Valerian – Die Stadt der tausend Planeten
Aufgrund aktueller Sichtung wurde dieses Review aus dem Archiv übernommen und hier sauber formatiert. Möglichweise wurden einige Passagen überarbeitet und die Wertung nach aktuellen Maßstäben noch einmal korrigiert.
Inhalt
Die Spezialagenten Valerian und Laureline werden auf eine streng geheime Mission geschickt. Sie sollen einen Duplizierungsapparat beschaffen und der Regierung übergeben. Die beiden merken allerdings schnell, dass etwas nicht stimmt und Feinde in den eigenen Reihen das Zusammenleben vieler Kulturen beeinträchtigen …
Fazit
Als ich den ersten Trailer sah und den Namen „Luc Besson“ las, fühlte ich mich sofort an „Das fünfte Element“ erinnert. Irgendwie trug das in der kurzen Vorschau gezeigte Spektakel ganz eindeutig seine Handschrift und die Vorfreude war geweckt.
Um den vielen – eher durchwachsenen – Kritiken zuvorzugreifen: Ich fand den Film wirklich toll und habe jede Sekunde im fantastisch gestalteten Universum genossen. Die schrägen Figuren und bunten Welten fesselten von Beginn an den Kinositz und das Abtauchen gelang ohne Probleme. Alles wirkte stimmig, wohl konzipiert und – auf den ersten Blick – irgendwo schlüssig.
Vieles erinnerte an „Das fünfte Element“ oder die neueren „Star Wars“-Titel, was jedoch nicht schlimm oder gar abgekupfert erschien. Die Kulissen waren eigenständig genug und die Comic-Vorlage ist sowieso wesentlich älter als die Konkurrenz. Zum Gelingen trugen natürlich auch die hochwertige Qualität der Effekte bei, welche ebenfalls keinen Vergleich scheuen muss. Was hier aus den Rechnern herausgekitzelt wurde, fügt sich nahtlos zu den realen Charakteren ein und half bei der perfekten Illusion.
Für mein Empfinden hat das Zusammenspiel von Dane DeHaan und Cara Delevingne prima funktioniert und gab keinen Grund zur Klage. Die beiden harmonieren hervorragend miteinander und liefern schauspielerisch genau das ab, was man hier erwartet. Etwas Overacting und jede Menge Charme lassen manch flach geskriptete Dialoge vergessen und liefern dem Zuschauer jede Menge gute Laune.
„Valerian“ ist genau das, was ich unter sommerlichem Popcornkino verstehe: ein grandioser Ausflug in andere Welten mit sympathischen Figuren und Kurzweil ohne Ende. Der „Flow“ war genau richtig, die Story bot brillant ausbalancierten Tiefgang und am Ende blieb ein Lächeln zurück. Ich weiß noch nicht genau, ob ich den Streifen auf eine Ebene mit „dem fünften Element“ stellen möchte, aber das limitierte Steelbook ist vorbestellt und ich kann die erneute Vorstellung im Heimkino kaum erwarten.
8,5/10
Fotocopyright: LEONINE


