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Schlagwort: Fantasy (Seite 1 von 44)

The Monkey

Inhalt

Im Nachlass ihres verschwundenen Vaters finden seine zwei Zwillingssöhne einen sonderbaren und mitunter leicht gruselig anmutenden Spielzeugaffen. Es dauert nicht lange, bis sie dessen tödliche Kräfte erkunden…

Fazit

Kurzes Inhaltsangabe und kurzes Fazit. „The Monkey“ basiert auf einer Geschichte von Gruselmeister Stephen King und bot entsprechend auch ein paar wirklich markante, herrlich blutige Momente – dazwischen leider auch ein paar kleinere Längen.

Die Handlung war simpel, dafür mit originellen Ideen und Ableben gespickt, die uns immer mal wieder schmunzeln ließen. Grundsätzlich war die schlecht vorherschaubare Geschichte sowieso ein Garant für eine gewisse Spannungskurve – deren Finale jedoch fast schon erwartungsgemäß nicht zu hundertprozentig zu überzeugen wusste.

Die Effekte (insbesondere die derben Splattereinlagen) waren handwerklich sehr gut gemacht und verfehlten auch nicht ihre Wirkung. Sicherlich kam hier auch der Computer zum Einsatz, doch insgesamt schauten die „Kleckereien“ nach ehrlicher Handwerkskunst aus und verdienten großes Lob. Die Darsteller haben ihre Sache zufriedenstellend erledigt und die Chemie untereinander (der der Zwillinge) hat gepasst.

„The Monkey“ war ein netter Splatter-Spaß für Zwischendurch und hätte mit einen noch geschmeidigeren Erzählfluss eine dicke Empfehlung verdient. So bleibt es bei solider Kosten, die nicht nur für King-Fans durchaus einen kleinen Blick wert ist – aber nicht zum absoluten Pflichtprogramm gehört.

Fotocopyright: PLAION PICTURES

Forspoken – Kurz-Fazit zur PC-Version

Den ursprünglichen Test zur Playstation 5 Version findet Ihr hier.

Fazit zur PC-Version

Am Spiel selbst hat sich in der PC-Version nichts geändert. „Forspoken“ lieferte ein nettes Open-World Szenario mit einer recht häufig fluchenden, aber trotzdem recht symphytischen Hauptdarstellerin mit übernatürlichen Kräften.

Hauptsächlich wegen seinem Ultra-Wide-Support habe ich mir diesen Titel noch einmal genauer angeschaut und war diesbezüglich ein wenig ernüchternd. Während das Programm während des eigentlichen Gameplays im hübschen 32:9 Format erschien, wurden die Zwischensequenzen auf das klassische 16:9 Format gebracht, sprich: es gab schwarze Balken auf beiden Seiten.

Optisch hat sich meiner Meinung nach aber sonst nicht viel gegenüber der Konsolenvariante getan. Das Spiel schaut ordentlich aus, punktete mit einigen bunten (Magie-)Effekten und Spiegelungen, patze aber manchmal bei der Darstellung von natürlich wirkenden Schatten. Referenz-Nivea wurde aber nicht geboten.

Technisch lief der Port zufriedenstellend, einmal blieb der Sound weg (war mit einem Neustart behoben), aber sonst gab es in der aktuellen Patch-Version keinen Absturz oder Ähnliches. Die Steuerung funktionierte mit Gamepad sauber und die Ladezeiten waren (wie bei der Konsole) erstaunlich kurz. Es dauerte zwar einen Moment, bis das Hauptmenü geladen wurde, aber ab dort ging es dafür direkt ins Spiel zurück.

Für mittlerweile recht überschaubares Geld (~12-15 Euro) kann „Forspoken“ für Fans empfohlen werden. Das Genre wurde zwar nicht neu definiert, Schauplätze und Gegner hätten etwas abwechslungsreicher/markanter ausfallen dürfen, aber die grundsätzlichen Mechaniken funktionierten gut und die Handlung war um kleinere Wendungen bemüht. Zur Überbrückung auf einen Preisverfall beim neuen „Assassins Creed“ ist dieses Open-World-Erlebnis vielleicht ein brauchbarer Zeitvertreib, echte Kaufpflicht besteht jedoch nicht.

Fotocopyright: Square Enix

The Electric State

Inhalt

Wir schreiben die 1990iger Jahre. In einer alternativen Zeitlinie gab es einen Krieg zwischen Menschen und aufständischen Robotern, der glücklicherweise zu unseren Gunsten beendet wurde. Die mechanischen Widerständler wurden in die Wüste verbannt und Frieden weitestgehend sichergestellt. Als sich ein kleiner Androide aus seinem Gefängnis befreit und bei der jungen Michelle auftaucht, bringt er nicht nur ihr Leben aus dem Lot…

Fazit

Immer wieder werden neue Rekorde gebrochen und „The Electric State“ reiht sich als derzeit teuerste Netflix-Produktion in diesen munteren Reigen ein. Ein hohes Budget steht allerdings nicht automatisch für hohe Qualität und die ersten Kritikerstimmen ließen mit leicht gedämpften Erwartungen ans Werk gehen.

Die Rahmenhandlung war ganz witzig, auch wenn sie sich nie so richtig originell angefühlt hat. Irgendwie hat man das meiste schonmal irgendwo gesehen (und sei es nur in einer Folge der Simpsons), aber immerhin konnte man ein paar neue Aspekte (Verbannung in die Wüste, etc.) einfließen lassen.

Der Erzählfluss war über weite Teile hervorragend, erst gen Finale keimten kleinere (kaum erwähnenswerte) Längen auf, das Seherlebnis blieb rund. Abwechslungsreiche Kulissen, gut aufgelegte Darsteller (inklusive sympathische Begleiter) und bereits erwähnte optische Leckereien machten Laune, ließen gespannt am Bildschirm verweilen. Die Chemie der Darsteller (und vor allem zu den elektronischen Weggefährten) hat hervorragend gepasst und den Einstieg ins Szenario durchaus erleichtert.

Vorwerfen könnte man dem Streifen eine recht einfach gestrickte Art. Das jederzeit arg vertraute Gefühl bezüglich des Setting war nicht unbedingt verkehrt, allerdings wurde hier alles auf „Nummer sicher“ aufgebaut. Man wagte sich keinerlei überraschende Wendungen und blieb erschreckend vorherschaubar, teils sogar beliebig oder austauschbar. Es gab eine gut geschilderte Situationen, die stellenweise aber etwas oberflächlich behandelt wurden und nie zu sehr in die Tiefe gingen. Kritische Andeutungen wurden rasch niedergeschlagen, zu Gunsten der allgemeinen Kurzweil wohl nicht so sehr ausformuliert.

Manchen Titeln sieht man die horrenden Produktionskosten nicht unbedingt an, doch „The Electric State“ wirkte jederzeit auf Hochglanz poliert und technisch über jeden Zweifel erhaben. Mit tollen und zuweilen angenehm zurückhaltenden Effekten wurde eine perfekte Immersion geschaffen, Roboter und andere Kuriositäten fühlten sich nicht wie Fremdkörper an. Animationen und Einbau in die restliche Umgebung waren stimmig, gaben keinen Grund zur Klage.

„The Electric State“ mag einfach gestrickt und erschreckend wenig wagemutig sein, bot dafür aber kurzweilige Popcorn-Unterhaltung mit sehenswerter Optik. Für mal eben Zwischendurch sicherlich ein empfehlenswerter Blockbuster, doch wesentlich mehr sollte man nicht erwarten. Ich wurde jedenfalls ausgezeichnet bei Laune gehalten, habe insbesondere die kleinen Roboterhelfer ins Herz geschlossen, werde den Film wohl aber recht schnell wieder aus dem Gedächtnis verlieren – wobei ich einer erneuten Sichtung offen gegenüber stehe.

Fotocopyright: Netflix

Once Again (Nintendo Switch)

Inhalt

Der Spieler schlüpft in die Rolle eines Jungen, der ohne seine leibliche Mutter aufwuchs und jeden Sommer an seinem Geburtstag eine Reise in die Vergangenheit unternimmt…

Gameplay

Das Gameplay von „Once Again“ ist simpel und sollte den Titel für eine breite Masse interessant gestalten. Im Grunde klickt man sich nur durch kurze Dialogzeilen und Bildchen, muss ab und zu mal eine kleine Aufgabe (z.B. das Scharfstellen von Fotos) erledigen. Man klickt sich quasi durch ein Comicbuch und kann die Geschichte auch gar nicht beeinflussen.

Spielzeit

Nach rund einer Stunde flackerte der Abspann über den Schirm.

Präsentation

Optisch gab sich der Titel sehr karg, aber immerhin mit einem schönen Art-Design. Die Figuren wurden hübsch gezeichnet und die minimalistischen Kulissen wussten zu gefallen. Sprachausgabe gab es erst auf der Zielgeraden (dem Lesen eines letzten Briefes), ansonsten gut geschriebener deutscher Text und tolle Jazz-artige Klänge als professionelle Untermalung hierzu.

Positiv

  • entspanntes Spielprinzip
  • emotionale Geschichte
  • simples, aber effektives Gameplay
  • tolle musikalische Untermalung

Neutral

  • kurze Spielzeit

Negativ

  • extrem einfach (gehört aber zum Spielprinzip)
  • repetitive Aufgaben (gehört aber zum Spielprinzip)
  • geringer Wiederspielwert

Fazit

Eine richtige Bewertung in Punkten ist hier kaum möglich. Das Spiel ist eigentlich kein richtiges Spiel und setzt in allen Bereichen auf absoluten Minimalismus – der hier jedoch absolut das richtige Mittel zur Wahl gewesen ist. Der kurze Tripp hat bereits nach wenigen Minuten in seinen Bann gezogen und einige repetitive Gameplay-Aspekte waren Teil des stimmigen Konzeptes. Wer sich mit besagten spielerischen Einschränkungen arrangieren kann erhält hier jedenfalls ein nett präsentiertes Bilderbuch mit hohem Unterhaltungswert und herzensguter Aussage.

Fotocopyright: AMATA

Companion – Die Perfekte Begleitung

Inhalt

Ein entspanntes Wochenende in einem abgelegenen Haus am See wird zu einem Alptraum. Es geschieht ein Mord, der nicht spontan, sondern scheinbar von langer Hand geplant wurde – doch dann gerät das eigentlich so perfide ausgedachte Konzept völlig aus den Fugen…

Fazit

Die Kritiken zu „Companion“ waren äußerst gemischt, doch ich sehe mich hier eher auf Seiten der Fürsprecher. Auch wenn sich der Titel nach einigen Minuten als weiterer Sci-Fi-Thrill mit Androiden outet, macht er nach einem kurzen inneren Dämpfer jedoch richtig Spaß und geht zumindest etwas andere Wege als mancher Konkurrent.

Die Rahmenhandlung war nicht unbedingt neu, doch mit ein paar geschickt eingebauten Wendungen und vor allem einem durch und durch symphytischen Cast hat man viel aus den überschaubaren Gegebenheiten herausgeholt und sogar noch einige Lacher rausholen können. Das Geschehen ist stellenweise so richtig schön bitterböse, so dass kein Auge trocken blieb und dennoch ein ernsterer Grundtenor nicht vollständig verschwand.

Die Darsteller haben allesamt hervorragend miteinander agiert und ihre Motive und wahren Charakterzüge erst mit der Zeit offenbart. Man behielt stets eine gewisse Grundspannung – auch auf Seiten der Figuren – bei, verschoss nicht auf Anhieb sein gesamtes Pulver. Überdies gelang es, den Zuschauer bei jeder Sicht auf die Charaktere mitzunehmen und eine gewisse Identifikation mit ihren Taten zu liefern, selbst wenn das Szenario schon arg konstruiert wirkte.

Nachdem der Titel seine Prämisse offenbarte, ahnte ich Schlimmes und wurde mit fortscheitender Spielzeit äußerst positiv überrascht. Auch wenn sich hier im Grunde nur ein weiterer „Roboter dreht durch“-Film präsentierte, hat er mit Charme und Kurzweil an den Bildschirm fesseln können, nach gut einer halben Stunde so richtig an Fahrt aufgenommen. Erstaunlicherweise ist unter der bunten Fassade sogar noch etwas Gesellschaftskritik eingeflossen und am Ende gibt es eine Empfehlung für alle Interessierten. Ich wurde köstlich bei Laune gehalten.

Fotocopyright: Warner Bros (Universal Pictures)

Bulletproof Monk – Der kugelsichere Mönch

Inhalt

Bereits seit über 60 Jahren sind die Nazis hinter einer mysteriösen Schriftrolle her, die ein tibetischer Mönch mit seinem Leben verteidigt. Lange war der Hüter damit abgetaucht, doch nun scheint er in Amerika einen würdigen Nachfolger für seinen Posten gefunden zu haben. Leider ist der Kleinkriminelle Kar zunächst noch gar nicht von dessen Gedanken begeistert und zu allem Überfluss tauchen die alten Häscher wieder auf…

Fazit

Mit Action-Superstar Chow Yun-Fat, American-Pie-Liebling Seann William Scott und bösen Nazis als Gegenspieler hatte dieser Streifen eigentlich alles, was gutes Kino benötigte und hinterließ schon bei seinem Release einen traurigen Eindruck. Nach Jahren habe ich nun die Scheibe (DVD) mal wieder in die Hand genommen und werde ein HD-Upgrade ein weiteres Mal vertagen bzw. definitiv davon absehen.

Zunächst fiel wieder einmal die etwas billige Optik, dann die mittelprächtige Synchronisation ins Auge bzw. ins Ohr. Der Streifen wirkte durchgehend wie eine schlichte Videothekenproduktion, womit man sich bei entsprechendem Flair und Witz allerdings noch hätte arrangieren damit können – selbst, wenn man zum damaligen Zeitpunkt durchaus A-Ware erwartet hatte.

Die Geschichte war flach, wenig originell und vollkommen unglaubwürdig – was bei entsprechend launiger Umsetzung jedoch auch noch kein Showstopper gewesen wäre. Vielmehr stolpert das Teil immer wieder über schleppenden Erzählfluss, seltsam angelegte Figuren und entgegen der vollmundigen Hoffnungen leider auch an ziemlich dürftigen Actionszenen.

Die Choreografie war überwiegend lächerlich, konnte nicht einmal mir als Freund übertriebener „Seil-Akrobatik“ ein müdes Lächeln abringen. Während mir die Darbietung von Scott noch ziemlich egal war, stach das vergeudete Potential von Fat umso mehr hervor. Er brachte mit seiner stets glücklich wirkenden Mine vielleicht ein wenig Lockerheit ins Spiel, doch die ihm hier auferlegten Kampfeinlagen waren nicht das Gelbe vom Ei.

Die Zutaten waren da, aber die Macher vermochten sie nicht zu nutzen. „Bulletpoof Monk“ mag seine unterhaltsamen Momente besessen haben, ist aber selbst für Fans der Darsteller nur bedingt eine Empfehlung wert. Wahrscheinlich werde ich den Titel einfach schnell wieder vergessen und in einigen Jahren erneut zu dieser nüchternen Erkenntnis kommen…

Fotocopyright: LEONINE

The Last Show of Mr. Chardish (Nintendo Switch)

Inhalt

Robert Chardish ist verstorben und sein Theater steht leer. Der Spieler schlüpft in die Haut einer jungen Dame, die noch einmal durch die verlassenen Räumlichkeiten streift und in die glamouröse Welt des Künstlers eintaucht…

Gameplay

„The Last Show of Mr. Chardish“ gehört ganz klar in das Genre der Walking Simulatoren, hebt sich mit seinem bunten Stil jedoch ein wenig vom Einheitsbrei ab.

Gespielt wird zunächst aus der Ego-Perspektive – doch sobald der Spieler mittels eines gewissen Triggers eine neue Rückblende anstößt, wechselt das Geschehen in eine andere Sicht. So dürfen wir nun Roboter, Vögel oder andere Figuren aus der Third-Person verfolgen und sie mit kleineren Knobelaufgaben zum Ende des jeweiligen Kapitels bringen.

Die einzelnen Geschichten sind dabei recht kreativ und abwechslungsreich ausgefallen. Mal navigieren wir ein paar Roboter ans Ende des Kapitels, mal steigen wir mit einem Vogel in die Lüfte – oder schwingen den Pinsel, um unsere Umgebung vom tristen Grau zu befreien.

Spielzeit

Mit rund 2,5 bis 3 Stunden ist die Spielzeit sehr übersichtlich ausgefallen.

Präsentation

Optisch war „The Last Show of Mr. Chardish“ ein zweischneidiges Schwert. Zwar besaß der Grafikstil durchaus Einiges an künstlerischem Anspruch, doch hin und wieder waren mir Figuren und Kulissen ein Ticken zu simpel (und pixelig) ausgefallen.

Gezockt habe ich zudem auf der Switch, die manchmal leicht ins Ruckeln kam und es überdies an Schärfe missen ließ. Der Sound und die englischen Sprecher waren jedoch einwandfrei und gaben keinen Grund zur Klage. Erst habe ich mich am PC mit dem Programm versucht, doch irgendwie war der FOV (das Sichtfeld) nicht korrekt eingestellt und Übelkeit verhinderte dort das Weiterspielen für mich. Auf der kleinen Nintendo-Konsole war alles in Ordnung.

Positiv

  • fantasievolle Präsentation
  • emotionale Geschichte
  • guter Spielflow

Neutral

  • überschaubare Spielzeit
  • Steuerung manchmal etwas hakelig

Negativ

  • technisch eher durchschnittlich
  • hat zwar Emotionen geweckt, war aber insgesamt nicht so intensiv wie mancher Konkurrent

Fazit

Es gibt bessere, wohl aber auch deutlich schlechtere Genrevertreter. „Mr. Chardish“ hat mich mit seiner gefühlvollen, bunten Art stellenweise sehr an „Edith Finch“ erinnert, jedoch nie dessen Klasse erreicht. Technisch war der Titel eher durchwachsen und riss mit seiner groben Darstellung gelegentlich aus der Immersion, besaß aber unterm Strich dennoch ein hübsches Art-Design und konnte seine Botschaften trotz kleineren Rucklern und allzu simplen Figurenoptiken wunderbar entfalten. Edith bleibt absolute Referenz, doch wer auf der Suche nach ähnlich gelagerter Kost ist, darf gerne reinschauen. Die kurze Spielzeit geht (gemessen am Preis) auch absolut in Ordnung und verschont den Spieler vor unschönen Längen oder Abnutzungserscheinungen.

Fotocopyright: Anshar Publishing, Hydra Games S.A., Hydra Games

Lost Records: Bloom & Rage (PC)

Inhalt

Ein mysteriöses Paket bringt ein paar alte Freundinnen nach etlichen Jahren endlich wieder zusammen an einen Tisch. Sie sinnieren über ihre Jugend in den 90igern und erinnern sich an schmerzlich verdrängte Ereignisse…

Gameplay

Das Spiel stammt von den ursprünglichen „Life is Strange“-Machern und besitzt ganz ähnliche Ansätze. Wir steuern unsere Hauptfigur aus der Third-Person-Perspektive und folgen einem relativ gradlinigen Gameplay-Pfad. Wir können uns vielerlei Gegenstände etwas genauer anschauen, bekommen aber ansonsten immer grob das aktuelle Ziel (Tasche packen, Zimmer verlassen) vorgegeben, können uns nur selten „verirren“.

Neu im Gegensatz zu den Erstlingen ist diesmal allerdings die Integration der Videokamera unserer Spielfigur. Manchmal optional, oftmals aber auch Pflicht zum Voranbringen der Handlung, ist die Verwendung selbiger. Wir schalten bei Bedarf in einen speziellen Aufnahmemodus, müssen dort bestimmte Ereignisse oder Personen festhalten, können uns danach sogar eigene Zusammenschnitte der eigenen Aufnahmen anschauen. Dies wirkte am Anfang zwar etwas aufgesetzt und wie eine Art von Fleißaufgabe, ging aber irgendwann ins Blut über und machte durchaus Laune.

Spielzeit

Das Spiel gliederte sich in verschiedene Episoden, wobei das Ende noch nicht erreicht ist. Ich habe etwa 7 bis 8 Stunden in der ersten Hälfte des Programmes verbracht, wobei die restlichen Inhalte am 15. April als Download nachgeliefert werden (dann werde ich dieses Review noch einmal updaten).

Präsentation

Da ich die „Life is Strange“-Spiele zuletzt auf der Switch genossen habe, war ich von der technischen Seite nicht unbedingt verwöhnt bzw. nicht unbedingt großer Erwartungen ausgesetzt. Gezockt habe ich „Lost Records“ nun allerdings auf dem PC mit hoher Auflösung und vollen Details – und war angenehm vom Ergebnis überrascht. Zwar unterstützte das Programm meinen Ultrawide-Monitor nicht komplett (das Spiel an sich lief in der Mitte, Menüs und Texteinblendungen waren hingegen auch ganz Außen zu vernehmen), aber tolle Umgebungen und fantastische Charaktergrafiken glichen dies wieder aus. Man hat einen idealen Weg zwischen Comic-Look und Realismus geschaffen, lieferte beeindruckende Gesichtsanimationen und Kulissen ab.

Leider gab es nur eine englische, aber immerhin gut verständliche Sprachausgabe, die mit brauchbaren deutschen Untertiteln bestückt wurde. Der Soundtrack kam dafür mit einigen echt genialen Songs daher – die ich gern als MP3 in der Sammlung hätte.

Positiv

  • tolle Grafik, beeindruckende Gesichter
  • spannende Geschichte mit Tiefgang
  • ideal zum Zocken in Häppchenweise
  • Kamera als spaßiges Gameplay-Element
  • eingängiger Soundtrack

Neutral

  • recht gradlinig
  • keine Rätsel
  • an die Verwendung der Kamera muss man sich gewöhnen

Negativ

  • Figurenzeichnung etwas klischeehaft
  • nur englische Sprachausgabe (deutsche Untertitel)
  • bislang nur eine Spielhälfte verfügbar

Fazit

Das Team von“LiS“ hat nicht enttäuscht. „Lost Records“ entsprach genau meinen Hoffnungen und bereitete mir eine unterhaltsame Zeit. Nachdem ich mich an Figuren und Handling der virtuellen Videokamera gewöhnt habe, wurde ich von der spannenden Geschichte eingesogen und fieberte der nächsten Spiel-Session immer wieder entgegen. Ich empfand den Spannungsaufbau als überhaupt nicht zu lang geraten, das Tempo war genau richtig. Nun warte ich ungeduldig auf den April und die restlichen Episoden – dann gibt es auch hier nochmal ein kleines Update. Bislang steht allerdings eine fette Empfehlung für alle Genre-Liebhaber, die sicherlich ebenso viel Spaß wie ich mit diesem Werk haben werden.

Fotocopyright: Dontnod Entertainment

Jumanji

Inhalt

Gemeinsam mit ihrer Tante ziehen zwei Waisenkinder in eine pompöse Villa ein und machen eine geheimnisvolle Entdeckung. Ihnen fällt das Brettspiel „Jumanji“ in die Hände, aus dem kurz darauf eine lange verschollene Person entspringt…

Fazit

Die neuen „Jumanji“-Teile hat aufgrund ihrer veränderten Sichtweise und markanten Figuren wie „The Rock“ durchaus ihren Reiz, doch es geht einfach nichts über das Original. Aus heutiger Sicht mögen die anfangs eher geruhsame Erzählweise und natürlich auch die angestaubte Technik ein kleiner Dorn im Auge sein, doch im Geschehen versunken gerät dies zur Nebensache.

„Jumnaji“ kam mit einer originellen Geschichte daher, die wohl nur auf das Jahr 1997 und seine technischen Möglichkeiten gewartet hat. Für damalige Verhältnisse gab es ein paar echt schicke Tieranimationen und Schauplatztransformationen, die kurz davor wohl so noch nicht möglich gewesen werden. Zwar hat der Zahn der Zeit ordentlich an diesen Szenen genagt, doch der wilde Herdenmarsch durchs Wohnzimmer kommt noch immer recht eindrucksvoll daher.

Kirstin Dunst als kleines Mädel hat ihre Sache sehr gut gemacht, doch ein gewohnt prachtvoll aufgelegter Robin Williams konnte erneut für Gänsehaut sorgen und allen die Schau stehlen. Dieser Akteur war gemacht für derartige Filme und drückte ihnen einen unvergleichbaren Stempel auf. Wieder einmal schade, dass er so früh von uns gegangen ist.

„Jumanji“ war zwar eine weitere Williams-Show, aber für sich gesehen auch ein fantasievoller Spielfilm für die ganze Familie. Sicherlich entspricht er nicht mehr ganz den aktuellen Sehgewohnheiten, aber das bisschen Staub geht schon in Ordnung. Wer sich für die nette Thematik begeistern kann, erhält einen soliden Vertreter seiner Zunft – und nicht ganz so eine wilde Blödelei wie bei den aktuelleren Umsetzungen.

Fotocopyright: Sony Pictures Entertainment (PLAION PICTURES)

Captain America: Brave New World

Inhalt

Durch einen zunächst unbekannten Drahtzieher wird ein Konflikt zwischen den Weltmächten herausbeschworen und Captain America soll den Dingen auf den Grund gehen. Plötzlich scheinen eigene Freunde an einem Putsch beteiligt zu sein, doch kampflos gibt der Superheld nicht auf…

Fazit

„Captain America: Brave New World“ ist zwar ein regulärer Eintrag im mittlerweile doch recht großen Marvel-Universum, fühlt sich aber trotzdem ein wenig anders an – und das war Fluch und Segen zugleich.

Wo andere Titel auf Superheldenauftritte und Action ohne Ende setzten, wirkt „Brave New World“ eher wie der letzte „Batman“ mit Robert Pattinson. Die „laute“ Aufmachung wurde etwas zurückgeschraubt, dafür Aspekte eines Thrillers (inkl. Ermittlungsarbeit) in den Fokus gerückt. Es gibt kein Nonstop-Krawall, dafür ruhigere Momente mit netten Krimi-Aspekten.

Die veränderte Erzählweise sorgte jedoch auch für einige Längen, obwohl die Laufzeit im Vergleich ebenfalls recht beschnitten daher kam. Wahrscheinlich lag es an der simplen Handlung, dass die knapp 100 Minuten nicht gerade mit vielen Verzweigungen und dafür mit ein paar vorherschaubaren Passagen daher kamen und dem Zuschauer nicht so wirklich miträtseln ließ.

Auf Harrison Ford habe ich mich gefreut, doch sein Auftritt war ein wenig enttäuschend. Er agierte grundsätzlich solide und spulte sein gewohntes Programm herunter – neue Impulse brachte er dem Marvel-Universum jedoch nicht bei und wird somit auch nicht als unverzichtbarer Charakter in die Geschichte eingehen.

Hübsch waren Optik und CGI-Effekte, die sich weitestgehend harmonisch ins Bild einfügten. Da es erst gegen Ende eine Zerstörungstour gab, war der Look bis dato eher zurückhaltend und die Computerhilfe eher dezent – was ich absolut zu schätzen wusste.

Ein Gang ins Kino muss nicht unbedingt sein, aber spätestens um Heimkino kann man mit diesem Titel seinen Spaß haben. Er stach trotz veränderter Ansätze zwar nirgendwo übermäßig brachial hervor, doch das Konzept war soweit in Ordnung und ein gewisser Unterhaltungsfaktor war gegeben. Nicht der beste, wohl aber auch nicht der schlechteste Vertreter seiner Gattung und für Marvel-Fans sowieso Pflichtprogramm.

Fotocopyright: Disney

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