Inhalt

Wegen Raubüberfall und Mord steht ein junger Filmstudent vor Gericht. Mit Hilfe seiner Anwältin und Zeugen versucht er natürlich die Geschworenen von seiner Unschuld zu beweisen, doch scheinbar haben sich seine angeblichen Mitkomplizen gegen ihn verschworen…

Fazit

Von seiner Geschichte her, klingt „Monster! Monster?“ im ersten Augenblick recht unspektakulär und ziemlich austauschbar. Bei genauerem Hinschauen jedoch, entfaltet sich die wahre Intention hinter der bekannten Fassade – und die ist gar nicht mal so schlecht ausfallen.

Ein junger Mann steht vor Gericht und der Zuschauer tappt erst einmal im Dunkeln. Erst nach und nach wird aufgeklärt, wie es dazu kam und wie sich die Bekanntschaft der Angeklagten untereinander erst entwickelt hat. Hierbei wurde der Fokus auf die Zeichnung seiner Charaktere gelegt – bei der direkt klar wurde, dass es sich bei unserer Hauptfigur um keinen dummen Mitläufer handelt.

Obwohl die Lage für den Betrachter relativ schnell klar erscheint, keimen mit weiterem Verlauf weitere Zweifel auf. Zwar weniger Zweifel an der definitiven Durchführung des Mordes, sondern vielmehr, inwieweit der junge Mann eine Mitschuld trägt. Dann stellt sich wiederum die Frage, wie hoch die mögliche Mitschuld zu bestrafen wäre.

Erzählerisch klappt diese Mischung aus Gerichtsfilm mit etlichen Rückblenden recht gut und der Zuschauer behält stets den Überblick. Die Balance aus Gegenwart und Vergangenheit hielt sich prima die Waage und der Unterhaltungswert war stets gegeben. Sicherlich gab es auch mal kleinere Längen, doch so manch Aussage der Befragten sorgte dann wieder für erhöhte Aufmerksamkeit und Spannung.

Mit „Monster“ hat Netflix aktuell einen interessantes Justiz-Drama im Sortiment. Er machte einen durchgehend authentischen Eindruck und profitierte von tollen Darstellern. Der ruhige Verlauf war recht kurzweilig und seine Laufzeit angemessen. Wer dem Thema nicht abgeneigt ist, kommt definitiv auf seine Kosten.

7/10

Fotocopyright: Netflix