The Cut
Inhalt
Vor 10 Jahren erlitt ein aufstrebender Boxer eine fatale Niederlage und hat sich seither vom großen Kampfgeschehen verabschiedet. Nun betreibt er mit seiner Frau eine kleine Boxschule und schlägt sich trotz einiger Demütigungen so gut wie möglich durch. Eines Tages jedoch wird ihm ein überraschender Auftritt in Las Vegas angeboten und ihm bleibt zur intensiven Vorbereitung darauf nur wenig Zeit…
Fazit
Boxfilme gibt es nicht unbedingt wie Sand am Meer, doch im Laufe der Jahre erscheinen immer mal wieder ein paar mehr oder weniger interessante Titel auf diesem Gebiet. Glücklicherweise gehört “The Cut” zu den besseren Vertretern – was nicht zuletzt an der hervorragenden Leistung von Orlando Bloom gelegen und der ungewöhnlichen Herangehensweise gelegen hat.
Ähnlich wie dem Akteur im Film, geht es auch seinem Schauspieler. Die großen Erfolge von Bloom (“Der Herr der Ringe”, “Das Königreich der Himmel”) liegen lange zurück und nun wäre das große Comeback (in Hollywood) natürlich nicht übel. Streng genommen lieferte uns die Handlung diesbezüglich wenig Support, doch seine schauspielerische Klasse war jederzeit deutlich zu erkennen.
Der Weg war wieder einmal das Ziel und der große Kampf gar nicht mal der echte Fokus. Wir begleiten unseren namenslosen Titelhelden mit seiner Crew bei den großen Vorbereitungen, sehen wie sein Körper gestählt und Freundschaften auf harte Proben gestellt werden. “The Cut” liefert uns hier keinen schönen, wohl aber sehr authentischen Blick ins Sportgeschehen und lässt uns das ein oder andere Mail merklich schlucken.
Der Erzählfluss war dabei sehr gut. Auch ohne aufregende Kämpfe oder Sparrings war stets etwas los auf dem Schirm – was vor allem an Orlanda Bloom lag. Wie Eingangs erwähnt war sein Spiel wirklich intensiv und seine körperliche Verfassung extra für diesen Auftritt mehr als beeindruckend. Auch er gehört nicht mehr zu den Jüngsten und zeigt sich hier trotz kleiner Falten im Gesicht mit einem durchtrainierten Waschbrett.
Aufgrund seiner Machart bzw. erzählerischen Perspektive hat mir “The Cut” sehr gut gefallen. Man sieht vielleicht weniger an Keilereien als in anderen Filmen, dafür umso krassere Bilder auf der Vorbereitung auf Selbige. Ich weiß nicht, ob hier eine wahre Geschichte zu Grunde liegt – wundern würde mich dies aber nicht.
7,5/10
Fotocopyright: PLAION PICTURES


