Saigon – Der Tod kennt kein Gesetz
Inhalt
Vietnam im Jahre 1968. Zwei amerikanische Militärpolizisten untersuchen eine Mordserie an Prostituierten und stoßen dabei auf Widerstand. Die Spur führt zu einem Täter, der scheinbar aus den eigenen Reihen stammt und entsprechend schlecht ist die Kooperation der Kollegen…
Fazit
“Saigon – Der Tod kennt kein Gesetz” ist ein Film, der vor allem mit seiner dichten Atmosphäre und einem gewohnt genialen Willem Dafoe punkten konnte. Er fängt die angespannte Stimmung in Vietnam gegen Ende der 60iger Jahre gekonnt ein und lieferte trotz vergleichsweise wenig komplexer Handlung einen packenden Thrill ab.
Der Film steigt ohne große Vorlaufzeit direkt ins Geschehen ein und lieferte uns in knappen 100 Minuten dichte Unterhaltung mit einem gewissen “Miträstel”-Faktor, bei dem wir uns ebenfalls Gedanken über Täter und Motiv machen. Wir fühlen zwar, dass unsere Akteure hin und wieder auf der falschen Fährte sind, dennoch bleibt die Hatz nach dem Mörder bis zum bitteren Ende eine aufregende Angelegenheit.
Wie bereits erwähnt, war die Stimmung des Titels wirklich grandios und greifbar. Die Straßen Saigons wurden eindrucksvoll in Szene gesetzt, erlaubten ein müheloses Abtauchen und sorgten dennoch für einen leichten Kulturschock zugleich. Zusammen mit ein paar netten Shootouts und etwas nackter Haut ergab sich ein angenehm erwachsenes Gesamtbild, welches sich doch deutlich von kommerziellen Blockbustern abhob.
Während sich Dafoe wieder einmal von seiner besten Seite gezeigt hat, standen ihm sein Sidekick (Gregory Hines), als auch sein Vorgesetzter (Fred Ward) in Nichts nach. Alle Darsteller verkörperten glaubwürdig harte Kerle und fügten sich prima ins leicht ungemütliche Szenario ein.
“Saigon – Der Tod kennt kein Gesetz” mag nicht der bekannteste Thriller sein, ist aber aufgrund dessen erst recht eine kleine Empfehlung wert. Mit tollen Darstellern, einem verruchtem Setting, etwas Blut und freizügigen Momenten liefert der Streifen alles, was es für einen kurzweiligen Abend braucht – auch wenn das Bild der mir vorliegenden Uralt-DVD nicht unbedingt das Maß aller Dinge darstellt.
7,5/10
Fotocopyright: 20th Century Fox


