Filmbesprechungen

Red Sonja (2025)

Inhalt

Nach einem verehrenden Überfall auf ihr friedliches Dorf, ist die verletzte Sonja in die Wälder geflüchtet und dort in der Obhut der Natur zu einer stolzen Kriegerin herangewachsen. Als sie eines Tages auf Soldaten des Herrschers trifft, sieht sie endlich die Chance zur Rache gekommen – auch wenn sie zunächst in Gefangenschaft gerät und sich als Gladiatoren beweisen muss…

Fazit

Als Fan des Originals würde ich mich nicht unbedingt bezeichnen, aber trotzdem hielt ich dieses Projekt bereits über Jahre im Auge. Die Idee war gut – und nachdem das Reboot von Conan schließlich auch geglückt wurde, stand dem Anschauen des endlich finalisierten Ergebnisses nichts im Wege. Gelohnt hat sich dieses lange Warten aber auf keinen Fall.

“Red Sonja” war ein netter, aber in keinen Bereichen überragender Fantasy-Film, stellte mit seiner durchaus charmanten Weise, seichter Handlung und relativ unblutigen Kämpfen aber eine gewisse Familientauglichkeit dar – und hier sehe ich dann auch die Zielgruppe.

Für einen verregneten (oder verschneiten) Sonntag-Nachmittag geht der Titel in Ordnung. Mit passenden (gedämpften) Erwartungen kann das Ding passabel weggeschaut werden, verbleibt aber nicht nachhaltig in der Erinnerung. Es gab ein paar nette Szenen, die entweder durch hübsche Aufmachung oder ein wenig Action gefielen, ansonsten ging es eher gemächlich zur Sache.

Mit Matilda Lutz hat man eine passable und gut proportionierte Heldin gefunden, während man auf Seiten der Bösewichte leider ins Klo gegriffen hat. Selten zuvor wirkte ein schlimmer Herrscher so verweichlicht und weinerlich, selten zuvor war ein Aufeinandertreffen so gänzlich ohne Reiz. Ein paar nichtige Dialoge taten dabei ihr Übriges.

Viele Hintergründe wurden nicht erklärt, der zigmal aufgewärmte Standard-Rahmen (einziger Überlebender -> Rache) musste wieder einmal herhalten und an originellen Figuren oder Wendungen wurde gespart. Die Kostüme gingen ebenfalls soweit in Ordnung, übermäßig beeindruckend fiel hier jedoch nichts in Auge. Das Ding wirkte eher wie eine kostengünstige Streaming-Produktion, denn ein Werk für die große Leinwand.

Ich hatte keine großen Erwartungen und das war auch gut so. Die 2025er Adaption von “Red Sonja” war sicherlich kein Totalausfall, aber einfach auch kein so richtig guter Film. Er hatte zwar einen gewissen Unterhaltungswert, hätte aber in allen Bereichen wesentlich mehr Potential gehabt. Besonders der wenig charismatische Schurke und die viel zu zahmen Gefechte kosten letztlich wertvolle Punkte. Vielleicht hätte man lieber eine flache Fantasy-Schlachtplatte aus dem Franchise machen sollen…

5/10

Fotocopyright: Telepool GmbH

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