgerüst – keinerlei Mängel und das ist am Ende auch eine kleine Kunst für sich. Der Streifen hielt knappe 2 Stunden prima bei Laune und hatte kaum Durchhänger aufzuweisen. Sandler war in Top-Form und das lässt uns den Fernseher mit einem guten Gefühl ausschalten.

7/10

Fotocopyright: Netflix

Home Team

Inhalt

Als der Chefcouch eines NFL-Profivereins vorübergehend von Dienst suspendiert wird, nimmt er sich endlich mal Zeit für seinen eigenen Sohn und dessen extrem erfolglose Football-Mannschaft. Er beschließt die Beziehung zu ihm und seiner Ex-Frau etwas zu kitten und natürlich den Kids hilfreich unter die Arme zu greifen…

Fazit

Der diesjährige Superbowl steht vor der Tür und zur Einstimmung dürfen entsprechende Sportfilme nicht fehlen. Mit „Home Team“ hat Netflix mal wieder eine Produktion der Studios von Adam Sandler im Sortiment und entsprechend verhalten die Vorfreude.

Erwartet habe ich platte, eher unlustige Gags und einen schablonenhaften Verlauf – und erhalten habe ich sogar selbiges, wobei das Niveau (vielleicht auch dank Kevin James und seinen vielen jungen Kollegen) gar nicht mal so niedrig, der Verlauf überraschend kurzweilig war.

„Home Team“ mag in seinen Grundzügen sehr vorhersehbar und klischeehaft wirken, erzählt seine simple Geschichte aber durchwegs sympathisch und mit jeder Menge an guter Laune. Das Geschehen schritt stets munter und niemals zu platt voran, die Zeit verging fast wie im Flug.

Entgegen aller Erwartungen waren Auftritte von beispielsweise Rob Schneider diesmal verhältnismäßig dezent und nicht so schräg wie befürchtet. Überhaupt fühlt sich hier alles wie ein schöner Familienfilm und weniger eine typische „Schwachsinns-Komödie“ an. Stellenweise sogar angenehm gefühlvoll und niemals „drüber“.

Sportfans freuen sich über gut gefilmte Footballbilder, die trotz oder grade wegen der kleinen Akteure ganz cool in Szene gesetzt wurden. Zwar geht es hier nicht so rau wie bei den Großen zu, dennoch gefielen interessante Spielzüge und vor allem echt hübsche Kameraperspektiven hierbei. Technisch gab es hier – vielleicht abgesehen von gewollt billigen Montagen – nichts zu Mäkeln.

„Home Team“ hat mich überrascht. Auch wenn der Titel wenig Neues bietet und sein Ding nach gewohnter Manier durchzieht, so wurde es doch nie langweilig. Man wusste genau, wie die Ereignisse enden und trotzdem blieb man gut gelaunt am Ball. Manche Sketche waren nicht der Hit und dennoch konnte man gelegentlich herzhaft Lachen. Unterm Strich also eine solide Superbowl-Einstimmung für die ganze Familie. Nicht unbedingt anspruchsvoll oder tiefgründig, aber sehr liebenswürdig und herrlich unterhaltsam.

7/10

Fotocopyright: Netflix

Der richtige Dreh

Inhalt

Stefan ist Star der Fußballmannschaft und hierdurch auch ziemlich übermütig. Er schlägt Angebote diverser Colleges aus und hofft durch ein Stipendium bei einem Elite-Institut unterzukommen. Als er bei einem entscheidenden Spiel den Trainer kritisiert und seinen Platz in der Mannschaft verliert, drohen diese Pläne den Bach herunter zu gehen…

Fazit

Mit „Der richtige Dreh“ konnte ich endlich einen weiteren Titel von Cruise auf meiner Watchlist abhaken und bin froh, bis dato nicht viel versäumt zu haben.

Das Werk war im Grunde ein schlichtes und leider auch relativ austauschbares Sport-Drama, welches nicht einmal zu den Besten seiner Zunft gehört. Über weite Teile plätscherte das Geschehen vor sich hin und folgte bei Charakterzeichnung und Verlauf vielen Klischees.

Es gab nicht einmal sonderlich spektakuläre Actionszenen auf dem Spielfeld, sondern vergleichsweise simple und trotzdem nicht so ganz authentische Kost. Der gesamte Look erinnerte eher an einen typischen 80iger Teeniefilm, denn einer Hochglanz-Footballübertragung – was im Grunde gar nicht so schlimm gewesen wäre, hätte einfach nur der Rest besser gepasst.

Es war natürlich eine Freude dem jungen Cruise zuzuschauen und sein Talent war trotz eher mäßigem Drumherum deutlich erkennbar. Er verkörperter den übermütigen Schüler mit hoher Glaubhaftigkeit und gab dem Treiben immerhin in einen Momenten ordentlich Kontur. Der Rest machte seine Sache solide.

Vielleicht war ich nur einen Ticken zu spät dran, doch irgendwie bezweifele ich, dass mir der Film mit jüngeren Jahren wesentlich besser gefallen hätte. Als Jugenddrama ist er durchschnittlich, als Sportevent mit viel zu wenigen Schauwerten bestückt. Cruise war klasse, der Gesamteindruck ist allerdings eher durchwachsen.

6/10

Fotocopyright: 20th Century Fox

Aus Liebe zum Spiel

Inhalt

Der gealterte Baseball-Star Billy Chapel steht kurz vor seinem endgültigen Ruhestand, doch seiner Herzensdame scheint dies nicht schnell genug zu gehen. Sie befindet sich bereits auf dem Weg ins Ausland, während er noch einmal seine letzten Würfe im Stadion vollführt. Wir erleben in vielen Rückblenden, wie die Liaison überhaupt begann…

Fazit

Vor Jahren habe ich diesen Film bereits auf irgendeinem Medium gesehen und vor ein Tagen zufällig auf Prime wieder entdeckt. Die Erinnerungen waren recht löchrig – und ziemlich schnell wurde klar, warum weite Teile des Geschehens schon so schnell wieder vergessen waren.

Grundsätzlich mag ich Costner recht gern und habe selbst für seine schwächeren Filme ala „Waterworld“ oder „Postman“ sogar etwas Sympathie, aber hier hätte mir die Ausrichtung direkt klar sein müssen. Der Sport an sich spielt hier eine extrem untergeordnete Rolle und sollte bestenfalls als keine Randerscheinung vermerkt werden. Der Fokus lag klar auf der Lovestory – die zwar sympathisch gemacht war, aber mit kleineren Längen zu kämpfen hatte.

Ob Sportprofi oder nicht. Das Kennenlernen der beiden Protangonisten verlief relativ unspektakulär und das Aufkeimen derer Beziehung nach gewohntem Schema. Selbst kleinere Entgleisungen ließen kaum an Fortbestand selbiger zweifeln und alles Andere als ein Happy-End wäre sowieso seltsam gewesen. Die meiste Zeit plätschert das Geschehen ohne nennenswerte Highlights vor sich hin und zog sich gelegentlich in die Länge. Die Aufmerksamkeit riss zwar nicht ab, aber spektakuläre Unterhaltung schaut anders aus.

Die Chemie zwischen Costner und Kelly Preston hat soweit gepasst, der Rest vom Cast ging auch in Ordnung. Alles machten ihren Job gut, übermäßig zu Loben fällt mir allerdings schwer. Die Akteure agierten – wie auch die gesamte Inszenierung – auf einem routinierten, jedoch nicht zu übertrieben brachialen Niveau. Die Optik war hochwertig, der Soundtrack passend – alles eben ganz solide und nicht gerade weltbewegend.

Wer auf Liebesschnulzen steht, kommt bei „Aus Liebe zum Spiel“ wohl auf seine kosten. Wer hingegen nach einem ernsthaften Sportdrama Ausschau hält, dürfte etwas enttäuscht werden. Im Großen und Ganzen ging das Teil als lockere Romanze durch, obgleich es hier einen Ticken kompakter auch getan hätte.

6/10

Fotocopyright: WVG Medien GmbH

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