Concrete Utopia – Der letzte Aufstand
Inhalt
Ein heftige Naturkatastrophe erschüttert das Land und nur ein einziges Hochhaus in Seoul übersteht die Erschütterung. Die Bewohner sind dankbar für Ihr Überleben, doch ein gemeinsam gegründeter Rat muss nun entscheiden, wie es weitergeht – und vor allem, wie mit den verbleibenden Menschen außerhalb Ihres Gebäudes umgegangen werden soll…
Fazit
Obwohl “Concrete Utopia” ziemlich gehypt wurde und als offizieller Oscar-Anwärter für Korea ins Rennen ging, habe ich erst vor wenigen Tagen beim reduzierten Mediabook zugeschlagen und heute eine erste Sichtung gewagt.
Der Streifen spielt mit einer interessanten These und besaß auch tatsächlich einen soliden Spannungsbogen, doch am Ende blieben für meinen Geschmack zu viele Fragen zurück und den Status eines Meisterwerks konnte er somit nicht erlangen.
Wahrscheinlich war die Unklarheit über die Katastrophe wohl das Konzept des Filmes, doch ich hätte hier ein wenig mehr Input gewünscht. Man konnte sich zwar selbst ein paar Gedanken zu Hergang machen, doch mangelnde Kommunikation der Darsteller machte es diesbezüglich nicht einfacher.
Die Figuren reagierten auf den Unfall, sprachen jedoch nicht über Theorien darüber. Man philosophierte nicht darüber, ob es einen natürlichen Ursprung gab oder möglicherweise eine Atombombe oder ähnliches dahinter stand. Man Nam die Situation einfach hin, formte gleich einen Rat und ging in die Tat über.
Immerhin gab es ein paar wirklich überzeugende Themen, die gut verständlich und durchaus nachvollziehbar in Szene gesetzt wurden. Hier und da konnte man sich eigene Gedanken über den dargestellten Umgang mit Lage und anderen Menschen machen, sich selbst nicht immer klar positionieren.
Die Darsteller haben ihre Sache gut gemacht und deren Synchronisation ging ebenfalls in Ordnung. Richtig überzeugt haben die CGI-Effekte, welches nicht nur akustisch das Heimkino erschütterten, sondern auch optisch zu einer perfekten Immersion beigetragen haben. Hier brauchte man sich wirklich nicht vor der internationalen Konkurrenz verstecken.
Ein paar kleinere Längen waren zugegen, doch unterm Strich gefiel das moderne “Herr der Fliegen”-Szenario aus Südkorea. Audiovisuell über jeden Zweifel erhaben und auch schauspielerisch ohne Schwächen. Wer sich von der Handlung angesprochen fühlt, sollte auf jeden Fall mal reinschauen.
7/10
Fotocopyright: PLAION PICTURES


