Inhalt
Ein hochrangiger Politiker bricht bei einer Rede zusammen und verstirbt kurz darauf an Ort und Stelle. Ermittlungen legen einen Anschlag mit einem speziell dafür geschaffenen Virus nah und die Polizei versucht so langsam Licht ins Dunkel zu bringen…
Fazit
Ab und zu durchstreife ich die Mediatheken und so wurde ich am vergangen Wochenende bei der ARD mit „Helix“ fündig. Ein echtes Highlight war dieser Streifen sicherlich nicht, doch für einen entspannten Sonntagabend brauchte er eigentlich alles an Zutaten mit.
Die Handlung wurde weitestgehend spannend und schlüssig präsentiert, auch wenn hier König Zufall ein großer Bestandteil des Storytellings ausmachte und das Treiben an vielen Stellen ordentlich zurechtkonstruiert wurde. Natürlich gab es auch kleinere Ungereimtheiten und absurde Vereinfachungen (Einbruch in eine gesicherte Firma, Hacking-Angriff auf selbige direkt am Serverschrank, etc.), doch zu Gunsten der Kurzweil sei das einfach mal klaglos dahin genommen.
Die Kernthematik war sicherlich interessant und verständlich aufbereitet, kam aber einen Ticken zu harmlos daher – was wohl ebenfalls aufs Konto der seichten Unterhaltung anzurechnen ist. Grundsätzlich hätte die Geschichte mehr Potential gehabt, doch wären diese umfangreicheren Ausführungen nicht in knapp 90 Minuten über die Bühne zu bringen.
Nicht wirklich schlecht, aber auch nicht wirklich gut. „Helix“ ließ sich wie ein solider TV-Krimi wegschauen und wird mit seiner oberflächlichen Weise nicht lange im Gedächtnis verweilen. Vielleicht wäre die Umsetzung als Mehrteiler etwas geschickter gewesen – mit der Gefahr hier allerdings ein paar neue Schleifen bzw. Durchhänger einzubauen. Unterm Strich ein passabler Thriller, der prima als Alternative zu einer Tatort-Episode herhalten kann.
6/10
Fotocopyright: ARD