Fried Barry
Inhalt
Barry hat es nicht leicht im Leben. Nachdem er wieder einmal Stress mit seiner Frau hat, begibt er sich erst in die Kneipe und nach dem Alkoholkonsum auf einen wilden Drogentrip. Planlos streift er umher und wird dabei sogar von Außerirdischen entführt…
Fazit
Manchmal kann man gehörig danebengreifen – selbst wenn ein schickes Mediabook für schlappe 5 Euro angeboten wird und die Erwartungen in Angebracht des Covers schon eher verhalten ausfielen. “Fried Barry” ist wohl ein Film für eine gewisse Zielgruppe, zu der ich leider nicht angehöre und von daher leider keine allzu vielen positiven Worte aufbringen kann.
Löblich waren Hauptdarsteller und Technik. Gary Green hat überragend performt und mit seinem Gesicht erstaunliche Kunststücke ausführen können. Er gab hier wirklich alles und wurde von überraschend schönen Kamerafahrten begleitet. Allgemein gefielen die auf Hochglanz polierten Bildern, die dem Film einen hochwertigen Look verpassten, leider aber nicht vom Inhalt ablenken konnten.
Eine richtige Handlung war eigentlich nicht vorhanden. Man folgte dem sehenswerten Hauptdarsteller auf seinem wilden Trip und hakte dabei eine bizarre Station nach der Anderen ab. Man konnte dabei nie so recht unterscheiden, was sich im Kopf unseres “Helden” abspielte – oder inwieweit die Dinge wirklich passierten. Dies mochte zu Beginn noch reizvoll sein, nutzte sich im Laufe der Zeit gehörig ab.
Manche Aufnahmen waren schon leicht widerlich, letztlich war es aber die Langweile, die an den Nerven zerrte. Neben nackter Haut und einigen ekligen Auswürfen wurde kaum etwas von Substanz geliefert, geschweige denn ein anständiger Tiefgang in irgendeiner Form geschaffen. Irgendwann verlor man das Interesse und wollte am liebsten nur noch nach Vorn spulen. Man wollte die Abenteuer nicht mehr weiter verfolgen.
Eine umfangreichere Kritik vermag ich an dieser Stelle nicht zu verfassen. Der Streifen hat nicht meinen Nerv getroffen und jede weitere Zeile wäre verschwendete Zeit. Wer gern Zeuge von psychedelischen Drogentrips ist, darf sich diesen Titel gerne zu Gemüte führen – Freunde “echter” Spielfilme machen einen weiten Bogen um dieses “Kunstwerk”.
3/10
Fotocopyright: WVG Medien GmbH


