Avatar: Fire and Ash
Inhalt
Nach dem Tod ihres ältesten Sohnes, ist die Familie von Sully in tiefer Trauer versunken. Leider bleibt den Hinterbliebenen dabei nicht allzu viel Zeit, denn die menschlichen Eindringlinge planen einen erneuten Angriff auf Urbevölkerung, Tier und Natur…
Fazit
Auch in diesem (oder besser gesagt im letzten) Jahr, war der Hype um einen neuen “Avatar”-Film wieder ziemlich hoch und so langsam purzeln auch die erwarteten Rekorde in Sachen Zuschauerzahlen und Einspielergebnis. Ich persönlich konnte zumindest bei der Erstsichtung von Teil 1 und 2 noch relativ wenig mit dem bunten Treiben anfangen, sehe mittlerweile aber nette Technik-Demos in den Filmen und habe nach den ersten eher verhaltenen Kritiken nun “Fire and Ash” direkt als Solche angesehen – was sich im Nachhinein als gute Wahl erwies.
Handlungstechnisch hat sich das Geschehen trotz einer strammen Laufzeit von über drei Stunden kaum nach Vorn entwickelt. Es war erstaunlich, wie wenig Geschichte Cameron so farbenprächtig verpacken, dafür aber mit umso mehr Details überraschen konnte. Erneut (bzw. noch viel mehr als zuvor) fühlt sich die Welt von Pandora wie ein echtes Öko-System mit glaubwürdigen Elementen und Figuren an. Keine komplexe Story funkte hier beim Genießen dazwischen und hier zeigt “Fire and Ash” seine Stärken aus.
Die Einführung eines weiteren interessanten Volkes gelang mühelos und es gab hierdurch auch ein paar neue Schauwerte und Entwicklungen. Sicherlich ging es auch hier vergleichsweise behutsam zur Sache, aber die Immersion wurde immens gestärkt. Man konnte sich in Ruhe auf die neue Situation einstellen, die vorzüglich gemachten Bilder und die vielen kleinen Randerscheinungen in vollen Zügen begutachten.
Technisch hat Cameron seine Hausaufgaben abermals mit Bravour erledigt. Die Grenzen zwischen “Videospiel” und richtigem Spielfilm verschwimmen immer mehr und man fühlt sich trotz minimaler Beteiligung von sichtbaren, echten Darstellern nicht mehr wie in einer fremden Welt. Hat mich dies beim direkten Vorgänger noch ein wenig gestört, ist dieser Kritikpunkt nun ganz verschwunden.
Figuren und deren Animationen wurden noch einmal einen kleinen Ticken optimiert, die Kontraste wirken noch satter und der Look noch hübscher als zuvor. Schade, dass viele alte Schauplätze und Fahrzeuge erneut recycelt wurden, doch immerhin gab es von allem etwas mehr als zuvor – auch wenn sich manche Ereignisse fast 1 zu 1 wiederholt haben und ein Deja-Vu ala “Star Wars” aufflammte.
Audiovisuell perfekt, doch inhaltlich mit weiterhin viel Luft nach oben. Ist man sich diesem Umstand allerdings bewusst, ist “Avatar 3” aber erneut ein farbenprächtiges, wohl konstruiertes Kinoerlebnis mit sagenhaft schönen Aufnahmen und einer hierdurch vorhandenen Anziehungskraft, die uns für drei Stunden aus dem Alltag reißt. Nachwievor kein übermäßig großartiger Film, doch eine schöne Abwechslung, die auf jeden Fall eine weitere Sichtung im Heimkino erhalten wird.
7/10
Fotocopyright: 20th Century Fox


