Filmbesprechungen

Bride Hard

Inhalt

Die Hochzeit sollte einer der schönsten Tage im Leben sein, doch als sich plötzlich ein Haufen Terroristen auf dem Gelände in Erscheinung tritt, ist der Spaß schnell vorbei. Glücklicherweise entpuppt sich eine der Brautjungfern als echte Spezialagentin und mischt die ungewollten Eindringliche gehörig auf…

Fazit

“Stirb Langsam” trifft auf “Bride Wars” und fertig ist das vermeintlich unterhaltsame Vergnügen, welches sich bei genauerer Betrachtung als absoluter Fehlschlag erwies. Statt kurzweiliger Unterhaltung bot sich ein unangenehmes Fremdschämen, welches mit laufender Spielzeit immer schlimmer wurde.

Die eher peinliche Handlung mit noch peinlicheren Sprüchen und Verhaltensweisen wäre im Anbetracht von cooler Action noch irgendwo zu verschmerzen gewesen, doch leider konnte dieser Ausgleich nicht erfolgen. Selbst die Handkantengefechte und Schusswechsel konnten das lachhafte Treiben nicht sonderlich bereichern und scheiterten ebenfalls an einem seltsamen Humor, der sich leider wie ein roter Faden durch das ganze Konstrukt zog.

Rebel Wilson hatte das Talent, komplett unwitzig und enorm unglaubwürdig rüberzukommen – was im Anbetracht des komödienhaften Konzeptes schon irgendwo eine heftige Nummer war. Mit Stephen Dorff und Justin Hartley hatte man eigentlich eine tolle Besetzung für die Antagonisten gefunden, doch auch deren Beteiligung enttäuscht auf ganzer Linie. Sie wirken ebenso laienhaft, unglaubwürdig und überhaupt nicht humorig.

Der Filmverlauf war schleppend und wenig inspirierend. Überall wurde bei prominenten Vorbildern abgeschaut, doch bei dem Versuch eigene Ideen umsetzen, war ganz schnell die Luft raus. Übertreibungen allein reichen nicht, um kurzweilig bei Laune halten zu können – eher um das bereits erwähnte Fremdschämen weiter auszubauen.

Hätten sich die Macher wenigstens an ein paar Konstanten gehalten, so wäre das Urteil milder. Wieso musste man noch zu einer Hochzeits-Invasion einen nicht nachvollziehbaren Tresor-Mechanismus etablieren und relativ solide Ansätze immer wieder im Keim ersticken lassen? Irgendwo wollte man sich von der Konkurrenz abheben, kupferte aber dennoch wiederum zu viel ab.

Viel vermag ich zu diesem Film eigentlich gar nicht mehr schreiben wollen. Für mich gehört “Bride Hard” zu den schlechtesten Streifen des aktuellen Kinojahres und wird auch hoffentlich schnell wieder aus meinem Gedächtnis verschwinden. Sonderlich viel hatte ich ja nicht einmal erwartet, doch bei dem eigentlich recht passablen Cast und dem durchaus brauchbaren Regisseur (Simon West – u.A. Con Air, Lara Croft: Tomb Raider) hätte man wesentlich mehr erhalten können.

2/10

Fotocopyright: Constantin Film / LEONINE

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