The Toxic Avenger (2025)
Inhalt
Per Zufall wird der Hausmeister Winston Gooze durch radioaktiven Sondermüll zu einem hässlichen Mutanten verwandelt. Nachdem er seine neuen unglaublichen Kräfte entdeckt hat, geht er auf einen grausamen Rachefeldzug gegen Ungerechtigkeit – und sein Chef steht ganz oben auf der Liste…
Fazit
Filme wie “The Toxic Avenger” lassen sich nur schwer bewerten. Objektiv gesehen servierte man uns einen edlen Sondertrash mit fragwürdigen Inhalten, subjektiv jedoch einen höchst unterhaltsamen Zeitvertreib mit derben Späßen.
Die Macher ignorierten die geistigen Vorgänger und lieferten hier ein eigenständiges Werk ab. Vorkenntnisse waren also nicht nötig und Jedermann kam schnell in die (sowieso recht überschaubare) Handlung hinein – was dem unkomplizierten Abtauchen natürlich nur zu Gute kam. Eine komplexe Geschichte war zwar hier von Vornherein nicht zu erwarten, trotzdem hätte der Einstieg holpriger sein können.
Der Auftritt von Peter Dinklage mag im ersten Moment verwundern, stellte sich dann aber als Geniestreich heraus. Es war schon witzig einen mittlerweile so renommierten Darsteller in einer solch absurden Rolle zu erblicken – die er durch seine Größe und Mimik hervorragend zum Leben erweckte, sogar Emotionen zu diesem Antihelden aufkeimen ließ. Er spielte so toll, dass andere bekannte Gesichter wie Kevin Bacon oder Elijah Wood locker (und wortwörtlich) an die Wand gespielt wurden.
In seinen starken Momenten machte der Titel Spaß und sorgte mit seinen wahnsinnig überzogenen Gags und Splattereinlagen fast für feuchte Augen – in seinen ruhigeren Momenten flachte die Freude jedoch immer wieder rapide ab und die schwache Story und ein paar unnötig dümmliche Dialoge kamen zum Tragen. Hier hätte man die Laufzeit gerne noch ein wenig verkürzen können.
Technisch gab man sich jedoch keine Blöße. Das Werk mutete zwar stets wie ein B- oder gar C-Movie an, doch war dies sicherlich von den Machern auch so gewollt. Bei den deftigeren Einlagen war neben etwas billig wirkendem CGI zum Glück auch gute und extrem kreative Handarbeit zu verzeichnen – was das Herz der Fans höher schlagen lässt.
Lustiges Splatterfest oder ein prominent besetzter Klamauk zum Fremdschämen? “The Toxic Avenger (2025)” befindet sich irgendwo dazwischen und präsentierte sich als ein insgesamt eher mittelprächtiger Genrefilm, der stellenweise aber ganz vergnüglich daher kam und seine angepeilte Zielgruppe glücklich machen dürfte. Ich brauche den Film nicht in der Sammlung, habe die Sichtung im Stream aber stellenweise durchaus genoßen.
6/10
Fotocopyright: Capelight Pictures


