Inhalt
Ein entspanntes Wochenende in einem abgelegenen Haus am See wird zu einem Alptraum. Es geschieht ein Mord, der nicht spontan, sondern scheinbar von langer Hand geplant wurde – doch dann gerät das eigentlich so perfide ausgedachte Konzept völlig aus den Fugen…
Fazit
Die Kritiken zu „Companion“ waren äußerst gemischt, doch ich sehe mich hier eher auf Seiten der Fürsprecher. Auch wenn sich der Titel nach einigen Minuten als weiterer Sci-Fi-Thrill mit Androiden outet, macht er nach einem kurzen inneren Dämpfer jedoch richtig Spaß und geht zumindest etwas andere Wege als mancher Konkurrent.
Die Rahmenhandlung war nicht unbedingt neu, doch mit ein paar geschickt eingebauten Wendungen und vor allem einem durch und durch symphytischen Cast hat man viel aus den überschaubaren Gegebenheiten herausgeholt und sogar noch einige Lacher rausholen können. Das Geschehen ist stellenweise so richtig schön bitterböse, so dass kein Auge trocken blieb und dennoch ein ernsterer Grundtenor nicht vollständig verschwand.
Die Darsteller haben allesamt hervorragend miteinander agiert und ihre Motive und wahren Charakterzüge erst mit der Zeit offenbart. Man behielt stets eine gewisse Grundspannung – auch auf Seiten der Figuren – bei, verschoss nicht auf Anhieb sein gesamtes Pulver. Überdies gelang es, den Zuschauer bei jeder Sicht auf die Charaktere mitzunehmen und eine gewisse Identifikation mit ihren Taten zu liefern, selbst wenn das Szenario schon arg konstruiert wirkte.
Nachdem der Titel seine Prämisse offenbarte, ahnte ich Schlimmes und wurde mit fortscheitender Spielzeit äußerst positiv überrascht. Auch wenn sich hier im Grunde nur ein weiterer „Roboter dreht durch“-Film präsentierte, hat er mit Charme und Kurzweil an den Bildschirm fesseln können, nach gut einer halben Stunde so richtig an Fahrt aufgenommen. Erstaunlicherweise ist unter der bunten Fassade sogar noch etwas Gesellschaftskritik eingeflossen und am Ende gibt es eine Empfehlung für alle Interessierten. Ich wurde köstlich bei Laune gehalten.
7,5/10
Fotocopyright: Warner Bros (Universal Pictures)
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