Inhalt

Familienvater Adam Gibson staunt nicht schlecht, als er von der Arbeit nach Hause kommt und plötzlich ein Klon statt seiner selbst auf der eigenen Geburtstagsfeier bejubelt wird. Noch während er versucht die Lage zu begreifen, heftet sich ein Team von Auftragskillern an seine Fersen…

Fazit

Manche Filme altern arg schlecht oder sind aufgrund ihrer angesprochenen Thematiken nicht mehr aktuell, doch bei diesem Werk lagen die Dinge zum Glück ein wenig anders. Sicherlich war das Spiel von Arnie bestenfalls durchwachsen, die Effekte mittlerweile leicht angestaubt, doch der Kern an sich keineswegs überholt.

Zwar ist „The 6th Day“ für mich in erster Linie ein schnörkelloser Actionfilm, doch schneidet er dabei ein paar interessante Aspekte und Theorien an – versucht sich damit zumindest etwas tiefgründiger als er eigentlich ist zu verkaufen und vielleicht auch ein wenig Sozialkritik auszuüben. Dabei wird die Handlung leicht verständlich und dennoch gefällig erzählt, der Unterhaltungsfaktor stets auf einem hohen Niveau gehalten – schließlich sollte ja auch die breite Maße angesprochen und die Kinosäle trotzdem gefühlt werden.

Die Action war sauber inszeniert und gab keinen Grund zur Klage. Dank Augenzwinkern und einer Prise Humor hinterließ unser Superheld einen standesgemäßen Auftritt wie wir ihn kennen und lieben. Sein Spiel wirkte zwar stets bemüht und das Lächeln zuweilen arg aufgesetzt, aber das ging tatsächlich so in Ordnung. Die damalige Checkliste wurde zufriedenstellend abgehakt und das Gesamtwerk kam stimmig rüber.

Wie Eingangs bereits erwähnt, hat der berühmte Zahn der Zeit ein wenig an der Technik genagt und deshalb war so manch Effekt nicht mehr allzu hübsch anzuschauen. Bedenkt man die Entstehungszeit und das wahrscheinlich nicht gerade geringe Budget, muss man einfach davon ausgehen, dass die Dinge nicht besser zu bewerkstelligen waren. Besonders die futuristischen Hubschrauber, respektable deren Flugszenen wirken wie Fremdkörper, aber immerhin konnte der wuchtige Sound ein wenig kaschieren und dennoch ein leichtes Grinsen ins Gesicht zaubern.

Wer die Filme von Arnie kennt, der weiß was einen hier erwartet und das ist auch gut so. Damals stand der ehemalige Bodybuilder noch für unkompliziertes Blockbuster-Kino und daran hat sich trotz ernsterer Grundtöne bis dato nichts geändert. „The 6th Day“ war damals also gewohnte Kost und funktioniert noch heute mit der entsprechenden Herangehensweise. Erhofft euch keinen allzu philosophischen Ausschweifungen oder Fragen nach dem Sinn des Lebens und genießt diesen weitestgehend gut gealterten Streifen mit einigen wirklich sehenswerten Actioneinlagen. Für mich nicht unter den absoluten Top-Filmen von Schwarzenegger, aber immerhin auf den vorderen Plätzen vertreten.

7/10

Fotocopyright: Sony Pictures Entertainment (PLAION PICTURES)