Aus Mangel an Beweisen
Inhalt
Der Tod einer Anwältin sorgt für Aufruhr in der gesamten Kanzlei. Der Chef setzt seinen besten Mann auf diesen Fall an und je mehr dieser bei seinen Ermittlungen voranschreitet, desto mehr Unstimmigkeiten tun sich auf…
Fazit
Eigentlich dachte ich, so ziemlich alle Filme mit Harrison Ford zu kennen, doch “Aus Mangel an Beweisen” kam mir am gestrigen Abend dann dennoch völlig unbekannt vor – was sich zu Gunsten der Spannungskurve als echter Glückfall erweis.
Dieser Streifen ist sicherlich nichts für die mehrfache Sichtung, doch bei seinem ersten Mal funktioniert er nahezu perfekt. Die Auflösung zeichnet sich erst spät ab und trifft dann umso härter. Der Weg dorthin war allerdings packend und animierte zum Miträtseln – inklusive falscher Verdächtigungen.
Ford und Konsorten agierten glaubwürdig und spielten sich die Bälle jederzeit gekonnt zu. Das Charakterdesign präsentierte dabei alle Typen – vom loyalen Freund, bis zum verräterischen Vorgesetzten, bei dem jahrelange Zusammenarbeit keine Pluspunkte bringen. Alles wirkte aus dem Leben gegriffen und bodenständig.
Das Werk hat schon einige Tage auf dem Buckel, ist dank hochwertiger Optik noch heute problemlos genießbar. Die leicht körnigen Bilder erzeugen einen schönen Kino-Look und der leider wenig räumliche Stereo-Ton geht in Ordnung.
Ford ist mal wieder eine Klasse für sich, doch auch der restliche Cast und vor allem die spannende Geschichte mit erschütternder Auflösung braucht sich nicht verstecken. “Aus Mangel an Beweisen” mag leicht angestaubt ausschauen, funktioniert aber noch wie am ersten Tag und ist somit eine heiße Empfehlung wert.
7,5/10
Fotocopyright: Warner Home Video


