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Schlagwort: Action (Seite 1 von 75)

The Bricklayer – Tödliche Geheimnisse

Inhalt

Ein eiskalter Killer hat es auf Agenten auf der ganzen Welt abgesehen und lässt die Morde so ausschauen, als würde das CIA dahinterstecken. Die Agency lässt dies natürlich nicht auf sich sitzen und reaktiviert zur Behebung des Problems einen alten Fachmann, der sich sogleich an die Fersen des Verursacher heftet…

Fazit

Recht überraschend und ohne größere Vorankündigung ist schon wieder ein neuer Film mit Aaron Eckhart im heimischen Stream gelandet und eine Sichtung ließ nicht lange auf sich warten. „The Bricklayer“ mag zwar nicht zu den besten Werken des Akteures gehören, aber ein paar nette Actionszenen gewährten dem Titel dennoch eine gewisse Daseinsberechtigung.

Wo die Story mit Sprüngen und Ungereimtheiten stellenweise für unschöne Verwirrung sorgte, konnten die handfesten Gefechte und Schusswechsel schon eine ganz andere Sprache sprechen. Diese waren nämlich nicht nur hübsch choreografiert und technisch sauber in Szene gesetzt, sondern kamen auch verhältnismäßig hart rüber.

Manchmal wirkte die Mischung aus düsterer Story, deftigen Konfrontationen und eher lockeren Sprüchen etwas bizarr, aber unterm Strich hat dies vielleicht auch den gewissen Charme dieses kantigen Machwerkes ausgemacht. Es lief nicht immer alles rund und auch ein paar kleinere Längen waren zugegen, doch ein gewisser Unterhaltungswert war vorhanden.

Optik und Cast rangierten auf gehobenen B-Movie-Niveau, sprich gingen für einen eher „kleinen“ Film für mal eben Zwischendurch absolut in Ordnung. Niemand agierte hier wirklich oscarverdächtig und auch so manch Kamerafahrt hätte noch einen Ticken eleganter daherkommen dürfen, unterm Strich aber kein Grund zur Klage.

Eine echte Anschaupflicht besteht hier sicherlich nicht, doch Freunde von gepflegten Action-Thrillern machen hier wenig verkehrt. Die Handlung war zwar eher so lala, aber ein paar kernige Actionszenen buhlten um erhöhte Aufmerksamkeit. Für mich kein Top-Titel, aber ein durchaus schmerzfrei anschaubares Vehikel mit gewohnt coolem Aaron Eckhart.

Fotocopyright: EuroVideo (Telepool GmbH)

Early Birds

Inhalt

Eine junge Dame wird Zeuge, wie sich ihr One-Night-Stand mit Dealern übernimmt und daraus ein schlimmes Blutbad entsteht. Kurzerhand beschließt sie das hinterlassende Geld, sowie die Drogen an sich zu nehmen und damit vor den vermeintlichen Hintermännern zu fliehen…

Fazit

„Early Birds“ war endlich mal wieder ein Film, der mich sehr angenehm überraschen konnte. Zunächst gefiel mir, dass der berühmte „Schweizerdeutsch-Dialekt“ nur im Ansatz zu vernehmen war – und dass die Macher eine im Grunde wenig revolutionäre Handlung sehr kurzweilig und mit herrlich schrägen Charakteren umgesetzt haben.

Zu Beginn gewann das Geschehen sicherlich noch keinen Blumentopf. Man tastete sich langsam an das Setting heran und wirkte zunächst noch ein wenig austauschbar und unoriginell. Im Laufe der Zeit kam man aber gut in die Handlung rein, verstand die einzelnen Zusammenhänge und stürzte sich vor allem voll auf seine toll gespielten Typen, die den Streifen absolut sehenswert machten.

Viele Aktionen und Figurenzeichnungen waren arg drüber und dennoch konnte man dem Treiben einen halbwegs glaubhaften Charme nicht absprechen. Die Handlung war weitestgehend in sich schlüssig (inklusive der Fehler, die die Charaktere hier bewusst begangen haben) und mit leichten Abstrichen glaubhaft aufgebaut. Die Darsteller gingen zuweilen völlig in Rollen auf und haben einen heraussaugenden Job erledigt. Anatole Taubman agierte richtig oscarverdächtig.

Optisch entsprach das Werk den aktuellen Standards, inklusive netter Drohnenflüge und schnellen Schnitten. Das Budget schien überschaubar gewesen zu sein, doch aus den vermutlich begrenzten Mitteln hat man in meinen Augen das Beste herausgeholt. Es hat an Nichts gemangelt und man fühlte sich rasch wohl.

Wegen Darstellern, Dialogen und Look erinnerte „Early Birds“ gelegentlich an deutsche Produktionen ala „4 Blocks“ – was ich hier keinesfalls negativ in den Raum werfen möchte. Der Film war rundherum geschmeidig inszeniert, hatte hervorragendes Pacing, einen ansprechenden Humor und hielt vor allem bis zum bitteren Ende absolut unterhaltsam bei Laune. Für mich ein ausgesprochen gelungener Titel, der sicherlich irgendwann noch einmal über den Bildschirm flackern darf.

Fotocopyright: Netflix

King Kong

Inhalt

Ein exzentrischer Filmregisseur steht vor dem Aus und braucht dringend einen großen Erfolg. Er mietet ein Schiff, um damit auf überstürzte Reise zu einer geheimnisvollen Insel namens „Skull Island“ aufzubrechen und dort das Werk seines Lebens abzudrehen…

Fazit

Peter Jackson scheint ein Perfektionist zu sein und dies wird bei diesem Werk einmal mehr als deutlich. Obwohl „King Kong“ mittlerweile auch schon wieder ein paar Tage auf dem Buckel hat, zeigt vor allem die technische Seite keinerlei Schwächen und die durchwegs meisterhafte Inszenierung schafft nachwievor eine perfekte Immersion.

Der Film gliedert sich spürbar in drei Kapitel (Vorgeschichte/Reise zur Insel, Ankunft und Abendteuer auf der Insel, Finale) und jedes davon war audiovisuell eine absolute Wucht. Man fühlte sich hervorragend in die damalige Epoche mitsamt deren Besonderheiten hineinversetzt, das Auge sah sich kaum satt. Die Straßen waren überfüllt mit Menschen in passenden Kostümen und zeitgemäßen Fahrzeugen, die Aufnahmen auf „Skull Island“ wirkten plastisch und trotz abstruser Elemente absolut greifbar.

Jackson präsentiert uns hier ein Märchen, welches ebenfalls mit gruseligen Einlagen nicht geizt – stets aber den richtigen Ton trifft und so für fast alle Altersstufen geeignet war. Die Härte war angemessen und auch ohne übertriebenes Blutvergießen (ein Gruß an die Anfänge des Schöpfers) ging es munter zur Sache. Natürlich haben dabei auch die atemberaubenden Computereffekte beigetragen.

Bis heute hat man kaum besser animierte Lebewesen (vom kleinen Tausendfüßler bis hin zum ausgewachsenen Dinosaurier) gesehen und vor allem der Kampf zwischen Kong und drei „T-Rexen“ ist nachhaltig im Gedächtnis geblieben. Auch hier erschien alles in sich total stimmig und wie aus einem Guss. Als hätte man echte Saurier bei ihren Kämpfen mit einem Riesenaffen beobachtet und deren Bewegungen gekonnt nachgeeifert.

Die Darsteller konnten nicht ganz mit dem großartigen Rundherum mithalten. Während die Chemie zwischen Watts und dem animierten Titanen noch ziemlich gefällig daher kam, agierte besonders Brody etwas lustlos daher. Mag vielleicht seiner Rolle geschuldet sein, doch das leicht übersteigerte Spiel von Jack Black oder Thomas Kretschmann haben da schon eher zugesagt.

Knappe drei Stunden sind sicherlich nicht von Pappe, aber wenn sie so wunderschön wie hier präsentiert werden, lässt man sich gerne darauf ein. Bei „Der Herr der Ringe“ ist mir das nicht geglückt, doch in der Welt von „Kong“ konnte ich innerhalb weniger Minuten versinken und habe nahezu jede Minute genossen. Der Streifen ist ein audiovisuelles Meisterwerk, welches auch heute noch problemlos mit dicken Blockbustern mithalten kann und prima bei Laune hält. Definitiv eine der besten Umsetzungen des bekannten Mythos!

Fotocopyright: Universal Pictures Germany GmbH

Godzilla X Kong: The New Empire

Inhalt

Die Widersacher Godzilla und Kong gehen seit ihrem letzten Aufeinandertreffen getrennte Wege und lassen sich nun gegenseitig in Ruhe. Während der Eine über der Erde für Chaos sorgt, versucht der Andere unter der Erde eine Familie zu finden. Als sich jedoch eine schlimme Prophezeiung zu verwirklichen droht, müssen die beiden Rivalen doch noch einmal gemeinsam in die Schlacht ziehen…

Fazit

Ich weiß nicht, ob es am Autorenstreik in Hollywood lag – oder ob dieses Drehbuch stellenweise wirklich von Experten verfasst wurde. Zwar gewinnt schon die Grundprämisse nicht unbedingt einen Blumentopf für besondere Originalität, aber ein paar gewaltige Logiklücken sorgten für Kopfschütteln am laufenden Band.

Was bei anderen Titeln durchaus als Showstopper zu verstehen ist, gehörte hier anscheinend zum Konzept und so bot sich trotz einiger dämlicher Zufälle und seltsamen Gedankensprüngen ein recht unterhaltsames Kino-Event mit hohem Spaßfaktor.

Am stärksten war der Streifen natürlich in den Momenten, bei denen die mächtigen Titanen aufeinandertrafen, sich gegenseitig vermöbelten und für die gepflegte Zerstörung der Kulissen sorgten. Das war nicht nur nett choreografiert, sondern auch technisch ziemlich hochwertig in Szene gesetzt – auch wenn alles eindeutig als CGI erkennbar war und manchmal an Zwischensequenzen eines Computerspieles erinnerte.

Wie bereits erwähnt war die Handlung eigentlich nicht der Rede wert, doch ehrlich gesagt zählte dies sowieso noch nie zur Stärke des gesamten Franchise. Man hat sich schlichtweg einenen groben Rahmen für die vielen optischen Schmankerln erdacht und das ging soweit in Ordnung. Die vielen bunten Eindrücke (etwa auch von der belebten Welt unter der Erde) lenkten oftmals vom flachen Script ab, obgleich ebenfalls aufgezeigte Logikprobleme nicht von der Hand zu weisen waren.

Die menschlichen Darsteller machten ihre Sache passabel, waren aber (wie es zu erwarten war) eher schlichtes Beiwerk und rückten die Monster nicht so stark aus dem Fokus. Die Harmonie untereinander hat soweit gepasst und der seichte Humor war nicht zu nervig ausgeprägt. Man konnte hin und wieder herzhaft lachen, jedoch im genau ausdefinierten Maße.

Wer mit den passenden Erwartungen ins Kino geht und sein Hirn idealerweise am Eingang abgibt, der wird mit „Godzilla X Kong“ eine gute Zeit haben. Der Streifen erfindet das Rad nicht neu, kann in keiner Disziplin übermäßig glänzen und hätte sogar noch einen Hauch mehr an Action vertragen können, doch unterm Strich gab es schnörkelose Popcornunterhaltung, die ich mir im Heimkino gerne noch einmal zu Gemüte führen möchte. Das Werk erfüllte eigentlich alles, was man an derartige Produktionen erhofft und möchte wahrscheinlich auch einfach nicht mehr als ein kurzweiliger Actionkracher sein.

Fotocopyright: Warner

Godzilla (1998)

Inhalt

Atomtests in Polynesien haben eine riesige Echse erweckt, welche aus bestimmten Gründen nun zielstrebig auf New York zusteuert. Das Militär ist in höchster Alarmbereitschaft, doch scheint bei entscheidenden Aktionen nicht unbedingt auf seine eigens dafür eingebundenen Wissenschaftler zu hören…

Fazit

Mit „Independence Day“ hatte Roland Emmerich die Herzen seiner (US-)Fans im Sturm erobert und danach schienen wohl endgültig alle Mittel für die Umsetzung weiterer ähnlich brachialer Kaliber parat. Mit einem Titel wie „Godzilla“ hat sich der Schwabe sicherlich einen Kindheitstraum erfüllt – und der Zuschauer spürt seine investierte Liebe zum Detail in nahezu jeder Einstellung.

Als „Godzilla“ gegen Ende des letzten Jahrhunderts zum ersten Mal über meinen Bildschirm flackerte, war ich mir noch ein wenig uneins. Der Film machte zwar damals schon eine Menge Krawall, bot solide Effekte, aber irgendwie sprang der Funke noch nicht so recht über. Erst jetzt – knappe 26 Jahre nach seinem Release – fühlt sich das Teil jedoch so unwahrscheinlich unterhaltsam und vor allem voller Charme an, so dass ich am gestrigen Abend richtig viel Spaß mit dem Event auf der heimischen Leinwand hatte und meine damalige Meinung revidieren muss.

Nachwievor ist der 98iger Godzilla kein Überhit und mag mittlerweile auch bei seinen Effekten sichtlich gealtert sein – doch der guten Laune tat dies einfach keinen Abbruch. Emmerich hat nicht nur einen kurzweiligen Streifen abgeliefert, er gab sich sogar um eine akzeptable Rahmenhandlung und Gefühl bemüht. Sicherlich nicht über alle Leistungsgrenzen hinweg, doch für eine derartige Produktion absolut in Ordnung kein störendes Beiwerk. Die Idee mit dem Nachwuchs der Echse war so simpel wie genial und verhalf der CGI-Kreatur sogar zu ungeahntem Charakter.

Man konnte sich erschreckend gut in die Haut der Kreatur hineindenken und die Beweggründe für seinen Aufbruch und sogar für Rachegefühle für das Militär nachvollziehen. Ja, mag sicherlich etwas bekloppt klingen, aber bei den meisten Konkurrenten geht dieses Kopfspiel völlig ab und der Gegner ist ein unpersönliches Monster ohne echtes Motiv. Dieser Godzilla kann einem stellenweise schon leid tun.

Das Pacing war jederzeit hervorragend. Ruhigere und aufregende Szenen wechselten sich in einem gesungen Maße ab und ließen keine Leerläufe aufkeimen. Auch die Elemente von Humor, Action und einen Ticken Liebe hielten sich perfekt die Wage – wirkten zwar immer mal wieder ein bisschen aufgesetzt, störten den geschmeidigen Gesamteindruck aber nie. Zum Glück haben auch alle Darsteller hervorragend miteinander harmoniert, wobei besonders Jean Reno mit seinen Sprüchen über Kaffee absolut begeistern konnte.

Wie bereits erwähnt sind wie Spuren des Filmalters bei der visuellen Umsetzung durchaus sichtbar, doch selbst auf meinem 4k Beamer und entsprechend großer Leinwand schaut die Zerstörungsorgie und das Ungetüm noch recht passabel aus. Die Stadt wirkt noch immer sehr groß und das Ausmaß der Beschädigung selbiger ebenso gigantisch. Wenn Hubschrauber mit fantastischen Surround-Sound durch die Häuserschluchten brummen, ist die Immersion überzeugend und das Grinsen im Gesicht nicht mehr wegzubekommen.

Auch wenn mich der Streifen damals noch nicht zu hundertprozent überzeugt hat, muss ich eingestehen, dass ich ihn mittlerweile viel lieber als sämtliche Neuauflagen habe und Emmerich schlichtweg ein geniales Popcornkino abgeliefert hat. Leichte Überlange, dabei keine Sekunde langweilig, noch immer sehenswerte Effekte und ein toller Witz, der durchaus in die Kerbe seiner anderen Werke schlug. „Godzilla“ macht alles richtig und gehört nach meiner Ansicht in jede gut sortierte Filmsammlung!

Dieses Rezensionsexemplar wurde freundlicherweise von PLAION PICTURES zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!

Weitere Informationen zu diesen und weiteren Filmen findet Ihr auf der Webseite des Labels: https://plaionpictures.com

Ravenous – Friß oder stirb

Inhalt

Die USA im Jahre 1847. Aufgrund seiner vermeintlichen Feigheit vor Feind wird Captain John Boyd ins tiefste Hinterland in der Sierra Nevada zwangsversetzt. Rasch lebt er sich bei den kauzigen Kollegen ein und fristet ein eher trauriges Dasein. Eines Tages taucht ein völlig aufgelöster Fremder auf und bittet die Herren um Hilfe. Sein Konvoi sei vor geraumer Zeit vom Wege abgekommen und scheinbar gibt es noch andere Überlebende, die es nun zu retten gilt…

Fazit

Zumindest bei mir hat „Ravenous“ einen kleinen Kultstatus. Bereits zu VHS-Zeiten fand der Titel Einzug in meine Sammlung und am vergangenen Wochenende flackerte nach Jahren sogar die Blu-Ray-Variante über die heimische Leinwand. So richtig herausragend war der Streifen zwar nie, doch er besaß neben einer deftigen Handlung auch ein paar echt gute Momente mit bitterbösem Humor.

Geschickt wurden hier Western und Kannibalenfilm miteinander vereint, nicht an schrägen Charakteren und Sarkasmus gespart. Alles wirkte ein wenig überzeichnet, übte dennoch ein paar kleinere Schocker aus und hielt weitestgehend sehr gut bei Laune. Der Verlauf war überwiegend kurzweilig, auch wenn mittendrin ein paar Straffungen nicht unbedingt geschadet hätten.

Optisch leidet zwar selbst die aktuelle HD-Scheibe unter leichter Unschärfe, doch nach kurzer Zeit gewohnt man sich daran. Der „abnutzte“ Look passte hervorragend zum Szenario, ließ das Geschehen nur noch ein wenig dreckiger und rauer erscheinen. Die handgemachten Effekte fügten sich hier ebenfalls prima ein und einige Aufnahmen kamen richtig schön eklig rüber. An Blut wurde nicht gespart.

Die Darsteller haben ihre Sache allesamt mit Bravour erledigt, wobei vor allem Guy Pearce und Robert Carlyle ins Auge stachen. Sie lieferten sich ein packendes Duell mit – gemessen an anderen ähnlich gelagerten Werken – ausgezeichneten und vergleichsweise tiefsinnigen Dialogen. Dazu passend gabs zeitgenössische Kostüme, ein trostloses Fort und ein paar wirklich hübsche Landschaftsaufnahmen.

Hin und wieder stolperte der Streifen jedoch über Probleme bei der Logik oder kleinere Längen. Das Setting wusste zwar zu packen, manchmal hätte es aber einen Ticken flotter auf dem Schirm zugehen können – zumal nicht immer etwas aufregendes passierte und dies in nahezu epischer Breite dem leicht gelangweilten Zuschauer präsentiert wurde.

Kleinere Patzer beim Pacing aber hin und her. Selbst nach knapp 25 Jahren wirkt „Ravenous“ frisch und verbreitet noch immer einen angenehm düsteren Grundton. Wer solche dreckigen und leicht zynischen Streifen mag, kommt definitiv auf seine Kosten. Für mich einer der besseren Western UND Maneater-Titel und tatsächlich irgendwo schon sehr kultig.

Fotocopyright: NSM Records

Ghostbusters: Frozen Empire

Inhalt

Die neuen Geisterjäger haben endlich ihr altes Hauptquartier in New York bezogen und haben alle Hände voll zu tun. Der Bürgermeister ist zwar wenig erfreut über die dabei entstandenen Kollateralschäden, doch steht noch eine Begegnung mit einer viel zerstörerischen Kraft ins Haus…

Fazit

Den Hype um „Legacy“ konnte ich damals verstehen, war aber von dessen Ergebnis schon ziemlich enttäuscht. Etwas verkrampft wollte man hier mit Retro-Einschlägen auch die alteingesessenen Fans abholen, doch irgendwie ließ mich die eigentlich lang erwartete Reunion unerwartet kalt. „Frozen Empire“ geht da ähnliche Wege, schafft es in meinen Augen jedoch noch weniger die Generationen miteinander zu vereinen.

Obwohl hier „Ghostbusters“ draufsteht, alte Darsteller (Bill Murray, Dan Aykroyd, Ernie Hudson) am Start sind und sogar Rückblenden aus den alten Filmen in Form von Nachrichtensendungen eingespielt wurden, kommt nicht das vertraute Feeling auf. Der Streifen fühlt sich aufgrund seiner zum Teil arg jungen (und unglaubhaft besetzten) Figuren mehr wie ein austauschbarer Jugendfilm, denn ein echtes mystisch angehauchtes Fantasy-Event an.

Der Humor ist nunmehr ein gänzlich anderer und ebenso deutlicher auf das neue Zielpublikum ausgerichtet. Keine zweideutigen Kommentare wie bei den alten Teilen und keine schelmischen Sprüche aus der zweiten Reihe. Alles entsprach hier dem aktuellen Zeitgeist, harmlos und umso mehr für die ganze Familie geeignet (obwohl das früher eigentlich auch schon der Fall war) – auch wenn man als Kind damals noch nicht alle Anspielungen verstand.

Der Erzählfluss war durchwachsen. Nach einem soliden Auftakt trat man ordentlich auf die Bremse und rannte in einige Leerläufe hinein. Viele Dialoge und Passagen fühlten sich belanglos ein, selbst ein paar Gimmicks im Hintergrund konnten bestenfalls ein kurzes Lächeln abringen. Wie gesagt standen hier pubertierende Themen im Vordergrund und die eigentliche Geisterhatz fühlte sich stets wie ein weiteres Element, nicht aber wie ein klarer Fokus an.

Die Figuren wurden wild zusammengewürfelt und schienen mit aller Kraft ebenso wie der traurige Rest den aktuellen Sehgewohnheiten hinterher zu rennen. Persönliches Highlight waren selbstredend die Recken aus meiner Kindheit, doch so richtig konnten sie mich leider auch nicht mehr abholen. Entweder hat es am Wortwitz gelegen oder weil sie mittlerweile gar etwas lustlos erschienen.

Technisch war der Streifen nicht übel, fühlte sich aber nicht so mächtig wie erwartet an. Die zum Teil wirklich liebevoll dekorierten Schauplätze wussten zu gefallen, das groß angekündigte Finale wirkte dagegen eher klein und nicht so gewaltig wie erhofft. Man sah nur kurze Fetzen einer mit Eis überzogenen Stadt, wobei hier richtig viel Imposantes möglich gewesen wäre. Immerhin wurde der berühmte Titelsong hin und wieder passend untergebracht.

Das Zepter muss sicherlich irgendwann übergeben werden, doch in dieser Form ist die Lizenz für mich gegen die Wand gefahren worden. Auch wenn die jungen Gesichter grundsätzlich passabel performten, wollten sie noch immer nicht in die großen Fußstapfen der Vorbilder passen. Natürlich war die Hürde groß, doch vielleicht hätte man (bereits beim letzten Teil) nur einfach nicht mit solch zu grünen Charakteren aufwarten sollen – stattdessen lieber ein paar etwas reifere Akteure und einen ebenso erwachseneren Umgangston an den Tag legen sollen. Schließlich waren Aykroyd und Konsorten damals auch keine Kinder und bereits gestandene Männer. Für mich war es daher zu viel unbedeutsames Teenie-Drama, denn unterhaltsamer Geisterjäger-Spaß.

Fotocopyright: Sony Pictures Entertainment (PLAION PICTURES)

Road House

Inhalt

Eine verzweifelte Kneipenbesitzerin engagiert den ehemaligen und leider auch ziemlich abgewrackten UFC Champignon Elwood Dalton, um wieder etwas Ruhe in ihren Laden zu bekommen. Die normalen Raufereien sind auch zunächst kein Problem für den durchtrainierten Kampfsportler, doch eine Truppe beauftragter Schläger stellt schon eine ganz andere Herausforderung dar…

Fazit

Es klingt irgendwie bizarr, aber die Neuauflage von „Road House“ ist genau schlecht wie erhofft geworden. Schon das Original mit Patrick Swayze wirkte an vielen Stellen arg unausgegoren und zum Kopfschütteln – und genau in diese Kerbe ist die aktuelle Variante ebenfalls gegrätscht.

Mit seinen muskelbepackten Typen, simplen Dialogen und extrem flacher Story wird eine wunderbare Stimmung, die an Genrewerke der 80iger erinnert aufgebaut. Man gab seinen Figuren so viel Tiefe wie nötig, ließ sich aber das absolute Überzeichnen keineswegs nehmen. Schon beim Auftakt blieb unser Held ganz cool als plötzlich ein Messer in seinem Körper steckt oder ein durchgeknallter Conor McGregor läuft mal eben nackt durch die Gegend und verprügelt Leute um frische Klamotten zu erhalten.

Das Geschehn ist ständig einen Ticken drüber und bereitet wohl auch deshalb so viel Spaß – obwohl es in den zwei Stunden auch durchaus mal kleinere Durchhänger gab. Wie beim Vorbild hätte man einige Passagen einkürzen und so das Tempo konstanter oben halten können. Ich denke knapp 100 Minuten wären für solch einen Film durchaus angemessen und ausreichend gewesen. Im Nachhinein war dies aber noch okay und kein Showstopper, da die Action stets gut verteilt war und auch nicht an seltsamen Episoden gespart wurde.

Großes schauspielerisches Talent habe ich aufgrund der Materie eigentlich nicht erwartet und war am Ende doch recht positiv überrascht. Jake Gyllenhaal konnte ja bereits in früheren Werken (u.A. „Southpaw“) mit einem durchtrainierten Körper auftrumpfen und tat es hier erneut. Sein leicht kauziges Spiel ergänzte sich mit dem flapsigen Verhalten von McGregor hervorragend und mündete letztlich in einem interessanten Aufeinandertreffen der Beiden – was wir Filmfreunde seit den ersten Fotos vom Set erwartet haben.

Für mich wirkt das 2024er „Road House“ trotz makelloser technischer Seite und aktueller Optik irgendwie aus der Zeit gefallen und wohl insgeheim auch deshalb so ansprechend. Die deftige Action und die schrulligen Dialoge erinnerten sogar an Klassiker von Bud Spencer und bereiteten auch ebenso große Laune. Einen Hauch kürzer und mein Daumen ginge weiter nach oben – aber alle Interessierten schauen sowieso mal rein. Es kann sich durchaus lohnen.

Fotocopyright: Amazon

Damsel

Inhalt

Um die finanzielle Situation seines Reiches zu verbessern, überreicht ein König die Hand seiner Tochter an eine reiche, aber zwielichtige Familie. Statt nach der Vermählung ein schönes Leben führen zu dürfen, wird die junge Braut einem Drachen zum Opfer vorgeworfen und muss sich irgendwie selbst aus der misslichen Lage befreien…

Fazit

„Damsel“ hat mich positiv überrascht. Nach einen eher etwas langatmigen Auftakt folgte eine muntere Drachenverfolgung – die nicht nur technisch einwandfrei daher kam, sondern sich vor allem auch sehr frisch angefühlt hat.

Nur selten wird man heute noch mit richtig neuen Ideen konfrontiert und da machte „Damsel“ glücklicherweise eine angenehme Ausnahme. Obwohl sich das Geschehen in seinem Kern vertraute „Märchen-Vibes“ versprühte und durchaus Parallelen zu Serien wie „Game of Thrones“ (Drachen!) nicht zu verleugnen waren, machte der Film sein ganz eigenes Ding.

Obwohl sich das Szenario recht überschaubar darstellte, machten die Kammerspiel-artigen Momente wirklich Laune und ließen die Zeit fast wie im Fluge vergehen. Man war irgendwann voll im Geschehen drin, konnte sich gut in die verzwickte Lage unserer holden Prinzessin hineindenken und bei deren mehr oder weniger geglückten Aktionen herzhaft grinsen.

Das Pacing war super und ließ keine Langeweile aufkeimen. Auf dem Schirm ging stets etwas ab und vor allem dank hervorragender Effekte war die Immersion fortwährend gegeben. Der Drache war erstklassig animiert und fügte sich natlos ins Gesamtbild ein, die Landschaften luden teils zum Staunen ein – auch wenn man sich hier offenkundig von Vorbildern wie der Moselschleife inspirieren ließ.

Wer einen leichtgängigen Fantasy-Streifen sucht und obendrein ein Abo bei Netflix besitzt, macht mit „Damsel“ absolut nichts verkehrt. Der Film war so ungewöhnlich wie kurzweilig und lieferte Milli Bobby Brown eine hübsche Bühne, um sich als Actionheldin beweisen zu können. Am Ende vielleicht kein Werk, welches länger in Erinnerung verweilen wird, aber eine spaßige Angelegenheit nach einem langen Arbeitstag.

Fotocopyright: Netflix

The Missing

Inhalt

Ein alter Mann kehrt nach unzähligen Jahren endlich wieder zu seiner Tochter zurück, die jedoch nur Verachtung für den kauzigen Herumtreiber hervorbringt und ihn schnell wieder des Hofes verjagt. Als kurz darauf deren Tochter wiederum von abtrünnigen Indianern der Armee veschleppt wird, stelle sich der lange abwesende Erzeuger plötzlich als nützlicher Fährtenleser heraus…

Fazit

Vor knapp 20 Jahren galt „The Missing“ als „Spätausläufer“ des Western-Genre und fuhr bei den Kritikern beachtliche Rezensionen ein. Da ich mich allerdings schon damals nicht für derartige Filme begeistern konnte, hat die erste Sichtung bis zum gestrigen Abend auf sich warten lassen und am Ende kann ich ein durchaus positives Fazit ziehen.

Stellenweise mag der Streifen etwas langatmig geraten sein, doch insgesamt hat die Geschichte um eine seltsame Vater-Tochter-Beziehung soweit gefallen und hielt einige echt gelungene Kniffe parrat. Mit der Idee um abstrünnige Indianer, die wiederum für die Armee gekämpft haben, lieferte ein reizvolles Gegnermotiv und entging mit einigen Schlenkern geschickt dem Rassismus, der dem Genre oftmals negativ anhaftet.

Die Handlung bot ausreichende Ideen, um knappe 2,5 Stunden mit Inhalt zu füllen – auch wenn hier und da eine kleine Straffung nicht unbedingt geschadet hätte. Immerhin war ein roter Faden stets zu erkennen gewesen und die Spannungskurve lag ingesamt recht hoch. Man wollte unbedingt wissen, wie die Dinge enden und ob es ein entsprechend passendes Finale gibt.

Tommy Lee Jones hat als eigenwilliger Fährtenleser recht gut gefallen, aber vor allem die hervoragend agierende Cate Blanchett stach mit ihrem tollen Spiel heraus. Ihrer Figur gelang der Spagat zwischen gefühlvoller Mutter und waschechter Powerfrau, ohne jemals irgendwo drüber gewesen zu sein. Man konnte sich gut in ihre Lage hineindenken – und natürlich auch die Beziehung zu ihrem Vater verstehen und einwandfrei greifen.

Western-Fans sind wahrscheinlich dankbar für jeden brauchbaren Genrevertreter und in der Tat gehört „The Missing“ mit nur kleinen Abstrichen zu den richtig guten Vertretern seiner Klasse. Die Story ging in Ordnung, die Zeichnung der Feind war nicht zu eindimensional und Jones/Blanchett waren ein tolles Gespann. Unterm Strich also ein sehenswerter Titel – auch wenn ich mit dieser Empfehlung für die meisten Interessierten bestimmt viel zu spät dran bin…

Fotocopyright: Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH

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