Filmbesprechungen

Tell Me Something – Dunkle Vergangenheit

Aufgrund aktueller Sichtung wurde dieses Review aus dem Archiv übernommen und hier sauber formatiert. Möglichweise wurden einige Passagen überarbeitet und die Wertung nach aktuellen Maßstäben noch einmal korrigiert.

Inhalt

Korea ist geschockt. Überall in Seoul tauchen schwarze Müllsäcke auf, in denen sich Leichenteile befinden. Die Leichen sind allerdings nicht vollständig, da nicht immer alle Teile zur selben Person gehören.

Die Polizei ermittelt auf Hochtouren und stößt schließlich auf eine heiße Spur. Diese führt zu einer Frau, die mit allen bisher aufgefundenen Opfern eine Beziehung hatte. Sie beteuert, jeden dieser Männer wirklich geliebt zu haben – auch wenn es für die Außenstehenden schwer zu glauben ist. Ermittler Cho freundet sich mit ihr an, da er unbedingt mehr über sie und die möglichen Zusammenhänge erfahren möchte…

Fazit

Die Geschichte von Tell Me Something hört sich zunächst recht interessant an, und auch die Umsetzung ist ausgesprochen düster. Die meisten Aufnahmen entstanden in der Dunkelheit, und selbst bei den derberen Szenen empfand ich die Altersfreigabe als erstaunlich niedrig.

Trotz eines FSK-16-Siegels auf der Verpackung bekommt man hier zahlreiche Leichenteile und reichlich Blut zu sehen. Offenbar hatte die Prüfstelle an diesem Tag wohl ein besonders großzügiges Urteil gefällt.

Über weite Strecken ist der Film angenehm bedrohlich inszeniert, allerdings schleichen sich immer wieder kleinere Längen ein. Das ist schade, denn über die komplette Laufzeit von knapp zwei Stunden konnte mich der Film nicht durchgehend fesseln. Manchmal drehte sich das Geschehen etwas im Kreis, entwickelte sich über Minuten handlungstechnisch nicht weiter, ließ manche Fragezeichen noch größer werden.

Schauspieler, Musik und Inszenierung waren insgesamt solide und gaben keinen Anlass zur Kritik. Alles war schön düster und bedrohlich, der Zuschauer konnte inmitten von dunklen, verregneten Aufnahmen hervorragend abtauchen und die Stimmung genießen. Leider riss die zum Teil recht durchschnittliche Synchronisation hin und wieder aus der gelungenen Immersion.

“Tell Me Something – Dunkle Vergangenheit” war insgesamt ein anschaubarer Thriller, der jedoch wohl erst einmal im Regal verschwinden und nicht so schnell wieder hervorgeholt wird. An Genregrößen wie Sieben kommt der Film bei Weitem nicht heran, schlecht war er jedoch keineswegs. Er bot eine schöne Atmosphäre und interessante Ansätze, dagegen leider auch ein paar kleine Längen – die merklich an eine höheren Wertung zerren.

Technisch ist die deutsche DVD in Ordnung, der fehlende Originalton (wie bei Starmedia leider üblich) bleibt jedoch ärgerlich.

7/10

Fotocopyright: Starmedia Home Entertainment

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